Federzylinder hi.re.

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Nicolas

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Nicolas »

Hey, vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Das gäbe genug Stoff für einen Episoden-Roman ;-)

Dem Besitzer vertraue ich im Grunde. Er ist ebenfalls Schrauber, und der Wagen war auch schonmal komplett auseinander. Sicher istman nie gefeit ..

Was die temporäre Haftpflicht angeht: Ich bin dort leider an einem Sonntag, weswegen ich kein Versicherungsbüro aufsuchen kann.
1) Kann ich eine solche Versicherung auch bei uns abschließen? Oder eben nicht, weil mir die Papiere fehlen?
2) Mit den frz. Kennzeichen dürfte ich doch noch versichert sein, oder nicht? Ist bei uns auch so. Vermutlich liegt es an der Grenzüberschreitung.
3) Da es von der Grenze nur 150 km zu mir sind, wäre das mit den Kennzeichen nicht so riskant.
4) Der Hinweis auf das "certificat de non-gage" ist gut, werde mal anfragen, ob er es mir besorgt.
5) Was eine eventuelles Problem angeht: Ich bin ADAC PlusMitglied und würde dann bei Problemen die gelben Engel anrufen (in F blaue Engel?). Oder ist Euch bekannt, dass man dies nicht mit ausländischen Fahrzeugen tun darf? Oder der Wagen zu alt ist?
6) Die Sache mit Federzylinder und Kardan hört sich nicht so schlimm an.

Insgesamt denke ich an 2 Etappen à 400km und denke, dass er das aushalten muss .. Die Überzahl an Bedenkenträgern bei Euch ist allerdings da... Danke übrigens für das Hänger-Angebot. Das Problem wäre eher ein nicht existentes Zugfahrzeug... *hm*

Merci & salues
Nicolas
Thomas

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Thomas »

Hallo Nicolas,

zu Deiner 1. Frage:
Ich glaube nicht, dass Du eine Versicherung findest, die so etwas macht - ich habe genau das vor ungefähr einem Jahr jedenfalls nicht geschafft. Ich habe meine bisherigen Autos aber auch bei der WGV versichert. Wenn Du bei der Allianz etc. versichert bist, hast Du sicherlich größere Chancen.
Die "technische" Seite würde ich auch nicht zu eng sehen. Das Auto sollte halt regelmäßig gelaufen bzw. gefahren sein. Rost im Tank kann aber i.d.T. zum Problem werden. Ich habe sogar einmal einen DS gesehen, der mit einem Kraftstofffilter à la Diesel ausgestattet war...
Mein 66er ID 19 hat 1300 km "Überführung" ohne einen Mucks mitgemacht. Ich habe am Tag vor der "großen Fahrt" ein Hydraulikleck entdeckt (LHS!). Der örtliche Citroën-Händler konnte dieses nicht finden; als Madame auf der Hebebühne stand, schien sie plötzlich wieder dicht... Also habe ich dem Mann alles LHS-2 abgekauft, was er noch hatte (sieben Liter) und fuhr am Stück ohne Übernachtung nach Hause. Nachgefüllt habe ich nicht mal einen Liter LHS!
Nach zwischenzeitlichen Verkaufsabsichten ist mittlerweile das Fieber wieder gestiegen und Madame freut sich schon auf die LHM-Umrüstung im Frühjahr...

Gruß

Thomas
wolfgang

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von wolfgang »

nachtrag:das "certificat de non gage" kann man auf der frz. zulassungsstelle an einem jedermann zugänglichen pc selbst
kostenlos ausdrucken-dieses papier hatte mir im voraus vor der zulasung dort am meisten kopfschmerzen gemacht-
wolfgang
Nicolas

certificat

Beitrag von Nicolas »

Hallo Wolfgang,

Ich habe es beim Besitzer angefragt.
Welche Kopfschmerzen hat es dir bereitet?

Nicolas
wolfgang

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von wolfgang »

das sprengt das forum ruf mich an 0625175577.
wolfgang
Martin

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Martin »

Hallo!

beim ADAC gab es früher immer es eine 14 Tage gültige Versicherung, mit der man im Ausland zugelassene Autos nach Deutschland holen konnte.
Ob es die noch gibt, erfährst Du am besten beim ADAC.

Kurzzeitkennzeichen sind nach deutschem Recht und nach der Wiener Konvention von 1968 auch im Ausland gültig, wenn die Fahrzeugdaten von der Zulassungsstelle eingetragen und gestempelt wurden. Du brauchst dazu noch eine Grüne Versicherungskarte für das Kurzzeitkennzeichen.
Das Problem könnte die französische Polizei sein, die dem misstraut und dich erst mal gesiebte Luft atmen lässt.

Ein Anhänger schont Deine Nerven. Lass es Dir aus reichhaltiger Erfahrung geraten sein ;-) !
Aber Du brauchst einen Zugwagen, der etwa 2 Tonnen ziehen darf, je nach gewicht des Anhängers (und der Ersatzteile???)
Im Endeffekt kommst Du billiger, wenn Du los gehst und Dir einen Sprinter mit Trailer mietest, als wenn du Kurzzeitkennzeichen besorgst, eine Versicherung abschließt, französische Dokumente besorgst, eventuell Pannenhilfe brauchst und dann vielleicht doch noch unterwegs strandest - ein Auto zum Hinfahren brauchst Du auch - also selbst der Sprit wird teurer!
Auf eigener Achse holen ist - mit Verlaub - die unvernüftigste, uneffektivste und unwirtschaftlichste Lösung.

Mit besten Grüßen

Martin Kraut
Nicolas

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Nicolas »

Danke für all Eure Hinweise!

Was die Versicherung angeht, werde ich mal den ADAC fragen. Habe mich inzwischen danach bei deren Rechtsexperten erkundigt, wie es mit der Versicherung in meinem Fall generell läuft. EU-weit gilt die Regelung, die wir alle kennen:

Die Schilder bleiben für die Überführung drauf. Evtl. Schäden würden noch auf die bestehende Haftpflicht des Vorbesitzers laufen. Hier angekommen, dann die Madame in Winterschlaf versetzen oder eben ummelden. Insofern gäbe es keine Veranlassung, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen .. Falls ich da dennoch falsch liege, dann bitte schreien.

Bon ben, j'y vais ce dimanche et je rapportera la semaine prochaine ;-)

Falls bis dahin noch jemand heiße Tipps für die Überfahrt hat, gerne!

Nicolas
Markus Poweska Verified
Beiträge: 69
Registriert: Fr 30. Aug 2002, 08:39

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Markus Poweska Verified »

Hallo Nicolas,
Du hast es nicht anders gewollt, wir haben Dich gewarnt...
Bin gespannt auf Deinen "rapport". Nimm was warmes zum Anziehen mit :-)

A bientot donc, Markus
Nicolas

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Nicolas »

Bonsoir à tous !

nachdem ich nun in 2 Tagen "Bretagne Aller-Retour" bewältigt habe .. seht Ihr nun einen weiteren, glücklichen DS-Amateur (im frz. Sinne) in Euren Reihen ;-)

Die DSuper 73 befand sich in einem noch besseren Zustand, als ich es gehofft hatte und zweitens verlief die Rückfahrt (mit Freundin ;-)) völlig reibungslos.

Der Besitzer war ein sehr freundlicher Zeitgenosse. Ich kam gar nicht dazu, meine Fragen zu stellen, da hatte er mir schon alles bis ins Detail offenbart. Zudem ein Stapel Rechnungen samt Erklärungen, ein wenig Vorgeschichte, etwas Benzin-Gespräch.. und es war klar: Die Rückfahrt würden wir in dieser Madame genießen.

Die schon zuvor von mir genannten Defekte nahmen wir bei jedem Stopp unter die Lupe:
- Die Antriebswelle macht ab etwa 80-90km/h arge Geräusche (was eher ein Heulen war), in den Kurven dann das typische Klackern.
- LHM habe ich keinen Tropfen verloren. Die (neue) Manschette ist offenbar nicht das Problem, sondern der Federzylinder selbst. Er scheint einiges rauszuwerfen; der "Ball" war gegen Ende schon arg dick.

Die Lenkung fing dann auch noch an zu knartzen (hört sich meiner Meinung nach eher nach Plastikteilen in der Verkleidung an), und die Tachowelle wollte nicht mehr so recht. Kleinigkeiten.

Aber alles in allem: Impeccable! Eine sehr schöne Fahrt (wir haben uns sogar eine nächtliche Fahrt entlang der Pariser Quais genehmigt).

Danke nochmals für Eure Tipps
Nicolas
Peter Höppener

Re: Federzylinder hi.re.

Beitrag von Peter Höppener »

Hallo Nicolas,

nochmal zum Federzylinder:
Wenn die Manschette neu und i. O. ist, Du gleichzeitig schreibst, dass die Manschette sich dick aufgebläht hat, dann behaupte ich, dass die Rücklaufleitung nicht frei ist.
Die solltest Du überprüfen.

Gruß
Peter
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