maldini hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 13:25
… Darauf, dass das 70er/80er-Jahre-Oel abgelaufen sein koennten, bin ich damals nicht gekommen…
Ich glaube man ist auch erst später darauf gekommen das Mineralöle ein Ablaufdatum haben ..
Wie ist das eigentlich bei LHM? Ich habe 2 ltr. Reservegebinden seit ein paar Jahren unter der Kofferraumabdeckung.
Ich könnte mir vorstellen das das mit einer EU Verordnung zu tun hat die bei allen Produkten eine Mindesthaltbarkeit vorschreiben. Das ist sinnig - aber bei machen Sachen auch widersinnig.
Zement = sinnig
Bienenhonig = unsinnig
Mineralöl = (bitte die richtige Antwort eintragen)
Grüße
Karl
Gerne:
KI: "Motoröl von vor 50 Jahren (ca. 1976) unterscheidet sich von heutigen Hochleistungsölen (Stand 2026) grundlegend in seiner chemischen Basis, der Viskosität und der Additivierung.
1. Chemische Basis: Mineralisch vs. Synthetisch
Damals (1970er): In den 70ern waren fast alle Öle rein mineralisch, gewonnen durch die Destillation von Rohöl. Synthetische Öle kamen zwar Mitte der 60er auf den Markt, waren 1976 aber noch ein teures Nischenprodukt.
Heute (2026): Moderne Motoren nutzen fast ausschließlich vollsynthetische oder teilsynthetische Leichtlauföle. Diese sind chemisch maßgeschneidert, um extremen Druck- und Temperaturbelastungen standzuhalten, die mineralische Öle zerstören würden.
2. Viskosität (Fließfähigkeit)
Damals: Üblich waren dickflüssige Öle wie SAE 20W-50 oder 15W-40. Motoren hatten größere Fertigungstoleranzen (Lagerspiele), die ein zäheres Öl benötigten, um den Schmierfilm stabil zu halten.
Heute: Moderne Motoren sind extrem präzise gefertigt und benötigen sehr dünnflüssige Öle (z. B. 0W-20 oder sogar 0W-8), um sofort nach dem Start alle Schmierstellen zu erreichen und den Kraftstoffverbrauch durch geringere innere Reibung zu senken.
3. Additive und Reinigungswirkung
Reinigungsleistung (Detergentien): Heutige Öle enthalten starke Reinigungsadditive, die Schmutzpartikel in Schwebe halten, bis sie im Ölfilter landen. 1976 gab es noch Öle mit geringer Reinigungswirkung, bei denen sich Schmutz absichtlich als Schlamm in der Ölwanne absetzte (da viele alte Motoren gar keinen oder nur grobe Filter hatten).
Verschleißschutz (Zink/ZDDP): Alte Öle hatten oft einen hohen Anteil an Zink (ZDDP) zum Schutz von Bauteilen wie Flachstößeln. In modernen Ölen wird Zink reduziert, da es Abgasnachbehandlungssysteme wie Partikelfilter (DPF) oder Katalysatoren beschädigen kann.
4. Zusammenfassung: Warum man sie nicht vertauschen sollte
Eigenschaft Öl um 1976 Öl heute (2026)
Typ Meist mineralisch Meist vollsynthetisch
Viskosität Dickflüssig (z. B. 20W-50) Dünnflüssig (z. B. 0W-20)
Fokus Mechanische Abdichtung Effizienz & Emissionsschutz
Risiko Schlammbildung in modernen Motoren Kann alte Dichtungen angreifen & Öldruckverlust in Oldtimern verursachen
Für Fahrzeuge aus den 70ern gibt es spezielle Oldtimer-Öle, die die heutige chemische Stabilität mit der damals benötigten Viskosität kombinieren. "
huf