Farbe Trompeten

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MarcM
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Registriert: Di 27. Jul 2021, 18:38

Re: Farbe Trompeten

Beitrag von MarcM »

anieder hat geschrieben:Trowalisieren = Gleitschleifen mit Gleitschleifmaschinen der Firma Trowal.
Ist wie Tempo oder Labello…
Gruß
Andreas
"Trowalisieren" hatten wir ja weiter oben bereits geklärt. "Tempo oder Labello" verstehe ich nicht ganz… Ist das irgendwie eine Entgegnung auf meinen Post?
Andreas B. hat geschrieben: Hallo Marc,
ich bin auch ein Freund härtender Öle, allerdings nur bei Holz und verwandten Werkstoffen. UV-Schutz bieten natürliche Öle nicht (er lässt allerdings auch bei Klarlacken peu à peu nach). Problematischer finde ich zudem, dass Leinöl im laufe der Zeit zur Vergilbung neigt - gerade unter Lichtabschluss und gerade das trifft sicher für die "Aufbewahrungsbedingungen" vieler alter Autos zu.
Gruss Andreas
Solche Öle können eigentlich überall angewendet werden, wo gewisse Poren vorhanden sind, sicher nicht nur auf Holz. Solange Öle nicht schichtbildend angewendet werden, sind die sehr unkritisch und universell. Wie gesagt ist ja Owatrol auch kaum etwas anderes. Öle für Steinfußböden und andere offenporige, mineralische Oberflächen sind ebenfalls auf Basis härtender (übrigens nicht "trocknender", wie so gerne gesagt wird) Öle. Natürlich werden die Eigenschaften je Anwendungsfall ein wenig anders eingestellt. Aber die Hauptbestandteile sind immer sehr ähnlich.

Von UV-Schutz hat bisher ja niemand gesprochen. Gibt es Kunststoffpfleger, die dies für sich in Anspruch nehmen?

Die Angst vor dem Vergilben von Leinöl ist in den allermeisten Fällen unbegründet, wenngleich sie mit großer Beharrlichkeit vorgetragen wird. Im vorliegenden Fall ging es um matt gewordene Kunststoffe, bei welchen man mit einem hauchdünnen Auftrag die Poren füllen und die Farbe auffrischen kann. Bei einem weißen Dach einer DS/ID würde ich das tatsächlich auch nicht machen. Aber bei den roten Blinker-Trompeten oder jedem anderen Kunststoff mit einem eher satten, dunkleren Farbton klappt das wunderbar und eine eventuelle leichte Vergilbung wird nicht zu sehen sein. Der Ursprung des Vergilbungs-Vorwurfs gegenüber Leinöl liegt in zwei gänzlich anderen Anwendungen, die allerdings sehr verbreitet sind und wo diese Eigenschaft wirklich stört. Das sind zum einen die klassischen "ölmodifizierten Urethan-Alkydharz Lacke", mit dem Trivialnamen "Kunstharzlacke". Diese enthalten (was viele nicht wissen) einen nicht unerheblichen - nach Anwendungsfall variierenden - Anteil härtender Öle, meist Leinöl. Sind diese nun (vorwiegend), weiß, so macht sich ein Vergilben einzelner Komponenten natürlich besonders bemerkbar. Und wer nicht gerade in einem Neubau wohnt, kennt auch die typische gelbliche Anmutung alter Anstriche. Auch Bootslacke, also Klarlacke gehören zu dieser Kategorie. Da sie besonders zäh sein sollen, ist hier der Ölanteil sogar recht hoch. Dass hier ein Vergilben sichtbar wird, ergibt sich vor allem aus der Schichtstärke, also der Auftragsmenge. Ein guter Lackaufbau aus meist 3 Schichten hat gerne mal 300-400g/m2. Das ist natürlich etwas ganz anderes als die beschriebene Imprägnierung, wo etwa ein Zehntel der Menge zum Einsatz kommen dürfte (Auf sehr saugenden Oberflächen sind es um die 100g/m2). Der zweite Fall ist das Gilben von Öl-Gemälden. Auch hier sind in Malschicht und Firnis größer Mengen Leinöl vorhanden.

Im Übrigen betrifft das alles hauptsächlich das Leinöl. Wer sich seine Öle selbst mischen möchte, sollte dann vielleicht zu Tungöl (aka "Holzöl") greifen, was deutlich weniger zum vergilben neigt und dem Leinöl auch in einigen anderen Aspekten überlegen ist. Das verlinkte PDF klärt auf.
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maldini Verified
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von maldini Verified »

Hallo Marc,

welchen Klarlack für Metall würdest du empfehlen?
Gerne konkret die Marke - den Markennamen!

Grüße Karl
MarcM
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von MarcM »

Das hängt noch von ein paar Faktoren ab.
- auf rohem Metall?
- Welchen Bedingungen wird der lackierte Gegenstand ausgesetzt?
- klimatisch? (Wo hält er sich meistens auf)
- mechanisch? (wie wird er benutzt?)
Aber das könnte ein wenig anders off topic driften... wollen wir vielleicht per PN weiter machen?

Aber um schon einmal einen Klassiker zu nennen: "Le Tonkinois". Typischer Vertreter der Klasse der Bootslacke, also ein ölmodifizierter UA-Lack. Sehr schlagzäh, allerdings damit gleichzeitig nicht extrem abriebfest. Und mit der typischen, etwas lästigen, langen Aushärtungszeit. Für einige Anwendungen auf jeden Fall top. Eben nicht für alle, wie immer. (Ich hoffe den gibt es noch - hab ihn länger nicht mehr gekauft)
MarcM
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von MarcM »

Hab den Tonkinois mal rasch recherchiert. Den gibt es auf jeden Fall noch bei diversen Quellen. Ist aber offenbar/angeblich doch frei von Kunstharzen, also eine reine Leinöl/Holzöl Verkochung. Das bringt bestimmte Eigenschaften mit sich, die man beachten muss. Da wichtigste ist Geduld, denn bei solch einem Lack gilt eine alte Regel, die auf moderne Lacke längst nicht mehr zutrifft: Möglichst viele, möglichst dünne Schichten führen zum besten Ergebnis. Und jede Schicht gut aushärten lassen, was dauert. Kein Wunder, dass solche Lacke im professionellen Bereich völlig an Bedeutung verloren haben - soviel Zeit haben nur Hobby Anwender.
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maldini Verified
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von maldini Verified »

Hallo Marc,

was ich nicht verstehe -
Ich habe mir vor Jahren einen Klarlack mit dem Namen „Metallsiegel“ gekauft - und zufrieden genutzt. War lösemittelbasiert, seidenmatt abtrocknend - und insgesamt schnell trocken.

Sowas finde ich nicht (mehr)!
Auch der Tonkinois wird ausschließlich als holzversiegelung beworben -
Gibt es lösemittelbasierte Klarlacke zur metallversiegelung nicht mehr?

.. was ist denn sowas? Leider glänzend -

Grüße
Karl
aquablader
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von aquablader »

Hallo Karl!

Evtl. auch der ChemikalienVO REACH zum Opfer gefallen.
Es gibt so viele gute Dinge nicht mehr...

VG Ingo
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maldini Verified
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von maldini Verified »

Hey Ingo,

kann sein -
Ich hab noch einen Rest in einem Marmeladenglas - für meine aktuellen Zwecke reicht es .. noch.

Ich habe ja diese wunderbaren (absolut wunderbaren :-) ) NOS Cibies bekommen. Ich will mit einem Klarlack die Fuge zwischen Glas und Scheinwerferbecher zusätzlich versiegeln. Ich weiß aus Erfahrung, das sich gerade da, zwischen Kitt, Glas und (Blech)Scheinwerferbecher die blindmachende Korrosion zuerst einnistet…
Der Kitt, der das Scheinwerferglas mit dem Reflektor verbindet, ist ja bestimmt schon Jahrzehnte alt - auch wenn alles makellos aussieht!

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.. sind die nicht ein Traum? (Nochmal besten Dank Georg!)
:-)

Grüße
Karl

.. der sein cetek erst mal wieder abgeklemmt hat .. ;-)
Dateianhänge
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scardale
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von scardale »

Halo,

also im Bootsbau Zubehör gibts schon noch transparente Lacke, z.B. "Hamburger Lack-Profi 2K Klarlack - Strapazierfähig", allgemein sind die Bottslacke mit Sicherheit ne Überlegung wert.

Gruß
Stefan
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maldini Verified
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von maldini Verified »

Hey Stephan,

ja - da habe ich auch schon mal gesucht.
Ich habe jetzt mal einen 1K Bootslack für Metall und Holz in seidenmatt versucht -


Grüße
Karl
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maldini Verified
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Re: Farbe Trompeten

Beitrag von maldini Verified »

.. heute schon angekommen!
Ich werde berichten!

Grüße
Karl
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