Startschwierigkeiten

Diskussionen rund um's Thema...
DS20_break Verified
Beiträge: 3522
Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von DS20_break Verified »

[quote=Langhuber]
[quote=Hardy]
vor Allem bei deiner Bosch Zündspule original Käfer. :-)
[/quote]
Das bezog sich ja auf die Technologie der verbauten Komponenten. Ich habe auch einen vermutlich originalen Bosch-Scheibenwischermotor drin, z. Zt. Bosch-Unterbrecher und eine Banner-Batterie und meine derzeitige Benzinpumpe stammt vermutlich aus Vechta. Ich bin bloss noch nicht dazu gekommen, die AC-Pumpe einzubauen, zu der mir ausserdem immer noch der Dichtring fehlt.

Ich wollte lediglich mit meinem Beispiel zum Ausdruck bringen, dass man auch mit einem Equipment, das dem Status von 1963 entspricht, gute Ergebnisse erzielen kann, wenn alles halbwegs in Ordnung ist.
Ich schliesse mich dem Statement von Robert Kruse an:
[quote="Robert Kruse"]
und eine Zusatzbenzinpumpe kommt mir eher wie ein workaround vor.
[/quote] Das gilt in meinen Augen auch für 123 u. A.

Klemens[/quote]

Prinzipiell stimme ich dir zu. Wenn ich mit einem Oldtimer unterwegs bin, möchte ich die damalige Technik genießen/erleiden. Gerne auch mit manueller Gemischverstellung und Zündeinstellung, Getriebe natürlich 3-Gang unsynchronisiert. Da ist dann das Fahren der Genuss.
Wenn ich aber meinen Oldtimer als (einziges) Alltagsauto benutze oder mit Familie und Wohnanhänger in Urlaub fahre, ist jede Modernisierung erlaubt, solange es dem §23 entspricht.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
papasitt
Beiträge: 1130
Registriert: Do 21. Aug 2008, 16:50

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von papasitt »

[quote=rsa404]


Ethanol greift bei den Langhubern zumindest die Membranen der Benzinpumpe an, die werden mit der Zeit weich und die Förderrleistung entsprechend geringer.

Gruß,
Ralf[/quote]


Verstehe ich jetzt nicht, die Membranen der Benzinpumpe bei Langhubern soll original hart sein und nicht weich?

Gruß,
Siggi
Benutzeravatar
Stephan Jaenicke
Beiträge: 33
Registriert: Sa 1. Feb 2014, 13:49

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Stephan Jaenicke »

Ich glaube, es kommen zwei Effekte zusammen:

1) verdunstet der Sprit im Vergaser.
2) sinkt das Benzin in der Benzinleitung auf Bodenniveau zurück und muss dann erst von der Benzinpumpe wieder zum vergaser gefördert werden.

Wenn ich meinen Wagen täglich fahre, springt er morgens nach Sekundenbruchteilen an. Wenn der Wagen mal ein paar Tage gestanden hat, dauert es etwa 5 Sekunden, bis wieder Sprit im Vergaser ist. Das halte ich wie Gerhard und Alex auch nicht für nachteilig, weil dann das Mötoröl schon wieder an den Schmierstellen ist, bevor der Motor startet.

Kalten Motor immer mit Choke starten, warmen Motor ohne Choke mit etwas Gas. Pumpen halte ich nicht für sinnvoll. Membran in der Benzinpumpe überprüfen ist ein guter Tipp.

Gruß,
Gruß aus Detmold,

Stephan J.
----------
www.buch-jaenicke.de
ID 19 B, EZ 19.05.1069, "Der Frosch"
Citroën C5 Break 2.0i 16V, EZ 16.05.2006
Opel Olympia Rekord P1, EZ 18.02.1959
Langhuber Verified
Beiträge: 1614
Registriert: Fr 7. Sep 2012, 10:05

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Langhuber Verified »

[quote=papasitt]
Verstehe ich jetzt nicht, die Membranen der Benzinpumpe bei Langhubern soll original hart sein und nicht weich?
[/quote]Bei harter Membran denkt man vielleicht zunächst an eine elastische Metallmembran, oder eine elastische "Gummi"-Membran.
Bei meiner AC-Pumpe besteht die Membran aus einigen Lagen "gummierten" Stoffes. Diese Stofflagen sind in der Mitte eingeklemmt zwischen zwei starren Metallplatten, eine ausserhalb, eine innerhalb des Pumpenvolumens. Am Rand sind sie zwischen Pumpengehäuse oben und Pumpengehäuse unten eigeklemmt. Da ist in dem ursprünglichen Sinn nichts elastisch.

Pumpe liegt noch bei mir in der Wohnung, ich kann mir das gegen später anschauen.

Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
DS20_break Verified
Beiträge: 3522
Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von DS20_break Verified »

[quote="Stephan Jaenicke"]
Ich glaube, es kommen zwei Effekte zusammen:

1) verdunstet der Sprit im Vergaser.
2) sinkt das Benzin in der Benzinleitung auf Bodenniveau zurück und muss dann erst von der Benzinpumpe wieder zum vergaser gefördert werden.
...
Gruß,[/quote]
weiß eigentlich jemand ob das Niveau der Pumpenmembran unterhalb des Benzins im Tank liegt?
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Benutzeravatar
Thomas Held Verified
Beiträge: 5067
Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote="Stephan Jaenicke"]
Kalten Motor immer mit Choke starten, warmen Motor ohne Choke mit etwas Gas.
[/quote]

Vollgas, Stephan! Beim Halbautomaten auch gerne in Kombination mit Kupplungshandbetaetigung zum vollen Aufmachen der Drosselklappen, wenn der Motor heiss ist!
Gruss,

Tom
Gruß

Tom
Langhuber Verified
Beiträge: 1614
Registriert: Fr 7. Sep 2012, 10:05

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Langhuber Verified »

Stefan Jaenicke hat geschrieben:...sinkt das Benzin in der Benzinleitung auf Bodenniveau zurück und muss dann erst von der Benzinpumpe wieder zum vergaser gefördert werden.
So tief sinkt das wohl nicht. Nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren hat das Benzin vorn in der Benzinleitung das gleiche Niveau wie hinten im Tank. Und der Tank liegt ja nicht einen halben Meter unter der Höhe der Benzinpumpe. Die Differenz schätze ich mal auf 10 cm bei gefülltem Tank und 30cm bei relativ leerem Tank.
Wenn ich das nächste Mal in die Garage komme, nehme ich eine Flasche mit und ziehe den Schlauch von der Benzinpumpe ab. Es würde mich sehr wundern, wenn bei Betätigung des Anlassers es wirklich 5 Sekunden dauern würde, bis Benzin aus dem Schlauch rausspritzt.
Wenn ich meinen Wagen täglich fahre, springt er morgens nach Sekundenbruchteilen an. Wenn der Wagen mal ein paar Tage gestanden hat, dauert es etwa 5 Sekunden, bis wieder Sprit im Vergaser ist.
Exakt so ist es bei mir auch. Im letzten Winter nach längerer Standpause war meine Batterie zu leer zum Anlassen. Da hatte ich das erste Mal echten Bedarf, Madame anzuwerfen: Erst ein paar Umdrehungen langsam mit auser Zündung, um Benzin zu fördern und dann zwei-drei Anwürfe. Ich denke da war es unter 10°

Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
Langhuber Verified
Beiträge: 1614
Registriert: Fr 7. Sep 2012, 10:05

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von Langhuber Verified »

[quote=Hardy]
weiß eigentlich jemand ob das Niveau der Pumpenmembran unterhalb des Benzins im Tank liegt?
[/quote]
Ich gehe davon aus, dass der Pumpeneingang oberhalb des maximalen Benzinniveaus liegt. Sonst müsste man zum Ausbau der Pumpe den Tank entleeren. Und davon steht nichts im Werkstatthandbuch.
Zudem bestünde die Gefahr, dass bei leichter Undichtigkeit des Ansaugschlauches an der Pumpe das Benzin nach unten rausläppert.
Sonsderfall: Der Tank ist bis ganz nach oben zum Tankdeckel gefüllt. Dan liegt der Benzinspiegel wohl sicher über dem Pumpenniveau.

Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
aquablader
Beiträge: 1590
Registriert: So 7. Aug 2011, 11:55

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von aquablader »

Das Pumpen, was hier immer beschrieben wird, rührt von den Fahrzeugen mit Startautomatik her.
Das scheint den Menschen aber immer noch irgendwie in den Köpfen geblieben.

Die beim Abstellen heiße Bimetall-Feder der Startautomatik kühlt ab und drückt den Mechanismus der Startautomatik Richtung Kaltstart. Gleichzeitig wird eine Stufenscheibe verdreht, die einen veränderlichen Anschlag der Drosselklappenwelle darstellt. Die ist aber erst blockiert durch den dran ruhenden Anschlag der DK-Welle.
Soll der Kaltstart nun stattfinden, muß ein Mal Gas gegeben werden, damit sich die Teile der Automatik durch den Federdruck der Bimetallfeder in ihre Position stellen können: die Starterklappe schließt und der veränderliche Anschlag verdreht sich, so daß die Drosselklappe etwas angestellt wird. Dadurch wird eben ein fetteres Gemisch erzeugt und gleichzeitig die LL-Drehzahl etwas erhöht.

Klar spritzt die Beschleunigerpumpe dann ins Saugrohr, sofern noch etwas Benzin in ihr vorhanden ist.
Und bei kaltem Wetter ist das sicher auch hilfreich. Durch die aktuellen Kraftstoffe verdunstet wirklich der allergrösste Teil bei heißer, abgestellter Maschine, schwerflüchtiges Zeugs wollen die bei den Einspritzern heute nicht mehr haben.

LG

Ingo
DS20_break Verified
Beiträge: 3522
Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Startschwierigkeiten

Beitrag von DS20_break Verified »

[quote=Langhuber]
[quote=Hardy]
weiß eigentlich jemand ob das Niveau der Pumpenmembran unterhalb des Benzins im Tank liegt?
[/quote]
Ich gehe davon aus, dass der Pumpeneingang oberhalb des maximalen Benzinniveaus liegt. Sonst müsste man zum Ausbau der Pumpe den Tank entleeren. Und davon steht nichts im Werkstatthandbuch.
Zudem bestünde die Gefahr, dass bei leichter Undichtigkeit des Ansaugschlauches an der Pumpe das Benzin nach unten rausläppert.
Sonsderfall: Der Tank ist bis ganz nach oben zum Tankdeckel gefüllt. Dan liegt der Benzinspiegel wohl sicher über dem Pumpenniveau.

Klemens[/quote]

wenn der Pumpeneingang oberhalb des maximalen Pumpenniveaus liegt muß die arme Pumpe nach längerer Standzeit erstmal Luft pumpen. Das erschwert das Ansaugen etwas.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Antworten