Matte Lacke sind noch nicht zu reparierenBernhard(Süd) hat geschrieben: Hallo,
Siggi: Bei GENAU so einem Betrieb habe ich mich ja gestern Nachmittag ausführlich beraten lassen, gell...!
Klar, eine zweite Meinung einholen ist immer gut...
MeDi: Danke! Hast schon recht, kennst das Auto gut, und Deine Meinung ist mir viel wert!
Nur halt, ...der Lack ist ECHT papierdünn (nein, dünner) und arg ungleichmässig, wie eine Milka-Kuh (sic! fast genau die Farbe kicher...!).
Im Prinzip ja auch meine Meinung zu Autos diesen Verwitterungszustands (ich vergass zu erwähnen: komplett rostfrei): Neulack wäre drittpubertäre ([sub]kicher[/sub]) Kosmetik..
So ganz nebenbei auch eine wirtschaftliche Frage: Für 5000.- kann man die Mechanik unglaublich fein fit machen, gell...
(Ganz nebenbei: Aber es gibt -einige sehr wenige- gelungene Versuche mit leicht halbmatt angemischtem Neulack. Zum Beispiel Schmittkults break (naja, schon merklich matt, aber schööön). Oder der kleine Tatra in einer der letzten Nummern der Oldtimer-Praxis.
Und hier nu` 2 Bilder von der gestern probeweise zart anpolierten Fläche, man sieht rechts daneben den "ausgekreideten" Originallack, und links im anpolierten Bereich die etwa Fünffrancstückgrosse Fläche, wo`s rotbraun-grundiert durchscheint.
Grüsse: Bernhard
Laut Auto- und Lackhersteller sind die matten Lacke genauso gegen äußere Einflüsse beständig wie hochglänzende. Lackschichtenaufbau und Chemie sind – bis auf die extra Mattierungspartikel – identisch. Dennoch sind beim Mattlack eventuelle Reparaturen deutlich aufwändiger, weil keine unsichtbaren partiellen Ausbesserungen in der Fläche möglich sind. Das Austupfen von Steinschlägen, ein punktuelles Ausbessern mittels Mini-Spritzpistole (smart repair) oder das Beilackieren und Beischleifen haben immer eine unterschiedliche Mattierung zur Folge und sind deshalb zur Reparatur ungeeignet.
Partiell glänzende Stellen infolge leichter mechanischer Einwirkungen (etwa Streifspuren von einem Fingernagel, Mantelknopf oder Schuh im Türeinstieg) können mit üblichen Verfahren nicht beseitigt werden – es ist grundsätzlich die Lackierung des kompletten, zusammenhängenden Karosserieabschnittes erforderlich. Für eine einfache Auffrischung des Mattierungseffektes müssen noch geeignete Verfahren entwickelt werden.