Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

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stefan n.
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Registriert: Mi 28. Dez 2005, 22:30

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von stefan n. »

hallo zusammen,

als die letzte DS vom band lief, war ich noch ein paar jährchen nicht geboren - bin richtig geschlußfolgert also noch weit unter 40. wurde erst über louis de funes-filme auf die DS aufmerksam, in freier wildbahn gab es sie bei uns zu meiner jugendzeit schon lange nicht mehr. später während dem studium, bei dem ich mich mit design und schönen dingen befasste durch einen freund aus einer Citroën-infizierten familie, erneut auf diesen wagen aufmerksam gemacht worden und von da an war klar, so eine muß es irgendwann sein. bei mir fiel die entscheidung einzig aufgrund des designs, die technik war eine gerne in kauf genommene draufgabe. mit mitte zwanzig konnte ich mein erstes auto - eine D super - mein eigen nennen und habe es noch keinen tag bereut, obwohl gerade in jungen jahren das geld wohl noch ein bisschen knapper ist. dafür muß ich auch heute noch andere ausgaben hinten anstellen, wichtig ist dass die DS bekommt was ihr gebührt ;-) leider kommt man mit zuneigung alleine ja nicht besonders weit. mal schaun wie lange es mir gelingt sie am leben und bei laune zu halten, mittlerweile bereitet sie ja nicht mehr nur mir sondern auch dem rest der familie großen spaß.
stefan n.

d-super 9/70 ac 632
seepferdchen
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Registriert: Fr 19. Apr 2013, 10:15

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von seepferdchen »

Es gibt doch nur

Göttinnen, Bullis, Käfer, Enten, und den schwarzen bösen Wolv(o) aus Leidenschaft, wobei das Leiden irgendwie nie zu kurz kommt

genau in der Reihenfolge und sonst gar nichts

Stefan 1968
Carsten_SM
Beiträge: 1141
Registriert: Sa 5. Sep 2009, 20:51

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von Carsten_SM »

Nee, warum sollte man sich diesen Käferminivan für das viele Geld antun ?

Ich hab als Kind in den Drecksdingern nur gefroren, lahm, laut, gesoffen wie ein Loch, ich kann auch das Hartplastebrett nicht ansehen im T2, und diese Rausziehschalter, nur gruselig. Vor allem, wenn ich mir überlege, 50 tsd für eine 34 PS- Gurke auszugeben- hey, da kann man Maserati BORA für fahren, der geht 280, und sieht nach ernsthaftem AUTO aus, aber doch nicht diese Zigarre auf Kleinsträdern mit Kugelradkappen....

Das Käfer- Krengkreng mag ich bis heute nicht. Der Sound ist einfach bitter.

Die Ente ist Kult, aber das Linealdesign war auch nie meins.


Ein Auto muss eine lange Schnauze haben, und Scheinwerfer unter Glas. Motor längs und ein kurzes Heck. Perfekt.

Daher: SM, DS + E- that´s it.

Carsten
seepferdchen
Beiträge: 54
Registriert: Fr 19. Apr 2013, 10:15

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von seepferdchen »

Hallo Carsten,

kann Dich zwar verstehen, aber wie bei anderen hier hat das was mit Kindheitserinnerungen zu tun.
Der T2 von Westfalia hatte "satte" 50 PS und am Berg konnte man sehen das die Weinbergschnecken am Strassenrand schneller waren.
Kamen da noch ein paar Kisten Wein dazu ging der Tacho gegen Null.
Mit der Ente sind wir davor immer nach Spanien, ohne route de solei (die wurde Bruchstückhaft erst gefühlte 2 Jahrzehnte später angefangen) in einem durch. Das war ne Tortour und nen Glücksspiel ob man ankommt.
Da hat nen Hund vorm Kotflügel schon mal das Auto lahmgelegt.
Der Käfer war zuverlässiger, nur eben viel zu klein für Kinder und das ganze Gepäck.

Ein schönes Auto ist eben eigenständig und unverwechselbar......und meist mit dem eigenen Leben verbunden.
Ich hätte z.B. gern auch einen SM, aber da musst Du meine Frau mal hören.....Manta....unglaublich und nicht kommentierbar ohne ausfallend zu werden.
Unsere Göttin liebt sie allerdings.

Gruß Stefan
DS20_break Verified
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Registriert: Mo 30. Aug 2010, 23:10

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von DS20_break Verified »

Meine Familie (Vater, Mutter, 2 Kinder) ist mit Campinggepäck in einem F7 in Urlaub gefahren. War eng, aber ging.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Carsten_SM
Beiträge: 1141
Registriert: Sa 5. Sep 2009, 20:51

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von Carsten_SM »

Klar ging das alles - sind wir ja auch mit bis nach Bordeaux und weiter.

ABER ich muss das heute nicht mehr haben (außer der DS, die MUSS sein).

Carsten
Alouette
Beiträge: 21
Registriert: So 18. Mär 2012, 20:09

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von Alouette »

... nochmal zurück zum eigentlichen Thema! ;-)

Wie war das bei mir? Louis de Funès hat mich jedenfalls gar nicht beeinflusst. Fantomas habe ich als Kind zwar geliebt, aber die DS ist mir in den Filmen nicht aufgefallen. Vielleicht lag das daran, dass sie bei uns sowieso in der Garage stand: Mein Vater fuhr insgesamt drei davon (nacheinander). Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist eine Fahrt in unserer ersten ID. Ich fand es damals irre beeindruckend, dass man erst den Schlüssel drehen und dann einen kleinen Knopf im Armaturenbrett drücken musste! Ansonsten weiß ich noch, dass ich in dem Auto immer super geschlafen habe (natürlich ohne Gurte, Kindersitze und ähnlichen Schnickschnack) und dass mein Bruder und ich dachten, dass der große Gummiwulst rund um den Himmel wohl dafür gedacht sei, Kaugummis und sonstigen Müll da reinzudrücken. (Zum Glück haben das offenbar nur wenige Kinder gemacht ...)

Als ich etwas älter war, fanden meine Freunde unser jeweiliges Auto zwar immer super cool, aber mich hat der Retro-Schlitten nur noch genervt. Ich hätte es lieber gesehen, wenn mein Vater ein modernes, schnelles Auto gefahren wäre. Ende der 70er wurde unsere letzte DSuper zum Glück endlich verkauft. Seufz ...

Viele Jahre später hatte ich dann einen WG-Mitbewohner, der mit einem D-Modell durch die Stadt brauste. Und - echt seltsam - plötzlich fand ich dieses Auto unglaublich erstrebenswert. Naja, hat dann noch mal ein paar Jahre gedauert ...

Mein Fazit: Die frühe Kindheit ist doch sehr prägend! :-)

Christian
>
GerhardT
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Registriert: So 13. Mär 2011, 00:53

Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von GerhardT »

Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin ebenfalls in ID und DS aufgewachsen. Irgendwo gibt es sogar noch einen Doppel-8 Film des Breaks, auf dessen Heckklappe ich angeblich gewickelt worden bin... :-)
Keine Frage, dass ich irgendwann mal sowas haben musste.
Unvergesslich, die Fahrten auf der Rückbank. Letzten Sonntag, als ich mich zum ersten mal im eigenen ID auf der Rückbank chauffieren ließ, war es plötzlich wieder wie vor 35 Jahren. Der Blick, von der Rückbank aus durch die regennasse Heckscheibe in die Landschaft, der Gummiwulst oben, die kantigen, verkleideten Schweller, alles war so vertraut, daß es mir wie eine kleine Zeitreise vorkam.

Nicht nur die Fahrten sind mir in bester Erinnerung, sondern auch die abgestellten Schlachter, die es in der Kindheit ständig am Hof gab. Die schöne grüne 69er DS21war mein "Flugzeugcockpit", ihr Armaturenbrett hat mich bis heute nicht losgelassen. Dann war da noch der alte braune Rundaugen-Break, ein weisser und ein himmelblauer ID, kurz mal eine DS21ie, das alles musste dann irgendwann alles weg. Nur den braunen DSuper5 gibts noch... und meinen heissgeliebten ID19B [size=x-small]... und zwei Break Leichen, die ich zum Missfallen einiger angeschleppt habe, hihi.[/size]

vg,
Gerhard
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ID 20
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Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von ID 20 »

ID 20 hat geschrieben: Bei diversen ACC-Treffen in den 90igern gesehen und 1995 gekauft.

Ü40
Eigentlich als ich diese DS desehen habe, habe ich mir gesagt, so eine möchte ich auch. Das war auf irgendeinem der ersten ACC-Treffen, das ich besucht habe...

Von der Kindheit her, müßte ich Ford "Badewanne", VW Variant, VW Passat Variant (1. Serie), Ford Escort oder VW Golf fahren (ab VW Variant alles Firmenwagen von meinem Vater). Der kam erst in den späten 80ern zu Citroën: BX 19 RD Break, danach nur noch Autos mit dem Doppelwinkel in der Familie...

[attachment 7832 schwarze-DS.jpg]

[size=small]Bildautor: ich[/size]
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Gruß,
Christian
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Michael Klette
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Re: Philosophisch-emotionale Frage: Warum DS?

Beitrag von Michael Klette »

Hallo,
wenn ich den ersten Wagen meines Vaters, den ich bewusst miterlebt habe, müsste ich Opel Kapitän PL2 fahren. Tatsächlich habe ich mir mit 19 mal so eine "Bastelbude" an Land gezogen. Aber wie so oft, das Projekt war eine Nummer zu groß. Vermutlich hätten mich auch die Unterhaltskosten aufgefressen. Eine Sache ist mir aus Kindheitstagen in bleibender Erinnerung geblieben. Der Wagen hatte einen Bandtacho, dessen Geschwindigkeitsanzeige die Farbe von grün (50 km/h) über orange (80 km/h) bis rot ändern konnte. Das finde ich bis heute ein geniales Detail.

Grüße Michael
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