DS20 wie denn nun?

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sebastianklaus
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Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo Stefan, hallo Robert, hallo Thomas,
Ich werde, was die Fertigstellung angeht, bestimmt 4. Sieger. Bei der Kälte habe ich gar keine Lust, in meiner Halle zu schrauben. Und an den Motor, den Du, Robert, ja auch noch auseinander genommen hast, habe ich mich noch gar nicht dran gewagt. Wie lange hast Du denn dafür gebraucht, Robert ? (Motor habe ich noch nie komplett auseinander genommen). Ich schaffe es nicht, viel mehr als Robert an Zeit in mein Auto zu stecken. Entsprechend schlecht ist die "performance". mittlerweile ist aber auch für mich "der Weg das Ziel".

Bei mir war am letzten Samstag "Druckbetankung" des Chassis (Kabelbäume und Hydraulik war ja bereits eingebaut) mit "Mike Sanders" angesagt. Christian Stöbe kam mit seinem großen Kompressor. War eine tolle Sache.
Ich rechne jetzt mit ersten Korrosionsschäden erst wieder im Jahr 2120.
:-)
Thomas, Dir auch ganz herzlichen Glückwunsch zum fertig restaurierten Chassis. Ich würd das Auto verkehrt herum zusammen bauen: Unterboden nach oben. Die Hochglanzlackieung des Bodens ist nämlich galaktisch (und wenn es 100 Mal "nicht original" ist)
Viele Grüße
Sebastian
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Robert Verified
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Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von Robert Verified »

Hallo Sebastian

wenn man Routine hat, müsste die Motorüberholung an einem Wochenende klappen. Bei mir hat es mehrere Wochen gedauert, ich habe ihn zweimal wieder zerlegt und neu zusammengebaut, zuerst hatte ich einen Fehler gemacht, den ich später erst im Werkstatthandbuch gelesen habe (Anlaufscheiben falsch herum eingebaut), dann stellte ich fest, dass die überholte Nockenwelle vorne, wo das Lager draufkommt, eingelaufen war, aber das fiel mir erst auf, als ich das Lager montieren wollte. Die ganze Aktion fand, da es Winter war, an den Wochenenden in meinem (ziemlich geräumigen) Arbeitszimmer statt, wohin ich den Motor in Einzelteilen verbracht hatte. Der Abtransport der kompletten Maschine hat dann richtig Freude gemacht. Eigentlich kann man nichts falsch machen, wenn man Schritt für Schritt nach Reparaturanleitung vorgeht, es ist reine Schrauberei.

Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
tomsail
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Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von tomsail »

Hallo alle,

danke für eure rückmeldungen.
zu meinem zeitaufwand: ich habe einen erfüllenden (weit mehr als 35h umfanssenden) hauptberuf. :-)

wenn dieser vorüber ist, begebe ich mich an drei tagen in der woche in die werkstatt. meist von ca. 18:00 bis 23:00. zusätzlich kommt zurzeit noch der samstag hinzu, sodass ich momentan ca. 20-25h per woche am auto bin.

respekt wenn jemand mit einem abend die woche an sowas ran geht. da muss man jede minute abwägen....könnte ich nicht...
habe es aber diesbezühlich sehr leicht: bin mit verständnisvoller partnerin gesegnet und (noch) ohne kinder :-)

grundsätzlich schaue auch ich, dass ich lieber ein teil aufarbeite/erhalte anstatt neu zu machen. diesbezüglich habe ich genug lehrgeld mit billigersatzteilen bei meinem engländer bezahlt.
aber ich habe einen nachteil gegenüber stefan: mein auto war 18 jahre im freien gestanden und war definitiv ein schrotthaufen! da gibts nix rostfreies dran :-(

die moderne dämmung kommt vom gleichen lieferanten wie die schwerschicht, macht aber einen weitaus besseren eindruck. es handelt sich um selbstklebende filzmatten mit überzugsstoff.

@robert: gerade das fett in den schwingarmen ist nach 30 jahren definitiv hinüber. fett aus dieser zeit hatte eine maximale gebrauchsdauer von 10 jahren! insbesondere die hinteren schwingarme sind leicht zu machen. du musst ja nicht die gehäuse aus dem auto nehmen, sondern nur die arme.
....dringende empfehlung: machen! :-)

ja, so eine mike-sanders-versiegelung hat schon was. :-)
das mit dem umdrehen hatte ich schonmal (siehe anhang)
vorteil davon ist, dass der tüv-prüfer gleich versteht: "nur mit den augen gucken! net mit dem schraubenzieher!"
meist versammelt sich dann die ganze prüfstellenbelegschaft unterm auto und staunt.

nichtsdestotrotz wird mit der kiste gefahren....auch mal 3 wochen camping-regenurlaub nach england und ein- zwei historische rennveranstaltungen. dabei können es auch schon (harte) 8tkm/a werden.... also ein sportwagen, kein vitrinen-stehzeug! ...so wird es auch der DS ergehen. (wenn auch nicht ganz so sportlich)

(anmerkung: mitten unterm auto ist unterbodenschutz nicht vonnöten, denn erstaunlicherweise wirds da kaum nass! wers nicht glaubt: einfach mal nach einer regenfahrt unters auto legen....ihr werdet staunen! :-) )

bin gespannt was mich bei der technik erwartet. die hinteren schwingarme waren ja ein flop.... mal sehen was vorne kommt....
der motor ist auch spannend...wird auf jedenfall zerlegt werden...das verlangt schon die "berufsehre" :-)

nochmal @robert: motorüberholung an einem WE ist eher "schnell-repariert". allein das reinigen/neulackieren der einzelnen komponenten dauert seine zeit. wenn ma so eine maschine zerlegt kommt immer was unvorhergesehenes dazwischen....aber zeit zählt für uns ja eh nicht. gemäß dem österreichischen spruch: "nimm dir zeit und nicht das leben!"

aloha!
grüße
thomas
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tomsail
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Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von tomsail »

hallo alle,

trotz der gefahr dass es so langsam nervt.
das monatsupdate ist online:

DS20 Restauration

viel spaß beim gucken!
grüße
thomas
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lexi
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Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von lexi »

hallo thomas,

wofür ist das kleine Töpfchen an der Tankentlüftung gut?
War bei mir lose, habe es wieder befestigt mittels Aluschelle, kenne aber die Bedeutung nicht.

Grüße Alexander
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von tomsail »

hallo alexander,

das ist ein „ausdehnungsbehälter“
annahme: es ist sommer mit 30°C im schatten, du tankst an der tankstelle „randvoll“.
der kraftstoff aus dem erdtank hat 6-8°C.
von der tankstelle weg fährst du nur 100m. die randvoll getankte DS steht in der sonne, der kraftstoff im tank erwärmt sich und dehnt sich aus.
damit deine DS kein „pipi“ über die tankentlüftung macht, ist dieses döschen da, welches das ausdehnungsvolumen aufnimmt.

grüße
thomas

p.s.: vom radhaus folgt die tage noch ein besseres bild :-)
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tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von tomsail »

hallo alle!

so, 's war malwieder zeit für 'n kleines update:

DS20

viel spaß

grüße
thomas
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scardale
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Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von scardale »

Hallo Thomas,

tolle Bilder, atemberaubendes Tempo. Da sieht man mal was alles machbar ist wenn man familientechnisch unbelastet ist.
Gruß
Stefan Sikeler
der das alles noch vor sich hat !
...hannes
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Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von ...hannes »

Nahezu vollständig wie ein Reparaturhandbuch, auf jeden Fall aber unverzichtbar, wenn man neben anschaulichen Fotos und prägnanten Kommentaren dazu auch einen Schatz an Erfahrungen vermittelt bekommen möchte.
Herzlichen Dank, dass du uns über die wohl interessanteste deutsche DS- site im Netz an deiner Restauration so hautnah teilnehmen lässt!
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: DS20 wie denn nun?

Beitrag von tomsail »

hallo stefan,

jep! ich hab dich "überholt" :-) dafür hab ich mir nun nen ganzen winter den arsch abgefroren :-( so um die 0°C wars längere zeit in meiner werkstatt. der gasheizer bringt viel wäre aber auch viel abgas.
am husten bin ich nun schon seit fast 4 wochen.
ach wie ist das hobby schon.

@hannes: danke für die blumen. musste beim zerlegen der vergaser zweimal an dich denken, als ich jeweils ein kleines messingröhrchen in der hand hielt! :-)
(aber draht wirds trotzdem nicht geben)

grüße
thomas
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