Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Hi,
> Angesichts dieser Probleme moechte ich ja schon
> ganz gern wissen, wie die "überholten Querlenker"
> einiger professioneller Anbieter ueberarbeitet
> wurden. [...]
> Ich hoffe ja nicht, dass dort die "Lösung" mit
> eingeschrumpften Standard- Lagerinnenringen zur
> Anwendung kommt.
... Sie kommt.
> Angesichts dieser Probleme moechte ich ja schon
> ganz gern wissen, wie die "überholten Querlenker"
> einiger professioneller Anbieter ueberarbeitet
> wurden. [...]
> Ich hoffe ja nicht, dass dort die "Lösung" mit
> eingeschrumpften Standard- Lagerinnenringen zur
> Anwendung kommt.
... Sie kommt.
Gruß
patric
patric
-
sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Na dann haben die Leute ja sicher wenigstens eine gute Lebensversicherung.
Viele Gruesse
Sebastian
Viele Gruesse
Sebastian
-
Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Hallo,
es gibt natürlich zwi konstruktive Sichtweisen, wonach diese Querlenker im Bereich der Lagersitze ausgelegt wurden.
1. Das größte Problem in die Lebensdauer des Wälzlagers. Dann muß der Konstrukteuer das Wälzlager so groß wählen, daß durch dessen Tragfähigkeit die gewünschte Lebensdauer erreicht wird.
Warum hat er dann auf den Innenring verzichtet? Weil das Lager sonst evt zuviel Raum beansprucht hätte der nicht da ist. Wenns so wär, dann hätte sich die Dicke der Lenkeraufnahme aus dem Lager ergeben, die Festigkeit wäre weit über der notwendigen Festigkeit, dann könnte man das Teil auch schwächen indem man Lager mit innenring bei gleichem Außendurchmesser nimmt.
Macht das Sinn? Eher nicht, denn dann hätte man ja bei gleichem Lageraußendurchmesser einen Innenring vorsehen können und hätte immer noch ausreichende Festigkeit im Lenker gehabt.
2. Das größte Problem liegt in der Festigkeut des Lenkers. Dann wäre Form, Geometrie, insbesondere Dicke und Kerbwirkung nach der mechanischen Belastung des Lenkers festgelegt worden, der Lagerdurchmesser hätte sich als Folge ergeben und wäre vermutlich überdimensioniert. Um Bauraum zu sparen hat man den Innenring weggelassen. Durch die Überdimensionierung des Lagers ging man wohl davon aus, daß es eh keine Probleme im Lagersitz gibt, das Teil war nicht für Verschleiß vorgesehen.
Macht das Sinn? Ja, denn es klingt logisch.
Folge: Abschleifen für einen Innenring, also Querschnitt mindern und Kerbwirkung als Folge der anderen Gestaltfestigkeit, geschätzt Faktor 1,5-2, ist reichlich gefährlich, Reserven gibt es dann keine mehr, ich würde das auf keinen Fall machen, einfach zu riskant.
Gruß
Bernd
es gibt natürlich zwi konstruktive Sichtweisen, wonach diese Querlenker im Bereich der Lagersitze ausgelegt wurden.
1. Das größte Problem in die Lebensdauer des Wälzlagers. Dann muß der Konstrukteuer das Wälzlager so groß wählen, daß durch dessen Tragfähigkeit die gewünschte Lebensdauer erreicht wird.
Warum hat er dann auf den Innenring verzichtet? Weil das Lager sonst evt zuviel Raum beansprucht hätte der nicht da ist. Wenns so wär, dann hätte sich die Dicke der Lenkeraufnahme aus dem Lager ergeben, die Festigkeit wäre weit über der notwendigen Festigkeit, dann könnte man das Teil auch schwächen indem man Lager mit innenring bei gleichem Außendurchmesser nimmt.
Macht das Sinn? Eher nicht, denn dann hätte man ja bei gleichem Lageraußendurchmesser einen Innenring vorsehen können und hätte immer noch ausreichende Festigkeit im Lenker gehabt.
2. Das größte Problem liegt in der Festigkeut des Lenkers. Dann wäre Form, Geometrie, insbesondere Dicke und Kerbwirkung nach der mechanischen Belastung des Lenkers festgelegt worden, der Lagerdurchmesser hätte sich als Folge ergeben und wäre vermutlich überdimensioniert. Um Bauraum zu sparen hat man den Innenring weggelassen. Durch die Überdimensionierung des Lagers ging man wohl davon aus, daß es eh keine Probleme im Lagersitz gibt, das Teil war nicht für Verschleiß vorgesehen.
Macht das Sinn? Ja, denn es klingt logisch.
Folge: Abschleifen für einen Innenring, also Querschnitt mindern und Kerbwirkung als Folge der anderen Gestaltfestigkeit, geschätzt Faktor 1,5-2, ist reichlich gefährlich, Reserven gibt es dann keine mehr, ich würde das auf keinen Fall machen, einfach zu riskant.
Gruß
Bernd
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
sebastianklaus schrieb:
-------------------------------------------------------
> Na dann haben die Leute ja sicher wenigstens eine
> gute Lebensversicherung.
>
> Viele Gruesse
> Sebastian
Nana, die Leute haben dann eine Lebensversicherung weil sie glauben, sie hätte damit ihr Leben gesichert. Das Gegenteil ist der Fall: Man hat seinen Tod versichert.
Gruß
bernd --natürlich ohne Todesversicherung--
-------------------------------------------------------
> Na dann haben die Leute ja sicher wenigstens eine
> gute Lebensversicherung.
>
> Viele Gruesse
> Sebastian
Nana, die Leute haben dann eine Lebensversicherung weil sie glauben, sie hätte damit ihr Leben gesichert. Das Gegenteil ist der Fall: Man hat seinen Tod versichert.
Gruß
bernd --natürlich ohne Todesversicherung--
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Hallo zusammen,
habe meine Schwingarme nun auch zerlegt und bei einem den auf dem Foto zu erkennenden Schaden festgestellt. Würdet ihr den so wieder einbauen oder doch eher Ersatz dafür versuchen zu beschaffen.
Desweiteren haben sich bei mir die Wellendichtringe mit Schlauchfeder zerlegt da sie total spröde waren und somit den ausbau nicht überlebt haben. Habt ihr da schon irgendwo Ersatz für gefunden. Die Größe 54 x 72 x 12,5 scheint heutzutage nicht mehr so richtig gängig zu sein.
Viele Grüße
Florian
habe meine Schwingarme nun auch zerlegt und bei einem den auf dem Foto zu erkennenden Schaden festgestellt. Würdet ihr den so wieder einbauen oder doch eher Ersatz dafür versuchen zu beschaffen.
Desweiteren haben sich bei mir die Wellendichtringe mit Schlauchfeder zerlegt da sie total spröde waren und somit den ausbau nicht überlebt haben. Habt ihr da schon irgendwo Ersatz für gefunden. Die Größe 54 x 72 x 12,5 scheint heutzutage nicht mehr so richtig gängig zu sein.
Viele Grüße
Florian
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sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Liebe Forumsgemeinde,
das Problem mit dem Querlenker ist jetzt technisch gelöst, war aber wirklich schwierig.
Wie Ihr euch erinnert, geht es immer nur um das „vordere untere“ Lager der beiden unteren Querlenker (rechts wie links), alle anderen Lager sind ansonsten immer in Ordnung oder lassen sich problemlos durch Katalogware ersetzen. Ich bin bekanntermaßen kein Anhänger der „Suizid- Lösung“ mit den in die Lenker eingedrehten Sitzen für den (Standard- Lager-) Innenring.
Also gibt es für die Überarbeitung der unteren Querlenker nur eine Lösung: der in den Lenker eingearbeitete Sitz des Kegelrollenlagers 32207 (also quasi der „Innenring“ des Lagers, der ja Bestandteil des Querlenkers selbst ist), muss bearbeitet (abgedreht oder geschliffen) werden.
Intensive Recherche im Internet und unzählige Anrufe bei allen möglichen Firmen erbrachten immer das gleiche Ergebnis:
Es sind am Markt keine Rundschleifmaschinen verfügbar, die in der Lage sind, diese Querlenker mit einer sog. „Spitzenhöhe“ von 360 mm (die DS der neueren Baujahre haben noch ein paar mm mehr) zu bearbeiten.
Nach langem Hin und her hat sich die Fertigung des Betriebes, in dem ich arbeite, bereit erklärt, die Querlenker in einer hinreichend großen Drehmaschine zu bearbeiten (Wie gesagt: Spitzenhöhe 360 mm !). Man ist sich sehr sicher, dass man den Sitz durch Feindrehen hinbekommt, Schleifen ist nur mit einer Spezialschleifmaschine möglich, die man auf den Support der Drehmaschine spannt (so was haben wir auch in unserem Fundus, aber das wird als nicht nötig erachtet).
Ich habe die genaue Vorgehensweise der Reparatur mal auf einer Skizze dargestellt (man muss schon ein bischen sorgfältig arbeiten, sonst geht es ins Auge), so dass diejenigen von Euch, die die Lagersitze ebenfalls nachbearbeiten wollen, die Bearbeitung nachvollziehen können, (sofern Ihr ebenfalls jemanden findet, der Euch den Lagersitz nachdreht !).
1) Also erst mal müsst Ihr Euch ein oder zwei Lager Typ 32207 kaufen. Die gibt es nur mit montiertem Innenring.
2) Der Innenring muss auf einer Drehbank vorsichtig abgestochen werden (am kleinen Durchmesser), weil man sonst den Käfig nicht vom Innenring lösen kann. Vorsicht bei der Demontage des Käfigs vom Innenring: je nach Hersteller des Lagers können alle Wälzkörper heraus fallen. Also UNBEDINGT vor Demontage des Innenringes einen Klebestreifen von aussen um den Käfig wickeln !!
3) Dann muss man den Winkel des Konus ausmessen (Die Lager 32207 sind zwar bezüglich ihrer Außenabmessungen genormt, aber die inneren Abmessungen sind von jedem Hersteller frei wählbar).Ich habe TIMKEN- Lager verwendet, der Winkel des Konus beträgt beim Timken- Lager 8,62°
4) Auf der Drehmaschine ist nun der Konus der Querlenker so zu bearbeiten, das die Oberfläche sauber wird. Das Maß „x“ (siehe „Scan 1“), um das senkrecht zur Oberfläche eingestochen wurde, muss man sich genau merken.
5) Entsprechend der auf „Scan 1“ angegebenen Formel errechnet sich das Maß „y“, das ist die axiale Rücknahme der Schulter, gegen die die Kegelrollen anlaufen. In einem 2. Bearbeitungsschritt muss auf der Drehmaschine das Maß „y“ der Schulter abgenommen („eingestochen“) werden. Für den Winkel 8,62° (also Timken- Kegelrollenlager) habe ich die möglichen Konstellationen mal auf einem Excel- Sheet ausgerechnet, siehe „Scan 2“
6) Schlussendlich muss man den axialen Versatz des vorderen Lagers des unteren Querlenkers durch eine entsprechend dickere Unterlegscheibe im Querlenker- Gehäuse ausgleichen. Dazu muss man den Außenring dieses Lagers aus dem Aluminium- Querlenker- Gehäuse entfernen (alles bei 200° in Mutters Backofen 20 min aufwärmen, dann Außenring vorsichtig mit einem großen Schraubenzieher heraus hebeln / drücken). Hinter dem Außenring befindet sich eine Distanzscheibe, die durch eine neue um das Maß „y“ verdickte Distanzscheibe ersetzt werden muss (also Beispiel: beim Drehen des Konus wurde der Drehmeißel um 0,1 mm zugestellt, damit ergibt sich lt. „Scan 2“ ein axialer Versatz des Lagers „y“ von 0,67 mm. Die originale Distanzscheibe hinter dem Außenring sei 6,3 mm stark. Also muss man vor dem Einbau eines neuen Außenringes eine neue Distanzscheibe von (6,3+0,67=) 6,97 mm Stärke einsetzen.
7) Dann den neuen Außenring in die Kühltruhe, das Alu- Gehäuse wieder in den Backofen, alles montieren und weiter geht´s.
Ach ja: die Simmerringe müsst Ihr natürlich auch austauschen:
Bezeichnung: 54-72-10 BA; DIN 3670.
So, ich hoffe, die Beschreibung war genau genug.
Viel Spass beim Basteln
Sebastian
P.S.: Florian: wenn dieser kleine Ausbruch das einzige Problem ist, wuerde ich die Bruchstelle ganz vorschtig mit einem "Dremel" ausmulden und damt alle eventiuell vorhandenen Kerben entfernen. Dann wieder einbauen. Es handelt sich ja nur um ein "Gelenklager" und nicht um ein umlaufendes LAger mit riesigen Lastspielzahlen, da ist diese Vorgehensweise sicher ok.
das Problem mit dem Querlenker ist jetzt technisch gelöst, war aber wirklich schwierig.
Wie Ihr euch erinnert, geht es immer nur um das „vordere untere“ Lager der beiden unteren Querlenker (rechts wie links), alle anderen Lager sind ansonsten immer in Ordnung oder lassen sich problemlos durch Katalogware ersetzen. Ich bin bekanntermaßen kein Anhänger der „Suizid- Lösung“ mit den in die Lenker eingedrehten Sitzen für den (Standard- Lager-) Innenring.
Also gibt es für die Überarbeitung der unteren Querlenker nur eine Lösung: der in den Lenker eingearbeitete Sitz des Kegelrollenlagers 32207 (also quasi der „Innenring“ des Lagers, der ja Bestandteil des Querlenkers selbst ist), muss bearbeitet (abgedreht oder geschliffen) werden.
Intensive Recherche im Internet und unzählige Anrufe bei allen möglichen Firmen erbrachten immer das gleiche Ergebnis:
Es sind am Markt keine Rundschleifmaschinen verfügbar, die in der Lage sind, diese Querlenker mit einer sog. „Spitzenhöhe“ von 360 mm (die DS der neueren Baujahre haben noch ein paar mm mehr) zu bearbeiten.
Nach langem Hin und her hat sich die Fertigung des Betriebes, in dem ich arbeite, bereit erklärt, die Querlenker in einer hinreichend großen Drehmaschine zu bearbeiten (Wie gesagt: Spitzenhöhe 360 mm !). Man ist sich sehr sicher, dass man den Sitz durch Feindrehen hinbekommt, Schleifen ist nur mit einer Spezialschleifmaschine möglich, die man auf den Support der Drehmaschine spannt (so was haben wir auch in unserem Fundus, aber das wird als nicht nötig erachtet).
Ich habe die genaue Vorgehensweise der Reparatur mal auf einer Skizze dargestellt (man muss schon ein bischen sorgfältig arbeiten, sonst geht es ins Auge), so dass diejenigen von Euch, die die Lagersitze ebenfalls nachbearbeiten wollen, die Bearbeitung nachvollziehen können, (sofern Ihr ebenfalls jemanden findet, der Euch den Lagersitz nachdreht !).
1) Also erst mal müsst Ihr Euch ein oder zwei Lager Typ 32207 kaufen. Die gibt es nur mit montiertem Innenring.
2) Der Innenring muss auf einer Drehbank vorsichtig abgestochen werden (am kleinen Durchmesser), weil man sonst den Käfig nicht vom Innenring lösen kann. Vorsicht bei der Demontage des Käfigs vom Innenring: je nach Hersteller des Lagers können alle Wälzkörper heraus fallen. Also UNBEDINGT vor Demontage des Innenringes einen Klebestreifen von aussen um den Käfig wickeln !!
3) Dann muss man den Winkel des Konus ausmessen (Die Lager 32207 sind zwar bezüglich ihrer Außenabmessungen genormt, aber die inneren Abmessungen sind von jedem Hersteller frei wählbar).Ich habe TIMKEN- Lager verwendet, der Winkel des Konus beträgt beim Timken- Lager 8,62°
4) Auf der Drehmaschine ist nun der Konus der Querlenker so zu bearbeiten, das die Oberfläche sauber wird. Das Maß „x“ (siehe „Scan 1“), um das senkrecht zur Oberfläche eingestochen wurde, muss man sich genau merken.
5) Entsprechend der auf „Scan 1“ angegebenen Formel errechnet sich das Maß „y“, das ist die axiale Rücknahme der Schulter, gegen die die Kegelrollen anlaufen. In einem 2. Bearbeitungsschritt muss auf der Drehmaschine das Maß „y“ der Schulter abgenommen („eingestochen“) werden. Für den Winkel 8,62° (also Timken- Kegelrollenlager) habe ich die möglichen Konstellationen mal auf einem Excel- Sheet ausgerechnet, siehe „Scan 2“
6) Schlussendlich muss man den axialen Versatz des vorderen Lagers des unteren Querlenkers durch eine entsprechend dickere Unterlegscheibe im Querlenker- Gehäuse ausgleichen. Dazu muss man den Außenring dieses Lagers aus dem Aluminium- Querlenker- Gehäuse entfernen (alles bei 200° in Mutters Backofen 20 min aufwärmen, dann Außenring vorsichtig mit einem großen Schraubenzieher heraus hebeln / drücken). Hinter dem Außenring befindet sich eine Distanzscheibe, die durch eine neue um das Maß „y“ verdickte Distanzscheibe ersetzt werden muss (also Beispiel: beim Drehen des Konus wurde der Drehmeißel um 0,1 mm zugestellt, damit ergibt sich lt. „Scan 2“ ein axialer Versatz des Lagers „y“ von 0,67 mm. Die originale Distanzscheibe hinter dem Außenring sei 6,3 mm stark. Also muss man vor dem Einbau eines neuen Außenringes eine neue Distanzscheibe von (6,3+0,67=) 6,97 mm Stärke einsetzen.
7) Dann den neuen Außenring in die Kühltruhe, das Alu- Gehäuse wieder in den Backofen, alles montieren und weiter geht´s.
Ach ja: die Simmerringe müsst Ihr natürlich auch austauschen:
Bezeichnung: 54-72-10 BA; DIN 3670.
So, ich hoffe, die Beschreibung war genau genug.
Viel Spass beim Basteln
Sebastian
P.S.: Florian: wenn dieser kleine Ausbruch das einzige Problem ist, wuerde ich die Bruchstelle ganz vorschtig mit einem "Dremel" ausmulden und damt alle eventiuell vorhandenen Kerben entfernen. Dann wieder einbauen. Es handelt sich ja nur um ein "Gelenklager" und nicht um ein umlaufendes LAger mit riesigen Lastspielzahlen, da ist diese Vorgehensweise sicher ok.
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
>> 4) Auf der Drehmaschine ist nun der Konus der
> Querlenker so zu bearbeiten, das die Oberfläche
> sauber wird. Das Maß „x“ (siehe „Scan 1“), um das
> senkrecht zur Oberfläche eingestochen wurde, muss
> man sich genau merken.
Hallo Sebastian,
ich bin mir nicht gabz sicher, aber ich glaube Deine Konstruktion hat einen entscheidenden Fehler:
Wie Deine Zeichnung schon zeigt ist das Maß X nur dann konstant, wenn der Kegelwinkel aus neuem Lager und altem Zapfen gleich ist. Es ist so wie Du schreibst, Kegelrollenlager sind nicht sonderlich einheitlich da jeder Hersteller andere Wälzkörper verwendet. Leider ist es nicht so einfach mit Handmeßmitteln den Kegelwinkel des Zapfens zu ermitteln.
Also, wenn der Kegelwinkel neu ungleich alt ist, ist X ungleich konstant. Dann kann auch nicht die seitliche Verschiebung, um die ja nachdistanziert werden muß, ermittelt werden, womit wir auf dem Schlauch stehen.
Meine Schleiferei hier hat wahrscheinlich so große Schleifmaschinen wie nötig, aber die Dinger kosten 400000€ das Stück, entsprechend die Stundensätze. Ich werde die besser nicht darauf ansprechen...
Ich hatte mal darüber geschlafen ob man nicht das zylindrische Ende irgendwie nutzen kann um eine Spezialmaschine darauf zu setzen, ein bißchen wie ein Hungergerät mit Schleifkörpern, der dann umläuft und sich zustellen läßt. Für Kleinserie sinnvoll...
Was den Schaden von Florian anbetrifft stimme ich Dir zu: Härtefehler und Schmierversagen = Lochfraß. Sauberschleifen, zusammenbauen, hat zwar keine unendliche Lebensdauer mehr, aber hält ein paar Jahre.
Gruß
bernd
---immer bei der Arbeit---
> Querlenker so zu bearbeiten, das die Oberfläche
> sauber wird. Das Maß „x“ (siehe „Scan 1“), um das
> senkrecht zur Oberfläche eingestochen wurde, muss
> man sich genau merken.
Hallo Sebastian,
ich bin mir nicht gabz sicher, aber ich glaube Deine Konstruktion hat einen entscheidenden Fehler:
Wie Deine Zeichnung schon zeigt ist das Maß X nur dann konstant, wenn der Kegelwinkel aus neuem Lager und altem Zapfen gleich ist. Es ist so wie Du schreibst, Kegelrollenlager sind nicht sonderlich einheitlich da jeder Hersteller andere Wälzkörper verwendet. Leider ist es nicht so einfach mit Handmeßmitteln den Kegelwinkel des Zapfens zu ermitteln.
Also, wenn der Kegelwinkel neu ungleich alt ist, ist X ungleich konstant. Dann kann auch nicht die seitliche Verschiebung, um die ja nachdistanziert werden muß, ermittelt werden, womit wir auf dem Schlauch stehen.
Meine Schleiferei hier hat wahrscheinlich so große Schleifmaschinen wie nötig, aber die Dinger kosten 400000€ das Stück, entsprechend die Stundensätze. Ich werde die besser nicht darauf ansprechen...
Ich hatte mal darüber geschlafen ob man nicht das zylindrische Ende irgendwie nutzen kann um eine Spezialmaschine darauf zu setzen, ein bißchen wie ein Hungergerät mit Schleifkörpern, der dann umläuft und sich zustellen läßt. Für Kleinserie sinnvoll...
Was den Schaden von Florian anbetrifft stimme ich Dir zu: Härtefehler und Schmierversagen = Lochfraß. Sauberschleifen, zusammenbauen, hat zwar keine unendliche Lebensdauer mehr, aber hält ein paar Jahre.
Gruß
bernd
---immer bei der Arbeit---
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sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
Hallo Bernd,
ich versuche das jetzt einfach mal so. Das dauert aber etwas, weil unsere Werkstatt so voll ist, alle Leute in Urlaub gehen und ich komme irgend wann mal dran. Bei mir ist die Sache auch nicht so eilig.
Wenn ich die Reparatur fertig habe, melde ich mich noch mal
Viele Gruesse
sebastian
ich versuche das jetzt einfach mal so. Das dauert aber etwas, weil unsere Werkstatt so voll ist, alle Leute in Urlaub gehen und ich komme irgend wann mal dran. Bei mir ist die Sache auch nicht so eilig.
Wenn ich die Reparatur fertig habe, melde ich mich noch mal
Viele Gruesse
sebastian
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
hallo sebastian,
auch ich bin bezüglich des "ausgemessenen" kegelwinkels sehr skeptisch...
die oberflächen beim feindrehen....naja, schaunmer mal.
aber was du noch bedenken solltest:
die lagersitze sind gehärtet! nach dem abdrehen wirst du die harte oberfläche entfernt haben.
hast du einen induktionsofen verfügbar?
grüße
thomas
auch ich bin bezüglich des "ausgemessenen" kegelwinkels sehr skeptisch...
die oberflächen beim feindrehen....naja, schaunmer mal.
aber was du noch bedenken solltest:
die lagersitze sind gehärtet! nach dem abdrehen wirst du die harte oberfläche entfernt haben.
hast du einen induktionsofen verfügbar?
grüße
thomas
---
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Suche für DS Bj. 58 Schwingarmlager vorne
tomsail schrieb:
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> hallo sebastian,
>
> auch ich bin bezüglich des "ausgemessenen"
> kegelwinkels sehr skeptisch...
> die oberflächen beim feindrehen....naja, schaunmer
> mal.
>
> aber was du noch bedenken solltest:
> die lagersitze sind gehärtet! nach dem abdrehen
> wirst du die harte oberfläche entfernt haben.
>
> hast du einen induktionsofen verfügbar?
Hallo Thomas,
die Oberflächen beim Feindrehen können heutzutage wirklich saugut sien, und für ein Schwenkarmlager reicht das m.E. immer. Es mag Lebensdauer kosten, aber nicht Stabilität und Genauigkeit, also ich finde das ok.
Die Induktionshäteschicht ist ja mindestens 1,5mm tief, also auch eher keine Gefahr die zu durchbrechen. Dreizehntel müssen auch reichen in der Zustellung, sonst wird der Axialversatz zu groß usw., das soll wohl gehen.
Bleibt der Kegelwinkel: Das neue Lager muß einfach den alten Kegelwinkel haben. Wie wärs damit: das Lager vom gleichen Fabrikat nehmen wie das Original bzw. über das Original den Kelgelwinkel zu bestimmen? Abfallprodukt Vorteil: Die Härteschicht würde gleichmäßig gering verringert und nicht an der steileren Seite stranguliert.
Sebastians Idee ist gut, da steckt viel Mühe drin, die Tücke liegt hier im Detail des Kegellagers ohne Innenring, das braucht nochwas Feinschliff, laßt uns das zusammen zuende denken.
Gruß
bernd
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> hallo sebastian,
>
> auch ich bin bezüglich des "ausgemessenen"
> kegelwinkels sehr skeptisch...
> die oberflächen beim feindrehen....naja, schaunmer
> mal.
>
> aber was du noch bedenken solltest:
> die lagersitze sind gehärtet! nach dem abdrehen
> wirst du die harte oberfläche entfernt haben.
>
> hast du einen induktionsofen verfügbar?
Hallo Thomas,
die Oberflächen beim Feindrehen können heutzutage wirklich saugut sien, und für ein Schwenkarmlager reicht das m.E. immer. Es mag Lebensdauer kosten, aber nicht Stabilität und Genauigkeit, also ich finde das ok.
Die Induktionshäteschicht ist ja mindestens 1,5mm tief, also auch eher keine Gefahr die zu durchbrechen. Dreizehntel müssen auch reichen in der Zustellung, sonst wird der Axialversatz zu groß usw., das soll wohl gehen.
Bleibt der Kegelwinkel: Das neue Lager muß einfach den alten Kegelwinkel haben. Wie wärs damit: das Lager vom gleichen Fabrikat nehmen wie das Original bzw. über das Original den Kelgelwinkel zu bestimmen? Abfallprodukt Vorteil: Die Härteschicht würde gleichmäßig gering verringert und nicht an der steileren Seite stranguliert.
Sebastians Idee ist gut, da steckt viel Mühe drin, die Tücke liegt hier im Detail des Kegellagers ohne Innenring, das braucht nochwas Feinschliff, laßt uns das zusammen zuende denken.
Gruß
bernd