Moin Garvin,
"[...] dass ein Motor nicht mit seiner Betriebstemperatur betrieben werden kann?"
Gemeint ist wohl: Dass ein Motor seine Betriebstemperatur nicht erreicht. Wenn man von einem funktionierenden Kühlkreislauf ausgehen kann, dann ist die mögliche Wämemengenabfuhr immer grösser als die erzeugte Wärmemenge. Sonst wäre es ja nur eine Frage der Zeit, bis das System/Motor überhitzt.
Bis der Motor seine Betriebstemperatur erreicht, macht der Thermosstat den Kühlkreislauf zu. Innerhalb kurzer Zeit erreicht dann der Motor seine gewünschte/notwendige Temperatur (Ich lasse jetzt die Temperaturangaben weg, da sonst wieder unnötiger Weise geschulmeistert wird

)
Jetzt macht der Thermosstat auf und kaltes Kühlmittel fliesst entsprechend nach.
Ist aber der Thermostat defekt und schliesst nicht mehr, dann wird unverzüglich die erzeugte Wärme über den Kühler an die Umgebungsluft abgeführt. Dann kann selbst im Hochsommer der Motor "unterkühlt" sein.
Damit aber der Thermostat, der ausserhalb des Motors liegt, regeln kann, ist ein kleines Pilotloch im Thermostaten. Damit gelangt etwas Motorkühlwasser an den Thermostaten mit seinem mechanischenTempfühler.
Damit sich aber während des Aufwärmens und der Schliessphase, also wenn der Thermostat geschlossen ist, keine gefährlichen Wärmenester um die Zylinderbuchsen bilden können, treibt die Wasserpumpe zusätzlich einen temperaturunabhängigen Wasserkreislauf an.
HUF
PS: An die Erbsenzähler, Haarspalter und neurotischen Besserwisser. Ich habe das Ganze nur im Prinzip erklärt. Es lassen sich jetzt unzählige Formel, Erklärungen, Linkverweise usw. usw. usw. usw. usw. heranziehen. Auch hat diese Erklärung sicherlich ein paar Lücken. ES DIENT NUR DER SCHNELLEN UND GROBEN ERKLÄRUNG!!!!! Ich bin wirklich in der Lage, auch diese Dinge wissentschaftlich abzuhandel. Wirklich. Ich meine aber, es reicht so.