Startprobleme
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Hans-Uwe Fischer x
Re: Startprobleme
Hallo Til,
ich habe jetzt im Moment keinen Vergaser zur Hand. Wenn ich mich richtig erinnere, geht die Klappe durch den Unterdruck beim Weber-Vergaser nach dem Venturi-Gesetz auf und zwar wenn die zweite Stufe öffnet. Ist der Choke ganz herausgezogen, öffnet sie etwa 80% und ist der Choke nur noch 1/2 gezogen, dann 100%. Das ist die Stellung, an der die Rastkugel im Seilzug-Schieber rasten sollte. Insofern sollte der Choke-Seilzug in Verbindung zur Klappenstellung richtig montiert/eingestellt sein.
An der "Kurvenscheibe" ist die Funktion selbsterklärend zu erkennen.
Beim Weber-Vergaser lässt sich die Unterdruckbohrung sehr leicht durch einen passenden Stift oder Metallbohrer reinigen. Ca. 3 mm. Diese Bohrung liegt auch direkt hinter dem Deckel und ist sehr leicht bei geöffneter Starterklappen-Stellung zu erreichen. Im Klartext: Deckel öffnen und alle relevanten Dinge sind erreichbar.
Die von mir im vorherigen Beitrag gemachten Angaben beziehen sich bei diesem Vergaser auf die 1/2-Stellung des Chokes. Also 100% geöffnet bei 2. Stufe im Betrieb.
Grüsse
Hans-Uwe
ich habe jetzt im Moment keinen Vergaser zur Hand. Wenn ich mich richtig erinnere, geht die Klappe durch den Unterdruck beim Weber-Vergaser nach dem Venturi-Gesetz auf und zwar wenn die zweite Stufe öffnet. Ist der Choke ganz herausgezogen, öffnet sie etwa 80% und ist der Choke nur noch 1/2 gezogen, dann 100%. Das ist die Stellung, an der die Rastkugel im Seilzug-Schieber rasten sollte. Insofern sollte der Choke-Seilzug in Verbindung zur Klappenstellung richtig montiert/eingestellt sein.
An der "Kurvenscheibe" ist die Funktion selbsterklärend zu erkennen.
Beim Weber-Vergaser lässt sich die Unterdruckbohrung sehr leicht durch einen passenden Stift oder Metallbohrer reinigen. Ca. 3 mm. Diese Bohrung liegt auch direkt hinter dem Deckel und ist sehr leicht bei geöffneter Starterklappen-Stellung zu erreichen. Im Klartext: Deckel öffnen und alle relevanten Dinge sind erreichbar.
Die von mir im vorherigen Beitrag gemachten Angaben beziehen sich bei diesem Vergaser auf die 1/2-Stellung des Chokes. Also 100% geöffnet bei 2. Stufe im Betrieb.
Grüsse
Hans-Uwe
Re: Startprobleme
Hans-Uwe - vielen Dank - dann werd ich mal popeln
- Til
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Hans-Uwe Fischer x
Re: Startprobleme
Hallo Leute,
ich glaube, ich habe in Bezug auf das "Unterdrucksystem" einen Stuss erzählt. Ich habe mir jetzt aus meiner Hobbyecke einen Weber-Vergaser geholt und diesen nochmal untersucht. Ergebnis: Christian hat mit seiner Dämpfer-Erklärung Recht. Der Unterdruck würde nämlich genau das Gegenteil bewirken. Die asymetrisch gelagerte Starterklappe öffnet sich durch den kräftigen Luftstrom selber.
Ansonsten sind die bisherigen Aussagen aber gültig. Auch wenn´s nicht mehr viele sind
Sorry
Hans-Uwe
ich glaube, ich habe in Bezug auf das "Unterdrucksystem" einen Stuss erzählt. Ich habe mir jetzt aus meiner Hobbyecke einen Weber-Vergaser geholt und diesen nochmal untersucht. Ergebnis: Christian hat mit seiner Dämpfer-Erklärung Recht. Der Unterdruck würde nämlich genau das Gegenteil bewirken. Die asymetrisch gelagerte Starterklappe öffnet sich durch den kräftigen Luftstrom selber.
Ansonsten sind die bisherigen Aussagen aber gültig. Auch wenn´s nicht mehr viele sind
Sorry
Hans-Uwe
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Hans-Uwe Fischer x
Re: Startprobleme
... es gibt sie doch, die Unterdruckbohrung! Nachdem ich so an mir selbst gezweifelt habe, habe ich den Vergaser zerlegt. Und da war sie da doch, diese kleine Unterdruckbohrung. Diese geht über Umwege vor die Drosselklappe der 2. Stufe und erzeugt, solange die 2. Stufe geschlossen bleibt, eben diesen Unterdruck auf den kleinen Kolben.
Diese habe ich damals durch Glasperlenstrahlen usw. gereinigt. Also doch Vergaser zerlegen und den feinen Kanal entspr. reinigen. Z. B. einige Zeit in ein Reinigungsbad legen oder Ultraschall oder Strahlen usw.
Wer in meiner Nähe wohnt kann das gerne bei mir in der Fa. selber erledigen. Habe die o.a. Möglichkeiten.
Grüsse
Hans-Uwe
PS: Diese kleine Bohrung/Kanal ist leider nicht durch den kleinen geöffneten Deckel zugänglich.
Diese habe ich damals durch Glasperlenstrahlen usw. gereinigt. Also doch Vergaser zerlegen und den feinen Kanal entspr. reinigen. Z. B. einige Zeit in ein Reinigungsbad legen oder Ultraschall oder Strahlen usw.
Wer in meiner Nähe wohnt kann das gerne bei mir in der Fa. selber erledigen. Habe die o.a. Möglichkeiten.
Grüsse
Hans-Uwe
PS: Diese kleine Bohrung/Kanal ist leider nicht durch den kleinen geöffneten Deckel zugänglich.
Re: Startprobleme
Hallo Hans Uwe,
Bei mir war es der Fall daß der Vergaser nach der Reinigung und dem Tauschen einer Welle (in einem Fachbetrieb) von mir wieder eingebaut wurde, danach zeigten sich die oben genannten Startprobleme. Nach dem Einölen hinter dem Deckel war alles wieder OK.
Bedeutet dies:
1)Das Einölen muss auf jeden Fall sein ? (Wurde das Einölen im Fachbetrieb vergessen ?)
oder
2)Die kleine Bohrung ist zu (Es wurde nicht korrekt gereinigt, es müsste eigentlich ohne Ölen funktionieren)
Mein Fahrzeug ist ein Dsuper5, also DP
Mein Vergaser ist ein Weber 28/36 DMA (ich hoffe mich korrekt zu erinnern)
lg,
Christian
Bei mir war es der Fall daß der Vergaser nach der Reinigung und dem Tauschen einer Welle (in einem Fachbetrieb) von mir wieder eingebaut wurde, danach zeigten sich die oben genannten Startprobleme. Nach dem Einölen hinter dem Deckel war alles wieder OK.
Bedeutet dies:
1)Das Einölen muss auf jeden Fall sein ? (Wurde das Einölen im Fachbetrieb vergessen ?)
oder
2)Die kleine Bohrung ist zu (Es wurde nicht korrekt gereinigt, es müsste eigentlich ohne Ölen funktionieren)
Mein Fahrzeug ist ein Dsuper5, also DP
Mein Vergaser ist ein Weber 28/36 DMA (ich hoffe mich korrekt zu erinnern)
lg,
Christian
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Hans-Uwe Fischer x
Re: Startprobleme
Hallo Christian,
grundsätzlich ist bei dieser Technik ein Ölen immer von Vortei. Besonders, wenn man nach einer Zerlegung und mech. Bearbeitung die "trockenen" Teile wieder montiert. Ausserdem gibt es keinen Abrieb der den Kolben klemmen könnte.
Ob der Fachbetrieb hier etwas vergessen hat, ist schwer zu beurteilen. Einige Dinge sind halt erst im Echtbetrieb zu erkennen und hier hast Du ja dann richtig gehandelt.
Ich habe nach einer Totalrestauration des Vergasers alles eingeölt und auf Leichtgängigkeit überprüft. Nach vielen Kilometern funktioniert es noch heute.
M. E. reicht es aus, hin und wieder den Luftfilter abzunehmen und die Funktion durch Gasgeben am Gestänge, zu beobachten. Klemmt das Ganze, dann wie oben beschrieben reinigen usw.
Reinigt man den Kolben und Zylinder mit Vergaser-Reinigungs-Spray, dann sollten die betroffenen Bereiche auch unbedingt nachgeölt werden.
Die beiden Kanäle über und unter dem Kolben müssen selbstverständlich auch frei sein.
Was ihre Funktion angeht, so hadere ich noch etwas mit mir (siehe oben ).
Egal wie, sie müssen sauber sein. Also, wenn der Motor steht und der Choke ist gezogen, dann ist die Starterklappe zu. Läuft der Motor an, dann öffnet diese Klappe selbsttätig, abhängig von der Drehzahl (nicht unbedingt proportional).
Inwieweit der Ölanteil in der angesaugten Luft die Schmierung des Kolbens übernimmt, kann ich so nicht beurteilen.
Grüsse
Hans-Uwe
grundsätzlich ist bei dieser Technik ein Ölen immer von Vortei. Besonders, wenn man nach einer Zerlegung und mech. Bearbeitung die "trockenen" Teile wieder montiert. Ausserdem gibt es keinen Abrieb der den Kolben klemmen könnte.
Ob der Fachbetrieb hier etwas vergessen hat, ist schwer zu beurteilen. Einige Dinge sind halt erst im Echtbetrieb zu erkennen und hier hast Du ja dann richtig gehandelt.
Ich habe nach einer Totalrestauration des Vergasers alles eingeölt und auf Leichtgängigkeit überprüft. Nach vielen Kilometern funktioniert es noch heute.
M. E. reicht es aus, hin und wieder den Luftfilter abzunehmen und die Funktion durch Gasgeben am Gestänge, zu beobachten. Klemmt das Ganze, dann wie oben beschrieben reinigen usw.
Reinigt man den Kolben und Zylinder mit Vergaser-Reinigungs-Spray, dann sollten die betroffenen Bereiche auch unbedingt nachgeölt werden.
Die beiden Kanäle über und unter dem Kolben müssen selbstverständlich auch frei sein.
Was ihre Funktion angeht, so hadere ich noch etwas mit mir (siehe oben ).
Egal wie, sie müssen sauber sein. Also, wenn der Motor steht und der Choke ist gezogen, dann ist die Starterklappe zu. Läuft der Motor an, dann öffnet diese Klappe selbsttätig, abhängig von der Drehzahl (nicht unbedingt proportional).
Inwieweit der Ölanteil in der angesaugten Luft die Schmierung des Kolbens übernimmt, kann ich so nicht beurteilen.
Grüsse
Hans-Uwe
Re: Startprobleme
Hans-Uwe,
auf jeden Fall danke ich Dir für Deine Ausführungen.
Ist halt doch recht komplex das Ganze, aber das macht ja den Reiz aus !
Ich werde ab und zu Mal den Luftfilterdeckel mit Schlauch abnehmen und nach dem Rechten sehen...kann ja nicht schaden.
lg,
Christian
auf jeden Fall danke ich Dir für Deine Ausführungen.
Ist halt doch recht komplex das Ganze, aber das macht ja den Reiz aus !
Ich werde ab und zu Mal den Luftfilterdeckel mit Schlauch abnehmen und nach dem Rechten sehen...kann ja nicht schaden.
lg,
Christian
Re: Startprobleme
Hallo Hans-Uwe - obwohl Deiner Beschreibung der Funktion eigentlich nichts mehr hinzuzufuegen ist, veilleicht zur Illustration doch noch ein Besipiel aus dem Zitronenhaus:
Mein erste Ente (Bj 70) hatte einen Chokezug, der am Ende gegen eine recht starke Feder herausgezogen werden musste - sobald man den Choke sofort nach dem Starten losliess, kehrte er in eine mittlere Position zurueck.
Bei meiner jetzigen Ente (Bj 82) gibt es diese Feder nicht mehr, dafuer hat es jetzt am Vergaser eine Unterdruckdose, die ueber einen Schieber die Starterklappe oeffnet, sobald der Motor laeuft (also wie bei der DS - nur alles von aussen gut sichtbar).
Was schliessen wir daraus? Beides funktionniert, aber eine Feder verschmutzt nicht so leicht wie eine Unterdruckbohrung
Mein erste Ente (Bj 70) hatte einen Chokezug, der am Ende gegen eine recht starke Feder herausgezogen werden musste - sobald man den Choke sofort nach dem Starten losliess, kehrte er in eine mittlere Position zurueck.
Bei meiner jetzigen Ente (Bj 82) gibt es diese Feder nicht mehr, dafuer hat es jetzt am Vergaser eine Unterdruckdose, die ueber einen Schieber die Starterklappe oeffnet, sobald der Motor laeuft (also wie bei der DS - nur alles von aussen gut sichtbar).
Was schliessen wir daraus? Beides funktionniert, aber eine Feder verschmutzt nicht so leicht wie eine Unterdruckbohrung
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Hans-Uwe Fischer x
Re: Startprobleme
Hallo Til,
früher bin ich auch einige Enten gefahren. Die letzte habe ich gegen ein gebrauchtes Fahrrad getauscht. Ich habe zwischenzeitlich einige Autos verschlissen. Den Fahr- und Erlebnisspass mit dem 2CV6 habe ich aber nie wieder erlebt. Auch an Technik hatte die Ente Einiges zu bieten.
Das der Choke mit einer Feder in die Mittelstellung zurückgezogen wird, ist vorbildlich. So wird mit der Starteinrichtung auch nur gestartet. Ohne Schnick-Schnack.
Grüsse
Hans-Uwe
früher bin ich auch einige Enten gefahren. Die letzte habe ich gegen ein gebrauchtes Fahrrad getauscht. Ich habe zwischenzeitlich einige Autos verschlissen. Den Fahr- und Erlebnisspass mit dem 2CV6 habe ich aber nie wieder erlebt. Auch an Technik hatte die Ente Einiges zu bieten.
Das der Choke mit einer Feder in die Mittelstellung zurückgezogen wird, ist vorbildlich. So wird mit der Starteinrichtung auch nur gestartet. Ohne Schnick-Schnack.
Grüsse
Hans-Uwe
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Franz Osterkamp
Re: Startprobleme
Danke allen für die umfassenden Lösungsansätze für mein Problem !
Offenbar handelte es sich bei meinen Startproblemen jedoch nicht um ein technisches sondern um ein Bedienerproblem : Einfach ( ein Tipp eines alten DS Fahrers ) Vor einschalten der Zündung und ziehen des Chokes 2 - 3 mal das Gaspedal treten dann klapts auch mit der DS .
Also nocheinmal danke sagt ein Dieselfahrer der sonst maximal vorglühen kennt
Franz
Offenbar handelte es sich bei meinen Startproblemen jedoch nicht um ein technisches sondern um ein Bedienerproblem : Einfach ( ein Tipp eines alten DS Fahrers ) Vor einschalten der Zündung und ziehen des Chokes 2 - 3 mal das Gaspedal treten dann klapts auch mit der DS .
Also nocheinmal danke sagt ein Dieselfahrer der sonst maximal vorglühen kennt
Franz