Claude-Michel hat geschrieben: Do 6. Feb 2025, 10:01
Hallo Tom, du merkst den Unterschied im unteren Drehzahlbereich.
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Ja, da ist was dran. Je langsamer ein typ. Verbrennungsmotor dreht, desto unförmiger wird seine Winkelgeschwindigkeit. Dabei schlackern die Antriebselemente zur Verteilermechanik derart, dass die VT-Mechanik, je nach Zustand des ges. Antriebstranges, nicht mehr präzise arbeiten kann.
Und je langsamer der Motor dreht, desto langsamer öffnet auch der Unterbrecherkontakt. Dadurch verlängert sich das Öffnungsprellen der Kontakte. Haben diese dann auch noch auf ihren Kontaktflächen "Berg" und "Mulde", sieht die Oszilloskop-Anzeige noch grausamer aus. Ergo. Je älter die Karre, umso höher den Leerlauf stellen.
01. Die Summe dieser Prellzeiten (ON und OFF) gehen zu lasten des Schließwinkels und somit auch zur Verkürzung der Spulen-Ladezeit. Das ist aber bei niedrigen RPMs kaum von Bedeutung.
02. In diesem Zusammenhang haben elektronische Zündverteiler, wie z.B. 123, ein paar Vorteile.
03. Wird zwischen mech. Kontakt und Zündspule eine Elektronik geschaltet, so reagiert diese auf die Vorderflanke der Prellung und schaltet entsprechend genau. Auch werden die Kontakte erheblich (ewig) geschont und der Schließwinkel verlängert. Es fließt nur ein sehr schacher Steuerstrom (Trigger). Vermutlich kann auch der Kondensator entfallen.
04. Wird der Kontaktsatz kpl. entfernt und durch einen elektronische Konakt ersetzt, hat man m.E. eine ideale Lösung. Prellfreies und genaues Öffnen und zusätzlich die mech. Einstellmöglichkeiten wie sie in den Handbüchern ( Zündkurven ) beschrieben werden. Damit ist jede Zündkurve mit Hilfe einer Flachzange zu realisieren.
Ich habe seinerzeit einige ZV umgebaut (Pkt. 03) und mit der ZV-Prüfbank eingestellt. Dafür habe ich die Prüfbank auf LED-Betrieb umgebaut. Vorteil: Jetzt konnte man sehr genau zusätzlich den Schließwinkel ablesen.
huf
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