ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

RalfH
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ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von RalfH »

Variante: ID19 B
Numéro de série/Seriennummer: 3750800
Première immatriculation/Erstzulassung: Juni 1967
Niveau du compteur de vitesse (relevé) Tachostand (abgelesen): 59639 km
TÜV: 3/26
H-Zulassung

Moin aus Hamburg!
Ein Freund verkauft einen ID 19 B von 1967 (, den er für seinen Porsche 😉 in Zahlung genommen hat.)
Der Wagen ist sehr gepflegtes und unverbasteltes Exemplar in der coolen Außenfarbe „Gris Cyclone“ mit weißem Dach und roter Innenausstattung (Teppiche hellgrau).
Das Fahrzeug wurde aus den Niederlanden importiert, wo es weit über 30 Jahre in einer Hand war. Dort wurde er vor Jahren auch einmal komplett restauriert. Belege über mehr als 20000 Euro aus dieser Zeit sind vorhanden. Ein aktuelles Gutachten des TÜV Süd vergibt die Zustandsnote 2.
Der Wagen stammt aus französischer Produktion.
Baujahr 1967, d.h. Motortyp „DE“ und grüne Hydraulik
Sicherheitsgurte vorn und hinten, H-Zulassung. TÜV im März 2024 neu.
VHB 27900 Euro
Viele Fotos auf www.emiliaauto.com/fahrzeugangebot/citroën-id-19-b
joka01
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von joka01 »

Hallo,
der Motor scheint mir eher ein DV als ein DE zu sein. Das passt glaube ich auch besser zur ID 19 B.

Viele Grüße Jörg
RalfH
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von RalfH »

oh ja, natürlich DV, weiß gar nicht, wie ich auf DE gekommen bin. Danke für den Hinweis!Bild
Ulrich T Verified
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von Ulrich T Verified »

Die Bewertung in den Gutachten verstehe ich häufig nicht. Hier mag es sich ja um ein wirklich sorgfältig restauriertes Auto handeln. Aber der graue Lack des Armaturenbretts ist ohne die originale Struktur. Trotzdem würde ein etwas abgegriffener Originallack schlechter bewertet werden. Die nicht passenden Edelstahltrompeten - Keine Abzüge? Ein lackiertes Dach - Besser bewertet als ein etwas stumpfes, original unlackiertes mit ein paar Flecken?
Ansonsten eine hübsche ID eines der interessantesten Modelljahre. Unverbastelt und nicht pallasiert. Damit kann man sicher Spaß haben.
ID 19 B, 1967
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Zitrönenfalter Verified
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von Zitrönenfalter Verified »

Ulrich T hat geschrieben: Fr 4. Okt 2024, 01:47 Die Bewertung in den Gutachten verstehe ich häufig nicht.
Was gibt es da zu verstehen?

Es ist die subjektive Meinung eines Menschen (des Gutachters), welcher Geld dafür bekommen hat (vom Besitzer), um diese Meinung abzugeben.

Dem Besitzer ist natürlich (jeder von uns wird das bestätigen...) daran gelegen, daß sein "Schätzchen" möglichst viel "Wert" ist. Ganz gleich ob er es veräussern möchte und Argumente für die Preisverhandlungen haben möchte, oder ob er es behalten will und nur ein gutes Gefühl ob des hohen Wertes haben möchte. Oder im Falle eines hoffentlich nie eintretenden Unglückes zumindest von der Versicherung eine möglichst hohe Summe ausgezahlt bekommt.

Der Gutachter verdient seinen Lebensunterhalt damit, und wie jeder Verkäufer wird er darauf achten, daß seine Käufer zufrieden sind mit der erhaltenen Ware.
Zum einen sollen sie ja wieder kommen, und natürlich sollen sie ihren Freunden eben jenen Gutachjter empfehlen...

Der Gutachter wird sich also aus Eigeninteresse hüten, allzu kleinlich mit Originalitätsabzügen umzugehen.

Dazu kommt noch, daß die meisten Gutachter ja keine ausgewiesenen Experten für EIN bestimmtes Modell sind - ich denke der größere Teil in diesem Forum hat, bezüglich D-Modelle - mehr Wissen als der durchschnittliche Gutachter...
Und Chromtrompeten an einer ID sind für viele Käufer immer noch ein Plus, kein Minus! Auch wenn ich (und viele hier im Forum) das anders sehen, sollten wir im Hinterkopf behalten, daß auch unser Originalitätsfetisch nur eine subjektive Sicht der Dinge ist. Halt unsere...

Was kostet denn ein Gutachten? Welchen Stundenlohn setzt der Gutachter für seine Tätigkeit an? Sicher mehr als den Mindestlohn...
So kann sich jeder ausrechnen, wieviel Zeit in das Gutachten fließt!

Bei Streitereien mit Versicherungen sicher die beste Waffe die man haben kann, aber ansonsten halte ich diese Papiere für so nützlich wie einen zweiten Darmausgang.

---

PS: Sorry für die Abschweifung.
Zum Auto: wirklich schöne Farbkombi, ordentlicher Zustand soweit das die Fotos zeigen, und die Chromtrompeten sind ja das geringste Problem - die kann man ja leicht zurückbauen.
Ausschlußkriterium für mich wären die Spaxschrauben in den Türverkleidungen - Das geht gar nicht, und schon dreimal nicht in der Preiskategorie!
ID 19 Bj. 1961 Blanc Paros / Helanca Rouge
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Ulrich T Verified
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von Ulrich T Verified »

Mir ging es nur um die Beobachtung, dass in Gutachten meist unauthentischer „Hochglanz“ höher bewertet wird als „patiniertes“ Original. Zum Beispiel ein glatt nachlackiertes Armaturenbrett im Vergleich zu einem etwas abgegriffenen originalen. Dass man mit beiden Varianten fahren und Spaß haben kann, ist unbenommen.
Ja, die Spaxe habe ich natürlich auch gesehen. Es ging mir aber nicht darum, das angebotene Auto schlecht zu reden. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich auch immer, wenn eine 2. Front nicht mit Zusatzscheinwerfern „verbessert“ worden ist.
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rsa404
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von rsa404 »

Ulrich T hat geschrieben: Sa 5. Okt 2024, 04:39 Mir ging es nur um die Beobachtung, dass in Gutachten meist unauthentischer „Hochglanz“ höher bewertet wird als „patiniertes“ Original. Zum Beispiel ein glatt nachlackiertes Armaturenbrett im Vergleich zu einem etwas abgegriffenen originalen. Dass man mit beiden Varianten fahren und Spaß haben kann, ist unbenommen.
Ja, die Spaxe habe ich natürlich auch gesehen. Es ging mir aber nicht darum, das angebotene Auto schlecht zu reden. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich auch immer, wenn eine 2. Front nicht mit Zusatzscheinwerfern „verbessert“ worden ist.
Was gibt es daran nicht zu verstehen? Es existiert ein Punktekatalog zur Bewertung klassischer Fahrzeuge, an den sich seriöse Gutachter halten. Bewertet wird nach Gebrauchsspuren und Verschleiß, egal ob Originalzustand oder restauriert im Originalzustand. Gebrauchsspuren und Verschleiß führen zu Punktabzug. Ein patiniertes Fahrzeug hat natürliche Gebrauchsspuren, die zu Punkteabzug führen und nicht zur Wertsteigerung beitragen. Die Realität zeigt aber auch immer wieder, das patinierte Fahrzeuge über Wartungsstau mit akutem Handlungsbedarf verfügen. Was soll daran bitte wertsteigernd sein? Ob einem die Front mit oder ohne Zusatzscheinwerfer besser gefällt, liegt immer im Auge des Betrachters. Zeitgenössisches Zubehör hat seinen reiz, gefällt aber nicht jedem. Gleiches gilt für Patina. Fakt ist auch, dass patinierte Fahrzeuge von einer speziellen Klientel gekauft werden und die Preise i. d. R. deutlich unter denen eines Hochglanzklassikers liegen. Das liegt eben an den Bewertungskriterien und ist auch gut so. Jeder hat die freihe Wahl, sich für das Auto zu entscheiden, was ihm am besten gefällt.
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
M. Ferchaud
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von M. Ferchaud »

rsa404 hat geschrieben: Sa 5. Okt 2024, 11:24 Ein patiniertes Fahrzeug hat natürliche Gebrauchsspuren, die zu Punkteabzug führen und nicht zur Wertsteigerung beitragen.
Du bist diesbezüglich offenbar nicht auf dem Laufenden. Mittlerweile hat sich ein klarer Trend herauskristallisiert, der originaler Patina den Vorzug vor Showroom-Condition gibt.

Im Falle meiner DS hat die originale Patina sogar zur Aufwertung im Gutachten geführt.

rsa404 hat geschrieben: Sa 5. Okt 2024, 11:24 Fakt ist auch, dass patinierte Fahrzeuge von einer speziellen Klientel gekauft werden und die Preise i. d. R. deutlich unter denen eines Hochglanzklassikers liegen. Das liegt eben an den Bewertungskriterien und ist auch gut so.
Mag sein, dass das so ist. „Gut“ ist das im Sinne der Verkäufer restaurierter Fahrzeuge, aber nicht im Sinne der Erhaltung unwiederbringlicher Originalsubstanz.

Ich persönlich finde Autos wie Deine 1958er wunderschön, Modelle wie meine DS aber viel spannender und interessanter.

Übrigens ist es deutlich schwieriger und aufwändiger, eine originale Patina zu erhalten als einen komplett neu aufgebaute Klassiker mit Neuwagencharakter.

Es ist wie so oft, jeder argumentiert aus seiner Perspektive.


Viele Grüße
Henning
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rsa404
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von rsa404 »

"Du bist diesbezüglich offenbar nicht auf dem Laufenden. Mittlerweile hat sich ein klarer Trend herauskristallisiert, der originaler Patina den Vorzug vor Showroom-Condition gibt."

Das ist eine nicht belegte Behauptung, die ich immer wieder höre. Alle mir bekannten Händler, was übrigens nicht wenige sind, machen da die genau gegenteilige Erfahrung. Höchstpreise werden für Klassiker gezahlt, die sich im Originalzustand mit geringen Gebrauchsspuren befinden.

Auch bin ich nicht der Meinung, dass es schwieriger und aufwendiger ist, eine originale Patina zu erhalten als einen neu aufgebauten Klassiker mit Neuwagencharakter.

Wie allgemein bekannt, gefällt mir Deine 58er ebenfalls ausgesprochen gut. Meine hatte allerdings bereits beim Kauf schon eine typisch französische Hinterhoflackierung in einer nicht originalen Farbe. Von daher hatte ich nicht die Möglichkeit, den Originalzustand zu erhalten.

Viele Grüße
Ralf
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Robert Verified
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Re: ID 19 B (1967), restauriert, Gris Cyclone zu verkaufen

Beitrag von Robert Verified »

Liebe Gemeinde,

jedes Auto hat doch seine eigene Geschichte, die sich in der Substanz des Fahrzeugs niederschlägt. Die Extreme sind auf der einen Seite ein weitestgehend original erhaltener "surviver", auf der anderen ein komplett in Neuwagenzustand restauriertes Fahrzeug. Die Binsenweisheit: Die meisten Autos liegen irgendwo dazwischen. Was die Deesse mit teilweise sehr viel teureren Klassikern gemeinsam hat, ist die komplexe Technik. Während man vielleicht in Arizona noch einen 56er Cadillac mit ungeöffnetem Motor und Getriebe auftreiben, den man mit wenigen behutsamen Massnahmen seiner neuen Bestimmung zuführen kann, hat die DS-Technik im Lauf der Zeit eine oder mehrere Revisionen erfahren, oder man hat ein Auto vor sich, das 30 Jahre gestanden hat und bei dem das nun notwendig ist. Das entscheidende sind damit doch Blech, Lack und Interieur. Und da stellt sich immer die Frage, 1. was ist notwendig zu machen und 2. wie bekomme ich ein stimmiges Gesamtbild? Leider altern die verschiedenen Teile mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Wenn ich etwa ein stark "patiniertes" Armaturenbrett habe, ist das etwas anderes, wenn es zu einer ebenso "patinierten" Originallackerung mit Ausbesserungen passt als wenn ich gezwungen war, die komplett vom Schwarzwälder Salz zerfressene Karosserie zu erneuern und neu zu lackieren. Ein notwendigerweise, weil herabhängend, erneuerter Himmel, kann unangenehm die originalen, noch brauchbaren, aber abgewetzten Polster kontrastieren. Der Rost am Lichtschalterhebel meiner 59er fällt mir im Lauf der Zeit immer mehr auf, nach dem Ersatz des welligen Armaturenbretts, dem Neubeziehen der Sitze, der Erneuerung von Teppich, Schwellerverkleidungen und Himmel ist er neben den Rissen in der Tachoverkleidung das memento mori, das mir das Auto kommuniziert. Womit wir beim Punkt wären: Letzten Endes arbeiten wir bei unseren Autos symbolisch gegen unsere eigene Sterblichkeit an. Und da nehmen die einen Vitamine, andere treiben Sport, wieder andere vertrauen auf die Homöopathie. Viele ignorieren es und saufen und rauchen weiter. Und genau so individuell sind dann die Lösungen, die wir useren Autos angedeihen lassen.

Viele Grüsse,
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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