Federung im Hochniveau

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Hans-Uwe Fischer
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Thomas Held hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 12:49
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 10:06
Matthias Gebauer hat geschrieben: Fr 6. Sep 2024, 17:01
Höchststellung: Federzylinder bekommen den vollen Systemdruck vom Hauptspeicher, Schwingen werden mit diesem Druck gegen den oberen Anschlag gedrückt.

Matthias
Wenn dem so ist, würde im worst case der maximale Pumpendruck zeitlich unbegrenzt auf die Membrane drücken und die (unterschiedliche) Eindringtiefe in den Gummianschlägen die Höhe bestimmen.
Druckregler und -speicher sind natuerlich immer noch dazwischen und begrenzen auf 175 bar.
Sonst wuerde einem das LHM von irgendwoher entgegenspritzen, denn wie schreibt Citroën in den Werkstattunterlagen so schoen: "Der Druck, den die Pumpe liefern kann, ist unbegrenzt." :)

Gruss
... so wird schon eher ein Schuh draus!

huf
Hans-Uwe Fischer
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

anieder hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 11:36
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 10:06
Matthias Gebauer hat geschrieben: Fr 6. Sep 2024, 17:01
Höchststellung: Federzylinder bekommen den vollen Systemdruck vom Hauptspeicher, Schwingen werden mit diesem Druck gegen den oberen Anschlag gedrückt.

Matthias
Wenn dem so ist, würde im worst case der maximale Pumpendruck zeitlich unbegrenzt auf die Membrane drücken und die (unterschiedliche) Eindringtiefe in den Gummianschlägen die Höhe bestimmen. Dazu kommen noch die Druckspitzen auf unebener Fahrbahn, die ungebremst auf die Membranen schlagen würden.

Vielleicht hast du ja recht? Ich habe keine techn. Unterlagen mehr.

huf


PS: Für mich fühlt es sich so an, als ob meine hydraulische Hebebühne die Werkstatthöhe als oberen Anschlag nutzen würde. Da ersetzt das Auto die Gummipuffer.
Den von mir verlinkten technischen Unterlagen von Citroën konntest du aber widersprechen ?

:shock:
Das ist so nicht richtig. Ich habe deine Interpretation des verlinkten links lediglich ergänzt.

huf
anieder Verified
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von anieder Verified »

Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 14:42
anieder hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 11:36
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 10:06

Wenn dem so ist, würde im worst case der maximale Pumpendruck zeitlich unbegrenzt auf die Membrane drücken und die (unterschiedliche) Eindringtiefe in den Gummianschlägen die Höhe bestimmen. Dazu kommen noch die Druckspitzen auf unebener Fahrbahn, die ungebremst auf die Membranen schlagen würden.

Vielleicht hast du ja recht? Ich habe keine techn. Unterlagen mehr.

huf


PS: Für mich fühlt es sich so an, als ob meine hydraulische Hebebühne die Werkstatthöhe als oberen Anschlag nutzen würde. Da ersetzt das Auto die Gummipuffer.
Den von mir verlinkten technischen Unterlagen von Citroën konntest du aber widersprechen ?

:shock:
Das ist so nicht richtig. Ich habe deine Interpretation des verlinkten links lediglich ergänzt.

huf
Das ist so nicht richtig. Ich habe zitiert. :handgestures-thumbup:
Hans-Uwe Fischer
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

anieder hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 16:10
Hans-Uwe Fischer hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 14:42
anieder hat geschrieben: Sa 7. Sep 2024, 11:36

Den von mir verlinkten technischen Unterlagen von Citroën konntest du aber widersprechen ?

:shock:
Das ist so nicht richtig. Ich habe deine Interpretation des verlinkten links lediglich ergänzt.

huf
Das ist so nicht richtig. Ich habe zitiert. :handgestures-thumbup:
Ich schlage vor, wir machen hier erst einmal einen Break. :handgestures-thumbup:

huf
M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von M. Ferchaud »

Hallo zusammen,

nach dem von huf verordneten "Kitkat" (oder Kombi?) habe ich eine Illustrationsreihe zur Diskussion erstellt.

Da mir keine visualisierte Dokumentation der manuellen Höhenverstellung, sondern nur von der automatischen Niveauregulierung bekannt ist, habe ich mir die Arbeit gemacht.

Die eigentliche Fahrwerksmechanik habe ich nicht dargestellt, statt eines sich hebenden Fahrzeugs fährt lediglich der Kolben aus. Die Bewegte Masse müsst Ihr Euch vorstellen. Der Schwingarm-Anschlag wird via schwarzem Balken unten dargestellt.
Bei den Werten für Normal- und Zwischenstellung habe ich die vom C6 abgelesenen Werte eingetragen.

Bin gespannt auf Weiteres Feedback.
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Viele Grüße
Henning

PS.: Am besten lässt sich der Ablauf betrachten, wenn man die Bilder herunterlädt und im Viewer durchklickt
Matthias Gebauer
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Registriert: Di 1. Feb 2005, 20:04

Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von Matthias Gebauer »

Hallo Henning,

Danke für die Mühe!

Nach meinem Verständnis hat Deine Darstellung zwei Fehler:

- Zwischenstellung: Drücke in Federzylinder und Federkugel sollten identisch mit denen der Normalstellung sein (nachdem sich das Volumen im Federzylinder erhöht hat und das System wieder "statisch" ist).

- Tiefststellung: Federkugel hat wieder den Tarierdruck (26 bar).

Liebe Grüsse

Matthias
M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von M. Ferchaud »

Matthias Gebauer hat geschrieben: Mo 9. Sep 2024, 19:18 Hallo Henning,

Danke für die Mühe!

Nach meinem Verständnis hat Deine Darstellung zwei Fehler:

- Zwischenstellung: Drücke in Federzylinder und Federkugel sollten identisch mit denen der Normalstellung sein (nachdem sich das Volumen im Federzylinder erhöht hat und das System wieder "statisch" ist).

- Tiefststellung: Federkugel hat wieder den Tarierdruck (26 bar).

Liebe Grüsse

Matthias
Hallo Matthias,

klar muss die Federkugel im letzten Bild wieder 26 bar aufweisen.
Beim Druck in der Zwischenstellung bin ich nach wie vor nicht überzeugt. Klar müsste das Gaspolster (wie im Beispiel von Andreas) unabhängig von der eingestellten Fahrhöhe (also noch min und max) theoretisch immer den gleichen Druck aufweisen. Aber wohin „verschwindet“ der höhere Systemdruck, und inwiefern korreliert dies mit den eklatant unterschiedlichen Messwerten vom C6?

Viele Grüße
Henning
Matthias Gebauer
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von Matthias Gebauer »

Wenn der Schieber des Höhenkorrektor öffnet, stellt sich nicht sofort der Systemdruck im Federzylinder ein.
Es fliesst Flüssigkeit in den Federzylinder, die entstehende Druckerhöhung wird aber unmittelbar vernichtet durch die Bewegung des Kolbens (Vergrösserung des Volumens im Zylinder). Es bleibt bei den 90 bar (eine kurze Druckspitze durch die Systemträgheit einmal vernachlässigt).

Beispiel Luftballon, der mit einer Gasflasche (200 bar) gefüllt wird: Wenn im Luftballon beim Öffnen des Ventils schlagartig die 200 bar der Flasche herrschen würden, würde dieser sofort platzen. Da er sich beim Befüllen ausdehnt, ist der Druck im Ballon unabhängig vom Druck in der Gasflasche.

Der Druck im Gaspolster der Federkugel ist immer Druck Federzylinder plus Tarierdruck.

Ich weiß weder wie das C6 System aufgebaut ist noch weiß ich was dort wirklich gemessen wird.
Vielleicht kann man die Systeme wirklich nicht vergleichen.

Matthias
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Thomas Held Verified
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von Thomas Held Verified »

Matthias Gebauer hat geschrieben: Mo 9. Sep 2024, 19:56 Wenn der Schieber des Höhenkorrektor öffnet, stellt sich nicht sofort der Systemdruck im Federzylinder ein.
Es fliesst Flüssigkeit in den Federzylinder, die entstehende Druckerhöhung wird aber unmittelbar vernichtet durch die Bewegung des Kolbens (Vergrösserung des Volumens im Zylinder). Es bleibt bei den 90 bar (eine kurze Druckspitze durch die Systemträgheit einmal vernachlässigt).
Solange Fluessigkeit fliesst, herrscht ein Druckabfall entlang des Flusses (Bernoulli-Gleichung).
Matthias Gebauer hat geschrieben: Mo 9. Sep 2024, 19:56 Beispiel Luftballon, der mit einer Gasflasche (200 bar) gefüllt wird: Wenn im Luftballon beim Öffnen des Ventils schlagartig die 200 bar der Flasche herrschen würden, würde dieser sofort platzen. Da er sich beim Befüllen ausdehnt, ist der Druck im Ballon unabhängig vom Druck in der Gasflasche.
Den Ballon fuellst man aber hoffentlich mit Druckminderer und nicht direkt!!
Matthias Gebauer hat geschrieben: Mo 9. Sep 2024, 19:56 Der Druck im Gaspolster der Federkugel ist immer Druck Federzylinder plus Tarierdruck.
Nee, der Druck im Gaspolster ist immer gleich dem Druck im Federzylinder (statisch).
Matthias Gebauer hat geschrieben: Mo 9. Sep 2024, 19:56 Ich weiß weder wie das C6 System aufgebaut ist noch weiß ich was dort wirklich gemessen wird.
Vielleicht kann man die Systeme wirklich nicht vergleichen.
Ich glaube schon, dass man die Systeme vergleichen kann, aber ich frage mich auch, wo die Drucksensoren sitzen.
Gruss
Gruß

Tom
M. Ferchaud
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Re: Federung im Hochniveau

Beitrag von M. Ferchaud »

Matthias Gebauer hat geschrieben: Mo 9. Sep 2024, 19:56 Ich weiß weder wie das C6 System aufgebaut ist noch weiß ich was dort wirklich gemessen wird.
Vielleicht kann man die Systeme wirklich nicht vergleichen.
Das System des C6 funktioniert prinzipiell gleich: Pro Rad ein Federzylinder mit Federkugel, geregelte Druckquelle mit integriertem Speicherelement.
Die Hochdruckpumpe wird elektrisch angetrieben, die Höhe via elektronischer Sensoren eingeregelt.
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