Federung vorne

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scardale
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Re: Federung vorne

Beitrag von scardale »

Hallo,

Danke für die Infos, ich dachte mir schon dass es vorne nicht so geschmeidig sein kann wie hinten. Ich werde erst mal die Stabilagerung prüfen, da gibt es laut HB ein Drehmoment und ich bin mir recht sicher dass ich das damals nicht beachtet habe. Auch an die Sache mit den Einstellblechen kann ich mich nicht wirklich erinnern, neue kamen keine rein, im besten Fall die eventuell vorhandenen.

Gruß
Stefan
Jint Nijman Verified
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Re: Federung vorne

Beitrag von Jint Nijman Verified »

Stefan (es war schön dich vergangenen Donnerstag beim Stammtisch endlich kennen zu lernen!) hat geschrieben:
Stefan hat geschrieben: Vorne habe ich ein Problem, drücke ich die Front nach unten oder hebe Sie an, dann verharrt die Karosserie in diesem Zustand und reguliert sich nicht richtig ein. Wo soll ich mit der Fehlersuche beginnen, ...
und
Stefan hat geschrieben: Wenn ich den Vorderwagen von Hand nach oben oder unten bewege komprimiert bzw. entspannt sich der Stickstoff in den Kugeln. Nun erfolgt sofort wieder ein Druckausgleich, der Vorderwagen müsste wieder in seine Ausgangslage zurück gehen. So erfolgt nach meinem Verständnis die Federung der DS bei einer Bodenunebenheit, unabhängig von der Höhenkorrektur durch den Höhenkorrektor. ...
Wenn man den Höhenkorrektor mal ausbetracht lässt, dann ist der Federkugel nichts anderes als einen Feder. Wenn man eine Feder zusammendrückt und dann los lässt nimmt er die ursprünglich Position in.
Stefan hat geschrieben: ... vorne verharrt er allerdings derzeit annähernd in der jeweils oberen oder unteren Position. Das kann nach meinem Verständnis doch eigentlich nur daran liegen dass zu wenig Druck in den vorderen Kugeln ist (oder die Membranen defekt sind) oder ein mechanisches Problem an Federzylinder, Längslenker oder Stabi vorliegt, oder übersehe ich hier etwas?
Wenn der Druck nicht stimmt ändert sich erstmal mal nur die Federkonstante, d.h. die Steifigkeit der Feder. Zurückfedern, siehe hier oben, wird der Feder trotzdem wenn er entlastet wird. Wenn gar keinen (oder unendlich viel) Gasdruck vorhanden ist lässt sich die Feder (Kugel + Zylinder) gar nicht zusammendrücken.
Also ja, ich denke du übersiehst etwas.

Nur wenn die Reibung in der Radaufhängung SEHR groß wäre, würde die Federung nicht wieder zurückfedern, aber dann wird man die Federung wohl auch kaum zusammendrücken können würde ich meinen.

Nun hast du aber geschrieben:
Stefan hat geschrieben: Motor lief und wenn man den Korrektor von Hand betätigt erfolgt auch eine Reaktion, seltsam.
Daraus schliesse ich das die Reibung in der Radaufhängung nicht (SEHR) groß ist, sondern normal.

Ich vermute eher das der Höhenkorrektor nicht richtig funktioniert. Wenn du den Wagen herunterdrückst und der Wagen dann unten bleibt, dann hast du wahrscheinlich das Hydrauliköl durch den Höhenkorrektor aus den Federzylinder heraus gedrückt. Wenn nun im Höhenkorrektor der Zustrom vom Hydrauliköl unter Druck im Federzylinder nicht funktioniert dann geht das Auto eben nicht wieder nach oben.

Ich schliesse mich also Hannes, Acadrian, Georg und Claude-Michel mit der Vermutung das der Höhenkorrektor nicht richtig (mechanisch) angesteuert wird und seine Arbeit deshalb nicht machen kann, an.

Um Jürgen's Ausführungen über eine eventuell fehlende Leichtgängigkeit der Radaufhängung zu prüfen könntest natürlich das Auto vorne aufbocken den Druck in der Federung ablassen, die Federkugeln abschrauben (und die Räder evtl. auch - die sind schwer) und dann versuchen eine Radnabe hoch und runter zu bewegen. Vielleicht auch mit einem zweiten Person an der andere Seite denn der Stabi wirkt (wie einen ziemlich steifen Feder) sonst gegen die Bewegung. Du kannst natürlich auch an eine Seite den Stabi entkoppeln, aber dann muss man das "halbe Auto" demontieren...

gruss

Jint
(ich hoffe Jürgen "demontiert" meine Ausführungen hieroben nicht umgehend, weil ich quatsch geschrieben haben...)
Jint
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scardale
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Re: Federung vorne

Beitrag von scardale »

Hallo,

Danke Jint, kann ich soweit nachvollziehen. Noch eine Frage bezüglich des Korrektors. Wen ich die Handhöhenverstellung und den Anlenkstab des Stabis keinen Einfluss nehmen, muss dann der Korrektor automatisch in seine "neutrale Stellung" gehen?

Gruß
Stefan
Jint Nijman Verified
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Re: Federung vorne

Beitrag von Jint Nijman Verified »

Hallo Stefan,

hmm, wenn es keine (große) Reibung (zwischen Schieber und Körper) im Höhenkorrektor gibt ,dann könnten (sollten?) die zwei Feder den Schieber (theoretisch) in der Mitte positionieren würde ich sagen. Wissen tue ich das aber nicht.
Der Mitnehmer darf dann den Kugelkopf welches sich am einen Ende des Schiebers befindet nicht (nie) berühren.

Siehe auch hier:
http://www.citroen-ds-id.com/hc/chapter4.html
(ein wenig herunter scrollen).
Jint
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Robert Verified
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Re: Federung vorne

Beitrag von Robert Verified »

Hallo Stefan,

das sehe ich wie Jint. Ist aber nur eine Einstellung der Handhöhenverstellung, denn, wenn man diese weglässt, regelt sich der Korrektor immer in Mittelstellung. Die daraus resultierende tatsächliche Höhe hängt dann nur noch von der Einstellung der Bride (Begriff aus der Reparaturanleitung) auf dem Stabi ab. Die Handverstellung sollte, wenn sie richtig nach Anleitung eingestellt ist, bei laufendem Motor und ausgeregelter Höhe in Normalstellung gleich viel Spiel nach vorn und hinten aufweisen.
Falls es das nicht ist: Neben einem zugeschmodderten Korrektor und schwergängigen Stabilagern gibt es auch noch eine weitere Fehlerursache. Die Schellen am Stabilisatorgestänge (Koppelstange) müssen genau nach Anleitung ausgerichtet sein, sonst können sie am Achskörper verkanten oder am Verkleidungsblech schleifen.

Viele Grüsse
Robert
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scardale
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Re: Federung vorne

Beitrag von scardale »

Hallo nochmals,

ich habe jetzt heute den Höhenkorrektor demontiert und begutachtet, kein Defekt festzustellen, keinerlei Ablagerungen, Dreck, nichts. Also das ganze wieder eingebaut, gleicher Fehler, Höhenkorrektor lässt sich nur mit extrem viel Kraftaufwand betätigen und verharrt anschliessend in jeweiliger Position, keine erneute Regelung des Niveaus. Hinten alles OK, wird der Korrektor betätigt stellt sich nach einer gewissen Zeit das ursprüngliche Niveau wieder ein. Zwischen Druckquelle und Korrektor befinder sich ja nur noch das Sicherheitsventil, da kann ja eigentlich kein Defekt vorliegen wenn der hintere Kreislauf funktioniert, bin jetzt etwas ratlos.

Gruß
Stefan
Jürgen Verified
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Re: Federung vorne

Beitrag von Jürgen Verified »

Hallo Stefan,

Hast du auch den Dämpfer im Höhenkorrektor ausgebaut und kontrolliert? Eventuell ist er verstopft.
Gruß Jürgen
scardale
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Re: Federung vorne

Beitrag von scardale »

Hallo,

ich habe den Dash-pot lediglich mit Pressluft durchgeblasen, nicht ausgebaut, müsste man durchsehen können oder ist die Bohrung zu klein?

Gruß
stefan
scardale
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Re: Federung vorne

Beitrag von scardale »

....ich glaube ich unterliege einem Denkfehler. Wenn ich mechanisch auf den Korrektor einwirke wird der Verwendungskreislauf entweder mit dem Einlass oder dem Auslass verbunden. Wird die mechanische Einwirkung beendet geht der Korrektor in Neutralstellung, in dieser Stellung ist der Verwendungskreislauf von Einlass und Auslass getrennt, also kann auch keine Regelung erfolgen. Hinten habe ich noch den Anlenkstab des Stabis montiert und deshalb wird geregelt, ich denke ich habe mich da etwas verrannt.

Gruß
Stefan
Jint Nijman Verified
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Re: Federung vorne

Beitrag von Jint Nijman Verified »

Stefan,
meinst du dass du vorne das "Gestänge für Hohenkorrektor", d.h. Teil 20 in der Zeichnung hier unten, nicht montiert hast?
[attachment 16535 2022-06-27_23h00_10.png]
Aber hinten das Teil 35 schon?

Dann gibt es vorne natürlich kein Regelkreis.
Das coole an der DS/ID Radaufhängung ist nun gerade das die Fahrzeugehöhe wirklich mit einem echten geschlossenen hydraulisch-mechanischen Regelkreis geregelt wird.
Dateianhänge
2022-06-27_23h00_10.png
Jint
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