Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
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Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Ich denke, der Biomassenanteil von fast 10%, gemessen an der Gesamtstromerzeug, ist nicht mehr unerheblich. Da kann sicherlich diese Technologie durchaus als Flautenschieber eingesetzt werden.
Wenn ich quer über Deutschland fliege, dann sehe ich auf fast jedem Bauernhof eine grüne Biogasanlage. Und sehr viele Anlagen in einer Bauphase. Das lässt einen weiteren Anstieg dieser eEnergiegewinnung erwarten. Das sah vor wenigen Jahren noch völlig anders aus.
Für uns auf der Baar sind die Biogasanlagen ein Segen. Mussten wir noch vor ein paar Jahren unseren Pferdemist kostspielig entsorgen lassen, kommt heute ein BGA-Betreiber vorbei, stellt uns einen ansehnlichen Container zur Verfügung und holt diesen wöchentlich kostenlos ab.
huf
Wenn ich quer über Deutschland fliege, dann sehe ich auf fast jedem Bauernhof eine grüne Biogasanlage. Und sehr viele Anlagen in einer Bauphase. Das lässt einen weiteren Anstieg dieser eEnergiegewinnung erwarten. Das sah vor wenigen Jahren noch völlig anders aus.
Für uns auf der Baar sind die Biogasanlagen ein Segen. Mussten wir noch vor ein paar Jahren unseren Pferdemist kostspielig entsorgen lassen, kommt heute ein BGA-Betreiber vorbei, stellt uns einen ansehnlichen Container zur Verfügung und holt diesen wöchentlich kostenlos ab.
huf
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Auch ich habe gegen die AKW protestiert.
Mir ging es darum, dass man die Brennstäbe nicht entsorgen will, oder kann, die Technik war für
mich in Ordnung und sicher in Deutschland.
War halt modern zu protestieren, die Abschaltung wurde von Merkel im Hauruck verfahren geschafft, damit Sie an der macht, bleibt. Ist Ihr ja gelungen.
Die Grünen haben die Erhöhung des Bioanteils im Benzin 2021 in der EU zugestimmt, die anderen natürlich auch, der Benzinpreis steigt 2021 um weitere. 6 Cent und wird weiter steigen; da der Anteil von Bio-Anteil noch erhöht wird. (Verringerung des CO₂ Aufkommens in der EU) dadurch werden die Urwälder im Amazonas Gebiete weiter abgeholzt, um Bio-Alkohol für die EU bereitzustellen.
Da Bio-Alkohol rar und teuer ist, wird der Benzinpreis weiter nach oben gehen, tolle Umweltpolitik
Der Bioanteil z.Z. 5 % wird auf 7 % und weiter erhöht, hatten wir uns nicht mal aufgeregt über Bio-Anteil 10 %.
Die EU verringert den CO₂-Anteil im Benzin, gleichzeitig werden dafür die Urwälder abgeholzt.
Mir ging es darum, dass man die Brennstäbe nicht entsorgen will, oder kann, die Technik war für
mich in Ordnung und sicher in Deutschland.
War halt modern zu protestieren, die Abschaltung wurde von Merkel im Hauruck verfahren geschafft, damit Sie an der macht, bleibt. Ist Ihr ja gelungen.
Die Grünen haben die Erhöhung des Bioanteils im Benzin 2021 in der EU zugestimmt, die anderen natürlich auch, der Benzinpreis steigt 2021 um weitere. 6 Cent und wird weiter steigen; da der Anteil von Bio-Anteil noch erhöht wird. (Verringerung des CO₂ Aufkommens in der EU) dadurch werden die Urwälder im Amazonas Gebiete weiter abgeholzt, um Bio-Alkohol für die EU bereitzustellen.
Da Bio-Alkohol rar und teuer ist, wird der Benzinpreis weiter nach oben gehen, tolle Umweltpolitik
Der Bioanteil z.Z. 5 % wird auf 7 % und weiter erhöht, hatten wir uns nicht mal aufgeregt über Bio-Anteil 10 %.
Die EU verringert den CO₂-Anteil im Benzin, gleichzeitig werden dafür die Urwälder abgeholzt.
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Michael 1964
- Beiträge: 19
- Registriert: So 9. Mai 2021, 20:03
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
"" Auch ich habe gegen die AKW protestiert...... War halt modern zu protestieren"".Wenn ich ich sowas lese kommt mir die G... hoch.
Mir ging es darum, dass man die Brennstäbe nicht entsorgen will, oder kann, die Technik war für
mich in Ordnung und sicher in Deutschland......Was soll das ?.Du schreibst einerseits hast du auch protestiert und anderseits war es für dich in Ordnung und sicher in Deutschland...!!!?? aber in Frankreich nicht ?!!!....also wirrer gehts nicht mehr..... Guten Morgen.
Mir ging es darum, dass man die Brennstäbe nicht entsorgen will, oder kann, die Technik war für
mich in Ordnung und sicher in Deutschland......Was soll das ?.Du schreibst einerseits hast du auch protestiert und anderseits war es für dich in Ordnung und sicher in Deutschland...!!!?? aber in Frankreich nicht ?!!!....also wirrer gehts nicht mehr..... Guten Morgen.
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Hallo Hans-Uwe,
ich glaube meine Aussagen - und Deine Beobachtungen widersprechen sich nicht.
Industrielle Landwirtschaft funktioniert nur mit (großen Mengen) fossile Energie - die CO2 Last dieser Branche ist enorm!
Das am Ende auch Biogas dabei herauskommt ist kein Wunder - aber greenwashing…
Grüße
Karl
PS: ..das die Gülle nicht mehr (so arg) stinkt, wenn sie durch den Biogasreaktor gegangen ist, ist allerdings ein unbestrittener Vorteil!
ich glaube meine Aussagen - und Deine Beobachtungen widersprechen sich nicht.
Industrielle Landwirtschaft funktioniert nur mit (großen Mengen) fossile Energie - die CO2 Last dieser Branche ist enorm!
Das am Ende auch Biogas dabei herauskommt ist kein Wunder - aber greenwashing…
Grüße
Karl
PS: ..das die Gülle nicht mehr (so arg) stinkt, wenn sie durch den Biogasreaktor gegangen ist, ist allerdings ein unbestrittener Vorteil!
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Halo,
ich komme hier mit dem Faktencheck nicht mehr hinterher. Manche Aussagen sind mir zu oberflächlich und teilweise falsch.
papasitt schrieb: "dadurch werden die Urwälder im Amazonas Gebiete weiter abgeholzt, um Bio-Alkohol für die EU bereitzustellen."
Das ist falsch! Der Palmölanteil wird verringert und es dürfen nur noch Bioanteile der zweiten Generation verwendet werden.
Zur Aussage zur umweltschädlichen Beimischung von Bioanteil in Kraftstoffen ein Bericht aus dem bayerischen Rundfunk:
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... se,Stdkqn5
Kein Palmöl mehr:
https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... regenwald/
"Bei der zweiten Generation, die nun vermehrt in den Tank soll, handelt es sich um Biomasse wie Blätter, Schalen, Halme oder Baumstämme. Die sind schwieriger zu verarbeiten, weshalb laut Shell bislang noch zu wenig Kraftstoff davon verfügbar ist. Tankstellenbetreiber riskieren deshalb Strafzahlungen an den Staat für den fehlenden Bioanteil an den neuen Rohstoffen."
Grüße,
pit
ich komme hier mit dem Faktencheck nicht mehr hinterher. Manche Aussagen sind mir zu oberflächlich und teilweise falsch.
papasitt schrieb: "dadurch werden die Urwälder im Amazonas Gebiete weiter abgeholzt, um Bio-Alkohol für die EU bereitzustellen."
Das ist falsch! Der Palmölanteil wird verringert und es dürfen nur noch Bioanteile der zweiten Generation verwendet werden.
Zur Aussage zur umweltschädlichen Beimischung von Bioanteil in Kraftstoffen ein Bericht aus dem bayerischen Rundfunk:
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaf ... se,Stdkqn5
Kein Palmöl mehr:
https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... regenwald/
"Bei der zweiten Generation, die nun vermehrt in den Tank soll, handelt es sich um Biomasse wie Blätter, Schalen, Halme oder Baumstämme. Die sind schwieriger zu verarbeiten, weshalb laut Shell bislang noch zu wenig Kraftstoff davon verfügbar ist. Tankstellenbetreiber riskieren deshalb Strafzahlungen an den Staat für den fehlenden Bioanteil an den neuen Rohstoffen."
Grüße,
pit
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Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Moin Karl,maldini hat geschrieben: Hallo Hans-Uwe,
ich glaube meine Aussagen - und Deine Beobachtungen widersprechen sich nicht.
Industrielle Landwirtschaft funktioniert nur mit (großen Mengen) fossile Energie - die CO2 Last dieser Branche ist enorm!
Das am Ende auch Biogas dabei herauskommt ist kein Wunder - aber greenwashing…
Grüße
Karl
PS: ..das die Gülle nicht mehr (so arg) stinkt, wenn sie durch den Biogasreaktor gegangen ist, ist allerdings ein unbestrittener Vorteil!
das klingt soweit erst einmal schlüssig. Ich werde mal mit unserem Biogasanlagen*-Betreiber über die/seine CO[size=x-small]2[/size] - Relationen sprechen. Für mich klang es damals etwas grüner.
Grüße
Hans-Uwe
[size=small]*) Die Bezeichnung "Biogasreaktor" hat sowas Ideologisches in sich. Für mich klingt "Biogasanlage" etwas neutraler.
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Ein Zitat aus der „Welt“ vom 6.1.2022:
„FDP-Chef Lindner hat der Atomenergie in Deutschland auch für die Zukunft eine klare Absage erteilt. Er warnte aber vor „Wettbewerbsverzerrung gegenüber jenen, die auf klimafreundlich nachhaltige Energiequellen setzen“. „Eine Energiequelle, die nur etabliert werden kann, wenn der Staat in die Haftung geht, die zeigt schon marktwirtschaftlich an, dass es sich nicht um eine nachhaltig verantwortbare Energiequelle handeln kann“, sagte Lindner, der auch Bundesfinanzminister ist.
Mir ist klar, für uns ist klar: Jeder Mitgliedstaat der Europäischen Union entscheidet über Fragen seiner eigenen Energieerzeugung. Und das verdient Respekt“, sagte Lindner. „Bei der Bewertung dieser Investitionen aber darf nicht verkannt werden, dass Kernenergie CO2 frei sein mag, aber alles andere als nachhaltig ist.“
Für Deutschland sei „die Kernenergie ohnehin keine Option“, sagte Lindner. „Manche träumen davon. Wo gibt es eine Bereitschaft für neue Anlagen? Wo gibt es private Betreiber? Wo gibt es privates Kapital? Wo gäbe es einen privaten Versicherer, der das Risiko der Kernenergie im Markt versichern würde? Das gelingt nur mit Staatshaftung“, sagte er. „Für einen Marktwirtschaftler ist das bereits ein Anzeichen, dass Kernenergie auch ordnungspolitisch nicht vertretbar ist.“
Vielleicht wird damit etwas deutlicher, dass es kein rein grünes Thema mehr ist. Inzwischen ist es eine ökonomisch-volkswirtschaftlich klare Sache: Kernenergie ist unbezahlbar. Dort, wo sie (noch) betrieben wird, füllt sie die Kassen auf Kosten der Gesellschaft.
„FDP-Chef Lindner hat der Atomenergie in Deutschland auch für die Zukunft eine klare Absage erteilt. Er warnte aber vor „Wettbewerbsverzerrung gegenüber jenen, die auf klimafreundlich nachhaltige Energiequellen setzen“. „Eine Energiequelle, die nur etabliert werden kann, wenn der Staat in die Haftung geht, die zeigt schon marktwirtschaftlich an, dass es sich nicht um eine nachhaltig verantwortbare Energiequelle handeln kann“, sagte Lindner, der auch Bundesfinanzminister ist.
Mir ist klar, für uns ist klar: Jeder Mitgliedstaat der Europäischen Union entscheidet über Fragen seiner eigenen Energieerzeugung. Und das verdient Respekt“, sagte Lindner. „Bei der Bewertung dieser Investitionen aber darf nicht verkannt werden, dass Kernenergie CO2 frei sein mag, aber alles andere als nachhaltig ist.“
Für Deutschland sei „die Kernenergie ohnehin keine Option“, sagte Lindner. „Manche träumen davon. Wo gibt es eine Bereitschaft für neue Anlagen? Wo gibt es private Betreiber? Wo gibt es privates Kapital? Wo gäbe es einen privaten Versicherer, der das Risiko der Kernenergie im Markt versichern würde? Das gelingt nur mit Staatshaftung“, sagte er. „Für einen Marktwirtschaftler ist das bereits ein Anzeichen, dass Kernenergie auch ordnungspolitisch nicht vertretbar ist.“
Vielleicht wird damit etwas deutlicher, dass es kein rein grünes Thema mehr ist. Inzwischen ist es eine ökonomisch-volkswirtschaftlich klare Sache: Kernenergie ist unbezahlbar. Dort, wo sie (noch) betrieben wird, füllt sie die Kassen auf Kosten der Gesellschaft.
Schwebende Grüße
Konrad
DSuper 5 Bj. 73
Konrad
DSuper 5 Bj. 73
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Hans-Uwe Fischer
- Beiträge: 1834
- Registriert: Do 30. Jan 2003, 08:27
Re: Das ist keine Energiepolitik, das ist Kurzschlusspolitik
Herr Lindner ist ein sehr kluger Kopf, brillanter Rhetoriker und ein überzeugender Politiker. Er braucht aber auch die Wählergunst. Man sollte aber sehr genau seine Argumentation im obigen Zitat lesen und verstehen.radel56 hat geschrieben: Ein Zitat aus der „Welt“ vom 6.1.2022:
„FDP-Chef Lindner hat der Atomenergie in Deutschland auch für die Zukunft eine klare Absage erteilt. Er warnte aber vor „Wettbewerbsverzerrung gegenüber jenen, die auf klimafreundlich nachhaltige Energiequellen setzen“. „Eine Energiequelle, die nur etabliert werden kann, wenn der Staat in die Haftung geht, die zeigt schon marktwirtschaftlich an, dass es sich nicht um eine nachhaltig verantwortbare Energiequelle handeln kann“, sagte Lindner, der auch Bundesfinanzminister ist.
Mir ist klar, für uns ist klar: Jeder Mitgliedstaat der Europäischen Union entscheidet über Fragen seiner eigenen Energieerzeugung. Und das verdient Respekt“, sagte Lindner. „Bei der Bewertung dieser Investitionen aber darf nicht verkannt werden, dass Kernenergie CO2 frei sein mag, aber alles andere als nachhaltig ist.“
Für Deutschland sei „die Kernenergie ohnehin keine Option“, sagte Lindner. „Manche träumen davon. Wo gibt es eine Bereitschaft für neue Anlagen? Wo gibt es private Betreiber? Wo gibt es privates Kapital? Wo gäbe es einen privaten Versicherer, der das Risiko der Kernenergie im Markt versichern würde? Das gelingt nur mit Staatshaftung“, sagte er. „Für einen Marktwirtschaftler ist das bereits ein Anzeichen, dass Kernenergie auch ordnungspolitisch nicht vertretbar ist.“
Vielleicht wird damit etwas deutlicher, dass es kein rein grünes Thema mehr ist. Inzwischen ist es eine ökonomisch-volkswirtschaftlich klare Sache: Kernenergie ist unbezahlbar. Dort, wo sie (noch) betrieben wird, füllt sie die Kassen auf Kosten der Gesellschaft.
Auch ich als AKW-Befürworter, würde mit den selben Lindner-Argumenten nicht in Deutschland investieren. Da ließe sich eher dem Papst ein Doppelbett verkaufen.
huf