Frage an die Zündungsexperten

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rsa404
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von rsa404 »

So,

hier dann die versprochene Rückmeldung.

Wie bereits geschrieben, habe ich mich für die Kupferleitung mit gecrimpten Steckern entschieden.

[attachment 15200 IMG_17882w.jpg]

Ich bin absolut begeistert! Der Motor springt immer sofort bei der ersten Umdrehung an, kalt wie heiß.
Noch schöner allerdings, ist die absolut lineare Leistungsentfaltung.

Die Orgelei bei Start mit heißem Motor und gelegentliches leichtes Rucken beim Beschleunigen, was ich eigentlich der Spritzufuhr (bzw. heutigen Spritqualität) zugeordnet hatte, sind verschwunden.

Vermutlich wäre das Resultat mit neuem Zündkabel und klassischen Kerzensteckern identisch gewesen. Trotzdem gefällt mir diese, wenn auch moderne Variante, deutlich besser.

Angefertigt wurde die Kabel hier https://www.oldtimerbedarf.de/ . Ich kaufe dort seit Jahren immer wieder mal was und bin überaus zufrieden. Auch die Beratung war immer hervorragend.

In diesem Sinne....

Ralf

Nachtrag: Es schadet sicherlich nicht, die Zündkabel und Stecker gelegentlich zu erneuern ;-) Eine Nutzungsdauer von 37 Jahren, ist sicherlich keinesfalls empfehlenswert. Kinder wie die Zeit vergeht...
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IMG_1788 (2)w.jpg
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
Boßhammer Verified
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von Boßhammer Verified »

Danke Ralf für die Rückmeldung - sehr interessante Erfahrung; meine springt zwar auch sehr gut an, aber dass die Zündkabel so gravierenden Einfluss haben, hat mich doch überrascht.
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rsa404
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von rsa404 »

Ja, ich hatte die Zündkabel auch niemals in Verdacht. Vor 2.500 Km habe ich die Kontakte und Kondensatoren (NOS Teile) erneuert. Bei den Kontakten gibt es ja auch gerne so eine ganz böse Überraschung. Die waren nämlich ab Werk mit einem Konservierungsöl überzogen, um vor Rost zu schützen. Dumm daran nur, dass dieser Ölüberzug im Laufe der Jahre austrocknet und mit einer glasharten Schicht die Kontaktflächen isoliert.

Dann sind die Kontakte bei den frühen Modellen ja auch nicht mal so eben gewechselt. Die Zugänglichkeit des Verteilers ist ja praktisch nicht gegeben. Also Kühlwasser ablassen und den ganzen "Krempel" inkl. Vergaser und Ansaugbrücke etc. ausbauen.

Es gibt zwar Kollegen hier im Forum, die behaupten, na ja, das ist ja keine wirklich große Sache. O.K., ich brauche dafür ca. 4 Tage. Gehe natürlich nebenbei auch noch einer geregelten Arbeit nach und mache keine Nachtschichten mehr.

Nach Ausbau des Verteilers begebe ich mich an die Werkbank in meinen Keller. Dann schaue ich mir die Kontakte und Kondenstoren an, messe den ganzen "Krempel" durch und prüfe die Isolationplättchen und Hülsen. Anschließend wird der Verteiler komplett zerlegt, gereinigt, gefettet, geölt und wieder zusammengebaut. Montage und Einstellungen erfolgen auf der Prüfbank. Anschließend der Ein- und Zuammenbau im Auto.

Dann plötzlich wieder die Startprobleme bei warmem Motor (bereits nach 15 Km Fahrtstrecke). "Scheiße" dachte ich so bei mir, allerdings waren die Zündspulen nicht heiß. O.K., dann ist vermutlich eine von den alten Gummispulen "abgekackt". Kein Problem, ich hatte ja noch originale (NOS) Spulen neu hier liegen. Mal eben fix eingebaut, keinerlei Änderung, Spulen ebenfalls nicht heiß.

Dann hatte ich mal im Motorraum verschiedenes geprüft, und bekam in der Nähe der Zündkabel immer leichte Stromschläge. So habe ich mir gedacht, mensch Junge, die Dinger hast du in all den Jahren noch nie gewechselt. So kam es dann zu dieser Aktion, mit durchschlagnedem Erfolg.
Ich hoffe mal sehr, so etwas passiert mir niemals wieder.

Gruß
Ralf
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Claude-Michel
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von Claude-Michel »

Hallo Ralf, hatte auch ewig den Vergaser meiner DSuper5 im Verdacht, dafür verantwortlich zu sein, dass der Leerlauf schlecht ist. Bis ich die Bougicord rausgeschmissen habe und richtige Zündkabeln mit richtigem Draht innen drinn eingebaut habe.
Gruß
Claude-Michel
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maldini Verified
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von maldini Verified »

Hey Ralf,

Ich hoffe mal sehr, so etwas passiert mir niemals wieder.
Rechne mal 37 Jahre drauf -
Mir würde das nicht mehr passieren!

:-)

Bleib gesund!
Beste Grüße an Dich!
Karl
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Thomas Held Verified
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von Thomas Held Verified »

rsa404 hat geschrieben: Nachtrag: Es schadet sicherlich nicht, die Zündkabel und Stecker gelegentlich zu erneuern ;-) Eine Nutzungsdauer von 37 Jahren, ist sicherlich keinesfalls empfehlenswert. Kinder wie die Zeit vergeht...
Ich finde in meinen Unterlagen ein empfohlenes Wechselintervall von 70000 km.
Gruß

Tom
Gruß

Tom
scardale
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von scardale »

Hallo zusammen,

ich habe heute ebenfalls meine (vermutlich 55 Jahre alten) Zündkabel gegen neue getauscht. Auch bei mir, voller Erfolg, der Wagen lief vorher gut, hatte jedoch vor allem im Schiebebetrieb immer wieder ein leichtes Ruckeln. Das ist nun komplett weg, läuft ruhig, zieht gut durch, bin begeistert. Manchmal schadet es halt doch nicht ein Originalteil in Rente zu schicken :-) (auch wenn ich es ungern tue)

Gruß
Stefan
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Claude-Michel
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von Claude-Michel »

scardale hat geschrieben:...Zündkabel gegen neue getauscht..
Auch wieder die Bougiecord oder welche mit einem richtigen Draht innen drin?
Gruß
Claude-Michel
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scardale
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Re: Frage an die Zündungsexperten

Beitrag von scardale »

Hallo,

Bougicord http://falklehmann-shop.com/epages/falk ... ducts/8204
ich hatte den Satz immer als Ersatzteil im Kofferraum liegen falls es mal Probleme gibt. Blöd ist dass die Längen nicht ganz dem Original entsprechen, evtl. lass ich mir noch einen Satz Kupferzündungskabel in der richtigen Länge fertigen damit mein Auge auch wieder zufrieden ist.

Gruß
Stefan
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