Zentralverschlussfelgen Pulverbeschichtet

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Dani

Re: Zentralverschlussfelgen Pulverbeschichtet

Beitrag von Dani »

Hallo Norbert,

ich hatte deinen Komentar auch nicht so verstanden als woltest du seriöse Anbieter in Schwierigkeiten bringen.
Ich selbst habe von der Materie eh kaum Ahnung, dachte mir aber mit Hinweis auf die 2Cv Werkstatt (die ich persönlich nicht kenne) könnte zur Lösung des Problems beitragen.

Gruß,
Daniel
lemarabu
Beiträge: 56
Registriert: So 30. Jan 2005, 02:22

Re: Zentralverschlussfelgen Pulverbeschichtet

Beitrag von lemarabu »

... habe Deinen Kommentar auch nicht so aufgefasst. ich bin aber dank Deines Kommentares darauf gekommen, das dem so sein könnte . . und das wäre ungerecht, im schlimmsten Fall existensbedrohend . . .


Gruss

N.
Nickel

Re: Zentralverschlussfelgen Pulverbeschichtet

Beitrag von Nickel »

MichaIN schrieb:
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> Hallo zusammen!
>
> Ich will jetzt auch mal meinen Senf zum Verzinken
> geben.
> Ich habe auch ein Peugeot 304 Cabrio, welches im
> Rahmen einer alten Restaurierung (1990) auch
> verzinkt wurde.
> Der Zink hält auch nach wie vor prima auf dem
> Blech, leider der Lack nicht perfekt auf dem Zink:
> An den Stellen, wo Spannungen auftreten (z.B.
> Kofferraumscharniere) platzt der Lack etwas ab.
>
> Offenbar war man damals mit den Erkenntnissen zu
> Lackaufbau auf Zink noch nicht so weit...
>
> Also: Wenn Du die Felgen zinken lässt, solltest Du
> auf jeden Fall auf gute
> Grundierung/Haftvermittler/was auch immer achten.
>
> Gruß,
> Michael


Also ich hab früher bei Restaurationen die Rohkarosse immer Sandstrahlen lassen und dann Spritzverzinken (für Außen ist es doch recht rau und man muss ordentlich Schleifen für eine glatte Oberfläche und dann ist die Verzinkung doch häufig schon durch. Ansonsten müsste man extrem viel Füllern und hat dann nachher einen recht dicken Lackaufbau der nicht besonders flexibel ist und schnell reißt etc.). Dann beim Lackierer schön Grundieren lassen und Mattschwarz lackieren lassen. Dann noch transparentes Wachs drauf. Die Aussenkarosse hab ich allerdings nie verzinken lassen. Das ist ja auch bei einer guten Vorarbeit nicht nötig.

Die Lackierung auf dem spritzverzinktem Untergrund hält bombenfest (ist ja auch recht rau). Die Fahrzeuge sind immer noch vollkommen rostfrei. Es hat auch nie Probleme zum Übergang mit Aluteilen gegeben (Elektrolyse - normalerweise sollte ja eh etwas zwischen Alu und Blech sein damit kein direkter Kontakt herrscht. Es waren zwar keine französischen Autos aber das spielt ja keine Rolle.

Eine galvanische Verzinkung wird wohl auch an der Problemstelle der Felge nur optimal sein wenn der Untergrund auch wirklich rostfrei ist. Ansonsten hab ich bislang nur Kleinteile galvanisch verzinkt und danach nie lackiert. Man könnte ja nach dem Sandstrahlen die Stelle nochmal mit Fertan behandeln. Dann sollte das aber eigentlich gut genug sein.

Beim Kunsstoffbeschichten gibt es allerdings auch bei manchen Werkstücken Probleme mit der Temperatur. Zinn etc. wird natürlich geschmolzen und so kann es später bei. z.B. Bremsflüssigkeitsgefäßen zu Undichtigkeiten kommen. Bei guten Firmen wird erst gesandstrahlt bzw. entlackt, Gewinde etc. abgeklebt bzw. mit Runden Eisenscheiben abgedeckt, entfettet,dann kommt eine Grundierung drauf und dann erst gehts in den Ofen zum Beschichten. Man kann auch dünne Bleche (auch Alu) verzugsfrei beschichten.
Es gibt auch verschiedene "Härten" der Beschichtung. Für die Industrie wird meist "härter" Beschichtet als für den "Normalo" das die Werkstücke als Schüttgut etwas grober behandelt wird und daher noch stossunempfindlicher sein muss.
Ich hab z.B. immer bei einer großen Beschichterei in Osnabrück meine Teile hingebracht die auch für Karmann und andere Hersteller beschichtet haben und war imer sehr zufrieden.

Jetzt hab ich mal ein paar Teile hier in Bayreuth (wohne jetzt in Oberfranken) zum Beschichten gebracht und hab auch einen beschichteten Motorradrahmen aus Thürigen gehabt. Beide Kunstoffbeschichtungen waren sehr schlecht und besonders beim Motorradrahmen habe ich mich sehr geärgert. Der Kunstoff ist leicht abgeplatzt und die Oberfläche war wellig und mit Einschlüssen. Ist die Beschichtung beschädigt muss man genauso klassisch ausbessern wie bei einer Lackierung. Gewinde sollte man immer vorher schützen - es kann sehr müßig sein die Beschichtung im Gewinde zu entfernen...und das Gewinde wird nicht besser dadurch.

Wenn eine Beschichtung gut ist bin ich noch immer davon überzeugt. Gerade für Achsteile etc. ist es dürch seine Unemfindlichkeit gegenüber Flüssigkeiten und mechanischen Beschädigungen gut geeignet. Muss man es allerdings wieder komplett entfernen ist es schon wieder etwas unangenehm. Das geht in der Regel nur durch Strahlen.

Die letzte Restauration ist zwar bei mir fast 15 Jahre her...aber soviel hat sich glaube ich nicht geändert.

Ich freu mich aber schon darauf in ein paar Jahren mal eine schöne DS fertig zu machen. Ich habe manchmal sogar Mattierungsmittel in den Lack mischen lassen damit ein neu restauriertes Auto nicht so "geleckt" aussieht.
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