hallo zusammen,
Ich quäle mich momentan mit der Auswahl der richtigen Dichtung zwischen Motorhaube und Kotflügel und bin dabei auf vielerlei Variationen gestoßen.
Könnt Ihr mir helfen die richtige Wahl zu treffen.
Im Ersatzteilkatalog sieht es so aus als ob es ein symetrisches Z-Profil wäre.
Auf einigen zeitgenössichen Bildern meine ich das im Handel als "nach 67" angebotene Profil zu erkennen. Wobei das in zweierlei Varianten verbaut werden kann.
Der Franzose bietet ein Profil "bis 67" an das ich so auf keinem Foto finden konnte.
Ausserdem sehe ich den Zweck dieser Dichtung noch nicht ganz ein, was soll hier abgedichtet werden? Wasser von außen oder heiße Luft von innen oder soll einfach das Reiben der Motorhaube am Kotflügel verringert werden?
da kann ich Dir so aus dem Stehgreif nicht helfen. Allerdings waren auch diese Dichtungen mit vielen anderen, alles NOS für erste Serie, vor nicht langer Zeit in der Bucht.
Hier geht es wohl weniger um eine Abdichtung. Die Dichtungen sollen in erster Linie die Behrührung Metall auf Metall verhindern.
Ich habe erst vor zwei Wochen diese Dichtungen zwischen meinen Hauben umgebaut. Am ehesten war es das Profil oben rechts.
Ich werde es mir nochmal genau ansehen und melde mich dann.
Ob die bei mir verbauten Profile so original sind, kann ich natürlich nicht sagen, aber sie passen.
Nebenbei eine Frage: Bei der Dichtung quer zwischen Haube und Spritzwand frage ich mich, ob ich die überhaupt montieren soll. Ohne, würde wenigstens ein kleiner Luftzug durch den Motorraum gehen. Die Abdichtung vor den Unbilden der Witterung scheint mir bei einem Sommer-Garagen-Oldtimer weniger wichtig, als eine bessere Kühlung. Was meint Ihr?
Sensenmann schrieb:
> Nebenbei eine Frage: Bei der Dichtung quer
> zwischen Haube und Spritzwand frage ich mich, ob
> ich die überhaupt montieren soll. Ohne, würde
> wenigstens ein kleiner Luftzug durch den Motorraum
> gehen. Die Abdichtung vor den Unbilden der
> Witterung scheint mir bei einem
> Sommer-Garagen-Oldtimer weniger wichtig, als eine
> bessere Kühlung. Was meint Ihr?
Diese Dichtung, die auf der Oberkante der Spritzwand sitzt und gegen die Haube hin abdichtet, ist eine der wichtigsten Dichtungen am ganzen Auto.
Hauptaufgabe ist, ölige und fettige heiße Dämpfe aus dem Motorraum gegen die Windschutzscheibe hin abzuhalten.
Auch im Sommer regnet es mal.
...wobei man ergänzen könnte, dass die Kühlung des LHM (NICHT des Motoröls!) eine SEHR gute Idee ist, denn der Stoff verändert seine Eigenschaften stark temperaturabhängig (Schalt- und Kuppelgeschwindigkeit...!!.!).
Wie (leider nur sehr vereinzelt) zu lesen ist, sollten sogar die schicken Schlitze in den Kotflügeln der Baujahre 1960-61 dieser Art Kühlung dienen,
allerdings "...wenn es denn so gewesen sein sollte, dann war es jedenfalls wirkungslos...!"
(Sinngemässes Zitat Madame Régembeau).
Hat gar Jemand unter den Clubkollegen schonmal eine Möglichkeit gefunden, zusätzliche Kühlluft zur Hydraulikflüssigkeit zuzuführen-?!?
Hallo Bernhard,
das Kühlen von LHM erscheint mir stark übertrieben. Ich habe in einem Zeitraum von über 25 Jahren (so lange fahre ich Ds- Halbautomaten) noch nicht einmal das Gefühl gehabt, ich müsse LHM kühlen.
Die technische Umsetzung des Kühlens ist unendlich einfach:
in den Rücklauf vom Regler ins Reservoir einen Ölkühler von der Ente einbauen, fertig. Ich habe an dieser Stelle ein 10 mue- Filter, das finde unendlich viel wichtiger als ein Ölkühler.
Viele Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian,
soetwas mit Filter hatte ich mir auch schon überlegt, aber es mangelt mir an Erfahrung an Filtern. Hast du ein Foto oder Fabrikat, wo hast du das Teil her?
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Hallo Hardy,
ich habe mir Filter während meines Aufenthaltes in Shanghai besorgt. Wichtig ist:
- Hydraulikfilter
- Feinheit mindestens 10 mue (nominell), aber nicht kleiner als 3 mue (dann wird es auch SEHR teuer !)
- Mindestdurchflussmenge 8 l/min (das sind winzig kleine Filter. Die, die ich in China besorgt habe, sind bis zum geht-nicht-mehr ünberdimensioniert).
Wenn ich das nächste Mal in meiner Schrauberhalle bin, kann ich mal ein Photo machen. Das Filter habe ich hinter dem LHM- Behälter angeordnet, weil ich den Batteriekasten rechts habe. Wo ich mit dem Filter bei meiner gerade im Aufbau befindlichen Prestige mit DX5- Maschine hin soll, weiss ich noch nicht.
Viele Grüße
Sebastian
bei meiner 59er ist es eindeutig so wie auf dem ersten Bild, also Sassen/Hoch bis 67. Die 66er ID hatte das gleiche Profil, nur nicht durchgehend, sondern je Seite ca 5 Stückchen von etwa 4cm Länge in einigermassen gleichmässigem Abstand angebracht. Ob das original oder Resteverwertung war, weiss ich nicht, habe es jedenfalls durch die durchgehende Leiste von einem Paar Ersatzkotflügeln ersetzt. Was die Querdichtung an der Spritzwand angeht, gibt es auch da noch einen Unterschied: Einige Autos haben eine zusätzliche Dichtung in der Haube, andere nicht. Vielleicht ein ID/DS-Unterschied?
Das Kühlen der Hydraulikflüssigkeit (LHS, nicht LHM) halte ich für keine so gute ID. Die warme Flüssigkeit ist deutlich dünnflüssiger, was sich bei meinem Auto dadurch bemerkbar macht, dass bei kaltem Motor die Schaltvorgange deutlich zäher ablaufen. Deshalb wird in der Repanl. auch vorgeschrieben, die Einstellung bei betriebswarmer Mechanik vorzunehmen. (Wenn man die Schaltung kalt einstellt, kriegt man natürlich ein Problem, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist) Die Kühlung würde das Erreichen der Betriebstemperatur nur verzögern, wodurch wenig gewonnen wäre. Die Kiemen waren nach meiner Kenntnis der Legende zwar tatsächlich in erster Linie ein Versuch, das LHS zu kühlen, aber das war nur bei der frühen Rezeptur notwendig, die in heissem Zustand die Dichtungen angriff. Seit LHS2 gibt es dieses Problem nicht mehr und so liess die Evolution bei der DS als letzter landlebender Spezies auch die Kiemen verschwinden (Axolotl roadkill).
Viele Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS