Kopfdichtung?

Diskussionen rund um's Thema...
Jörg

Kopfdichtung?

Beitrag von Jörg »

Moin.
Ich habe vorhin bei meinem D Super mal den Ölstand kontrolliert. Dabei fiel mir in der Kappe vom Einfüllstutzen eine schlammige Ablagerung auf. Im Kühlerdeckel ebenso.
Was meinen die Fachleute dazu. Kopfdichtung?

Herbstlichen Gruß aus Stemwede, Jörg.
Martin

Re: Kopfdichtung?

Beitrag von Martin »

Nö, keine Sorge.
Du fährst nur zu viel Kurzstrecke und/oder gibst nicht genug Gas!
Immer schön heizend grüßt
Martin
Peter Höppener

Re: Kopfdichtung?

Beitrag von Peter Höppener »

Hallo Jörg,

im Gegensatz zu Martin teile ich Deinen Verdacht bezüglich defekter Kopfdichtung. Insbesondere der Schlamm im Kühlkreislauf würde mir zu denken geben.
Trotzdem muß die Dichtung nicht zwingend defekt sein.
Beim Hydraulikseminar in Köln habe ich ebenfalls bei meiner Super5 mit Götz einen schaumigen Brei im Kühler festgestellt.
Hatte aber die Hoffnung, dass es sich um Rückstände einer "Calgon-Kühlkreislaufreinigung" handelte.
Ich habe durch Spülen des Kühlkreislaufs feststellen können, dass meine Dichtung o.k. ist.

Zum Spülen die Ablaßschraube am Block links oberhalb vom Anlasser mittels 21' er Nuß öffnen.
Gleichzeitig Ablaßhahn unten am Kühler öffnen.
Bei laufendem Motor und eingeschalteter Heizung habe ich ca. 10 min über den Kühlerdeckel mittels Schlauch Wasser durch die Anlage gespült.
Anschließend bin ich ein paar Tage nur mit Wasser gefahren.
Nachdem sich weder neuer Schaum bzw. Schlamm zeigte habe ich etwas Wasser abgelassen und wieder die empfohlene Frostschutzmenge beigefüllt.
Seitdem ist das Kühlwasser sauber geblieben.

Wenn sich aber neuer Schlamm bildet ist die Kopfdichtung defekt.

Frage: Wie sieht das Öl am Peilstab aus?
Wenn Du auch dort eine Emulsion oder kleine weiß-braune Tröpfchen im Öl erkennen kannst, dann ist die Frage nach dem Zustand der Kopfdichtung auch schon geklärt - leider -.

Ich hoffe Du kannst mit meinen Erfahrungen etwas anfangen.

Gruß

Peter
Jörg

Re: Kopfdichtung?

Beitrag von Jörg »

Das Öl am Peilstab sieht auf den ersten Blick noch gut aus.
Werde die Sache mal weiter beobachten.

Jörg.
Hans-Uwe Fischer

Re: Kopfdichtung?

Beitrag von Hans-Uwe Fischer »

Hallo Jörg,

es muss nicht die Kopfdichtung sein. Grundsätzlich gelangt sehr viel Wasser (Ansaugluft) und unverbranntes Benzin in den Motor, bzw. wird mit dem Öl vermengt (Emulsion). Deswegen ist es sehr wichtig, den Motor auch mal längere Zeit auf Betriebstemperatur zu halten. ( Martin nennt diesen Vorgang "heizen" ). Dabei werden dann ab ca. 90 °C Öltemperatur die Nichtölflüssigkeiten verdampft. Deswegen auch die Ölentlüftung gut freihalten ( siehe älteren Beitrag ).
Übrigens: Diese Situation kann man gut am Ölmeßstab ablesen; also leichte Zunahme des Öls.

Auf gute Entschlammung

Hans-Uwe Fischer
Götz Bollmann

Re: Kopfdichtung?

Beitrag von Götz Bollmann »

Hallo Peter,

freut mich, dass Deine Kopfdichtung nicht im Eimer ist. Hast Du denn Deine Überhitzungsprobleme auch nicht mehr?

Übrigens habe auch sehr gute Erfahrung mit dest. Wasser und viel (F)rostschutz gemacht. (siehe anderer Beitrag im Forum) Allerdings sollte das Mischungsverhältnis nicht über 1:1 liegen. Also max. soviel Glycol wie Wasser. Dann wird z. Bsp. die Wasserpumpe gut geschmiert, nichts rostet, alles wird optimal gekühlt, das Gemisch hat eine gute Viskosität, der Siedepunkt ist schön hoch (bei etwa 107°) etc.

Mit immer kühlem Kopf grüßt

Götz (der Besserwisser)
Peter Höppener

Re: Kopfdichtung?

Beitrag von Peter Höppener »

Hallo Götz,

danke für den Tip mit der Kühlwassermixtur.
Ich werde diese ausprobieren.
Die Frage nach den Temperaturproblemen meiner Göttin werde ich wohl erst nächstes Jahr beantworten können. Sie traten erst bei Geschwindgkeiten über 130 und Aussentemperaturen deutlich über 20°C auf.

Ohne Schaum im Kühler grüßt

Peter
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