Chassis-Farbe

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Hybried
Beiträge: 253
Registriert: Mi 13. Jun 2007, 21:28

Chassis-Farbe

Beitrag von Hybried »

Hallo hat jemand eine Farbnummer vom Chassis.
A - B- C Säulen sind Schwarz aber welcher Farbton sind zB. die hinteren Radkästen oder die Längsträger im Motorraum.
Dunkelgrau ? Dunkel?

Merci
sebastianklaus
Beiträge: 1288
Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von sebastianklaus »

Hallo Hybried,
so einfach geht das leider nicht. Die Kombis waren z.B. eine zeitlang grau, bei den Limousinen hat sich auch die Farbe mehrfach geaendert.
Du muesstest schon ganz genau sagen, was fuer ein Chassis Du hast.

Ich habe mein 67´er Limousinenchassis gerade komplett in einer tiefschwarzen (Grundton Schwarz), seidenmatten Chassislackfarbe lackieren lassen. Das ist wohl auch "original"
Viele Gruesse
Sebastian
Hybried
Beiträge: 253
Registriert: Mi 13. Jun 2007, 21:28

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von Hybried »

Nu denn.

1974 DS 23 Pallas Limosine Exportmodell ( Spanien )

Unterboden , Längsträger, Radkästen uvm in Grau?

tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von tomsail »

hallo hybried,

habe selbst grad eine 74er in bearbeitung (siehe link unten).
farbaufbau ist bei meiner (und dem schlachtchassis) folgender:
-grundierung: gelbbeige
-unterboden und radhäuser: steinschlagschutz dunkelgrau (zumindest in den radhäusern überlackiert
-chassis: alles schwarz! war wohl mal alles glänzend
-im innenraumbereich nur grundiert
-hohlräume waren bis auf die kleinen zwischen hinterer federzylinderaufnahme und kofferraumseitenwand und dem schalldämpfdermulde/sitzkonsole alle grundiert. was, wie in den damaligen werbeaussagen versprochen, für eine tauchbadgrundierung spricht. die erwähnten hohlräume hatten schlichtweg keine zu/ablaufmöglichkeit.

mein lackaufbau: aller unterbodenschutz weg, chassis aussen blank und ggf gestrahlt. gestrahlte stellen: POR15 schwarz, dann POR15 tie-coat, dann 2K-epoxidgrundierung, dann 2k-einschicht-acryllack, tiefschwarz. die hohlräume werden gestrahlt, mit POR15 behandelt, grundiert und nach verschweissen nochmals mittels hohlraumsonde mit verdünnter 2k-epoxidgrundierung versiegelt. danach sorgfältige mike-sanders behandlung.

unterbodenschutz kommt mir nicht ans auto.

sorry, jetzt bin ich ausgeschweift, du wolltest ja nur die lackfarbe wissen....ich bin halt seit dezember nur am chassis-strahlen-schweissen-versiegeln. das 74er blech ist so liederlich, dass man das gestrahlt keine 24h stehen lassen kann...da ist der rost mit eingebaut. mein 72er triumph war da wesentlich besser!!

(wie war das noch mit der 24K€ restauration? ..ich hab nun schon ca. 450h am auto gearbeitet, es ist nicht meine erste restauration und bin mit dem chassis noch nicht fertig.... und ich arbeite nur halb so penibel wie der stefan sikeler. wenn ein profi 3mal so schnell ist, wären -ohne material- bei einem stundensatz von 70€ nun schon 10K€ weg!! wie gesagt: nur arbeit -ohne material- und ohne technik und karosse!! naja, es war aber auch keine "rostfreie südfrankreich-basis" viele haben schon bessere verschrottet!)

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scardale
Beiträge: 1376
Registriert: Sa 14. Okt 2006, 23:41

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von scardale »

Hallo,
und Danke für das Kompliment. Dafür muß ich vermutlich meine Vorhersage korrigieren und die Restauration anstatt in 2 in 4 Jahren durchziehen. Ich komm immer mehr in Gewissenskonflikte weil ich an Haus, Hof und Familie zu viele Abstriche mache. Ich denke es ist besser wenn ich weiterhin so arbeite wie es meinem Naturell entspricht und dafür eben mehr Zeit einplane.

Gruß
Stefan

(gestern ein unteres Abschlusstück der Türdichtungshalteleiste eingeschweißthartgelötet)
Hybried
Beiträge: 253
Registriert: Mi 13. Jun 2007, 21:28

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von Hybried »

Was ist schon Zeit das Resultat ist enscheidend.

Ich habe bisher rund 200 Stunden nur am Kofferraum verbracht.
Bin jetzt bis zu dem Tankboden und C-Säulen fertig, macht alles zusammen rund 300 Stunden.
Ich denke das die Schweller und der dopplete Wagenboden im vorderen Fußraum nochmals ca. 150 Stunden in Anspruch nehmen.
Alles in allem dürfte das Chassis ca 600 - 700 Stunden erfordern.
Por 15 und Wundertinkturen schmiere ich nicht drauf gesandstrahlt wird auch nichts weil alles was Rostig ist konsequent ersetzt wird.
Ansonsten kommt da nur Grundierung drauf und zwischen den verschweisten Teilen vor dem Schweissen Zinkspray sowie ordentlich versiegelte Nähte mit Dichtmasse.

Probleme habe ich nur mit den angebotenen Reparaturblechen die sind nahezu alle unbrauchbar entweder von der Masshaltigkeit oder oftmals auch von der Dicke.
Ich habe vor nach etwa 3 Jahren das Chassis fertig zu haben Mike Sanders und Wachs werde ich auch verwenden.
Die Blechqualität finde ich ausreichend ich habe hier Stellen vor über 1 Jahr blank gemacht die sind es heute noch.
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von tomsail »

hallo hybried,

ja, mit der zeit hast du schon recht. ich wollte mein chassis im mai lackieren... das war dann wohl auch nix :-)

bei der versiegelung stimme ich mit dir überein.

leider hab ich kein spanien-auto, sondern das was andere wegwerfen würden und so ist fast überall flugrost drauf. da kann man nimmer ersetzten, da muss man strahlen oder mit phosphorsäure dran. letztere ist tödlich wenn sie in falze gerät, drum bleibt nur das strahlen.

zur 74er blechqualität:
http://www.thomaszink.de/ds20/ds2090.html

wundert mich, dass das bei dir so gut ist!

die reparaturbleche sind für mich OK. bei den einfachen geometrien geht nacharbeiten sehr gut. das preis/leistungsverhältnis stimmt auch. bei der blechstärke ist es reichlich egal, ob man ein 1.5mm oder ein 1.2mm blech verbaut. schon in den ersten vorlesungen der festigkeitslehre lernt man: es kommt bei einem hohlprofil nur auf den umschlossenen querschnitt an, nicht auf die wandstärke.
bei der DS sieht man das ziemlich krass. die seitenwände der schweller sind im vergleich zum boden papierdünn. die immense wandstärke war wohl auch "verschleisstechnisch" gedacht. ein 1.5er blech rostet nunmal weniger schnell durch als ein 0.8er. im klassischen stahlbau rechnet man sogar mit "wandstärkenabbau pro jahr" und dimensioniert -je nach gebrauchsdauer- das teil entsprechend.

rostkampfgrüße
thomas

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scardale
Beiträge: 1376
Registriert: Sa 14. Okt 2006, 23:41

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von scardale »

Hallo Thomas,
ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass es tödlich ist wenn Phosphorsäure in einen Falz gerät. Was soll passieren? Meine Erfahrung ist, dass Phosphorsäure, welche nicht abgewaschen wird, nach einigen Tagen zu einer weißen, wie verkalkt wirkenden Kruste wird. Diese Kruste ist nur mechanisch, sprich mit Drahtbürste zu entfernen. Und im Falz? Rostfördernd kann es meiner Meinung nach nicht sein. Phosphorsäurebehandlung gibts bei jedem Neufahrzeug um Zuge der Phospahtierung im Rohbau. Natürlich wird danach in einem Reinigungsbad der Rest wieder abgewaschen. Also ich kann nicht bestätigen dass verbliebene Säure, welche aushärtet, ein Problem darstellt. Bin natürlich an anderen Erfahrungen stets interessiert.

Gruß
Stefan Sikeler
tomsail
Beiträge: 2236
Registriert: Di 4. Sep 2007, 13:45

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von tomsail »

hallo stefan,

wenn keine feuchtigkeit in den falz kommt, dann hast du recht. falls jedoch zur angetrockenden phosphorsäure feuchtigkeit kommt, hast du einen kräftigen zersetzungsprozess.

bei den neuwagen wird das ganze mehrfach gespült und vorallem passiviert. diesen aufwand treibt man nicht umsonst. siehe hier :http://www.aktuelle-wochenschau.de/2006 ... he19b.html
und als film da:
http://www.durr.com/presse/filme/rodip- ... erung.html

grüße
thomas
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Hybried
Beiträge: 253
Registriert: Mi 13. Jun 2007, 21:28

Re: Chassis-Farbe

Beitrag von Hybried »

Wenn die Falze eine Kapillarwirkung hätten würde ich da zustimmen.
Allerdings verwende ich Cream Ex auf Phosphatbasis das ist wie Tapetenkleister
und lässt sich auch auf Horizontalen Flächen anwenden.
Die Bündigkeit der Bleche ist mit der heutigen Technik durchaus vergleichbar und dürfte eher weniger Probleme bereiten.
Da machen mir andere Sachen wie Hohlräume mehr Kopfschmerzen.
Ich habe nun mindestens ca 20 Stunden damit verbracht den vorderen Längsträger aufzupunkten um auch in die Zwischenräume zu gelangen, für beide seiten werden bestimmt 100 Stunden drauf gehen was mein Planung schon wieder beeinflusst.
Die A-Säulen sind dagegen wirklich ein klacks.
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