Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Verfasst: Fr 21. Mär 2008, 11:18
Als bisher stiller Nutzer des Forums und Neumitglied im DS-Club möchte ich
euch meine Erfahrungen mitteilen, und wie ich überhaupt zur DS kam.
Das erste mal wahrgenommen hatte ich die DS als 10-jähriger 1968.
Dieses Auto war einfach anders und fazinierrend. Gleichzeitig hatte sie aber den
Ruf unzuverlässig und teuer im Unterhalt zu sein. Da ich erblich bedingt "2 linke
Hände" und kein technisches Verständnis habe, war mir auch später klar, so
ein Auto kriegst du nie.
Ab 1982 widmete ich meiner anderen Leidenschaft, dem Motorradfahren. 1994
erfüllte ich mir meinen Traum, eine Harley-Davidson Ultra Classic Electra Glide,
mit der ich bis heute 65.000 absolut problemlose KM zurückgelegt habe, noch
nicht mal eine Glühbirne mußte gewechselt werden. Die Jahre gingen dahin, und
ich erfreute mich immer am Anblick wenn eine Göttin an mir vorbei schwebte.
Alles ging gut, bis das ich als sporadischer Auto-Bild Käufer ausgerechnet Heft
26/2005 erwarb. "Die Top 200 der meistverkauften Autos ab 1948, auf Platz 177
die Göttin". Mein Interesse war schlagartig geweckt. Zufall oder Schicksal ein
paar Auto-Bild später der Hinweis auf die Citrorama in Rheinberg. Also auf nach
Rheinberg. Für mich hatte sich die Anreise allein für den mehrfachen Gang über
den Parkplatz gelohnt. Ich erwarb das "Große Citroën Buch", noch am selben
Wochennde entstand meine Traum DS vor Augen. In Noir oder Blue d`Orient,
oder Gris Palladium mit Velours in Blue oder Rouge. Der Virus hatte mich end-
gültig gepackt. Ich besuchte in der folgezeit diverse Oldtimer-Messen/Treffen,
erwarb das" Neue Große Citroën Buch" und 2 Modellautos.
Im März 2007 gönnte ich mir endlich einen Internetanschluß, und war fortan
fast täglich stiller Beobachter der Forums, las die Kaufberatung und nutzte
die umfangreiche Suchfunktion, im nachhinein meinen Dank dafür. Paralell
dazu entwickelte sich der DAX erfreulich,und als er im Juli mal wieder über
8000 Pkt. war, machte ich einen Schnitt, realisierte einige Gewinne, und sagte
mir jetzt oder nie.
Ich begab mich auf die Suche und wurde durch Zufall bei Christian Stöbe in
Borgholzhausen fündig. Er hatte eine unverbastelte D-Super Bj 11/73, Farbe
AC 083 Beige Vanneau (wahrlich nicht meine Traumfarbe) dafür mit Velours
Caramel mit originalen Schonbezügen ( ich mag keine Lederbezüge, und das
originale Kunstleder schon mal garnicht). Am 22.Sep. 2007 konnte ich dann
endlich meine Göttin in Empfang nehmen.
Zu Anfang wurde Sie ihrem Ruf gerecht und war zickig. Im Leerlauf ging der
Motor immer aus, und am 2.Tag hatte ich bereits einen Plattfuß vorne links.
Als durfte ich das Rad wechseln, so intim wollte ich mit Madame garnicht
werden. Nach ca. 3 Wochen lief der Wagen perfekt, er starb nicht mehr ab.
Das Fahren ist ein Traum, die meisten werden es kennen, an sich unbeschreib-
lich, vielleicht wirklich treffend in der letzten Motor-Klassik beschrieben. Am
meisten liebe ich es über Land zu cruisen und evtl. dabei Rockmusik zu hören,
das paßt. Es ist schon etwas tolles was die Herren Lefebvre, Bertoni, Mages
etc. uns da auf die Straße gestellt haben.
Madame stand nie länger als 10 Tage still, ab und zu nahm ich sie mit zur Arbeit
(37 km). Alles lief problemlos bis zum 15. März 2008, bei Km 3306, nach einem
Ampelstoff ging der Motor aus, alles orgeln half nichts, sie wollte nicht mehr.
Meine Fehlersuche beschränkte sich bei meinen Fähigkeiten (s.o.) auf das
öffnen der Motorhaube und Kontrolle der Kabel. Alles schien an seinem Platz.
Also rief ich den ADAC (das 1.mal in 30 Jahren), der gute Mann diagnostizierte
eine defekte Zündspule/Kondensator. Also wurde ein Abschleppwagen geordert,
Madame wurde verladen und ab ging es zu Christian, der sie in Empfang nahm
Am Montag um 1000Uhr lief der Wagen bereits wieder, es war nicht die Zünd-
spule, sondern die Benzinleitung hatte einfach Luft gezogen, auch "Gelbe Engel"
können sich irren. Da der Wagen eine 10-jährige Standzeit hinter sichhat, wurde
nach Rat und Absprache mit Christian doch noch Zündspule und Benzinpumpe
getauscht. Seit gestern läuft Madame wieder.
Für die, die sich auch mit dem Kauf einer DS beschäftigen meine Erfahrung,
die einfachen Modelle reichen vollkommen, ich bin froh keinen Einspritzmotor zu
haben, und eine Halbautomatik brauche ich auch nicht. Das einzige was ich
vermisse ist ein 5.Gang. Ferner sollten sich die finanziellen Möglichkeiten nicht
nur auf den reinen Kaufpreis beschränken, man sollte ruhig ein paar Tsd. Euro
in Reserve behalten. Denn unsere Damen die wir bewegen sind betagt, und be-
nötigen eine gewissen Zuwendung, auch der finanziellen Art, je nach techni-
schen Fähigkeiten des Besitzers
So jetzt habe ich genug erzählt, ist sonst nicht meine Art soviel von mir zu
geben. Ich hoffe, für den einen oder anderen war es von Interesse. Ich
wünsche allen ein problemloses göttliches schweben und schöne Ostertage.
Ach ja, ich komm zum Glück aus Osnabrück und würde deshalb gerne mal an
einem OWL-Treffen teilnehmen.
Gruß Steini
euch meine Erfahrungen mitteilen, und wie ich überhaupt zur DS kam.
Das erste mal wahrgenommen hatte ich die DS als 10-jähriger 1968.
Dieses Auto war einfach anders und fazinierrend. Gleichzeitig hatte sie aber den
Ruf unzuverlässig und teuer im Unterhalt zu sein. Da ich erblich bedingt "2 linke
Hände" und kein technisches Verständnis habe, war mir auch später klar, so
ein Auto kriegst du nie.
Ab 1982 widmete ich meiner anderen Leidenschaft, dem Motorradfahren. 1994
erfüllte ich mir meinen Traum, eine Harley-Davidson Ultra Classic Electra Glide,
mit der ich bis heute 65.000 absolut problemlose KM zurückgelegt habe, noch
nicht mal eine Glühbirne mußte gewechselt werden. Die Jahre gingen dahin, und
ich erfreute mich immer am Anblick wenn eine Göttin an mir vorbei schwebte.
Alles ging gut, bis das ich als sporadischer Auto-Bild Käufer ausgerechnet Heft
26/2005 erwarb. "Die Top 200 der meistverkauften Autos ab 1948, auf Platz 177
die Göttin". Mein Interesse war schlagartig geweckt. Zufall oder Schicksal ein
paar Auto-Bild später der Hinweis auf die Citrorama in Rheinberg. Also auf nach
Rheinberg. Für mich hatte sich die Anreise allein für den mehrfachen Gang über
den Parkplatz gelohnt. Ich erwarb das "Große Citroën Buch", noch am selben
Wochennde entstand meine Traum DS vor Augen. In Noir oder Blue d`Orient,
oder Gris Palladium mit Velours in Blue oder Rouge. Der Virus hatte mich end-
gültig gepackt. Ich besuchte in der folgezeit diverse Oldtimer-Messen/Treffen,
erwarb das" Neue Große Citroën Buch" und 2 Modellautos.
Im März 2007 gönnte ich mir endlich einen Internetanschluß, und war fortan
fast täglich stiller Beobachter der Forums, las die Kaufberatung und nutzte
die umfangreiche Suchfunktion, im nachhinein meinen Dank dafür. Paralell
dazu entwickelte sich der DAX erfreulich,und als er im Juli mal wieder über
8000 Pkt. war, machte ich einen Schnitt, realisierte einige Gewinne, und sagte
mir jetzt oder nie.
Ich begab mich auf die Suche und wurde durch Zufall bei Christian Stöbe in
Borgholzhausen fündig. Er hatte eine unverbastelte D-Super Bj 11/73, Farbe
AC 083 Beige Vanneau (wahrlich nicht meine Traumfarbe) dafür mit Velours
Caramel mit originalen Schonbezügen ( ich mag keine Lederbezüge, und das
originale Kunstleder schon mal garnicht). Am 22.Sep. 2007 konnte ich dann
endlich meine Göttin in Empfang nehmen.
Zu Anfang wurde Sie ihrem Ruf gerecht und war zickig. Im Leerlauf ging der
Motor immer aus, und am 2.Tag hatte ich bereits einen Plattfuß vorne links.
Als durfte ich das Rad wechseln, so intim wollte ich mit Madame garnicht
werden. Nach ca. 3 Wochen lief der Wagen perfekt, er starb nicht mehr ab.
Das Fahren ist ein Traum, die meisten werden es kennen, an sich unbeschreib-
lich, vielleicht wirklich treffend in der letzten Motor-Klassik beschrieben. Am
meisten liebe ich es über Land zu cruisen und evtl. dabei Rockmusik zu hören,
das paßt. Es ist schon etwas tolles was die Herren Lefebvre, Bertoni, Mages
etc. uns da auf die Straße gestellt haben.
Madame stand nie länger als 10 Tage still, ab und zu nahm ich sie mit zur Arbeit
(37 km). Alles lief problemlos bis zum 15. März 2008, bei Km 3306, nach einem
Ampelstoff ging der Motor aus, alles orgeln half nichts, sie wollte nicht mehr.
Meine Fehlersuche beschränkte sich bei meinen Fähigkeiten (s.o.) auf das
öffnen der Motorhaube und Kontrolle der Kabel. Alles schien an seinem Platz.
Also rief ich den ADAC (das 1.mal in 30 Jahren), der gute Mann diagnostizierte
eine defekte Zündspule/Kondensator. Also wurde ein Abschleppwagen geordert,
Madame wurde verladen und ab ging es zu Christian, der sie in Empfang nahm
Am Montag um 1000Uhr lief der Wagen bereits wieder, es war nicht die Zünd-
spule, sondern die Benzinleitung hatte einfach Luft gezogen, auch "Gelbe Engel"
können sich irren. Da der Wagen eine 10-jährige Standzeit hinter sichhat, wurde
nach Rat und Absprache mit Christian doch noch Zündspule und Benzinpumpe
getauscht. Seit gestern läuft Madame wieder.
Für die, die sich auch mit dem Kauf einer DS beschäftigen meine Erfahrung,
die einfachen Modelle reichen vollkommen, ich bin froh keinen Einspritzmotor zu
haben, und eine Halbautomatik brauche ich auch nicht. Das einzige was ich
vermisse ist ein 5.Gang. Ferner sollten sich die finanziellen Möglichkeiten nicht
nur auf den reinen Kaufpreis beschränken, man sollte ruhig ein paar Tsd. Euro
in Reserve behalten. Denn unsere Damen die wir bewegen sind betagt, und be-
nötigen eine gewissen Zuwendung, auch der finanziellen Art, je nach techni-
schen Fähigkeiten des Besitzers
So jetzt habe ich genug erzählt, ist sonst nicht meine Art soviel von mir zu
geben. Ich hoffe, für den einen oder anderen war es von Interesse. Ich
wünsche allen ein problemloses göttliches schweben und schöne Ostertage.
Ach ja, ich komm zum Glück aus Osnabrück und würde deshalb gerne mal an
einem OWL-Treffen teilnehmen.
Gruß Steini