Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Als bisher stiller Nutzer des Forums und Neumitglied im DS-Club möchte ich
euch meine Erfahrungen mitteilen, und wie ich überhaupt zur DS kam.
Das erste mal wahrgenommen hatte ich die DS als 10-jähriger 1968.
Dieses Auto war einfach anders und fazinierrend. Gleichzeitig hatte sie aber den
Ruf unzuverlässig und teuer im Unterhalt zu sein. Da ich erblich bedingt "2 linke
Hände" und kein technisches Verständnis habe, war mir auch später klar, so
ein Auto kriegst du nie.
Ab 1982 widmete ich meiner anderen Leidenschaft, dem Motorradfahren. 1994
erfüllte ich mir meinen Traum, eine Harley-Davidson Ultra Classic Electra Glide,
mit der ich bis heute 65.000 absolut problemlose KM zurückgelegt habe, noch
nicht mal eine Glühbirne mußte gewechselt werden. Die Jahre gingen dahin, und
ich erfreute mich immer am Anblick wenn eine Göttin an mir vorbei schwebte.
Alles ging gut, bis das ich als sporadischer Auto-Bild Käufer ausgerechnet Heft
26/2005 erwarb. "Die Top 200 der meistverkauften Autos ab 1948, auf Platz 177
die Göttin". Mein Interesse war schlagartig geweckt. Zufall oder Schicksal ein
paar Auto-Bild später der Hinweis auf die Citrorama in Rheinberg. Also auf nach
Rheinberg. Für mich hatte sich die Anreise allein für den mehrfachen Gang über
den Parkplatz gelohnt. Ich erwarb das "Große Citroën Buch", noch am selben
Wochennde entstand meine Traum DS vor Augen. In Noir oder Blue d`Orient,
oder Gris Palladium mit Velours in Blue oder Rouge. Der Virus hatte mich end-
gültig gepackt. Ich besuchte in der folgezeit diverse Oldtimer-Messen/Treffen,
erwarb das" Neue Große Citroën Buch" und 2 Modellautos.
Im März 2007 gönnte ich mir endlich einen Internetanschluß, und war fortan
fast täglich stiller Beobachter der Forums, las die Kaufberatung und nutzte
die umfangreiche Suchfunktion, im nachhinein meinen Dank dafür. Paralell
dazu entwickelte sich der DAX erfreulich,und als er im Juli mal wieder über
8000 Pkt. war, machte ich einen Schnitt, realisierte einige Gewinne, und sagte
mir jetzt oder nie.
Ich begab mich auf die Suche und wurde durch Zufall bei Christian Stöbe in
Borgholzhausen fündig. Er hatte eine unverbastelte D-Super Bj 11/73, Farbe
AC 083 Beige Vanneau (wahrlich nicht meine Traumfarbe) dafür mit Velours
Caramel mit originalen Schonbezügen ( ich mag keine Lederbezüge, und das
originale Kunstleder schon mal garnicht). Am 22.Sep. 2007 konnte ich dann
endlich meine Göttin in Empfang nehmen.
Zu Anfang wurde Sie ihrem Ruf gerecht und war zickig. Im Leerlauf ging der
Motor immer aus, und am 2.Tag hatte ich bereits einen Plattfuß vorne links.
Als durfte ich das Rad wechseln, so intim wollte ich mit Madame garnicht
werden. Nach ca. 3 Wochen lief der Wagen perfekt, er starb nicht mehr ab.
Das Fahren ist ein Traum, die meisten werden es kennen, an sich unbeschreib-
lich, vielleicht wirklich treffend in der letzten Motor-Klassik beschrieben. Am
meisten liebe ich es über Land zu cruisen und evtl. dabei Rockmusik zu hören,
das paßt. Es ist schon etwas tolles was die Herren Lefebvre, Bertoni, Mages
etc. uns da auf die Straße gestellt haben.
Madame stand nie länger als 10 Tage still, ab und zu nahm ich sie mit zur Arbeit
(37 km). Alles lief problemlos bis zum 15. März 2008, bei Km 3306, nach einem
Ampelstoff ging der Motor aus, alles orgeln half nichts, sie wollte nicht mehr.
Meine Fehlersuche beschränkte sich bei meinen Fähigkeiten (s.o.) auf das
öffnen der Motorhaube und Kontrolle der Kabel. Alles schien an seinem Platz.
Also rief ich den ADAC (das 1.mal in 30 Jahren), der gute Mann diagnostizierte
eine defekte Zündspule/Kondensator. Also wurde ein Abschleppwagen geordert,
Madame wurde verladen und ab ging es zu Christian, der sie in Empfang nahm
Am Montag um 1000Uhr lief der Wagen bereits wieder, es war nicht die Zünd-
spule, sondern die Benzinleitung hatte einfach Luft gezogen, auch "Gelbe Engel"
können sich irren. Da der Wagen eine 10-jährige Standzeit hinter sichhat, wurde
nach Rat und Absprache mit Christian doch noch Zündspule und Benzinpumpe
getauscht. Seit gestern läuft Madame wieder.
Für die, die sich auch mit dem Kauf einer DS beschäftigen meine Erfahrung,
die einfachen Modelle reichen vollkommen, ich bin froh keinen Einspritzmotor zu
haben, und eine Halbautomatik brauche ich auch nicht. Das einzige was ich
vermisse ist ein 5.Gang. Ferner sollten sich die finanziellen Möglichkeiten nicht
nur auf den reinen Kaufpreis beschränken, man sollte ruhig ein paar Tsd. Euro
in Reserve behalten. Denn unsere Damen die wir bewegen sind betagt, und be-
nötigen eine gewissen Zuwendung, auch der finanziellen Art, je nach techni-
schen Fähigkeiten des Besitzers
So jetzt habe ich genug erzählt, ist sonst nicht meine Art soviel von mir zu
geben. Ich hoffe, für den einen oder anderen war es von Interesse. Ich
wünsche allen ein problemloses göttliches schweben und schöne Ostertage.
Ach ja, ich komm zum Glück aus Osnabrück und würde deshalb gerne mal an
einem OWL-Treffen teilnehmen.
Gruß Steini
euch meine Erfahrungen mitteilen, und wie ich überhaupt zur DS kam.
Das erste mal wahrgenommen hatte ich die DS als 10-jähriger 1968.
Dieses Auto war einfach anders und fazinierrend. Gleichzeitig hatte sie aber den
Ruf unzuverlässig und teuer im Unterhalt zu sein. Da ich erblich bedingt "2 linke
Hände" und kein technisches Verständnis habe, war mir auch später klar, so
ein Auto kriegst du nie.
Ab 1982 widmete ich meiner anderen Leidenschaft, dem Motorradfahren. 1994
erfüllte ich mir meinen Traum, eine Harley-Davidson Ultra Classic Electra Glide,
mit der ich bis heute 65.000 absolut problemlose KM zurückgelegt habe, noch
nicht mal eine Glühbirne mußte gewechselt werden. Die Jahre gingen dahin, und
ich erfreute mich immer am Anblick wenn eine Göttin an mir vorbei schwebte.
Alles ging gut, bis das ich als sporadischer Auto-Bild Käufer ausgerechnet Heft
26/2005 erwarb. "Die Top 200 der meistverkauften Autos ab 1948, auf Platz 177
die Göttin". Mein Interesse war schlagartig geweckt. Zufall oder Schicksal ein
paar Auto-Bild später der Hinweis auf die Citrorama in Rheinberg. Also auf nach
Rheinberg. Für mich hatte sich die Anreise allein für den mehrfachen Gang über
den Parkplatz gelohnt. Ich erwarb das "Große Citroën Buch", noch am selben
Wochennde entstand meine Traum DS vor Augen. In Noir oder Blue d`Orient,
oder Gris Palladium mit Velours in Blue oder Rouge. Der Virus hatte mich end-
gültig gepackt. Ich besuchte in der folgezeit diverse Oldtimer-Messen/Treffen,
erwarb das" Neue Große Citroën Buch" und 2 Modellautos.
Im März 2007 gönnte ich mir endlich einen Internetanschluß, und war fortan
fast täglich stiller Beobachter der Forums, las die Kaufberatung und nutzte
die umfangreiche Suchfunktion, im nachhinein meinen Dank dafür. Paralell
dazu entwickelte sich der DAX erfreulich,und als er im Juli mal wieder über
8000 Pkt. war, machte ich einen Schnitt, realisierte einige Gewinne, und sagte
mir jetzt oder nie.
Ich begab mich auf die Suche und wurde durch Zufall bei Christian Stöbe in
Borgholzhausen fündig. Er hatte eine unverbastelte D-Super Bj 11/73, Farbe
AC 083 Beige Vanneau (wahrlich nicht meine Traumfarbe) dafür mit Velours
Caramel mit originalen Schonbezügen ( ich mag keine Lederbezüge, und das
originale Kunstleder schon mal garnicht). Am 22.Sep. 2007 konnte ich dann
endlich meine Göttin in Empfang nehmen.
Zu Anfang wurde Sie ihrem Ruf gerecht und war zickig. Im Leerlauf ging der
Motor immer aus, und am 2.Tag hatte ich bereits einen Plattfuß vorne links.
Als durfte ich das Rad wechseln, so intim wollte ich mit Madame garnicht
werden. Nach ca. 3 Wochen lief der Wagen perfekt, er starb nicht mehr ab.
Das Fahren ist ein Traum, die meisten werden es kennen, an sich unbeschreib-
lich, vielleicht wirklich treffend in der letzten Motor-Klassik beschrieben. Am
meisten liebe ich es über Land zu cruisen und evtl. dabei Rockmusik zu hören,
das paßt. Es ist schon etwas tolles was die Herren Lefebvre, Bertoni, Mages
etc. uns da auf die Straße gestellt haben.
Madame stand nie länger als 10 Tage still, ab und zu nahm ich sie mit zur Arbeit
(37 km). Alles lief problemlos bis zum 15. März 2008, bei Km 3306, nach einem
Ampelstoff ging der Motor aus, alles orgeln half nichts, sie wollte nicht mehr.
Meine Fehlersuche beschränkte sich bei meinen Fähigkeiten (s.o.) auf das
öffnen der Motorhaube und Kontrolle der Kabel. Alles schien an seinem Platz.
Also rief ich den ADAC (das 1.mal in 30 Jahren), der gute Mann diagnostizierte
eine defekte Zündspule/Kondensator. Also wurde ein Abschleppwagen geordert,
Madame wurde verladen und ab ging es zu Christian, der sie in Empfang nahm
Am Montag um 1000Uhr lief der Wagen bereits wieder, es war nicht die Zünd-
spule, sondern die Benzinleitung hatte einfach Luft gezogen, auch "Gelbe Engel"
können sich irren. Da der Wagen eine 10-jährige Standzeit hinter sichhat, wurde
nach Rat und Absprache mit Christian doch noch Zündspule und Benzinpumpe
getauscht. Seit gestern läuft Madame wieder.
Für die, die sich auch mit dem Kauf einer DS beschäftigen meine Erfahrung,
die einfachen Modelle reichen vollkommen, ich bin froh keinen Einspritzmotor zu
haben, und eine Halbautomatik brauche ich auch nicht. Das einzige was ich
vermisse ist ein 5.Gang. Ferner sollten sich die finanziellen Möglichkeiten nicht
nur auf den reinen Kaufpreis beschränken, man sollte ruhig ein paar Tsd. Euro
in Reserve behalten. Denn unsere Damen die wir bewegen sind betagt, und be-
nötigen eine gewissen Zuwendung, auch der finanziellen Art, je nach techni-
schen Fähigkeiten des Besitzers
So jetzt habe ich genug erzählt, ist sonst nicht meine Art soviel von mir zu
geben. Ich hoffe, für den einen oder anderen war es von Interesse. Ich
wünsche allen ein problemloses göttliches schweben und schöne Ostertage.
Ach ja, ich komm zum Glück aus Osnabrück und würde deshalb gerne mal an
einem OWL-Treffen teilnehmen.
Gruß Steini
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Hallo Steini,
willkommen im Forum und in unserer OWL-DS-Runde.
Habe deinen Text gerne gelesen, die Ostertage sind ja
auch sooo lang
Ich komme übrigens aus Bielefeld und meine DS ist gerade
bei Christian zur Schweller-Restauration. Bestimmt hast du
sie bei ihm zerlegt stehen sehen. Deine DS hatte Christian
mir auch schon mal gezeigt, als er sie gerade geholt hatte.
Unser nächstes DS-Treffen wird wohl im April oder Mai stattfinden,
einen genauen Termin haben wir aber noch nicht geplant.
Ich möchte natürlich auch erst mal meine DS wieder fahrfähig
haben.
Viele Grüße,
Michael
willkommen im Forum und in unserer OWL-DS-Runde.
Habe deinen Text gerne gelesen, die Ostertage sind ja
auch sooo lang
Ich komme übrigens aus Bielefeld und meine DS ist gerade
bei Christian zur Schweller-Restauration. Bestimmt hast du
sie bei ihm zerlegt stehen sehen. Deine DS hatte Christian
mir auch schon mal gezeigt, als er sie gerade geholt hatte.
Unser nächstes DS-Treffen wird wohl im April oder Mai stattfinden,
einen genauen Termin haben wir aber noch nicht geplant.
Ich möchte natürlich auch erst mal meine DS wieder fahrfähig
haben.
Viele Grüße,
Michael
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DS 21 Pallas 1968 Gris Palladium Leder natur
DS 21 Pallas 1968 Gris Palladium Leder natur
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
ein sehr angenehmes halbes erstes Jahr,
wenn ich da so an meines denke
Hab Deine DS ja auch schon bei Christian
gesehen und muss auch sagen, wirklich toll,
auch die Farbe!
wenn ich da so an meines denke
Hab Deine DS ja auch schon bei Christian
gesehen und muss auch sagen, wirklich toll,
auch die Farbe!
___________________________________________________________
DailyDriver DSuper5 mit Baguette-Krümeln in sämtlichen Sitzritzen
DailyDriver DSuper5 mit Baguette-Krümeln in sämtlichen Sitzritzen
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Ein sehr schöner Bericht, der mir gut gefallen hat. Auch ich beschäftige mich seit meinem zehnten Lebensjahr mit den D-Modellen und konnte mir mit meiner Lebensgefährtin den Traum erfüllen.
Wir haben uns auch für eine ID entschieden, die mir irgendwie sympathischer ist als die DS und gerade wegen ihrer geringeren Ausstattung (weniger Chrom, dafür mehr Kunststoff; z.B. Blinkerhörner, z.T. keine Zierleisten) mir auch moderner erscheint. Für einen Nicht-Spezialisten (zu dieser Gruppe gehöre auch ich) auf jeden Fall die bessere Wahl.
So ein Auto braucht aber sicher immer Zeit und Geld, ja. Auch wir mussten nach dem Kauf erst einmal 'reinstecken; geringe Schweißarbeiten ("die Substanz ist wirklich gut", sagte der Meister und wir waren doch ganz schön erleichtert), aber - da haben wir beim Kauf nicht vollständig geguckt - ein maroder Kabelaum. Damit wollte ich als Nicht-Spezialist nicht gerade anfangen.
Jetzt ist unsere ID erst einmal o.k. für den Alltag, wird sich beizeiten über neue Sitzbezüge (hat jemand originale rote günstig?) freuen und vielleicht auch mal über einen neuen Lack, da der jetzige dunkelblaue zwar recht hübsch mit dem cremefarbenen Dach, aber leider nicht original ist.
Im Alltag bin ich von VW Golf auf einen sehr gut erhaltenen Citroën BX umgestiegen und gleite zuverlässig-sparsam im charmanten 1980er Jahre Look durch die Gegend, wenn ich nicht lieber Fahrrad, Straßenbahn oder doch mal ID fahre.
An der Stelle herzlichen Dank für die vielen guten Beiträge, Inhalte und Tipsauf der Website und im Forum.
Gabriel
Wir haben uns auch für eine ID entschieden, die mir irgendwie sympathischer ist als die DS und gerade wegen ihrer geringeren Ausstattung (weniger Chrom, dafür mehr Kunststoff; z.B. Blinkerhörner, z.T. keine Zierleisten) mir auch moderner erscheint. Für einen Nicht-Spezialisten (zu dieser Gruppe gehöre auch ich) auf jeden Fall die bessere Wahl.
So ein Auto braucht aber sicher immer Zeit und Geld, ja. Auch wir mussten nach dem Kauf erst einmal 'reinstecken; geringe Schweißarbeiten ("die Substanz ist wirklich gut", sagte der Meister und wir waren doch ganz schön erleichtert), aber - da haben wir beim Kauf nicht vollständig geguckt - ein maroder Kabelaum. Damit wollte ich als Nicht-Spezialist nicht gerade anfangen.
Jetzt ist unsere ID erst einmal o.k. für den Alltag, wird sich beizeiten über neue Sitzbezüge (hat jemand originale rote günstig?) freuen und vielleicht auch mal über einen neuen Lack, da der jetzige dunkelblaue zwar recht hübsch mit dem cremefarbenen Dach, aber leider nicht original ist.
Im Alltag bin ich von VW Golf auf einen sehr gut erhaltenen Citroën BX umgestiegen und gleite zuverlässig-sparsam im charmanten 1980er Jahre Look durch die Gegend, wenn ich nicht lieber Fahrrad, Straßenbahn oder doch mal ID fahre.
An der Stelle herzlichen Dank für die vielen guten Beiträge, Inhalte und Tipsauf der Website und im Forum.
Gabriel
Gabriel
ID 20, EZ 10/1968, blanc albâtre
-
Andreas B. Verified
- Beiträge: 344
- Registriert: Do 2. Nov 2006, 19:11
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Idee_20 schrieb:
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> Wir haben uns auch für eine ID entschieden, die
> mir irgendwie sympathischer ist als die DS und
> gerade wegen ihrer geringeren Ausstattung (weniger
> Chrom, dafür mehr Kunststoff; z.B. Blinkerhörner,
> z.T. keine Zierleisten) mir auch moderner
> erscheint.
Hallo Gabriel,
diese Qualitäten schätze ich an den IDen auch sehr, sie haben so eine Leichtigkeit, besonders die frühen Fahrzeuge, es ist ähnlich wie bei Ami 6 und GS: ein Schuss Billigkeit tut dem Design doch sehr gut.
Gruss
Andreas
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> Wir haben uns auch für eine ID entschieden, die
> mir irgendwie sympathischer ist als die DS und
> gerade wegen ihrer geringeren Ausstattung (weniger
> Chrom, dafür mehr Kunststoff; z.B. Blinkerhörner,
> z.T. keine Zierleisten) mir auch moderner
> erscheint.
Hallo Gabriel,
diese Qualitäten schätze ich an den IDen auch sehr, sie haben so eine Leichtigkeit, besonders die frühen Fahrzeuge, es ist ähnlich wie bei Ami 6 und GS: ein Schuss Billigkeit tut dem Design doch sehr gut.
Gruss
Andreas
'65 ID 19, '75 Ami 8 Service
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Jetzt muß ich aber doch mal eine Lanze für die DS brechen 
Auch wir haben uns im August 2007 einen Göttin "geschenkt" und für uns war immer klar, daß es eine DS21 Pallas mit neuer Front sein muß.
Dabei standen die äußeren Gründe im Vordergrund und die technischen Inhalte waren erst einmal zweitrangig. Im Mai fanden wir die Dame dann sehr verführerisch in einer Seitenstraße: genau DIE Farbe, genau DAS Alter, Pallas und die richtige Motorisierung. Mann, es war als hätten wir das Auto im Prospekt geordert! Und technisch ist die Göttin auch auf der Höhe. Schlüssel in Empfang nehmen, reinsetzen und den Sommer genießen. Für uns als totale D-Neulinge war/ist es immer noch unglaublich. Natürlich weiß man ja, daß das Auto über 30 Jahre alt ist und diese Fahrzeuge auch mal was haben können. Im Forum laß ich dann von diesen und jenen Dingen und stellte mich auf entsprechende Arbeiten bei unserer Madame ein. Aber tatsächlich gibt es außer einer Initial-Inspektion (zum Glück) nichts zu tun. Es ist einfach nur ein Traum!
Zur einleitenden Frage ID oder DS sage ich es mit dem schönen rheinischen Spruch: Jeder Jeck is anders und jeder nach seinem Geschmack!
Viel Spaß beim Schweben,
lunte02
Auch wir haben uns im August 2007 einen Göttin "geschenkt" und für uns war immer klar, daß es eine DS21 Pallas mit neuer Front sein muß.
Dabei standen die äußeren Gründe im Vordergrund und die technischen Inhalte waren erst einmal zweitrangig. Im Mai fanden wir die Dame dann sehr verführerisch in einer Seitenstraße: genau DIE Farbe, genau DAS Alter, Pallas und die richtige Motorisierung. Mann, es war als hätten wir das Auto im Prospekt geordert! Und technisch ist die Göttin auch auf der Höhe. Schlüssel in Empfang nehmen, reinsetzen und den Sommer genießen. Für uns als totale D-Neulinge war/ist es immer noch unglaublich. Natürlich weiß man ja, daß das Auto über 30 Jahre alt ist und diese Fahrzeuge auch mal was haben können. Im Forum laß ich dann von diesen und jenen Dingen und stellte mich auf entsprechende Arbeiten bei unserer Madame ein. Aber tatsächlich gibt es außer einer Initial-Inspektion (zum Glück) nichts zu tun. Es ist einfach nur ein Traum!
Zur einleitenden Frage ID oder DS sage ich es mit dem schönen rheinischen Spruch: Jeder Jeck is anders und jeder nach seinem Geschmack!
Viel Spaß beim Schweben,
lunte02
70er DS21 i.e. Pallas, bleue platiné, 5 Gang-Handschaltung
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
hallo alle,
ja dann will ich auch mal über mein erstes halbes jahr DS berichten:
nach der vollrestauration eines kleinen englischen roadsters und ausgiebeigen reisen durch europa damit , stand fest, dass nun auch ein technisch anspruchsvoller Citroën ins haus soll.
hydropneumatische erfahrung konnte ich schon als kind im GS und später fahrend und schraubend im BX und xantia sammeln.
nun sollte es ein großer klassiker werden. der CX stand zur debatte. ein tolles, rostfreies serie 1 exemplar mit knapp 100tkm fand sich. jedoch behagten mir die unterhalstkosten der nächsten jahre nicht (1985er 25i automatik) und meiner besseren hälfte silbernes auto mit mausgrauer innenausstattung.
zufällig sahen wir beim oldtimer-händler im ort eine ID19…so was wärs doch
Aber wenn, dann eine DS mit HA und i.e. es sollte schon das ganze programm sein.
nach eingehendem einlesen in die modellpalette, nächtelangem forum-durchstöbern, stand dann fest: eine DS ohne einspritzung wird wohl wesentlich verbrauchsgünstiger und kostengünstiger im unterhalt sein. (z.b. annahme: 4x einspritzventil neu ;-( )
ein restauriertes auto kam nicht in frage, eine „3er-mittelpreisgrotte“ auch nicht.
also war geplant langsam nach einer restaurationsbasis zu suchen. mitte dieses jahres war das ziel.
ganz kurzfristig dann tauchte in ravensburg eine 74er DS20 auf. das fahrzeug wurde mitte der 80er aus frankreich importiert, 89 dann stillgelegt. 117tkm wurden angenommen. der motor lief, die hydraulik nicht, das auto war durch fast 20 jahre stehen im freien praktisch schrottreif. so wechselte das auto zum realen zustand 5-preis den besitzer und war mein.
zwischenzeitlich wurde in der werkstatt platz geschaffen, ein neues schweissgerät und kompressor angeschafft und mit dem zerlegen begonnen. mittlerweile ist das chassis völlig nackt und die blecharbeiten recht fortgeschritten. die immerwieder als „sterbegrund“ angesehenen rostschäden an den hinterachskästen sind zwar recht aufwändig, aber mit zusätzlichen verstärkungen und nicht zu voreiligem ausbau der hinterachse durchaus machbar.
bilder zur ganzen aktion gibt’s unten im link…. mal sehen was das nächste halbe jahr so bringen wird.
grüße
thomas
ja dann will ich auch mal über mein erstes halbes jahr DS berichten:
nach der vollrestauration eines kleinen englischen roadsters und ausgiebeigen reisen durch europa damit , stand fest, dass nun auch ein technisch anspruchsvoller Citroën ins haus soll.
hydropneumatische erfahrung konnte ich schon als kind im GS und später fahrend und schraubend im BX und xantia sammeln.
nun sollte es ein großer klassiker werden. der CX stand zur debatte. ein tolles, rostfreies serie 1 exemplar mit knapp 100tkm fand sich. jedoch behagten mir die unterhalstkosten der nächsten jahre nicht (1985er 25i automatik) und meiner besseren hälfte silbernes auto mit mausgrauer innenausstattung.
zufällig sahen wir beim oldtimer-händler im ort eine ID19…so was wärs doch
Aber wenn, dann eine DS mit HA und i.e. es sollte schon das ganze programm sein.
nach eingehendem einlesen in die modellpalette, nächtelangem forum-durchstöbern, stand dann fest: eine DS ohne einspritzung wird wohl wesentlich verbrauchsgünstiger und kostengünstiger im unterhalt sein. (z.b. annahme: 4x einspritzventil neu ;-( )
ein restauriertes auto kam nicht in frage, eine „3er-mittelpreisgrotte“ auch nicht.
also war geplant langsam nach einer restaurationsbasis zu suchen. mitte dieses jahres war das ziel.
ganz kurzfristig dann tauchte in ravensburg eine 74er DS20 auf. das fahrzeug wurde mitte der 80er aus frankreich importiert, 89 dann stillgelegt. 117tkm wurden angenommen. der motor lief, die hydraulik nicht, das auto war durch fast 20 jahre stehen im freien praktisch schrottreif. so wechselte das auto zum realen zustand 5-preis den besitzer und war mein.
zwischenzeitlich wurde in der werkstatt platz geschaffen, ein neues schweissgerät und kompressor angeschafft und mit dem zerlegen begonnen. mittlerweile ist das chassis völlig nackt und die blecharbeiten recht fortgeschritten. die immerwieder als „sterbegrund“ angesehenen rostschäden an den hinterachskästen sind zwar recht aufwändig, aber mit zusätzlichen verstärkungen und nicht zu voreiligem ausbau der hinterachse durchaus machbar.
bilder zur ganzen aktion gibt’s unten im link…. mal sehen was das nächste halbe jahr so bringen wird.
grüße
thomas
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Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Als Wahlrheinländer kann ich das Zitat von "Lunte02" nur bestätigen.
Wie schön, dass Citroën mit den D Modellen für jeden Geschmack etwas geliefert hat.
Herzliche Grüße
Gabriel
Wie schön, dass Citroën mit den D Modellen für jeden Geschmack etwas geliefert hat.
Herzliche Grüße
Gabriel
Gabriel
ID 20, EZ 10/1968, blanc albâtre
Re: Mein ersten halbes Jahr mit der Göttin
Hallo auch,
fahre zwar auch noch nicht lange DS, dafür aber relativ viel. Zusätzlich zu meiner Ente wollte ich etwas mehr Luxus für Langstrecke, deswegen kam nur eine DS mit Leder in Frage, es wurde dann sogar eine Pallas. In den vergangenen 2,5 Jahren sind wir 50000km gefahren und haben es genossen.
Ein Freund hat sich vor dem Inbetriebnehmen blechmäßig sauber überholt und die Technik geprüft, aber ich will nicht verschweigen, daß es auch altersbedingte Ausfälle gab. Liegen geblieben bin ich wegen einem porösen Benzinschlauch und noch einmal wegen einem auslaufenden Bremsdruckspeicher. Lenkung und Pumpe waren auch mal inkontinent und wurden ersetzt, hinderten aber nicht an der Weiterfahrt. Ein paar kleinere Sachen gab es auch noch, man sollte selber willig und in der Lage sein, mal Hand anzulegen oder einen Willigen kennen. Ich will sie nicht mehr hergeben.
Ciao
Eric
fahre zwar auch noch nicht lange DS, dafür aber relativ viel. Zusätzlich zu meiner Ente wollte ich etwas mehr Luxus für Langstrecke, deswegen kam nur eine DS mit Leder in Frage, es wurde dann sogar eine Pallas. In den vergangenen 2,5 Jahren sind wir 50000km gefahren und haben es genossen.
Ein Freund hat sich vor dem Inbetriebnehmen blechmäßig sauber überholt und die Technik geprüft, aber ich will nicht verschweigen, daß es auch altersbedingte Ausfälle gab. Liegen geblieben bin ich wegen einem porösen Benzinschlauch und noch einmal wegen einem auslaufenden Bremsdruckspeicher. Lenkung und Pumpe waren auch mal inkontinent und wurden ersetzt, hinderten aber nicht an der Weiterfahrt. Ein paar kleinere Sachen gab es auch noch, man sollte selber willig und in der Lage sein, mal Hand anzulegen oder einen Willigen kennen. Ich will sie nicht mehr hergeben.
Ciao
Eric
'70er DS 21 Pallas, Rouge de Grenade/schwarzes Dach, Leder naturell, DX2 MT
http://www.eric-online.de/franzosen/ds_start.html
http://www.eric-online.de/franzosen/ds_start.html