Überwintern einer Batterie
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Sheriff DS
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- Registriert: Fr 22. Dez 2006, 18:25
Überwintern einer Batterie
Hallo allerseits
Obwohl es sicher schon 1000 Anleitungen zum Überwintern einer Batterie gibt....
1. Batterie ausbauen, wenn die voraussichtliche Standzeit mehr als 4 Wochen dauert.
2. Batterie äußerlich reinigen, dabei die Batteriepole nicht vergessen. Diese können mit einem feinem Schleifpapier von einer evtl. Oxidschicht befreit werden.
3. Bei herkömmlichen Batterien den Säurestand kontrollieren und bis zur Maximummarkierung mit "destilliertem" Wasser auffüllen und Batterie zur Verteilung der Flüssigkeit bewegen.
4. Nach einer Standzeit von 2 Stunden die Ruhespannung der Batterie kontrollieren:
Soll wartungsfreie Batterien 12,8 - 13,2V
Soll herkömmliche Batterien 12,5 - 12,8V
5. Wird die Sollspannung nicht erreicht, ist die Batterie mit einem geeigneten Ladegerät nachzuladen. Geeignet ist jedes Ladegerät, das eine Ladeschlussspannung von 14,4V gewährleistet. Der Ladestrom beträgt üblicherweise 1/10 der Nennkapazität.
6. Nach dem Laden eine Ruhedauer von 2 Stunden einhalten.
7. Ruhespannung der Batterie wie in Punkt 4 beschrieben messen. Erreicht die Batterie die angegebene Ruhespannung nicht mehr, weist die Batterie bereits einen Defekt auf.
8. Wenn die Batterie die Ruhespannung erreicht, ist die Batterie möglichst KALT zu lagern. Je niedriger die Lagertemperatur ist, desto geringer ist die Selbstentladung der Batterie. Auch Lagertemperaturen von unter -20°C (zB in der Tiefkühltruhe) sind für eine geladene Batterie völlig unbedenklich, da eine geladene Batterie erst bei -60°C und eine zu 50% geladene Batterie bei etwa -35°C "einfriert".
Die Selbstentladung verursacht einen Ladungsabfall in Abhängigkeit von der Lagerungstemperatur:
Temp. 0° - 6 Monate Standzeit - von 100% auf 90% Ladezustand
Temp. 25° - 6 Monate Standzeit - von 100% auf 60% Ladezustand
Temp. 40° - 6 Monate Standzeit - von 100% auf 25% Ladezustand
(alle Werte für eine MF-Batterie von Yuasa)
9. Bei wartungsfreien Batterien nach 3 Monaten Standzeit die Ruhespannung überprüfen. Liegt die gemessene Spannung über 12,8V sind keine Maßnahmen nötig. Liegt die Spannung bei 12,5 - 12,8V die Batterie wie unter Punkt 5 nachladen.
Bei herkömmlichen Batterien nach 1 Monat Standzeit die Ruhespannung überprüfen. Liegt die gemessene Spannung über 12,5V sind keine weitern Maßnahmen erforderlich. Liegt die Spannung bei 12,2 - 12,5V, die Batterie wie unter Punkt 5 nachladen.
10. Die Kontrolle der Batterie wird wie in Punkt 9 beschrieben in monatlichen Abständen wiederholt.
11. Vor Saisonbeginn wird die Batterie einmal wie unter Punkt 5 beschrieben nachgeladen. Bei guten wartungsfreien Batterien beschränkt sich die übliche Wartung während der Standzeit von 4 -5 Monaten unter kalten Lagerbedingungen auf die Spannungskontrolle und einer einmaligen Ladung vor Saisonbeginn.
EINE ERHALTUNGSLADUNG IST UNTER NORMALEN UMSTÄNDEN NICHT ERFORDERLICH.
Ein Entlade - und dann wieder ein Lademodus- usw. schadet der Batterie nur.
Bernhard Körner
Obwohl es sicher schon 1000 Anleitungen zum Überwintern einer Batterie gibt....
1. Batterie ausbauen, wenn die voraussichtliche Standzeit mehr als 4 Wochen dauert.
2. Batterie äußerlich reinigen, dabei die Batteriepole nicht vergessen. Diese können mit einem feinem Schleifpapier von einer evtl. Oxidschicht befreit werden.
3. Bei herkömmlichen Batterien den Säurestand kontrollieren und bis zur Maximummarkierung mit "destilliertem" Wasser auffüllen und Batterie zur Verteilung der Flüssigkeit bewegen.
4. Nach einer Standzeit von 2 Stunden die Ruhespannung der Batterie kontrollieren:
Soll wartungsfreie Batterien 12,8 - 13,2V
Soll herkömmliche Batterien 12,5 - 12,8V
5. Wird die Sollspannung nicht erreicht, ist die Batterie mit einem geeigneten Ladegerät nachzuladen. Geeignet ist jedes Ladegerät, das eine Ladeschlussspannung von 14,4V gewährleistet. Der Ladestrom beträgt üblicherweise 1/10 der Nennkapazität.
6. Nach dem Laden eine Ruhedauer von 2 Stunden einhalten.
7. Ruhespannung der Batterie wie in Punkt 4 beschrieben messen. Erreicht die Batterie die angegebene Ruhespannung nicht mehr, weist die Batterie bereits einen Defekt auf.
8. Wenn die Batterie die Ruhespannung erreicht, ist die Batterie möglichst KALT zu lagern. Je niedriger die Lagertemperatur ist, desto geringer ist die Selbstentladung der Batterie. Auch Lagertemperaturen von unter -20°C (zB in der Tiefkühltruhe) sind für eine geladene Batterie völlig unbedenklich, da eine geladene Batterie erst bei -60°C und eine zu 50% geladene Batterie bei etwa -35°C "einfriert".
Die Selbstentladung verursacht einen Ladungsabfall in Abhängigkeit von der Lagerungstemperatur:
Temp. 0° - 6 Monate Standzeit - von 100% auf 90% Ladezustand
Temp. 25° - 6 Monate Standzeit - von 100% auf 60% Ladezustand
Temp. 40° - 6 Monate Standzeit - von 100% auf 25% Ladezustand
(alle Werte für eine MF-Batterie von Yuasa)
9. Bei wartungsfreien Batterien nach 3 Monaten Standzeit die Ruhespannung überprüfen. Liegt die gemessene Spannung über 12,8V sind keine Maßnahmen nötig. Liegt die Spannung bei 12,5 - 12,8V die Batterie wie unter Punkt 5 nachladen.
Bei herkömmlichen Batterien nach 1 Monat Standzeit die Ruhespannung überprüfen. Liegt die gemessene Spannung über 12,5V sind keine weitern Maßnahmen erforderlich. Liegt die Spannung bei 12,2 - 12,5V, die Batterie wie unter Punkt 5 nachladen.
10. Die Kontrolle der Batterie wird wie in Punkt 9 beschrieben in monatlichen Abständen wiederholt.
11. Vor Saisonbeginn wird die Batterie einmal wie unter Punkt 5 beschrieben nachgeladen. Bei guten wartungsfreien Batterien beschränkt sich die übliche Wartung während der Standzeit von 4 -5 Monaten unter kalten Lagerbedingungen auf die Spannungskontrolle und einer einmaligen Ladung vor Saisonbeginn.
EINE ERHALTUNGSLADUNG IST UNTER NORMALEN UMSTÄNDEN NICHT ERFORDERLICH.
Ein Entlade - und dann wieder ein Lademodus- usw. schadet der Batterie nur.
Bernhard Körner
Re: Überwintern einer Batterie
Hallo bernhard,
vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Immer wieder nett, wenn sich Forenteilnehmer engagieren. Und noch dazu so kompetent. Wenn ich nicht so faul wäre, stände ich schon in der Garage. Abgeklemmt hatte ich sie aber schon.
Wünsche allen einen guten Rutsch!!
Marin
vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Immer wieder nett, wenn sich Forenteilnehmer engagieren. Und noch dazu so kompetent. Wenn ich nicht so faul wäre, stände ich schon in der Garage. Abgeklemmt hatte ich sie aber schon.
Wünsche allen einen guten Rutsch!!
Marin
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Bernhard(Süd) Verified
- Beiträge: 1294
- Registriert: Mo 16. Okt 2006, 17:00
Re: Überwintern einer Batterie
Hallo [Namensvetter],
auch von mir Dank für Deine Ausführungen, die die Dinge in ihrer einfachen Handhabbarkeit zeigen...!
Meine praktische Erfahrungen bestätigen Deine Darstellung, wie ich finde, ganz hervorragend:
Auto stand den langen Winter über (bzw. in manchen Jahren 7-8 Monate) im ungeheizten, luftigen Schuppen im kühlen Höhenklima. Und zwar mit (...faulheitshalber,- O Graus!) eingebauter, aber natürlich abgeklemmtem Akku.
Im Frühjahr springt die Kiste nach 1 mal Batterialaden an,- in einem Fall sogar OHNE Laden! Und vor allem: Bei einem der Wagen funktioniert dieser Kältetrick mit ein- und derselben Batterie seit 6 oder 7 Jahren!!! Also geht`s...
Grüße: Bernhard
auch von mir Dank für Deine Ausführungen, die die Dinge in ihrer einfachen Handhabbarkeit zeigen...!
Meine praktische Erfahrungen bestätigen Deine Darstellung, wie ich finde, ganz hervorragend:
Auto stand den langen Winter über (bzw. in manchen Jahren 7-8 Monate) im ungeheizten, luftigen Schuppen im kühlen Höhenklima. Und zwar mit (...faulheitshalber,- O Graus!) eingebauter, aber natürlich abgeklemmtem Akku.
Im Frühjahr springt die Kiste nach 1 mal Batterialaden an,- in einem Fall sogar OHNE Laden! Und vor allem: Bei einem der Wagen funktioniert dieser Kältetrick mit ein- und derselben Batterie seit 6 oder 7 Jahren!!! Also geht`s...
Grüße: Bernhard
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Re: Überwintern einer Batterie
Es ist erstaunlich, was der Eine oder Andere Zeitgenosse unter "einfache Handhabbarkeit" versteht.
Von dem o.a. 11-Punkte-Vorschlag sind ALLE Punkte mit irgend welchen Tätigkeiten verbunden. Bei Pkt. 6 muss ich sogar 2 Stunden warten und bei Pkt.7 wird man sogar im Schadensfall alleine gelassen. Den Akku in die Tiefkühltruhe zu stellen, kommentiere ich nicht. Das überlasse ich meiner Frau.
Auch kommt dieser 11-Punkte-Marathonlauf nicht ohne Akkulader aus. Dann doch gleich den Richtigen.
Für mich ist dieser Riesenaufwand undenkbar. Gäbe es da nicht diese Erhaltungslader oder Jogger, würde ich mir anstelle dieses 11-Punkte-Martyriums lieber einen neuen Akku kaufen
Guten Rutsch
HUF
Von dem o.a. 11-Punkte-Vorschlag sind ALLE Punkte mit irgend welchen Tätigkeiten verbunden. Bei Pkt. 6 muss ich sogar 2 Stunden warten und bei Pkt.7 wird man sogar im Schadensfall alleine gelassen. Den Akku in die Tiefkühltruhe zu stellen, kommentiere ich nicht. Das überlasse ich meiner Frau.
Auch kommt dieser 11-Punkte-Marathonlauf nicht ohne Akkulader aus. Dann doch gleich den Richtigen.
Für mich ist dieser Riesenaufwand undenkbar. Gäbe es da nicht diese Erhaltungslader oder Jogger, würde ich mir anstelle dieses 11-Punkte-Martyriums lieber einen neuen Akku kaufen
Guten Rutsch
HUF
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Bernhard(Süd) Verified
- Beiträge: 1294
- Registriert: Mo 16. Okt 2006, 17:00
Re: Überwintern einer Batterie
Hallo,
...aha, es ist also für wieder andere "Zeitgenossen" (welch` herzliche,
kollegiale Anrede...) ein "Martyrium", die Batterie den ganzen Winter einfach
kaltgelagert in Ruhe zu lassen und zu Saisonbeginn 1 x zu laden... (siehe die
Quintessenz des ganzen in Punkt 11!).
Be
...aha, es ist also für wieder andere "Zeitgenossen" (welch` herzliche,
kollegiale Anrede...) ein "Martyrium", die Batterie den ganzen Winter einfach
kaltgelagert in Ruhe zu lassen und zu Saisonbeginn 1 x zu laden... (siehe die
Quintessenz des ganzen in Punkt 11!).
Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Re: Überwintern einer Batterie
...ne,ne Be. Ein Zeitgenosse ist Jemand, der auf der Höhe der Zeit ist. "up to date" sozusagen 
Meine Antwort bezog sich aber doch klar und eindeutig auf den 11er-Vorschlag.
Mit einem Erhaltungslader/Jogger brauchst Du nicht einmal die Motorhaube öffnen. Einfach den Erhalter/Jogger in den Zig.-Anzünder stecken. Fertig.
Grüsse
HUF
Meine Antwort bezog sich aber doch klar und eindeutig auf den 11er-Vorschlag.
Mit einem Erhaltungslader/Jogger brauchst Du nicht einmal die Motorhaube öffnen. Einfach den Erhalter/Jogger in den Zig.-Anzünder stecken. Fertig.
Grüsse
HUF
Re: Überwintern einer Batterie
Woraufhin die Ladeschlussspannung nicht mehr gewährleistet ist. Praktikabel und machbar aber nicht optimal.Einfach den Erhalter/Jogger in den Zig.-Anzünder stecken.
Ist bei euch auch so viel Glatteis ...
Grüße
Martin
Re: Überwintern einer Batterie
...so ganz verstehe ich das nicht. Das kann aber durchaus an meinem mangelnden Wissen liegen. 
Auf Glatteis würden wir uns hier im Schwarzwald sehr freuen. Bedeutet es doch auch Winterfreuden. Und davon sind wir hier weit entfernt.
Grüsse und guten Rutsch
Uwe
Auf Glatteis würden wir uns hier im Schwarzwald sehr freuen. Bedeutet es doch auch Winterfreuden. Und davon sind wir hier weit entfernt.
Grüsse und guten Rutsch
Uwe
Re: Überwintern einer Batterie
Hallo Hans-Uwe,
meinst du das mit Winterfreuden? Bei uns im nordischen Flachland nennt man das "Klimakatastrophe".
Grüße
Josef W.
meinst du das mit Winterfreuden? Bei uns im nordischen Flachland nennt man das "Klimakatastrophe".
Grüße
Josef W.
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Torsten ID20
- Beiträge: 273
- Registriert: Di 22. Nov 2005, 12:40
Re: Überwintern einer Batterie
Gehört eigentlich ja nicht zum Thema,aber so ein Katastrophenfoto hab ich auch noch.
Kommt alle gut ins neue Jahr !!!
Kommt alle gut ins neue Jahr !!!
Bonne route
Torsten
http://www.veteranenscheune.de/
Torsten
http://www.veteranenscheune.de/