"Aufbocken"

Diskussionen rund um's Thema...
Piberbach1
Beiträge: 78
Registriert: Do 11. Mai 2006, 03:58

"Aufbocken"

Beitrag von Piberbach1 »

Hallo Gemeinde!

Man soll ja die Göttinnen, zumindest meines Wissens, über den Winter nicht unbedingt ganz absacken lassen, sonderen Madame "aufbocken"!
Das Holz kann ich mir schon selber zurechtschneiden, wenn aber jemand von euch die genauen Maße (die Höhe betreffend) hätte, und die mir mitteilen könnte, wäre ich demjenigen sehr dankbar!

lg
Peter
DSpecial, 17.10.1971, 90 PS, DV 3 Motor!
...hannes
Beiträge: 1541
Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: "Aufbocken"

Beitrag von ...hannes »

Ich habe an allen 4 Ecken des Chassis etwa 20 cm lange Holzpfostenabschnitte mit einem Querschnitt von 10 x 10 cm (wie man sie auf Baustellen findet) unterlegt.
lg
Marita
Beiträge: 70
Registriert: Mo 8. Aug 2005, 13:24

Re: "Aufbocken"

Beitrag von Marita »

Hallo,

habe meine DS seit 1991 und noch nie über den Winter aufgebockt.
Nur etwa alle 4 Wochen in der Tiefgarage eine Runde gedreht damit
die Reifen keine Standplatten bekommen.
Warum sollte man die DS nicht ganz absinken lassen?

Gruss
Thomas
...hannes
Beiträge: 1541
Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: "Aufbocken"

Beitrag von ...hannes »

Hallo Marita!
Viele Fragen zum richtigen Überwintern beantwortet der Link unseres österreichischen DS-Clubs:
http://www.dsclub.at/Ueberwintern.html

@ "alle 4 Wochen in der Tiefgarage eine Runde gedreht " :
Nicht empfehlenswert, weil der Motor nicht warmgefahren werden kann. Aggressive Kondensate verbleiben in Brennkammern und Auspuffanlage, obendrein wäscht das durch den Choke angefettete Gemisch zusätzlich noch das Öl von den Zylinderwänden ab.
@ "Warum sollte man die DS nicht ganz absinken lassen?" :
Abgesehen von den Reifen und Anschlägen leiden besonders die Radlager. Stell dir einmal bildlich vor, worauf das Gesamtgewicht deines Fahrzeuges ruht: Auf wenigen Quadratmillimetern Kugel- und Lauffläche der Radlager.
smrt808h
Beiträge: 64
Registriert: Mi 14. Dez 2005, 19:42

Re: "Aufbocken"

Beitrag von smrt808h »

Moin!

@hannes
Wobei sich die Lagerkräfte im Stand nicht von denen während der Fahrt unterscheiden. Das sollte man nicht dramatisieren. Das Fahrwerk ist für die Lasten ausgelegt. Was Anschläge und Motor angeht, hast Du natürlich Recht.

Martin

...hannes
Beiträge: 1541
Registriert: Fr 20. Mai 2005, 21:07

Re: "Aufbocken"

Beitrag von ...hannes »

smrt808h schrieb:
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> Wobei sich die Lagerkräfte im Stand nicht von
> denen während der Fahrt unterscheiden.

Meine Aussage stützt sich auf die Annahme, dass die Deformation des Materials auch von der Einwirkungsdauer der punktuellen Belastung abhängig ist. Bildlich erklärt: Es ist Sommer und du stehst gerade barfuß auf einem Kiesweg. Je länger du unbewegt verharrst, desto unangenehmer erscheint dir der Druck der Steinchen gegen deine Fußsohle.
lg
Hans-Uwe
Beiträge: 309
Registriert: Fr 4. Feb 2005, 12:58

Re: "Aufbocken"

Beitrag von Hans-Uwe »

... ich finde nicht, dass hannes dramatisiert. Er untertreibt sogar ein wenig. Bei guten Lagern kommt da nicht einmal ein ganzer Quadratmillimeter zusammen. Das sind nur Punkte und Linien. Und wird das Leergewicht durch diese Mikrofläche geteilt, kommen Tonnen an Druckkräften zusammen.
Unabhängig von statischen vs dynamischen Belastungs-Betrachtungen, im dynamischen Fall werden die Laufflächen (Linien/Punkte) permanent nachgeschmiert. Im statischen Fall nicht. Und hier liegen m.E. die Probleme. Es ist aufgrund der immensen Drücke [t] nur eine Frage der Zeit, bis sich die beiden Metalle berühen (z.B. Kugel und Lagerschale). Und dann gibt es mehrere Arten der Oberflächenbeschädigung.
Und diese Oberflächenbeschädigung ist der Anfang vom Ende eines Kugellagers.

HUF

PS: In diesem Zusammenhang werden auch Lagerstellen elektrisch überbrückt. Das wirkt dann wie ein bypass. Dann können "Ausgleichströme" nicht über das Kugel/Rollen-Lager zerstörend fliessend. Dann gibt es auch keine "Knackgeräusche" im Radio ;-)
ideefix
Beiträge: 394
Registriert: So 15. Okt 2006, 13:08

Re: "Aufbocken"

Beitrag von ideefix »

Hallo,

zu dem Thema hätte ich in einem anderen Zusammenhang noch eine Frage.

Wenn ich jetzt meine DS aufbocke und den Motor ausbaue funktoniert die Hydraulik ja nicht mehr. Wenn ich die DS jetzt wieder bewegen muss und die DS wieder auf ihre eigenen Füße stellen will, gibt es ja das Problem, dass ich die DS nicht ganz herunter bekomme, weil der Wagenheber (ich verwende einen Rangierwagenheber) höher ist als die DS wenn sie in niedrigster Position steht. Ich bekomme also den Wagenheber nicht mehr heraus.

Wie lässt sich das Problem lösen? Funktioniert das mit dem von Citroën mitgelieferten Wagenheber?
Hab ich noch nicht probiert, weil die Wagenheberaufnahme keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck macht. Sie ist doch stark angerostet.

Weiß jemand eine Lösung?

Gruß

Arne
C5 - Tourer, C3 - Pluriel, DSuper (1972) - Lady in black, MB 408 LF (1971) - Festivalmobil
Frank S
Beiträge: 187
Registriert: Di 26. Sep 2006, 18:14

Re: "Aufbocken"

Beitrag von Frank S »

1.Entweder läst man die Hydraulikpumpe drin die läst sich auch etwas improvisiert mit einem Accuschrauber wieder hochpumpen.
2. Man stellt vor der ganzen Geschichte die 4 Räder auf Bohlen, Steine ect.
Dann bleibt genug platz um den Wagenheber heraus zu ziehen.
Ausserdem hat man eine bessere Arbeitshöhe.

ideefix
Beiträge: 394
Registriert: So 15. Okt 2006, 13:08

Re: "Aufbocken"

Beitrag von ideefix »

Moin,

die Idee mit den Bohlen unter den Rädern ist wirklich gut. Hätte ich auch drauf kommen müssen ... ;-)
Danke für den Tipp.

Kannst du mir das mit der Hydraulikpumpe etwas genauer erklären? Wie und wo muss der Akkuschrauber angesetzt werden?

LG

Arne
C5 - Tourer, C3 - Pluriel, DSuper (1972) - Lady in black, MB 408 LF (1971) - Festivalmobil
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