Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

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...hannes
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Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von ...hannes »

Ich habe gerade aus Düsseldorf neue Marchal HSW- Einätze für Rundauge bis Mod. 67 geliefert bekommen. Leider haben die keine Durchführungsöffnung für das Standlicht mehr. Nach telefonischer Rückfrage bekam ich den Hinweis, die Reflektoren einfach anzubohren :-( Machen sie angeblich auch in der Werkstatt so.
Nun suche ich kluge Ratschläge, um Absplitterungen an der neuen Verspiegelung möglichst hintanzuhalten. Klebeband hinten ist schon einmal klar, mit größer werdendem Bohrer arbeiten ebenfalls. Soll ich aber die betreffende Stelle am Reflektor auch innen abzukleben oder beschädige ich dabei gleichzeitig auch die Spiegelfläche?
Martin K. Verified
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von Martin K. Verified »

Hm, kannst Du nicht einfach die zu den Reflektoren gehörigen passenden Lampenfassungen besorgen? Die haben nämlich eine längliche Aussparung, hinter der die Standlicht-Sofitte sitzt. Dann ist wieder alles oreschenol und funktioniert.
Grüße
Martin
...hannes
Beiträge: 1541
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von ...hannes »

Hallo Martin! Wie bitte ist das mit der passenden Lampenfassung zu verstehen? Ich kann mir kein rechtes Bild davon machen, was du damit meinst.
Derzeit existiert im Reflektor ein mit einer Plastikkappe verschlossenes zentrales Mittelloch passend für die H4- Birne, nehme ich einmal an.
Martin K. Verified
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von Martin K. Verified »

Hallo!
Original gab es bei den Rundaugen kein H4. Das kam erst später auf den Markt. Es gab zwei verschiedene Arten von Einsätzen. Der eine hatte eine Fassung für eine 4-Watt-Stecklampe (kleiner Sockel) und eine Lampenfassung für eine 45/40 Watt-Bilux-Lampe, der andere hatte ebenfalls eine Lampenfassung für eine 45/40-Watt-Bilux-Lampe, aber an der Fassung sind noch zwei Blechlaschen, die eine 3-Watt-Sofitte aufnehmen. Durch eine längliche Öffnung im Fuß der Biluxlampe strahlt das Licht der Sofitte in den Reflektor. Diese Art Standlicht war in Frankreich sehr häufig zu finden, auch in Italien.
Ist Dein Reflektor aber tatsächlich ein H4-Reflektor (das steht ja vorne auf der Streuscheibe, die zudem bei H4 immer flach und nicht gewölbt ist), dann passt diese Bilux-Standlichtkombination natürlich nicht. Dann musst du tatsächlich ein Loch in den Reflektor bohren und eine Gummi-Standlichtlampenfassung einsetzen.
Auf die innere Reflektionsfläche würde ich nichts kleben, die ist - wie Du ja schon richtig vermutest - sehr empfindlich. Ich habe in so einem Fall bislang einfach angekörnt, gebohrt und gefeilt. Abgesplittert ist da nichts. Die Späne habe ich aus dem Reflektor ausgeblasen.
Viel Erfolg!
Martin
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Robert Verified
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von Robert Verified »

Hallo Hannes,

ist ja ein Ding. Bis vor kurzem gab es auch nur Cibie-H4 Einsätze, die haben die Bohrung, aber dann brauchst Du neue Töpfe und Lampenringe. Erfahrungen hat damit wohl bisher kaum jemand. Ich würde einen kleinen Bohrer nehmen und mich dann mit einer Rundfeile weiter vorarbeiten. Auf jeden Fall sind die H4-Lampen eine tolle Sache, mit den Bilux-Funzeln habe ich mich nachts kaum auf die Bahn getraut, seit ich H4 habe, fühle ich mich viel sicherer.

Grüsse
Robert
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...hannes
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von ...hannes »

Danke Martin, jetzt habe ich verstanden. Einige Biluxlampen aus meinen alten Beständen haben wirklich das ovale Loch, ich dachte bislang an ein Durchlüftungsloch.
Meine neuen Marchaleinsätze sind in der Tat sehr "besonders". Verpackt in Valeoschachteln, am Reflektor ein weiteres Valeopickerl, die Mittellöcher mit Cibiedeckeln abgedeckt und am Glas vorne steht der bekannte Marchal SEV Schriftzug. Kein Hinweis auf H4 am Glas und bauchig wie gehabt. Die Einsätze sind lt. Schachtelaufdruck für Peugeot 403 und 404.
Möglicherweise wurden für diese Nachfertigung Valeoreflektoren mit wiederaufbereiteten Marchalgläsern verklebt (Sikaflex- Klebemasse steht noch seitlich drüber). Und auch zwei kleine, nasenartige Hakerln sind vorhanden, von denen du gemeint hast, sie könnten eine Aufnahme für die Standlichtsoffite sein. Jedenfalls könnten, soweit ich gesehen habe, mit ein paar kleinen Adaptierungen am Biluxbirnensockel auch solche montiert werden.

Könnte jemand vielleicht ein Foto einfügen, wie so eine Sofitte aussieht bzw. wie die Laschen am Reflektor aussehen sollen?
lg und danke schön für die Horizonterweiterung!
maldini

Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von maldini »

Hey hannes,

... bohr einfach ein Loch in die Metallumrandung der Biluxbirne - so mache ich es "immer"!

Bild


Den Reflektor würde ich auf gar keinen Fall anbohren!



solong maldini
...hannes
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von ...hannes »

Ich bitte noch um einen präzisierteren Hinweis, wie die Standlichtsofitte sowie die Birne für eine "Backsidemontage" aussehen soll bzw. wie sie an den "Nasen" befestigt wird. Das Ovalloch an den Biluxbirnen bereitet mir das wenigste Kopfzerbrechen.
Und weiters, wo kann man denn diese spezielle Sofitte bekommen?
lg ...hannes
maldini

Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von maldini »

Hey hannes!

http://cgi.ebay.de/LED-Standlicht-Stand ... dZViewItem

.... so was würde ich ebenfalls mal überlegen - vermutlich kleiner - heller - da reicht vermutlich das besagte Loch im Billuxfuss um den "Standlichteffekt" zu erzielen! (wenn die LED im "Rückraum" der Scheinwerferfassung leuchtet......


original ist das natürlich nicht - mir wär´s schnuppe...


;-))



solong maldini
...hannes
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Re: Adaptierungsbohrung an neuen Marchal HSW

Beitrag von ...hannes »

Mittlerweilen bin ich nach Abschluss anderer Projekte wieder zu meinem HSW- respektive Standlichtproblem zurückgekehrt.
Anders als im Lieferschein (und auch auf er Schachtel) ist die Fassung keine H4- sondern eine Biluxfassung, was mir irgendwie eh sympathischer ist.
@ Martin:
"...Es gab zwei verschiedene Arten von Einsätzen. Der eine hatte eine Fassung für eine 4-Watt-Stecklampe (kleiner Sockel) und eine Lampenfassung für eine 45/40 Watt-Bilux-Lampe, der andere hatte ebenfalls eine Lampenfassung für eine 45/40-Watt-Bilux-Lampe, aber an der Fassung sind noch zwei Blechlaschen, die eine 3-Watt-Sofitte aufnehmen. Durch eine längliche Öffnung im Fuß der Biluxlampe strahlt das Licht der Sofitte in den Reflektor. Diese Art Standlicht war in Frankreich sehr häufig zu finden, auch in Italien..."

Nun würde ich gerne diese Originalvariante "Standlicht durch Fuß der Biluxlampe" weiterverfolgen. Hat nicht vielleicht jemand zufällig 2 Stück dieser Fassungen übrig, die er veräußern würde bzw. wenigstens ein Foto davon, damit ich den Teil eventuell selbst nachbauen kann?

Im Anhang sieht man die Ansicht vom Reflektor und dessen hakenförmiger Aufnahme für die Soffitte.


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