Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

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...hannes
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Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

Beitrag von ...hannes »

Mein Problem: Im unteren Drehzahlbereich - der typischen Situation beim Defilieren durchs Stadtgebiet - ruckelt die DY2 Maschine meiner ID.
Deswegen war ich heute beim ÖAMTC, um mir die Abgaswerte auslesen zu lassen:
CO: 1,17 Vol% (zu mager - möglicherweise aber durch Falschluft verfälscht)
CO2: 7,42 Vol%
O2: 8,0% (deutet auf Falschluftbeimengung)
HC: über 2000 ppm (schlechte/ unvollständige Verbrennung)

Ventile sind eingestellt, Luftfilter, Kerzen , U-Kontakt neu und Zündung (Schließwinkel und Vorzündung 6°) stimmen dank der guten Tipps und Hinweise hier im Forum jetzt auch...
Andererseits habe ich beim Zündungseinstellen (Nachdrehen des Zündverteilers bei laufendem Motor) hin und wieder einen elektrischen Schlag abbekommen, was eventuell auf einen Kriechstrom oder Fehler eines Zündkabels hindeuten könnte. Beim Blick unter die Haube in stockdunkler Nacht habe ich allerdings kein Funkengewitter beobachten können.
Oder sollten sich meine Verdachtsmomente eher auf den DLE A2 Webervergaser richten?
Für jeden Hinweis dankbar ...hannes


Claude-Michel

Re: Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

Beitrag von Claude-Michel »

Hallo Hannes,

Beim DLE-Vergaser, fällt manchmal der kleine Kopf von der Beschleunigungseinspritzung weg. War bei meinem auch so. Das kannst du schon sehen wenn du oben in den Vergaser reinschaust.
Ausserdem ist auch oft der Anschluß der hinten, unter dem Vergaser ist, verstopft. Da ist en Schlauch dran der auch zum Luftfilter geht. Das metallische Stück am Einlasskrümmer hat innen eine kleine Bohrung die verdreckt.
...hannes
Beiträge: 1541
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Re: Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

Beitrag von ...hannes »

Stichwort " wegfallen, abfallen..." Ich versuche einmal, ein Bild vom DLE A2 Vergaser mitzuschicken: Man sieht, dass da irgendwann etwas angeschraubt gewesen sein könnte, wo jetzt zwei Schraublöcher und eine Aushöhlung sichtbar sind. Zumindest eine Abdeckung sollte einmal dran gewesen sein.
Hans-Uwe Fischer x

Re: Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

Beitrag von Hans-Uwe Fischer x »

... an dem Vergaser fehlt nix. Die beiden Sackbohrungen werden bedarfsweise für M6-Gewinde-Bohrungen benötig. In diese kommen M6-Gewinde-Bolzen ´rein um damit für die Halbautomaten die hydraulische Leerlauf-Erhöhung zu montieren.
Ich habe diese M6-Bohrung zum Befestigen der elektr. Hilfs-Benzinpumpe gewählt.

Grüsse
Hans-Uwe
...hannes
Beiträge: 1541
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Re: Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

Beitrag von ...hannes »

Danke für die Aufklärung bezüglich der Leerlaufanhebung. Ist tatsächlich eine Sackgasse ohne Zugang nach innen.
Auch Claude-Michels Tipp bezüglich der Düse zwischen Motorentlüftungsschlauch und Ansaugbrücke war ein Volltreffer! Komplett ölteerverstopft, steinhart und erst nach längerem Benzinbad mechanisch zu reinigen gewesen. Ich hoffe, dass die Kombination neue Zündkabel sowie Claude Michels Düsentipp einen erkennbaren Schritt zur Verbesserung bringen.
...hannes
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Re: Vorgangsweise nach schlechter Abgasdiagnose

Beitrag von ...hannes »

Nach Tausch gegen Silikonkabel, positivem Kompressionstest usw. ist die Urtsache jetzt geklärt. Ganz banal - doch bei einer nagelneuen Zündkerze galt zumindest bis zum heutigen Tag vorerst einmal die Unschuldsvermutung - es lag an einer defekten Equiem.
Danke allen, die sich mit guten Ratschlägen beteiligt haben ...hannes
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