Anlasser-Relais
Anlasser-Relais
Moin,
das am Pluspol der Batterie angeschellte Anlasser-Relais der Halbautomaten ist mir als relativ verschleißträchtiges Bauteil eigentlich schon immer ein Dorn im Auge. Warum ist denn dieser Leistungsschalter vom Anlasser weggebaut? Haben die in den D-Modellen verbauten Anlasser keinen Magnetschalter, der in der Lage wäre, den Strom zum Anlasser zu schalten? Bei den (wenigen) Anlassern, die ich aus D-Modellen zu Gesicht bekommen habe, fiel mir auf, dass ein Magnetschalter zwar vorhanden zu sein scheint, die Hochlastkontakte jedoch überbrückt zu sein scheinen. Ist das regelmäßig der Fall, auch bei den heute lieferbaren Ersatztypen?
Beste Grüße
Uwe
das am Pluspol der Batterie angeschellte Anlasser-Relais der Halbautomaten ist mir als relativ verschleißträchtiges Bauteil eigentlich schon immer ein Dorn im Auge. Warum ist denn dieser Leistungsschalter vom Anlasser weggebaut? Haben die in den D-Modellen verbauten Anlasser keinen Magnetschalter, der in der Lage wäre, den Strom zum Anlasser zu schalten? Bei den (wenigen) Anlassern, die ich aus D-Modellen zu Gesicht bekommen habe, fiel mir auf, dass ein Magnetschalter zwar vorhanden zu sein scheint, die Hochlastkontakte jedoch überbrückt zu sein scheinen. Ist das regelmäßig der Fall, auch bei den heute lieferbaren Ersatztypen?
Beste Grüße
Uwe
Beste Grüße, Uwe
-
Jack Shotton
Re: Anlasser-Relais
Uwe,
Beim letzen bitteren Anlasser Ausbau und Reparatur habe ich die Hochlaststromueberbruekung zwischen Anlasser und Magnetschalter abgenommen. Zwei Kabeln, ein grosses, und ein kleines, laufen jetzt zum Anlasser, das grosse zum Bateriepluspol, das kleine zum Anlasserschlalter durch ein kleines, billiges, generisches Relais. Anlasser laeuft prima so. War zu geizig um ein neues, originales angeschelltes Anlasser-Relais zu kaufen.
Ich glaube dass die Anlasser der aelteren Autos keine integrierten Anlassermagnetschalter haetten, und brauchten das weggebautes Relais. Natuerlich ist es bequem den Motor von unter der Haube ankurbeln zu koennen. Mit meinem umbasteln habe ich diese Faehigkeit leider verloren.
Best regards,
Jack Shotton
Minneapolis, Minnesota, USA
Beim letzen bitteren Anlasser Ausbau und Reparatur habe ich die Hochlaststromueberbruekung zwischen Anlasser und Magnetschalter abgenommen. Zwei Kabeln, ein grosses, und ein kleines, laufen jetzt zum Anlasser, das grosse zum Bateriepluspol, das kleine zum Anlasserschlalter durch ein kleines, billiges, generisches Relais. Anlasser laeuft prima so. War zu geizig um ein neues, originales angeschelltes Anlasser-Relais zu kaufen.
Ich glaube dass die Anlasser der aelteren Autos keine integrierten Anlassermagnetschalter haetten, und brauchten das weggebautes Relais. Natuerlich ist es bequem den Motor von unter der Haube ankurbeln zu koennen. Mit meinem umbasteln habe ich diese Faehigkeit leider verloren.
Best regards,
Jack Shotton
Minneapolis, Minnesota, USA
-
Hans-Uwe Fischer
Re: Anlasser-Relais
Hallo Uwe,
bei den Halbautomaten-Fahrzeugen wurde aus folgenden Gründen das START-RELAIS dazwischengeschaltet:
1. Zum Starten steht nur ein "Schalten gegen Masse (-)" zur Verfügung. Bautechnisch lassen Anlasser i.d.R. aber nur ein "Schalten gegen (+)" zu. Anlasser-Motor und Anlasser-Magnet liegen beide mit einer Seite gegen (-).
2. Der Schaltkontakt im Lima-Regler ist nur bis ca. 5 A (geschätzt) belastbar. Der Anlasser-Magnet zieht aber ca. 40 A @ 12VDC (!!!). Im Gegensatz dazu zieht das Start-Relais nur ca. 0.4 A.
3. Eine genaue Erklärung ist im (vielbeachteten) Beitrag: "TIPP: Startverbesserung beim Halbautomat." beschrieben.
4. Auch der Kontakt am Start/Ganghebel ist für eine 40-Ampere-Belastung sicherlich nicht geeignet.
Der Startkontakt im Zündschloß ist für hohe Ströme > 40 A geeignet. Auch haben Zündschlösser eine mechanische Wieder-Anlasssperre, im Gegensatz zum Halbautomaten.
AUSNAHME: Beim Borg-Warner ist trotz Zündschloß ein Starter-Relais notwendig. Da ein Automatikgetriebe nur in Stellung "D" und "N" gestartet werden darf, gibt es hierfür eine spezielle "Schaltdose" am Getriebe. Diese widerum verträgt auch keine 40 Ampere. Lösung: Start-Relais dazwischenschalten.
TIPP: Durch Verdrehen der Kontaktrosette im Start-Relais in unbenutzte Bereiche, kann die Lebensdauer entsprechend verlängert werden.
Zum Start-Relais gäbe es noch viel zu erzählen ....
Hans-Uwe
PS: Der unter 3. angeführte Tipp ist für Halbautomaten-Fahrer wirklich wichtig. Manch ein Halbautomat hört sich beim Starten an wie eine verstopfte Stalinorgel.
bei den Halbautomaten-Fahrzeugen wurde aus folgenden Gründen das START-RELAIS dazwischengeschaltet:
1. Zum Starten steht nur ein "Schalten gegen Masse (-)" zur Verfügung. Bautechnisch lassen Anlasser i.d.R. aber nur ein "Schalten gegen (+)" zu. Anlasser-Motor und Anlasser-Magnet liegen beide mit einer Seite gegen (-).
2. Der Schaltkontakt im Lima-Regler ist nur bis ca. 5 A (geschätzt) belastbar. Der Anlasser-Magnet zieht aber ca. 40 A @ 12VDC (!!!). Im Gegensatz dazu zieht das Start-Relais nur ca. 0.4 A.
3. Eine genaue Erklärung ist im (vielbeachteten) Beitrag: "TIPP: Startverbesserung beim Halbautomat." beschrieben.
4. Auch der Kontakt am Start/Ganghebel ist für eine 40-Ampere-Belastung sicherlich nicht geeignet.
Der Startkontakt im Zündschloß ist für hohe Ströme > 40 A geeignet. Auch haben Zündschlösser eine mechanische Wieder-Anlasssperre, im Gegensatz zum Halbautomaten.
AUSNAHME: Beim Borg-Warner ist trotz Zündschloß ein Starter-Relais notwendig. Da ein Automatikgetriebe nur in Stellung "D" und "N" gestartet werden darf, gibt es hierfür eine spezielle "Schaltdose" am Getriebe. Diese widerum verträgt auch keine 40 Ampere. Lösung: Start-Relais dazwischenschalten.
TIPP: Durch Verdrehen der Kontaktrosette im Start-Relais in unbenutzte Bereiche, kann die Lebensdauer entsprechend verlängert werden.
Zum Start-Relais gäbe es noch viel zu erzählen ....
Hans-Uwe
PS: Der unter 3. angeführte Tipp ist für Halbautomaten-Fahrer wirklich wichtig. Manch ein Halbautomat hört sich beim Starten an wie eine verstopfte Stalinorgel.
-
Hans-Uwe Fischer
Re: Anlasser-Relais
BERICHTIGUNG:
Das START-RELAIS zieht nicht ca. 0.4 Amp, sondern ca. 4 Amp.
( 12V / 3,3 OHM = 3,64 A )
Das ändert aber nichts am Kontext.
Das START-RELAIS zieht nicht ca. 0.4 Amp, sondern ca. 4 Amp.
( 12V / 3,3 OHM = 3,64 A )
Das ändert aber nichts am Kontext.
-
Bernhard(Süd)
Re: Anlasser-Relais
WO???, oh wo nur?, ist dieser TIPP zu finden, lieber Hans-Uwe -???
In der Tat verstopft und mit Fragezeichen startend harrt Deiner Antwort
Bernhard(Süd)
In der Tat verstopft und mit Fragezeichen startend harrt Deiner Antwort
Bernhard(Süd)
-
Peter Höppener Verified
- Beiträge: 88
- Registriert: Mi 1. Jan 2003, 23:04
Re: Anlasser-Relais
Hallo Bernhard,
der Tipp wurde am 18.12.2002 von Hans-Uwe hier ins Forum gestellt.
Gruß
Peter Höppener
der Tipp wurde am 18.12.2002 von Hans-Uwe hier ins Forum gestellt.
Gruß
Peter Höppener
-
Bernhard(Süd)
Re: Anlasser-Relais
Danke, Peter!
Grüße aus dem verschneiten, daher DS-freien Süden:
Bernhard
Grüße aus dem verschneiten, daher DS-freien Süden:
Bernhard
-
Bernhard(Süd)
Re: Anlasser-Relais
Hallo Halbautomatenfreunde,
am Wochenende hab` ich mal spaßeshalber zwei Startrelais zerlegt, um zu prüfen, ob man da etwas aufarbeiten könne.
Kurzanleitung und Erfahrungen:
Nach Abnehmen der Plus-Batterieklemme: Ausbau des Relais durch Abnehmen der 2 Befestigungsschräubchen (M 3?) an der nach oben (vom Betätigungs-Druckknopf weg) weisenden kleinen (Kupfer?-) Platte, die den Plusstrom via Kabel an den Anlasser transportiert (einfache Sache kompliziert formuliert...).
Bereits jetzt sieht man prima unter der Platte im Relaisgehäuse die runde, radial "zerlappte" kupferne Kontaktplatte, die beim Betätigen des Knopfs gegen die "Kraft" einer Schraubenfeder nach oben, gegen die Pluskontakte, gedrückt wird. Beim Relais aus meiner DS waren alle Kontaktläppchen stark angefressen und recht dünn (infolge Funkenbildung beim Stromfluß?), da war also auch durch Verdrehen auf der Achse (geht leicht von Hand) keine wesentlich bessere Stelle zu finden.
Ich habe dann erstmal Nichts unternommen außer Reinigen von Kontaktplatte, Pluspol-Gegenseiten derselben (mit alkoholgetränktem Wattestäbchen ins Gehäuse `reinfahren), Batterieklemme (hübsches altes Messingteil) und allen Anschlüssen abgehender Kabel. Im wesentlichen verwende ich Contact 60 zum Reinigen und z.B. A 100-Konservierungsöl zum dauerhaften Korrosionsschutz. Eine kleine Gehäusereinigung macht das Ding wieder ansehnlich, für den Ästheten.
Im Fall einer stark verschlissenen runden Kontaktplatte kann man diese auch austauschen (und so eine Menge Geld sparen...), muß aber mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen: Die 2 Befestigungsnieten, die die Metallhaube mit dem Betätigungsknopf am Sockel halten, mit Bohrer 2,5 oder 3 mm aufbohren, dann kann die Haube schon etwas angehoben werden. Noch nicht kräftig abheben (nicht Sie, sondern die Haube), denn 1 Kontaktlasche, bei manchen Bauarten auch 2, hängen noch an (je) einer weiteren Niete: ebenfalls behutsam! aufbohren (kann man natürlich auch sofort mit aufbohren, aber beim schrittweisen Vorgehen ist die Chance zu Einblick und Einsicht größer).
Dann fällt einem beim Abnehmen der Haube die Kontaktplatte mit der Feder schon entgegen und kann getauscht werden. Anschließend muß die Metallhaube eben mit 2 Stück M 3-Schräubchen und Muttern anstelle der Nieten am Sockel befestigt werden, dies gilt vor allem aber für die 2 ebenfalls aufgebohrten Nieten der hoffentlich! trotz der Kunst des Bastlers noch unzerstörten Kontaktlaschen.
Das Hauptproblem dabei dürfte in der Beschaffung einer guten, nicht verbrutzelten Kontaktplatte liegen. Ich habe zu meiner Überraschung eine neuwertig aussehende Platte in einem ansonsten vergammelten, jahrelang der Witterung auf dem Schrottplatz ausgesetzten Startrelais gefunden, dessen Zerlegung mir ansonsten die geschilderten Einblicke geben konnte...
Vielleicht/bitte könnte
Hans-Uwe Fischer
weiterführende Hinweise geben, z.B. bezüglich noch tolerabler, zu messender Übergangswiderstände oder ab welchem Verzunderungszustand die Kontaktplatte drin bleiben darf (sollte ich also meine mit den "angefressenen" Spitzen der Lamellen doch schleunigst wechseln???) usw. ?!?
Stets kontaktfreudiges Fahren wünscht
Bernhard(Süd)
am Wochenende hab` ich mal spaßeshalber zwei Startrelais zerlegt, um zu prüfen, ob man da etwas aufarbeiten könne.
Kurzanleitung und Erfahrungen:
Nach Abnehmen der Plus-Batterieklemme: Ausbau des Relais durch Abnehmen der 2 Befestigungsschräubchen (M 3?) an der nach oben (vom Betätigungs-Druckknopf weg) weisenden kleinen (Kupfer?-) Platte, die den Plusstrom via Kabel an den Anlasser transportiert (einfache Sache kompliziert formuliert...).
Bereits jetzt sieht man prima unter der Platte im Relaisgehäuse die runde, radial "zerlappte" kupferne Kontaktplatte, die beim Betätigen des Knopfs gegen die "Kraft" einer Schraubenfeder nach oben, gegen die Pluskontakte, gedrückt wird. Beim Relais aus meiner DS waren alle Kontaktläppchen stark angefressen und recht dünn (infolge Funkenbildung beim Stromfluß?), da war also auch durch Verdrehen auf der Achse (geht leicht von Hand) keine wesentlich bessere Stelle zu finden.
Ich habe dann erstmal Nichts unternommen außer Reinigen von Kontaktplatte, Pluspol-Gegenseiten derselben (mit alkoholgetränktem Wattestäbchen ins Gehäuse `reinfahren), Batterieklemme (hübsches altes Messingteil) und allen Anschlüssen abgehender Kabel. Im wesentlichen verwende ich Contact 60 zum Reinigen und z.B. A 100-Konservierungsöl zum dauerhaften Korrosionsschutz. Eine kleine Gehäusereinigung macht das Ding wieder ansehnlich, für den Ästheten.
Im Fall einer stark verschlissenen runden Kontaktplatte kann man diese auch austauschen (und so eine Menge Geld sparen...), muß aber mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen: Die 2 Befestigungsnieten, die die Metallhaube mit dem Betätigungsknopf am Sockel halten, mit Bohrer 2,5 oder 3 mm aufbohren, dann kann die Haube schon etwas angehoben werden. Noch nicht kräftig abheben (nicht Sie, sondern die Haube), denn 1 Kontaktlasche, bei manchen Bauarten auch 2, hängen noch an (je) einer weiteren Niete: ebenfalls behutsam! aufbohren (kann man natürlich auch sofort mit aufbohren, aber beim schrittweisen Vorgehen ist die Chance zu Einblick und Einsicht größer).
Dann fällt einem beim Abnehmen der Haube die Kontaktplatte mit der Feder schon entgegen und kann getauscht werden. Anschließend muß die Metallhaube eben mit 2 Stück M 3-Schräubchen und Muttern anstelle der Nieten am Sockel befestigt werden, dies gilt vor allem aber für die 2 ebenfalls aufgebohrten Nieten der hoffentlich! trotz der Kunst des Bastlers noch unzerstörten Kontaktlaschen.
Das Hauptproblem dabei dürfte in der Beschaffung einer guten, nicht verbrutzelten Kontaktplatte liegen. Ich habe zu meiner Überraschung eine neuwertig aussehende Platte in einem ansonsten vergammelten, jahrelang der Witterung auf dem Schrottplatz ausgesetzten Startrelais gefunden, dessen Zerlegung mir ansonsten die geschilderten Einblicke geben konnte...
Vielleicht/bitte könnte
Hans-Uwe Fischer
weiterführende Hinweise geben, z.B. bezüglich noch tolerabler, zu messender Übergangswiderstände oder ab welchem Verzunderungszustand die Kontaktplatte drin bleiben darf (sollte ich also meine mit den "angefressenen" Spitzen der Lamellen doch schleunigst wechseln???) usw. ?!?
Stets kontaktfreudiges Fahren wünscht
Bernhard(Süd)
-
Hans-Uwe Fischer
Re: Anlasser-Relais
Hallo Startrelais-Interessierte,
das Start-Relais hat es in der Tat insich. Da wären:
- Verbrutzelte Kontaktflächen; auf beiden Seiten.
- Schlechter Übergang von Polklemme zum Kupferkontakt. Polklemme und das Relais einmal mit beiden Händen anfassen und etwas wackel. Meistens spürt man hier schon eine Loose im Presssitz. Der taugt einfach nichts!
- Schwarze Buchse. Diese ist an die Kupferplatte gelötet. Nach einigen Jahren schlappert dieses kurze Buchsenkabel nur noch an ein paar Litzen. An dieser Buchse wird oft der gesamte Strom entnommen. Da können je nach Belastung ( Strom ) wertvolle Volts abfallen.
- Je nach Isolierung (Schrumpfschlauch über Presssitz) Kurzschluß mit dem Akkurahmen.
- Ausgeschlagener Magnetanker.
- Schlechte "Anquetschung" des Starterkabels, bzw. brüchig.
Abhilfe:
1. Die Kontaktrosette bei hoher Drehzahl abdrehen. Also den Durchmesser ca. 2 bis 4mm kürzen. Dadurch entfernt man die verbrutzelten Kupferspitzen. Zudem drücken jetzt die verkürzten Kontakte auf eine weiter innen liegenden Bahn der beiden Kontaktflächen; diese sind ja noch unbenutzt. Jetzt kommt das Wichtigste: Die Rosette muß absolut gleichmäßig sein! Leider kommt bei solch einer Kontaktart irgend eine Kontaktzunge immer zuerst zum Kontaktieren ( im Millisekundenbereich). D. h., während der "Erstberührung" fließt der gesamte Anlasserstrom eben über diese winzige Kontaktfläche. Das knistert!
2. Der Übergang von Kupferplatte zur Polklemme mit 3,2 mm Löchern zweimal im Abstand von ca. 10 mm durchbohren. Dann unten ansenken, so daß 3mm-Senkkopfschrauben reinpassen, auf der anderen Seite M3-Muttern fest aufdrehen, so kurz wie möglich abkneifen und mit der Feile verrunden. Danach großen Schrumpfschlauch überziehen und mit Haarföhn schrumpfen. Dann einen zweiten, etwas längeren Schrumpfschlauch wieder überschrumpfen ( der verdeckt dann den ersten). Jetzt kann das Ganze ruhig auf dem Akkurahmen aufliegen.
3. Schwarzes Buchsenkabel neu einlöten (großer Lötkolben, Watt!!)
4. Ankerweg auf Anschlag prüfen. Kontakte müssen dabei ein paar zehntel mm Überweg haben.
5. Starterkabel nach dem Aufbiegen der Quetschung neu einpressen, evtl. löten ( Knickschutz !!).
Wenn jetzt alles gemacht wurde, mit einem Voltmeter den Spannungsabfall messen. Plus vom Voltmeter an Pluspol des Akkus, Minus vom Voltmeter an den Quetschkontakt des dicken Anlasserkabels an der Kupferplatte. Zweite Person starten lassen ( nicht manuell das St.Relais drücken!). Wenn jetzt der Spannungsabfall < 1 Volt (geschätzt) beträgt ist soweit alles i.O.
Ich habe mein neuwertiges Relais eingelagert und ein Hochstromrelais in der Nähe des Akkus versteckt eingebaut; das Ding ist praktisch verschleißfrei. Alle Leitungen usw. sind selbstverständlich original belassen.
Viel Erfolg
Hans-Uwe
PS: Wenn schon Voltmeter zur Hand, dann einmal ohne Zündung starten und dann Spannung direkt am Anlasser messen............ Keine Sorge, das Voltmeter ist nicht kaputt.
das Start-Relais hat es in der Tat insich. Da wären:
- Verbrutzelte Kontaktflächen; auf beiden Seiten.
- Schlechter Übergang von Polklemme zum Kupferkontakt. Polklemme und das Relais einmal mit beiden Händen anfassen und etwas wackel. Meistens spürt man hier schon eine Loose im Presssitz. Der taugt einfach nichts!
- Schwarze Buchse. Diese ist an die Kupferplatte gelötet. Nach einigen Jahren schlappert dieses kurze Buchsenkabel nur noch an ein paar Litzen. An dieser Buchse wird oft der gesamte Strom entnommen. Da können je nach Belastung ( Strom ) wertvolle Volts abfallen.
- Je nach Isolierung (Schrumpfschlauch über Presssitz) Kurzschluß mit dem Akkurahmen.
- Ausgeschlagener Magnetanker.
- Schlechte "Anquetschung" des Starterkabels, bzw. brüchig.
Abhilfe:
1. Die Kontaktrosette bei hoher Drehzahl abdrehen. Also den Durchmesser ca. 2 bis 4mm kürzen. Dadurch entfernt man die verbrutzelten Kupferspitzen. Zudem drücken jetzt die verkürzten Kontakte auf eine weiter innen liegenden Bahn der beiden Kontaktflächen; diese sind ja noch unbenutzt. Jetzt kommt das Wichtigste: Die Rosette muß absolut gleichmäßig sein! Leider kommt bei solch einer Kontaktart irgend eine Kontaktzunge immer zuerst zum Kontaktieren ( im Millisekundenbereich). D. h., während der "Erstberührung" fließt der gesamte Anlasserstrom eben über diese winzige Kontaktfläche. Das knistert!
2. Der Übergang von Kupferplatte zur Polklemme mit 3,2 mm Löchern zweimal im Abstand von ca. 10 mm durchbohren. Dann unten ansenken, so daß 3mm-Senkkopfschrauben reinpassen, auf der anderen Seite M3-Muttern fest aufdrehen, so kurz wie möglich abkneifen und mit der Feile verrunden. Danach großen Schrumpfschlauch überziehen und mit Haarföhn schrumpfen. Dann einen zweiten, etwas längeren Schrumpfschlauch wieder überschrumpfen ( der verdeckt dann den ersten). Jetzt kann das Ganze ruhig auf dem Akkurahmen aufliegen.
3. Schwarzes Buchsenkabel neu einlöten (großer Lötkolben, Watt!!)
4. Ankerweg auf Anschlag prüfen. Kontakte müssen dabei ein paar zehntel mm Überweg haben.
5. Starterkabel nach dem Aufbiegen der Quetschung neu einpressen, evtl. löten ( Knickschutz !!).
Wenn jetzt alles gemacht wurde, mit einem Voltmeter den Spannungsabfall messen. Plus vom Voltmeter an Pluspol des Akkus, Minus vom Voltmeter an den Quetschkontakt des dicken Anlasserkabels an der Kupferplatte. Zweite Person starten lassen ( nicht manuell das St.Relais drücken!). Wenn jetzt der Spannungsabfall < 1 Volt (geschätzt) beträgt ist soweit alles i.O.
Ich habe mein neuwertiges Relais eingelagert und ein Hochstromrelais in der Nähe des Akkus versteckt eingebaut; das Ding ist praktisch verschleißfrei. Alle Leitungen usw. sind selbstverständlich original belassen.
Viel Erfolg
Hans-Uwe
PS: Wenn schon Voltmeter zur Hand, dann einmal ohne Zündung starten und dann Spannung direkt am Anlasser messen............ Keine Sorge, das Voltmeter ist nicht kaputt.
-
Bernhard(Süd)
Re: Anlasser-Relais
Vielen Dank, Hans-Uwe,
für die ausführliche, überdies in Nachtarbeit vollbrachte Darstellung!
...Also ich zumindest bin jetzt sehr neugierig auf den Spannungsabfall in meinem (eigentlich soweit wackelfreien) Relais (und, nebenbei bemerkt, auch neugierig auf Typ und Schaltung eines alterntiven Hochstrom-relais...).
Grüße, Bernhard
für die ausführliche, überdies in Nachtarbeit vollbrachte Darstellung!
...Also ich zumindest bin jetzt sehr neugierig auf den Spannungsabfall in meinem (eigentlich soweit wackelfreien) Relais (und, nebenbei bemerkt, auch neugierig auf Typ und Schaltung eines alterntiven Hochstrom-relais...).
Grüße, Bernhard