Hallo Stephan,
hallo an Alle,
ich kann Stephan nur beipflichten. Wenn ein funktionstauglicher Kat angeboten wird, wäre das doch die beste Lösung. Dagegen lässt sich nichts einwenden. Wobei Autogas glaube ich fast genauso umweltfreundlich ist - und man spart auch noch dabei. Vielleicht stellt man sich ja auf den Standpunkt, dass man auch einen bivalenten Autogasantrieb ausreichen lässt - denn wer fährt freiwillig schon mit dem teureren Benzin, wenn es mit Autogas günstiger geht....Allerdings sollte man bei einer Autogasanlage auch ab und zu mit Benzin fahren, habe ich mir sagen lassen. Und dann wäre ein Kat trotzdem wichtig.
Ich werde mir die Angebote für den CO2-Handel genauer ansehen. Ich hoffe, das Angebot mit dem Bäume-Pflanzen ist seriös. CO2 wäre dann nicht mehr das Problem, die Schadstoffe bekäme man mit dem Kat oder Autogas in den Griff. Und wenn man den eigenen CO2-Ausstoß insgesamt verringern will, bietet sich Ökostrom an: wenn man auf den umstellt, spart ein durchschnittlicher Haushalt CO2 in einer Größenordnung von ca. 12.000 km ein, ich glaube es waren 2 t. Ich bin ab 1.4. bei
www.lichtblick.de. Dort gibt es vernünftige Tarife, garantiert Atom- und CO2-freien Strom. So viel Werbung muss sein
Gruß,
Thorsten
Stephan J. schrieb:
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> Meiner Meinung nach ist die Einrichtung von
> Umweltzonen nicht geeignet, um das Feinstaub- und
> das CO2-Problem zu lösen, und es ist völlig
> legitim, richtig und wichtig, gegen eine derart
> inkompetente Umweltpolitik alles zu tun, was man
> tun kann. Also würde ich empfehlen, mit den
> Demonstrationen, Unterschriftensammlungen und auch
> mit den Gesprächen auf politischer Ebene unbedingt
> fortzufahren.
>
> Auf der anderen Seite sollte sich jeder DS-Fahrer
> klar darüber sein, dass sein Wagen eben mehr
> Schadstoffe produziert als ein nagelneuer Wagen
> mit Euro-4 oder was auch immer jetzt aktuell ist.
> Auch bei niedriger Jahresfahrleistung produziert
> der Wagen, wenn er gerade läuft, an dem Ort, wo er
> gerade läuft, ordentlich viele Schadstoffe. Wer
> das nicht zugeben möchte, sollte mal den Motor
> seines Wagens in der Garage laufenlassen (am
> besten bei geöffneter Tür, dies soll keine
> Aufforderung zum Suizid sein!) oder den Wagen auf
> der Straße laufenlassen und eine Zeitlang in der
> Nähe des Auspuffs atmen.
>
> Die Wagen produzieren nun einmal Schadstoffe und
> die produzieren sie auch, wenn sie mit
> Ausnahmegenehmigung in einer Umweltschutzzone
> fahren.
>
> Ich sehe es eher so, dass wir lange Jahre wirklich
> privilegiert waren und unsere Wagen ohne
> nennenswerte Einschränkungen (z.B. mit
> H-Kennzeichen)weiter fahren durften, obwohl sie
> nicht mehr dem Stand der aktuellen Abgastechnik
> entsprachen. Die Besitzer anderer (neuerer)
> Fahrzeuge mussten über die Kfz.-Steuer-Erhöhung
> richtig viel dafür zahlen, wenn sie ihr Auto
> behielten und keinen Katalysator nachrüsten
> wollten oder konnten und weiter Schadstoffe
> absonderten. Wir durften steuerbegünstigt weiter
> fahren.
>
> In den 90er Jahren sind die geregelten
> Nachrüst-Katalysatoren für Oldtimer-Saugmotoren
> entwickelt worden, da es durch dem Druck der
> erhöhten Kfz.-Steuer eine Nachfrage dafür gab.
> Dann kam das H-Kennzeichen und niemand sah mehr
> eine Notwendigkeit, einen Katalysator nachzurüsten
> - ich persönlich ehrlich gesagt auch nicht. Und
> wie die Firma Wurm jetzt ganz richtig sagt: Es
> gibt bzw. gab keine Nachfrage mehr für den
> Katalysator.
>
> Vielleicht ist die Feinstaubverordnung jetzt
> einfach der Anstoß dafür, dass wir - die wir ohne
> Kat fahren - endlich Verantwortung übernehmen und
> einen Katalysator nachrüsten - sofern ein
> Euro-2-Katalysator zur Verfügung steht. Und
> vielleicht sind die drohenden Fahrverbote eben
> auch der Anstoß dafür, dass nun eine
> Abgastechnologie für die DS entwickelt wird, die
> zumindest für die Euro2-Norm ausreicht.
>
> Das wäre meiner Meinung nach eine produktive
> Herangehensweise an das Problem: eine Technologie
> entwickeln, die natürlich vordergründig erst
> einmal dazu dient, dass die Fahrzeuge von den
> Fahrverboten in den Umweltzonen nicht betroffen
> sind. Also nicht "weiter DS Fahren durch das
> Privileg einer Ausnahmegenehmigung", sondern
> "weiter DS Fahren, weil der Wagen nicht weniger
> Umweltschaden anrichtet als ein x-beliebiger
> sieben Jahre alter PKW".
>
> So würde am Ende der Hauptnutzen dann schließlich
> doch bei der Umwelt liegen. Und auch wenn die
> Feinstaub-Verordnung noch so krude
> zusammengestoppelt und inkompetent ist: ihre
> ursprüngliche Intention war ja schließlich
> zunächst der Schutz des Menschen und der Umwelt.
>
> Zumindest, wenn man mal davon absieht, dass sie
> natürlich auch zum schnellstmöglichen Austausch
> der heute fahrenden Fahrzeugbestände und einem
> entsprechenden Nutzen für Automobilindustrie und
> Volkswirtschaft insgesamt führen soll...
>
> Wenn man heute einen alten Xantia oder XM mit
> Euro-1-Katalysator kauft, gibt es für etwa 200,- €
> einen Umbausatz, mit dem man den Wagen auf Euro-2
> bringen kann. Das sollte doch wohl auch für die DS
> zu machen sein, oder?
>
> Falls also die Umweltzonen mit ihren Fahrverboten
> kommen, lasst uns bitte einfach dafür sorgen, dass
> endlich wieder eine so große Nachfrage nach
> DS-Katalysatoren entsteht, dass sich für die
> Katalysator-Hersteller die Entwicklung eines
> Euro2-Katalysators für die DS und ID lohnt und ein
> solcher in absehbarer Zeit zur Verfügung steht.
>
> Damit wir auch in ein paar Jahren noch mit Recht
> sagen und zeigen können, wie zukunftsweisend
> dieses faszinierende Fahrzeug war.
>
> Ich finde eigentlich, dass der DS-Club schon jetzt
> das Gespräch mit Paul Wurm, der Firma
> matrix-engineering etc. suchen sollte, um zu
> klären, ob die Entwicklunge eines Euro-2-Kats für
> die DS möglich wäre und was technisch erforderlich
> ist, um die Euro-2-Einstufung zu erreichen. Denn
> wenn die Fahrverbote wirklich kommen, wird es
> plötzlich viele Leute geben, die einen haben
> wollen. Ich nehme dann definitiv einen...
>
> Leider weiß ich, dass damit zunächst nur die
> Probleme der Kurzhuber-DS und -ID gelöst werden
> könnten, und was aus meinem 1932er C4 G
> Pritschenwagen würde, stünde in den Sternen. Aber
> es wäre ein Anfang.
>
> Gruß aus Detmold,
>
> Stephan J.
>
www.buchhandlung-jaenicke.de
> (ID 19 B, EZ 5/1969)
>
>
>
> 4 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.07 - 15:27.