Pit hat geschrieben: Hallo Hans-Uwe,
du weißt das von der Fliegerei sicher besser. Tiefdruck bedeutet doch bei gleichem Volumen weniger Luft. Wird das Gemisch dann nicht fetter?
Meine Tochter ist gerade mit einem Diesel in den Anden unterwegs. In 4600m Höhe will der kaum anspringen. Die Luft hat nur ca. die halbe Dichte, daher wird beim Anlassen der Enddruck auch geringer und die Entzündungstemperatur wird nicht erreicht. Beim Fahren mit Turbo fällt das nicht so auf. Die Benziner haben da keine Probleme.
Grüße,
pit
Hallo Pit,
genauso ist es.
Bei gleichem Volumen ist die Luft weniger komprimiert. Und dadurch reduziert sich auch die Sauerstoffmenge*, während sich die Treibstoffmenge unwesentlich verändert. Und dieser Treibstoffüberschuss kühlt den Motor. Beim Landen/Sinken ist es dann genau umgekehrt. Wer dann das Gemisch nicht nachregelt, schädigt seinen Motor.
Viele Flugmotoren haben einen Druckerhaltungskompressor. Der stellt dann sicher, dass auch in großen Höhen das Gemisch und damit die Leistung erhalten bleibt (z.B. TIO-540). Ich habe aber eine Möglichkeit gefunden, in den Alpen, oder auf sehr kurzen Pisten die Leistung kurzzeitig deutlich zu steigern.
Ein Diesel hat zwar überschüssige Luftmengen, kommt aber in sehr großen Höhen nicht so einfach auf die Selbstzündungstemperatur. Am besten ein Diesel-Starthilfegemisch in den Ansaugtrakt sprühen.
Grüße
Hans-Uwe
PS: Meine Tochter war auch in den Anden. Sie schwärmt noch heute davon.
[size=small]*) Der Sauerstoffanteil verändert sich dabei kaum.[/size]