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Re: Die Spur des Kupferwurms

Verfasst: Mo 12. Jan 2015, 17:03
von Bernhard(Süd)
Danke, Tom.
Stimmt, ich erinnere mich an einige ziemlich scharfe Kurven, die solche Kabel hinter der Lötstelle beschreiben... (und nach Knick kommt "ab"...).

Man kann aber duch ein entsprechend verlängerten Schrumpfschlauchstück und somit hoffentlich grösseren Radius des Kabels die Knickgefahr an dieser Stelle vermindern?

Grüsse:
bernhard

Re: Die Spur des Kupferwurms

Verfasst: Mo 12. Jan 2015, 18:29
von DS20_break
auch Erschütterungen tun den Lötstellen nicht gut.

Re: Die Spur des Kupferwurms

Verfasst: Mo 12. Jan 2015, 20:25
von Bernhard(Süd)
auch Erschütterungen tun den Lötstellen nicht gut.

Ei der Daus. So sensibel sind die??? Wenn ich also wiedermal meine Erschütterung betreffs ungelenker Tangodamen in der DS ausheule, dann brechen die Kontakte ab?! Naja, dann muss ich das schon nicht tun!

Grüzze: bernhard

Re: Die Spur des Kupferwurms

Verfasst: Mo 12. Jan 2015, 22:55
von Langhuber
Bernhard(Süd) hat geschrieben: O wie schade, dass die seit zT mehr als 10 Jahren bei mir verbauten zugegeben bözen lüsterklemmenverbindungen so gefährlich sind (Hupe; Lautsprecher; ...).
Meine Mutter hat auch seit dem Krieg jeden Tag ein- bis zwei Schachteln Zigaretten geraucht und ist damit 87 geworden. Das ist halt so mit der Statistik.
Das Thema mit den Verbindungen ist komplex: Eine Hupe wird ja nur sehr kurz betätigt, d. h. ein schlechter Kontakt wird kaum zu einer schädlichen Erwärmung führen. Und wenn man in seinem Auto nicht gerade stundenlang einen 200W Basslautsprecher wummern lässt, fliessen auch zum Lautsprecher keine übermässig hohen Ströme.
Anders ist das, wenn man den gesamten Beleuchtungsstrom bei einer Nachtfahrt über eine Lüsterklemme führt.

Was aber bei einer korrekt ausgeführten Quetschverbindung noch dazu kommt: Da finden ja zwei Quetschungen statt: Vorne an der Klemme für die Elektrik, und etwas zurück eine Quetschung um die Kabelisolation, die dann auch als Zugentlastung und Knickschutz dient. Wenn Du an der Stelle lötest, zerschmilzt Dir mit einiger Wahrscheinlichkeit die Kabelisolation und die Zugentlastung ist nicht mehr gegeben. Der Schrumpfschlauch wirkt dann eventuell noch als Knickschutz, aber nicht mehr als Zugentlastung.
Bei Verwendung der billigen flachen Crimpzangen (das sind die mit den Schrauben-Abscher-Löchern drin), kann es weiterhin dazu kommen, dass man nicht genug quetscht und das Kabel einfach wieder aus der Quetschung rausrutscht, oder wenn man wie ein Ochse quetscht, habe ich es auch schon erlebt, dass einige oder mehr der einzelnen Litzenadern abgequetscht wurden.
Es ist auch kaum möglich, z. B. ein 0,75mm²-Kabel richtig in eine Hülse einzucrimpen, die für 4mm²-Kabel gedacht ist.

BTW: benutzt Ihr bei Euren Lüsterklemmen (der Name sagt eigentlich, wofür die gedacht sind), wenigstens Aderendhülsen und Aderendhülsenzangen?

Weiterhin ist es bei der Originalverdrahtung im Auto ja meist so, dass ein Kabel nach jeweils 10-20cm in einem Kabelbaum oder unter einer Kabelschelle verschwindet. Und zwar unter Einschaltung eines kleinen Bogens, nicht straff gespannt wie eine Klaviersaite . D. h. auch das bewirkt eine Zugentlastung. Raumdiagonal gespannte Kabel durch den Motorraum kommen ab Werk nicht vor. Wenn man mal vom Kabel zum Anlasser und zur Masse absieht. Aber da hat die Kürze der Leitung Priorität.

Was Lötungen angeht: Ich habe schon Platinen erlebt, bei denen sich das Kupferoxid zwischen die Leiterbahn und das Lötzinn gefressen hat. Ging man mit dem Lötkolben dran, dann hat sich das Lötzinn zuürckgerollt, wie Wasser in der Teflonpfanne, und die schwarz oxidierte Leiterbahn blieb "blank" zurück. Und das bei Geräten, die die letzten Jahrzehnte im wohltemperierten Büro zugebracht hatten.

Klemens