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Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Fr 9. Mai 2025, 18:56
von Til
Bei "Reparatur des linken hinteren Federzylinders im Frühjahr 2024, Tausch der Hydraulikpumpe im Herbst 2024" können aber gut und gerne 1 Liter "verschwinden" lassen, je nachdem wie gut man die hintere Manschette ausdrückt und den Federzylinder vor dem Abschliessen der Hydraulikleitung zurückschiebt - geplatzte Membranen kann man am Federverhalten feststellen (auf alle Ecken drücken), auch zischt das ziemlich lange durch das Loch im Deckel des Fasses.
Das dumme an den Federzylinderrepaturen ist, dass der Flüssigkeitsstand direkt nach der Reparatur noch stimmen kann, da die Cafetière direkt nach der Reparatur noch leer ist und sich erst langsam im Fahrbetrieb auffüllt, und da geht schon was rein, vorallem wenn der Rücklauf nicht frei ist und sie Backen macht.
Also einfach öfters den Hydraulikflüssigkeitsstand kontrollieren - Til
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Sa 10. Mai 2025, 09:03
von M. Ferchaud
radel56 hat geschrieben: Fr 9. Mai 2025, 11:56
Danke für den Tipp. Überlege mir das Vorgehen. Eigentlich ist das eine Aktion für den Winter, weil es sicher einige Tage mit dem Hin- und Herversand dauert.
Hi Konrad,
wenn‘s nur um‘s Prüfen geht: Ich habe ein (mobiles) Prüfgerät.
Viele Grüße
Henning
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Sa 10. Mai 2025, 11:27
von radel56
Guten Morgen Henning,
falls sich bei der Überprüfung zeigt, daß die Kugeln gefüllt werden müssen, wäre das bei dir möglich? Ich habe Füllventile. Die vorderen Kugeln sind geteilte Kugeln, hinten habe ich geschweißte. Zudem habe ich noch zwei geteilte Kugeln daliegen, weiß nur nicht mehr ob sie für vorne oder hinten sind. Du siehst, es ist etwas umfangreicher.
Zu dir zu fahren wäre noch überschaubar. Ein Kollege hat mir im Forum den Tipp von der Firma
http://www.federkugel.de/ in Meinerzhagen gegeben, auch Ingo wäre sicher eine gute Adresse. Allerdings sind beide etwas weit weg.
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Sa 10. Mai 2025, 22:06
von M. Ferchaud
Hallo Konrad,
füllen kann ich nicht, nur prüfen.
Die Spezifikation Deiner losen, geteilten Kugeln sollte sich anhand der Dämpfereinsätze und ggf. anhand der auf dem
Füllstopfen eingestanzten Nummern herausfinden lassen.
Ich würde zunächst einen „Wipptest“ machen (Front und Heck von Hand herunterdrücken und hochziehen), dann könnte man auf ~10 bar Genauigkeit schätzen, wie hoch der Tarierdruck noch ist. Will man es danach genauer wissen, kann man die Kugeln demontieren und mit dem
Prüfgerät abdrücken.
Ob Du die Kugeln dann von Ingo oder von Herrn Grünberg füllen lässt, falls es nötig ist, bleibt Deine Entscheidung. Herr
Grünberg kann auch Membranen tauschen, falls erforderlich, und zwar sowohl für LHM- als auch für LHS.
Viele Grüße
Henning
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Sa 10. Mai 2025, 23:52
von anieder
Ich denke, dass du es beim Fahren bereits sehr deutlich gespürt hättest, wenn Kugeln im Wert von 1,5 Litern LHM geplatzt wären. Dann wäre Ja so gut wie keine Federwirkung übrig.
Beim Füllen gibt es prinzipiell den Unterschied ob es mit oder ohne Befüllventile durchgeführt wird.
Wenn schon technosir Ventile dran sind hat auch Claude Michel solche schon auf dem Parkplatz beim Stammtisch gefüllt.
Grüße
Andreas
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Do 15. Mai 2025, 18:14
von radel56
Das Rätsel ist gelöst, ich habe die Undichtigkeit gefunden, die zum Verlust von LHM geführt hat: die Gummikappe des Bremsventils hatte einen langen Riß!
Die Story treibt mich seit Wochen um. Es begann damit, dass auf dem Kupplungspedal Flüssigkeit war, meine Vermutung war Kühlflüssigkeit. Ich fand eine Leckstelle am Heizungsventil und tauschte die Dichtung zwischen dem Heizungsventil und dem Wärnetauscher aus. Damit war die Leckstelle wieder dicht.
Trotzdem war weiterhin nach jeder Fahrt diese glitschige Flüssigkeit auf dem Kupplungspedal - die nochmalige Überprüfung des Heizungsventils ergab keine neue Leckstelle.
Ich kam auf die Idee, unter die Matte im Fußraum zu schauen - alles war voller öliger Flüssigkeit. Nach Entfernen der verschiedenen Matten aus dem Fußraum der Fahrerseite und genauer Ursachenforschung mit starkem Licht entdeckte ich aus dem Bremsventil tropfende Flüssigkeit - LHM.
Nach dem Ausbau des Bremsventils und der Demontage der Gummikappe am Bremsventil entdeckte ich einen fast zwei Zentimeter langen Riß in der Gummikappe.
Die Gummikappe war schnell gewechselt - der Einbau des Bremsventils ist eine Tortor.
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Do 15. Mai 2025, 22:05
von priusb78
Ja, Bremsventil tauschen gehört zu den "schönsten" Arbeitgen an der DS. Gleiches Problem hatte ich auch schon! Und dann auch neue Teppiche ...
Gute Fahrt!
Gruß Thorsten
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Fr 16. Mai 2025, 09:43
von M. Ferchaud
radel56 hat geschrieben: Do 15. Mai 2025, 18:14
Das Rätsel ist gelöst, ich habe die Undichtigkeit gefunden, die zum Verlust von LHM geführt hat: die Gummikappe des Bremsventils hatte einen langen Riß!
Die Story treibt mich seit Wochen um. Es begann damit, dass auf dem Kupplungspedal Flüssigkeit war, meine Vermutung war Kühlflüssigkeit. Ich fand eine Leckstelle am Heizungsventil und tauschte die Dichtung zwischen dem Heizungsventil und dem Wärnetauscher aus. Damit war die Leckstelle wieder dicht.
Trotzdem war weiterhin nach jeder Fahrt diese glitschige Flüssigkeit auf dem Kupplungspedal - die nochmalige Überprüfung des Heizungsventils ergab keine neue Leckstelle.
Ich kam auf die Idee, unter die Matte im Fußraum zu schauen - alles war voller öliger Flüssigkeit. Nach Entfernen der verschiedenen Matten aus dem Fußraum der Fahrerseite und genauer Ursachenforschung mit starkem Licht entdeckte ich aus dem Bremsventil tropfende Flüssigkeit - LHM.
Nach dem Ausbau des Bremsventils und der Demontage der Gummikappe am Bremsventil entdeckte ich einen fast zwei Zentimeter langen Riß in der Gummikappe.
Die Gummikappe war schnell gewechselt - der Einbau des Bremsventils ist eine Tortor.
IMG_4704.jpeg
Glückwunsch zur Lösung des Rätsels, Konrad!
Viele Grüße
Henning
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Fr 16. Mai 2025, 10:45
von anieder
Hallo Konrad,
Ich frage mich gerade wo denn nun das Lecköl hinläuft?
Das Teil heißt ja nur Staubmanschette und nicht Dichtmanschette.
Gibt es von da Anschluss an die Leckölleitung oder bläst sich jetzt die Staubmanschette auf?
In Kleinanzeigen verkauft gerade jemanden ein Nos Bremsventil für ID
Andreas
Re: Hydraulikproblem
Verfasst: Fr 16. Mai 2025, 11:58
von radel56
Hallo Andreas,
Das Lecköl läuft über eine Rücklaufleitung zurück ins System. Eine defekte Gummikappe läßt es in den Fußraum laufen. Bei mir war der Fußraum vom Vorbesitzer mit mehreren Lagen Teppichresten ausgestattet, die das Öl komplett aufgesaugt haben. Deshalb lief auch nichts nach außen und ich bemerkte den Schaden erst nach dem Anheben der Fußraummatte.
Die Gummikappe läßt sich am Bremsventil ganz einfach austauschen, das Bremsventil ist in Ordnung und kann weiter verwendet werden.
Eine besondere Herausforderung ist der Wiederanschluß der abgeschraubten Bremsleitungen an das Bremsventil. Die Leitung muß genau fluchten, um sie in die sehr enge Bohrung des Ventils einzustecken. Dabei beachten, daß die Leitungsdichtung nicht herausfällt. Nur wenn die Leitung genau mittig fluchtet, gelingt es auch, die Verschraubung wieder einzudrehen. Und das alles bei sehr beengten Verhältnissen und mit künstlichem Licht. Das Werkzeug muß gegen herunterfallen gesichert werden, andernfalls verschwindet es im Nirwana des Motors. Weil der Schraubenschlüssel immer wieder gedreht werden muss, kann das laufend passieren. Wers schon mal gemacht hat, weiß, wovon ich schreibe. Ein wahrer Horror.