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Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 09:34
von M. Ferchaud
Robert hat geschrieben:
Hallo Frank,
diese Fahrstuhlnummer ist aber doch keine Spezialität der frühen Autos, da haben doch viele hier im Forum schon drüber geklagt.
Viele Grüsse
Robert
Richtig. Ich habe den Fahrstuhleffekt auch schon an Modellen aus den 70ern beobachtet.
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 09:51
von maldini
Hallo Henning,
mein Wagen macht das auch (69er).
Relativ sicher zu reproduzieren:
Wenn man mit voll eingeschlagener Lenkung langsam eine Linkskurve fährt (z.B. auf der Strasse wendet), baut sich der Wagen (bei voll eingeschlagener Lenkung) vorn leicht auf - wie er auf der rechten (Kurvenaussen) Seite leicht einfedert/einfällt.
Wenn man dann in dieser "Verspannung " z.B. bremsen muss, (da man es nicht in einem Zug schafft) sackt der Wagen danach häufig rel. abrupt ab. (und zwar um etwas mehr als er sich vorher aufgebaut hat)
Ich habe das als eine kleine, aber grundsätzliche Konstruktionsschwäche des Fahrwerks bisher einfach akzeptiert/ignoriert.
Grüße Karl
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 10:45
von M. Ferchaud
Til hat geschrieben:
Hallo Henning - wenn im Stabilager "erhebliches' Spiel ist, kann das kaum an zu dicken Einstellblaettchen liegen, da diese ja maximal 0.3mm ausgleichen - da sind sicher die Lagerschalen verschlissen und ich denke das kann, falls nie abgeschmiert wurde, durchaus nach 65k km auftreten - die Lagerschalen gibt es als Nachbau aber wenn Du NOS finden kannst, waere das sicher nicht verkehrt und dann brauchst Du warhscheinlich auch keine anderen Einstellblaettchen (das war zumindest bei mir so).
Die Kugelkoepfe der Stabigelenke werden, wenn ich mich recht erinnere (ist 20 Jahre her), auf Anschlag eingeschraubt und dann ein bischen geloest und versplintet.
Viel Erfolg - Til
Hallo Til,
ich habe die vorhandenen Plättchen nicht nachgemessen, aber die eingelegten waren sicher stärker als 0,3 mm. Die Lagerschalen sehe zumindest einwandfrei aus. Ist dort eigentlich eine Schmierung vorgesehen?
Die Kugelköpfe ließen sich in meinem Fall nur gefühlt maximal mit Gefühl eingedreht versplinten. Allerdings kann ich kein Drehmoment oder ähnliches benennen.
Viele Grüße
Henning
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 13:34
von Robert
Hallo Henning,
die Frage der Überleitung der Kraft zum Stabi stellt sich, weil der Effekt nur in eingen Kurven auftritt und nie bei Geradeausfahrt. Da der Radeinschlg selbst ja nicht auf den Stabi wirken kann, sind es in meiner Vorstellung sich verändernde Kräfte in Richtung des Radsturzes, die sich "irgendwie" auf den Stabi übertragen.
Was die Kugelköpfe angeht, ist es imho ggfls. notwendig, für den Splint ein anderes Loch zu bohren.
Viele Grüsse
Robert
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 19:45
von M. Ferchaud
Robert hat geschrieben:
Hallo Henning,
die Frage der Überleitung der Kraft zum Stabi stellt sich, weil der Effekt nur in eingen Kurven auftritt und nie bei Geradeausfahrt. Da der Radeinschlg selbst ja nicht auf den Stabi wirken kann, sind es in meiner Vorstellung sich verändernde Kräfte in Richtung des Radsturzes, die sich "irgendwie" auf den Stabi übertragen.
Viele Grüsse
Robert
Verstehe, den Zusammenhang hatte ich nicht ableiten können.
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 20:04
von maldini
.. das Phänomen habe ich als „Verspannung“ zwischen den sich aufhöhenden Achsteil innen und den einfederndem Achsteil außen versucht zu beschreiben…
Ein Bremsvorgang fixiert diesen dynamisch Prozess offensichtlich - und führt nach dem lösen der Bremse zu einem abrupten „Niveauausgleich“ des Vorderwagens.
Als Fahrstuhleffekt sehr treffend beschrieben.
Ob das so ist wie ich mir zusammenreime - ???
Grüße
Karl
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Mi 2. Nov 2022, 20:12
von ...hannes
Bei der Anlenkung des Höhenkorrektors vorne gibt es ein Spiel, das man einstellen kann. Sitzen die Stellschraube zu eng, reagiert der HK übersensibel. Zu Verdeutlichung habe ich die betreffende Stelle mit einem mit einem blauen Kreis markiert.
[attachment 16925 Stabi-Hkorr..jpg]
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Do 3. Nov 2022, 14:59
von Robert
Hallo Hannes,
das Gestänge dient ja nur dazu, die Bewegung des Korrektors zu begrenzen, wenn eine andere als die Normalposition gewählt wird. In der Norrmalstellung ist das Spiel an der von Dir markierten Stelle, richtig eingestellt, so bemessen, dass das Gestänge keinerlei Einfluss auf die Tätigkeit des Korrektors hat. Die hier besprochene Fehlfunktion tritt auch bei einwandfrei eingestelltem Gestänge auf, womit ich nicht sagen will, dass ein falsch eingestelltes Gestänge die Sache nicht verschlimmern kann.
Viele Grüsse
Robert
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: So 13. Nov 2022, 17:57
von M. Ferchaud
Hallo zusammen,
habe jetzt erstmal das vormalige Spiel am Lagerpunkt des Stabifühlers wieder hergestellt - zum Kontrollieren der Lötstelle an der Stabischelle war‘s mir zu kalt - , und prompt ist der Fahrstuhleffekt verschwunden. Die Höhenkorrektur reagiert zwar noch immer etwas übersensibel, aber damit kann man zumindest wieder weitgehend störungsfrei fahren.
Ich nehme mich nächstes Frühjahr der Stabilagerung an, wenn ich passende Distanzbleche habe (hallo Julian

), und dann nehme ich mir auch die restliche Vorderachse einschließlich Antriebswellen vor.
Zusammen mit meiner Freundin haben wir heute bei kaltem, aber sonnigem Herbswetter eine wunderschöne Tour mit der DS ins nahegelegene Haguenau gemacht und dabei die Vorzüge der sehr effizienten Heizung der Ur-Modelle genossen.
Manchmal muss man auch einfach mal fahren und genießen…
Euch allen einen schönen Sonntagabend.
Viele Grüße
Henning
Re: Stabilisator und Höhenkorrektur
Verfasst: Sa 20. Mai 2023, 18:25
von M. Ferchaud
Hallo zusammen,
heute habe ich mich erneut der Thematik mit dem Lagerspiel des Stabis zunächst auf der rechten Seite angenommen.
Da ich ja nunmehr über ein ganzes Sortiment an Unterlegplättchen unterschiedlicher Dicke verfüge (danke, Julian!), dachte ich mir: Auseinanderbauen, Spiel ermitteln, korrekte Plättchen einlegen, fertig.
So einfach ist es dann doch nicht, denn die Lagerschale hat einen Überstand von 1,2 mm:
Die bisher eingelegten Plättchen hingegen haben eine Stärke von 1,1 mm:
'
Das bedeutet, dass der Träger der Lagerschale in dieser Konstellation beim Festziehen unter Spannung staht, da der Überstand der Lagerschale größer ist, als die Distanzplättchen.
In diesem Zustand weist die Lagerschale mehr als einen mm Spiel auf /zum korrekten Messen habe ich die Schale heruntergedrückt, hier wird eine Hand zum fotografieren benötigt:
Die Lagerschale an sich sieht meines Erachtens nach gut aus:
Die logische Konsequenz wäre, den Überstand der Lagerschale soweit abzutragen, bis das Spiel im Lager nahezu null ist (gibt es hierzu eine Vorgabe?), oder die Schale planar mit dem Träger zu schleifen und danach mit den Distanzplättchen feinzujustieren.
Bevor ich eine dieser "rabiaten" Methoden anwende, wollte ich die Experten zu Wort kommen lassen, wie ihrer Meinung nach die korrekte Methode aussehen würde.
Viele Grüße
Henning