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Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 16:48
von hgk
Für Hellsehen hast Du doch eigentlich den besseren Draht ...

Die Einspritzer sind inzwischen auch 50 Jahre alt und es finden sich immer noch Leute, die mal zum Lötkolben greifen können, siehe d-Jet Forum. Für die ganzen Kompaktbausteine wird es sicherlich auch irgendwelche Lösungen geben.

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 17:08
von priusb78
Neben den elektrischen und elektronischen Bauteilen hat ein großes und modernes Auto - wie der C6 - viele andere "mechatronische Wunderwerke" verbaut, z.B. Klima, Lenkung, Hydraulik, Interior, Airbags usw., in denen häufig Kunststoffteile verbaut sind. Ob die alle "ewig" halten bzw. repariert werden können?
Ich zweifle daran. Auch Nachbauten sind bei der Komplexität ausgeschlossen.
Am ehesten hilft evtl. die wichtigsten Komponenten auf Lager legen, so lange man sie noch neu oder gebraucht kaufen kann?

Einen C6 als Oldtimer? Nicht trivial. ;-)

Gruß Thorsten

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 17:17
von uwe.v11
Schon mal was von 3D Druck gehört?
Alles kein Problem
Uwe

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 17:31
von anieder
Wenn der C 6 erst mal auf Elektronantrieb umgebaut ist, ist das Problem gelöst.
Soll ja bei der DS auch helfen.

Ich verstehe die Diskussion nicht.

Einerseits den Diesel, den Verbrennunsmotor und das ganze Automobil verteufeln helfen und dann Sorge haben, ob ein dreckiger tödlicher C6 in 20 Jahren noch fährt?
Die Antwort müsste doch sein. Hoffentlich nicht. Wird bis dahin sicher die DUH sowieso geschafft haben.
Oder eben auf den tollen sauberen Elektroantrieb umgebaut, wie die anderen Oldtimer auch.

Übrigens André Citroën hat maßgeblich dazu beigetragen, das die tödliche Seuche Auto massenhaft produziert wurde.
Da müsste er doch nachträglich für bestraft werden und alle seien Produkte für eine endlich saubere Luft in den Städten stillgelegt.
Zuwiderhandeln und Autoforum Besuchen werden dann wegen Perversion von der DUH abgemahnt.

Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ (Mt 5,20 EU)


Kopfschüttelnd

Andreas

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 18:26
von DerPaster
...weswegen ich ja bekannterweise auch Autogas fahre und keinerlei Problem hätte, auch Madame auf den jeweils modernsten und besten Antrieb umzustellen (wie das zweifellos auch André Citroën jeweils getan hat - wobei unsere Mesdames bekanntermaßen aus Kostengründen leider nur mit Vorkriegstechnologie versorgt wurden. Das macht einen möglichen Wechsel auch weniger schmerzlich...). Tatsächlich ist, wer lesen kann, auch hier im Vorteil ;-)

Trotz allem verschwörungstheoretischen Widerstand (Gott sei Dank eh' immer nur von denselben, allseits bekannten drei bis vier üblichen Verdächtigen - das finde ich doch sehr beruhigend ;-) ) zurück zum Thema: Auch ein 3-D-Drucker löst aber nicht die Elektronikprobleme, insbesondre was Software betrifft. Die Jetronics wurden ja in den 70ern bei weiten nicht nur bei den Mesdames verbaut, sondern waren Massenware - und sind es insofern auch heute noch, zumindest bei Veteranenliebhabern. Aber wie sieht es da realistisch bei einem Auto von nicht mal 25.000 Exemplaren in der Zukunft aus? Da ich leider nur bodenständiger Pfarrer und kein esoterischen Spökenkieker bin, ist diese Frage sehr ernst gemeint: Ist von der Softwareseite her das Konservieren eines C6 automatisch vergebene Liebesmüh?

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 18:45
von maldini
Hallo zusammen,

ich glaube auch, dass die hochtechnisierten Autos schneller aus der Zeit fallen werden, als die einfachen und primitiven.
Das dabei die Elektronik als erstes schwächelt kann ich mit vorstellen - bei aktuelle Autos wird ja in der Regel nichts repariert, sondern getauscht.

Vielleicht strebt die Industrie sogar Wegwerfartikel mit einer klaren Nutzungsdauer an? - bei den teslamodellen ist, was man so hört, maches bereits so hochintegriert und nicht mehr zu reparieren/tauschen, dass die Situation ehr einem Handy als einem Auto gleicht.

Ansonsten sollen mal die aufzeigen die in 30 Jahren noch fahren....

.. doch drei, hätt ich gar nicht gedacht!

;-))

altersgerechte Grüsse an Euch!
Karl

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 20:48
von anieder
Nun ja.

Dass die Erde rund ist, haben ja auch erst mal nur wenige geglaubt....

Aber lasst uns lieber über massenweise produzierte Djetronik Fahrzeuge und die auf deren Steuergeräte eingespielte Sofware fachsimpeln....

Andreas

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 21:10
von DerPaster
Stimmt! Vor einem Jahrhundert glaubte niemand an den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs! Und auch heutzutage glauben selbst vermeintlich gebildete Minister (, wobei dessen Dr. Titel ja auf Grund wissenschaftlicher Mängel ja nur in zwei Bundesländern anerkannt wird...) noch nicht an den Zusammenhang zwischen Autoabgasen und Lungenerkrankungen - selbst drei Prozent (überwiegend Ältere, n.b.) der Lungenärzte glauben da noch nicht dran. Und selbst das mit der runden Erde glauben solche Verschwörungstheoretiker ja noch nicht. Wie ich kürzlich von einem Flacherdner lesen durften: "Menschen rund um den Globus wissen doch inzwischen, daß die Erde flach ist!" ;-)

Aber zurück zum Thema: Zur Zukunft der C6 kann hier keineR was Konstruktives beitragen? Vll. lohnt sich am ehesten, für nachgeschmissen ein Modell mit Motor- und Elektronikschaden einzumotten und sich für das Innenleben später was Sinnvolleres einfallen zu lassen?

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 21:51
von priusb78
Was wäre denn "was Konstruktives" aus Deiner Sicht?

Das einzig Hilfreiche ist, eine Teileversorgung sicherzustellen. Da Du von Citroën in 10-20 Jahren nichts mehr erwarten kannst, Nachbau aufgrund der geringen Stückzahlen nicht stattfinden wird, musst Du Dir möglichst bald selbst Teile auf Lager legen, neue oder gebrauchte. Aktuell gibt es noch eine ganze Menge:

ebay.fr C6

Man sieht die Gleichteile mit Pugeot 407 und 607.

Software ist eher unkritisch, da der C6 noch zur "gestrigen" Auto-Generation gehört, die einmal fertig gestellt und gebaut, außer beim Navi keine Updates mehr bekamen.

Gruß Thorsten

PS: Der Benziner mit dem V6-Motor wurde nur 2783 Mal gebaut. Eine Rarität! ;-)

Re: Broschüre 100 Jahre Citroën zur Retromobile

Verfasst: Sa 9. Feb 2019, 22:01
von Robert
Hallo Paster,

ich traue mich noch mal in das Minenfeld dieses threads: Das Thema der aufgrund von Elektronikproblemen nicht mehr restaurierbaren "Youngtimer" ist ja so neu auch nicht. Ich meine mich zu erinnern, dass schon um die Jahrtausendwende in der "Oldtimer Markt" bezweifelt wurde, ob sich ein damals aktueller Mercedes SL W129 irgendwann noch restaurieren lasse, eben der Elektronik wegen. Auf der anderen Seite habe ich bisher noch von keinem Fall gehört, in dem die Restauration eines Autos an der Elektronik letztendlich gescheitert wäre. Und auch in diesem Bereich lässt sich noch einiges reparieren, viele der schwarzen Kästchen sehen geöffnet gar nicht so furchterregend aus, und mit dem Tausch von Elkos (die in der D-Jetronic zum Glück fehlen) und Spannungsreglern ist es oft getan. Oft sind es sogar neue Entwicklungen, die das Leben mit alten Autos erleichtern: Das Diagnosegerät Tech2 für meinen Saab, ursprünglich den Werkstätten vorbehalten, gibt es inzwischen als preiswerten und voll funktionsfähigen Nachbau aus China zu kaufen, oder auch das neue Innenleben für die Continental Edison-Radios.
Ich denke, die Angst vor der Elektronik hat ebenso wie die vor den Fahrverboten einen hohen Anteil an Irrationalität, fast würde ich von Paranoia sprechen, weil sie gut als Projektionsfläche für die ganzen Ängste konservativ eingestellter Menschen (ich meine damit nicht die Parteipräferenz), und das sind die Fahrer alter Autos zu einem grossen Teil, geeignet ist. Solange mir kein typischer Serienfehler des jeweiligen Modells bekannt ist, würde ich nicht auf den Kauf eines Autos wegen allgemeiner Elektronikbefürchtungen verzichten. Angesichts des hier ausgewiesenen Zeithorizonts halte ich, wie maldini es schon andeutet, die Angst vor der eigenen Vergänglichkeit für sehr viel begründeter. Schliessen möchte ich mit einem Verweis auf das wohl bekannte Zitat Luthers mit dem Apfelbäumchen.

Viele Grüsse
Robert