Härtende Öle sind nach meinen Erfahrungen mindestens genauso gut als Kunststoffpflege geeignet, wie die einschlägigen Produkte, die explizit dafür ausgewiesen sind. Habe mal einen Test an den völlig "ausgetrockneten" (und verblassten) Plastikrückspiegeln meines 2er Volvos gemacht: Eine Seite bekam einen sehr teuren Tiefenpfleger für außen, die andere verdünntes Lein- oder Tungöl. Sah zunächst praktisch gleich aus. Ich muss tatsächlich mal wieder schauen, was besser gehalten hat.
Mit einen guten Halböl macht man nichts falsch - Hauptsache nicht zu satt, bzw gut nachwischen. Wer mit Holz zu tun hat, hat so etwas immer in der Werkstatt. Und wer nur mit Oldtimern zu tun hat, sollte mit Owatrol zu den gleichen Ergebnissen kommen. Letzteres ist allerdings nur eine Vermutung. Bin zwar fast sicher, dass es funktioniert, aber vielleicht vorher mal ausprobieren. (Gerüchten zufolge
ist Owatrol eine Art Leinölfirnis aka Halböl)
Noch mal hierzu:
aquablader hat geschrieben:Hallo!
Käme für so etwas nicht Trowalisieren in Frage?
Das geht auch mit Kunststoff...
VG Ingo
Den Begriff kannte ich auch noch nicht; handelt sich offenbar um eine raffinierte Form des klassischen Trommelns. Anscheinend lässt sich das mit allerlei Parametern an die unterschiedlichsten Anwendungsfälle anpassen. Aber allen Trommelverfahren ist gemeinsam, dass exponierte Bereiche stärker abgetragen werden, als die Flächen. Es ist also immer eine Art "Rundlutschen". Daher z.B. auch besonders gut zum Entgraten geeignet. Meine Trompeten würde ich daher nicht so gerne solch einem Verfahren unterziehen - da bleiben halt keine scharfen Kanten mehr übrig. Und etwas zu (bruch-)empfindlich um in einer Trommel umher geworfen zu werden, sind die Dinger vermutlich auch.