Lenkungskopf TeileNr. D444.10

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Tom71
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Tom71 »

[quote="Thomas Held"]
Zusammenfassend wuerde ich sagen, dein Lenkkopf entspricht einem normalen LHM-Kopf. Du kannst ein 'normales' Revisionsset verwenden.
[/quote]
So ist es eben nicht! Und genau das ist DAS PROBLEM!
[quote=Tom71]
Der Innendurchmesser / die Aussparungen in denen die Dichtungen eingesetzt werden sind größer!
[/quote]
Siehe Foto Lenkungskopf 1. Der hier abgebildete hintere Dichtring (O-Ring) war verbaut und passt vom Durchmesser locker in die Aussparungen vom Kopf! Davor ist der Dichtsatz aus dem allgemein erhältlichen Revisionsset abgebildet. Zu sehen ist die Differenz der schwarzen Dichtringe: ca. 29,2 mm zu erforderlichen ca. 32 mm Außendurchmesser!

Wie kann ich, wenn ich den Lenkungskopf vor mir habe, den Innendurchmesser (dort wo die Dichtungen anliegen sollen) vermessen?
Gruß Tom71
Tom71
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Tom71 »

Citrotech hat hier mehrere Dichtungssätze im Angebot,
http://citrotech.nl/shop/shop/category/ds/6-stuur/

sind aber gem. Abbildung auch o-Ringe... und das wird niemals dicht damit.
http://citrotech.nl/shop/shop/revisiese ... rhuis-lhm/
- falls es überhaupt das richtige wäre
Gruß Tom71
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Thomas Held Verified
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Thomas Held Verified »

[quote=Tom71]
Citrotech hat hier mehrere Dichtungssätze im Angebot,
http://citrotech.nl/shop/shop/category/ds/6-stuur/
[/quote]

Hallo Tom71,

es gab meines Wissens zwei verschiedenen Hydraulikfluessigkeiten (LHM/LHS), zwei verschiedene Arbeitskolbendurchmesser (19 mm und 21mm???) und zwei verschiedenen Lenkkopfdichtungsarten (Teflon/eckiger Gummi, nur O-Ringe) im Laufe der DS-Entwicklung, wobei keine zwei Aenderungen gleichzeitig geschahen. Die Vielfalt der Dichtsets sollte daher meiner Ansicht nach noch hoeher sein...

[quote=Tom71]
sind aber gem. Abbildung auch o-Ringe... und das wird niemals dicht damit.
http://citrotech.nl/shop/shop/revisiese ... rhuis-lhm/
- falls es überhaupt das richtige wäre[/quote]

Damit wird kein Lenkkopf dicht, das sehe ich genau so!
Gruss,

Tom
Gruß

Tom
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Thomas Held Verified
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Thomas Held Verified »

Hallo Tom71,

ist es moeglich, dass du die Teflon-Gummi-Sandwiches versuchst an der ersten Nut passend zu bekommen? Die erste Nut (zu den Steuerventilen hin) enthaelt auch bei der spaeten Version noch einen O-Ring und keinen Teflon-Compound und ist moeglicherweise tiefer(?). Zumindest sind die Aussendruchmesser der die Teflonringe andrueckenden eckigen Gummiringe 29 mm, der des O-Rings 29,9 mm.
Wo wohnst du denn? Ich habe hier einen zerlegten Lenkkopf liegen. Da muesste man mal vergleichen...
Gruss,

Tom
Gruß

Tom
Tom71
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Tom71 »

[quote="Thomas Held"]
es gab meines Wissens zwei verschiedenen Hydraulikfluessigkeiten (LHM/LHS), zwei verschiedene Arbeitskolbendurchmesser (19 mm und 21mm???) und zwei verschiedenen Lenkkopfdichtungsarten (Teflon/eckiger Gummi, nur O-Ringe) im Laufe der DS-Entwicklung, wobei keine zwei Aenderungen gleichzeitig geschahen.
[/quote]

Genau so ist es. also müsste dies auch in den entsprechenden Teile-Katalogen abgebildet sein! NUR WO???

[quote="Thomas Held"]
Die Vielfalt der Dichtsets sollte daher meiner Ansicht nach noch hoeher sein...
[/quote]
Exakt: Darauf wollte ich hinaus, so sehe ich das auch... Nur wo ist diese Vielfalt?

[quote="Thomas Held"]
Die erste Nut (zu den Steuerventilen hin) enthaelt auch bei der spaeten Version noch einen O-Ring und keinen Teflon-Compound und ist
moeglicherweise tiefer[/quote]

Und auch das ist richtig beobachtet.
Nur dichten niemals O-Ringe in einem eckigen Gehäuse sicher ab. Also müssen eckige Dichtringe her. Aber dafür brauche ich verlässliche Maße.
[quote="Thomas Held"]
Wo wohnst du denn?
[/quote] -> siehe Standort.
Gruß Tom71
1956-1969
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von 1956-1969 »

Tom71,
bisher gehe ich davon aus, dass alle Nuten in verschieden alten Drehverbindern gleich tief und breit sind.
Egal ob da außen 444.10 oder N200 oder N101 oder nur 350, 384, 21 ( bisher heute gesehen) oder was auch immer eingraviert ist. Oder ob es sich um eine Lenkung rot von 1956 rot oder grün von 1975 handelt.
Es sei denn, jemand überzeugt mich vom Gegenteil. Durch nachprüfbare Maßangaben.
Deinen Verteiler sehe ich also nicht als was besonderes an. Einen Verteiler mit der Gravur 444.10 habe ich an einer uralten roten Lenkung gesehen, allerdings viel feiner ausgeführt als bei deinem abgebildeten.
Wenn du den Drehverteiler ohne Teflon nur mit Torusringen ausrüsten willst, brauchst du die Maße 24,5mm x 29,9mm x 2,7mm, wie das auch in den Katalogen zu finden ist. In Gummiqualität Grün, nicht Lakritz ( Ingo M.s Bezeichnung gewöhne ich mir standardisiert an).
Gesehen habe ich bisher nur die Abdichtkombinationen Torusgummi allein oder Gummi eckig plus Teflon eckig.
Die abgebildete Kombination eckig plus Torus ( wenn ich das Foto richtig deute), über die Tom sich aufregt, ist auch für mich ein Novum und allein von der Funktionsvorstellung abenteuerlich. Das kann doch nicht funktionieren, sondern der Teflonring wird sich wie auf einer Wippe befindlich benehmen.
Uli
Tom71
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Tom71 »

[quote=1956-1969]
Wenn du den Drehverteiler ohne Teflon nur mit Torusringen ausrüsten willst, brauchst du die Maße 24,5mm x 29,9mm x 2,7mm, wie das auch in den Katalogen zu finden ist. In Gummiqualität Grün, nicht Lakritz ( Ingo M.s Bezeichnung gewöhne ich mir standardisiert an).
[/quote]

Danke, ein guter Ansatz. Hast Du oder wer anders damit bereits positive Erfahrung gemacht, sprich es ward und blieb dicht?
Sind das O-Ringe oder Rechteck-Ringe?
Wo bekäme ich diese Ringe her?

Freue mich noch auf weitere Vorschläge, Hinweis, Tipps und Bemerkungen.
Gruß Tom71
1956-1969
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von 1956-1969 »

Tom: „Die erste Nut (zu den Steuerventilen hin) enthält auch bei der späten Version noch einen O-Ring und keinen Teflon-Compound und ist moeglicherweise tiefer“:
Ich gehe davon aus, dass auch diese Nut gleiche Maße hat wie die anderen und deshalb so oder so ausgerüstet werden kann. Der O-ring hat ja auch die Maße wie die anderen O-Ringe, die vor der Teflonzeit montiert waren.

Tom71: „Nur dichten niemals O-Ringe in einem eckigen Gehäuse sicher ab. Also müssen eckige Dichtringe her. Aber dafür brauche ich verlässliche Maße.“
Hast du jemals runde Nuten gesehen in der DS-Hydraulik? Das ist doch der absolute Normalfall, dass runde Dichtungen in eckigen Gehäusen sitzen.......
und die Ausnahme, dass man später an einigen Stellen stattdessen Compoundlösungen eingebaut hat.

Tom71: „Danke, ein guter Ansatz. Hast Du oder wer anders damit bereits positive Erfahrung gemacht, sprich es ward und blieb dicht?“
Das ist für mich kein Ansatz, sondern eine Mitteilung. Wie man im Katalog sieht, hat Citroën über die Hälfte der Bauzeit der DS das an allen DS und ID ( falls mit unterstützter Lenkung) immer so gemacht. Und das ist nicht jemand, sondern sind ziemlich viele.

Tom71: Sind das O-Ringe oder Rechteck-Ringe?“.
Ich merke, du glaubst das immer noch nicht mit runden Dichtungen in eckigen Gehäusen.

Die Dichtungen in GRÜN mit den angegebenen Maßen gibt oder gab es von Citroën.
Uli
Medi
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von Medi »

Ich habe verstanden: Die Nuten in Deinem Lenkungsteil sind tiefer und auch breiter.

Im Bemühen den Lenkungskopf dauerhaft dicht zu bekommen habe einige Instandsetzer die Nuten bearbeitet um alternative Dichtungen verwenden zu können. Mittlerweile kommen auch diese individuellen Lenkungen wieder in den Rücklauf, in vielen Fällen echt ein Griff ins Braune.

Ich gehe schwer davon aus dass es sich hier um ein bereits revidiertes und modifiziertes Teil handelt, und empfehle den Austausch des ‚Kopfes‘. Der ‚Ring‘ wird praktisch nicht kaputt und unterliegt auch keiner Abnützung, sollte also gebraucht hier im Forum oder z.B. bei Huub leicht zu bekommen sein.

Zur Dimensionierung der Nuten, schau z.B. mal hier
http://www.angst-pfister.at/dynasite.cf ... smid=96586
ab Seite 83. Die Verwendung von eckigen oder runden Dichtungen ist eine Frage der Dimensionierung, ist z.B. beim Federzylinder mit O-Ring gelöst, wobei hier natürlich keine wechselseitigen Drücke aufteten...

Der O-Ring dichtet mit seiner Verformung bei zunehmendem Druck. Problematisch werden dicke PTFE (o.Ä.) bei geringem Druck (beim Druckabbau im Stand oder eben bei typischem Wechseldruck in der Lenkung) weil der Elastomer-Ring den PTFE-Ring nicht ausreichend anpressen/verformen kann.

Siehe auch:
read.php?1,67162,67271#msg-67271
1956-1969
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Re: Lenkungskopf TeileNr. D444.10

Beitrag von 1956-1969 »

Ja, Medi, das wäre der worst case, an den habe ich noch gar nicht gedacht.
Dann würden sich verschieden große Nuten erlären.

Wie ist es mit der Belastung der Dichtungen in dem Drehverteilerring?
Die 5 Ringe begrenzen 4 Gassen für Hydraulikflüssigkeitszirkulation.
Nennen wir sie 1 bis 5 von vorn Fahrzeug nach hinten. Ring Nr 5, der obere oder hintere im Auto, ist immer ohne Teflon.
Ringe 1 und 2 begrenzen die Hochdruckgasse, Gasse 1, Flüssigkeitszufuhr. Dauerhochdruck.
Die Gassen 2 oder 3 führen abwechselnd Hochdruck beim Einlenken, je nach rechts oder links. Ab und zu Hochdruck.
Gasse 4 mit den Ringen 4 und 5 ist für Rücklauf, immer quasi drucklos. Deshalb braucht Ring 5 auch keinen Teflonring. Und Ring 4 ist ja gleichzeitig die hintere Dichtung der Gasse 3, hat deshalb schon Teflon.
Wirklich Flüssigkeit nach außen verlieren wird der Drehring nur bei leckender Dichtung 1 oder 5. Die anderen führen nur zu inneren Lecks. Und Nr 5 leckt sicher viel später als 1.
Wechseldruck erfährt nur Dichtung 3. Die anderen werden immer zur selben Seite gedrückt, Dichtung 2 manchmal in die Mitte gerückt.
Warum hat man überhaupt Teflon und eckige Gummis eingeführt?
Zuerst nur eine einzige Dichtung ziemlich früh im Hydraulikteil der Lenkung.
Dann zu Modell 66 die vier, um die es hier geht.
Vorher blieb ein Drehverteiler vielleicht 100 000 km dicht, danach vielleicht das Doppelte.
Uli
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