Bremse

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Pit
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Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Bremse

Beitrag von Pit »

Hallo,
ich war die letzten Tage mit der Göttin unterwegs und eigentlich sehr zufrieden bis auf die Bremse! Nach langer Autobahnfahrt bei Regen ohne zu bremsen bin ich bei der ersten Bremsung sehr erschrocken! Es tat sich nicht viel! Nach mehrmaliger Trockenbremsung war es wieder einigermaßen in Ordnung. Kennt jemand das Phänomen? Die Beläge haben sehr gute Belagstärke und sind auf den Platten mit den Kühlrippen.
Danke
Pit
mb

Re: Bremse

Beitrag von mb »

Hallo Pit,

versuche doch mal, die Bremsen zu entlüften. Eventuell sind sie auch verölt. Das Problem sollte man aber in den Griff bekommen.

Michael B
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Bremse

Beitrag von Pit »

Ich möcht meine Frage präzessieren:
Können sich verölte ( vor längerer Zeit) oder verglaste Beläge so auswirken? Allerdings fände ich es merkwürdig, wenn beide Seiten so gleichmäßig verölt wären. Eher links (Lenkung). Kann man den ausgebauten Belägen was ansehen? Sind die Scheiben dann auch betroffen?
Vielen Dank
Pit
patric
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Registriert: Fr 1. Mär 2002, 21:47

Re: Bremse

Beitrag von patric »

entlüften

Gruß
patric
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Bremse

Beitrag von Pit »

Hallo patric,
wie wirkt sich der Regen auf das Entlüften aus? Nach meinem Verständnis bewirkt die Luft bei der Ds doch hauptsächlich ein verspätetes Ansprechender Bremse.?
Pit
patric
Beiträge: 2112
Registriert: Fr 1. Mär 2002, 21:47

Re: Spaß-Bremse

Beitrag von patric »

Hi Pit,

Du hast natürlich recht, wenn es nur bei Regen auftritt, dann isses was anderes - andererseits wenn man mal das Nasse und Trockene aus Deiner Beschreibung raus läßt, dann beschreibt das ziemlich genau eine Bremse mit Gasblasen in der Hydraulik:

> Nach langer Autobahnfahrt ohne zu bremsen
> Nach mehrmaliger Bremsung war es wieder

Ich hatte solche Probleme noch nie bei Regen und ich habe so ziemlich alle Spielarten des feuchten Nass hier in NRW von Niesel bis Monsun. Ich kann nichteinmal den kleinsten Unterschied zur Trockenbremsung ausmachen, allerdings sind meine Beläge auch erst ca 2 Jahre (alt) drauf, wie sieht es denn da bei Dir aus?

Entlüften geht schnell und ist nie schlecht, bevor ich weiter orakele würd ich lieber einfach mal beherzt die Nippel drehen (Hallo Rosi)...

Gruß
patric
Pit
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Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Bremse

Beitrag von Pit »

Hallo patric,
ich habe meine DS seit 2000. In meinen Unterlagen finden sich Hinweise, dass die Bremsbeläge wohl vor 97 gemacht wurden. 98 wurde mal ein vorderer Bremssattel ausgetauscht. Wie gesagt, die Beläge sind noch sehr stark, die Scheiben ohne Riefen oder Ränder. Die Werte beim TÜV waren immer ordentlich und gleichmäßig. Ich habe die Bremse schon öfter nach Arbeiten an der Hydraulik entlüftet. Um die Bremsleistung zu beurteilen fehlt mir der Vergleich. Dr. D. ist erst vor kurzem gefahren und hat zumindest nichts Negatives gesagt. Ich könnte mir die Bremswirkung auch im Trockenen besser vorstellen. Ich glaube schon, dass es an der Nässe liegt. Wie wirkt sich denn die Luft in der Bremse gefühlsmäßig aus? Bei mir war es keine Verögerung der Bremsung, sondern bis zum Stand eine sehr schwache Bremsleistung bei hohem Fußdruck.
Danke
Pit
Pit
Beiträge: 2899
Registriert: Fr 17. Jan 2003, 18:39

Re: Bremse

Beitrag von Pit »

Ergänzung:
Ich bin am nächsten Tag nochmal ca. eine halbe Stunde BAB gefahren, ohne den obigen Effekt. Es bleibt die Frage: wirken sich verölte Beläge vor allem bei Nässe aus?
Pit
Til

Re: Bremse

Beitrag von Til »

Hallo Pit, das klingt nicht gut - wie ist denn die Korrelation zwischen laengerer Autobahnfahrt und Regen? Ich gehe mal davon aus, dass Du auf der Autobahn nicht so oft auf der Bremse stehst wie in der Stadt - es koennte also durchaus sein, dass sich hierbei irgendetwas auf der Scheibe ansammelt, und Oel ist hier leider der 1. Verdaechtige :-(. Dann waere der Regen eigentlich nur da, um uns zu verwirren bzw. um ein anderes Problem (Oel) zu verstaerken?

Wie dem auch sei, bei einer DS, die trotz starkem Druck auf die Bremse bereits subjektiv schlecht bremst, ist sicher was nicht in Ordnung und bei solcherart Nebenwirkungen wuerde ich schnell den Doktor fragen ;-)

Viel Glueck - Til

PS: ich kenne Oel auf der Bremse selbst nur von der Ente (mit Trommelbremse), da war Regen kein Thema (alles andere schon). Ein damaliger Freund hat seinen K70 verkauft, weil er das Problem von Oel auf den innenliegenden Scheibenbremsen nie loswurde.
Rosi

Bremse

Beitrag von Rosi »

Hallo Patric und Interessierte,

und wenn das vorgelegte Stichwort ("Nippel drehen") noch so verlockend ist, ich bleibe anständig.

Mit dem Entlüften liegst Du aber vielleicht garnicht so falsch. Folgendes Szenario könnte ich mir vorstellen:

1. Die Bremse ist in einem sehr gutem Zustand, die Reibflächen optimal. Trockene Umgebung. Der benötigte Bremsdruck für eine typ. Verzögerung hat einen bestimmten typ. Wert.

2. Die Beispielbremse hat einen gewissen Gasanteil, der bei 1. nicht, oder nur unbedeutent bis schwach, sich auswirkt.

3. Jetzt kommt Feuchtigkeit hinzu. Da auf Langstrecke nicht gebremst wird, kann sich das Wasser maximal aufbauen. Wird langsam gefahren, ist auch noch die Zentrifugalkraft für das Wasser an den Bremsscheiben gering.

4. Die Bremsung. Wird jetzt mit gewohntem Bremsdruck gebremst, landen die Bremsklötze auf der Feuchtschicht. Bevor die Oberflächenfeuchtigkeit mechanisch entfernt wird, hat man praktisch auf der Bremscheibe Aquaplaning. Da geht die Bremswirkung gegen Null. Nach einer gewissen Zeit bekommen Bremsscheibe und Klötze ihre erste partielle Berührung und somit Reibung und somit Wärmebildung.
Jetzt erst beginnt die Feuchtigkeit zu vergasen/verdampfen und die eigentliche Bremswirkung beginnt.
Bis dahin hat man aber intuitiv deutlich stärker auf´s Bremspedal gedrückt und somit den Druck in den Bremsleitungen erheblich erhöht. Jetzt macht sich der Gasanteil in der Bremshydraulik voll bemerkbar. Nämlich, er erlaubt garnicht den gewünschten hohen Druck. Dieser hohe Druck ist aber unbedingt notwendig, um den Verzögerungsverlust schnellstens abzubauen.
Auch wenn dieser Analyseansatz nicht zutreffen sollte, entlüften ist niemals verkehrt. Die Meinung: "Ich habe doch erst entlüftet, da ist doch alles klar", sollte eventuell heissen: "Wieso ist da schon wieder Luft im Bremsöl"?


Grüsse
Rosi
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