Batterie

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DS20_break Verified
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Re: Batterie

Beitrag von DS20_break Verified »

@Medi
danke Dietmar, für deinen fachlich fundierten Beitrag.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Langhuber Verified
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Re: Batterie

Beitrag von Langhuber Verified »

[quote=Medi]
viel viel Text...
[/quote]Wie schrieb Alexander Soerl einst in seinem Heftchen: "Auto im Winter".
"Alles bisher gesagte ist vollkommen richtig, bloß bin ich mir nicht sicher, ob auch die Batterie das weiß".

Klemens

(Der mit seinem nachträglich eingebauten Amperemeter im Fahrbetrieb sehen kann, dass seine alte Batterie von der alten Lichtmaschine bei ausem Licht kontinuierlich mit etwa 2-3A nachgeladen wird, und der deshalb, wenn er den Ölstand, den LHS-Stand und das Kühlwasser kontrolliert, bisweilen etwas Aqua dest. in seine nicht wartungsfreie Batterie einfüllt, und der keinen Grund zu der Annahme sieht, damit nicht noch wenigsten über die diesjärige Fahrsaison zu kommen und der dann sich und seiner Madame eine neue Oldtimerbatterie mit sechs Schraubstopfen genehmigen wird).
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
DS20_break Verified
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Re: Batterie

Beitrag von DS20_break Verified »

Langhuber hat geschrieben: Wie schrieb Alexander Soerl einst in seinem Heftchen: "Auto im Winter".
"Alles bisher gesagte ist vollkommen richtig, bloß bin ich mir nicht sicher, ob auch die Batterie das weiß".

Hallo Klemens,
der Herr hieß Spoerl
schlaue Grüße
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Langhuber Verified
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Re: Batterie

Beitrag von Langhuber Verified »

[quote=Hardy]
der Herr hieß Spoerl
[/quote]
Wenn Du recht hast, hast Du recht. Das P ist in meinem Pam-Filter hängen geblieben. ;-)
(und "disjärig" schreibt man mit h.)

Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Batterie

Beitrag von Langhuber Verified »

[quote=1956-1969]
pragmatischer Text...
[/quote]
Das sehe ich ganz genauso.

[quote=Medi]
Klemens‘ Ladegerät eine Stunde an einer AGM-Batterie und man ist Kunde
[/quote]Das bezweifle ich ganz entschieden. Mein Ladegerät hat einen Selengleichrichter eingebaut und aus dem Grund einen hohen Innenwiderstand. D. h. die Spannung wird von der Batterie bestimmt, das Ladegerät versucht in seinen Grenzen die 6A, in der Praxis sind es eher weniger, reinzupumpen.
Es mag sein, dass ich mit meinem Gerät eine 4Ah-Stunden Motorradbatterie in einer Stunde zerstöre, weil überlade. Aber eine 60Ah-Autobatterie? In einer Stunde kriegt die grade mal 6Ah, also ein Zehntel ihrer nominellen Kapazität reingedrückt.
Als meine Batterie nach der 9-Wochen-Pause schwach war, (sie war nicht voll entladen!) habe ich mein Ladegerät 5 Stunden lang angehängt. D. h., da hat meine Batterie rechnerisch noch nicht mal die Hälfte der zur Volladung notwendigen Ladung erhalten. Und damit ist Madame einwandfrei angesprungen. Den Rest erledigt bei jeder Fahrt seit 50 Jahren im Allgemeinen und mit dieser Batterie seit 6 Jahren im Besonderen meine tapfere alte Gleichstrom-LiMa und mein mechanischer Regler.
Wenn AGM-Batterien das nicht abkönnen, dann ist das nicht mein Problem, sondern das der Batteriehersteller.

Dass ich an meinem Gerät eine Batterie nicht wochenlang dran lassen kann, das weiß ich genauso, wie ich weiß, dass ich die Batterie nicht kurzschliessen und nicht auf den Kopf stellen darf.


Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]

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Medi
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Re: Batterie

Beitrag von Medi »

Klemens,

ist jetzt schon recht DS-OT,

aber löse Dich bitte von linearen Unterstufen-U/I-Rechnungsmodellen, und schau Dir mal ein (vergleichsweise) komplexes BEM/BMS resp. eine LIMA in aktuellen Fahrzeugen an. Wenn Du da eine Batterie wechselst und der Ladeschaltung nicht exakt die Kapazität, den Ladezustand, etc. angibst kommst Du erst mal in die Anlernfunktion wobei bei vielen Fahrzeug unwichtige Funktionen (z.B. Klima, etc.) erst gar nicht zur Verfügung gestellt werden.
Der BEM-Code z.B. bei Audi entstand auch nicht (nur) aus reiner ‚Bosheit‘.
Wenn ich am C4P die Polklemme eine bestimmte Zeit löse erlaubt das BEM danach nur noch für wenige Minuten ein Radio, die Innenbeleuchtung wird nach kürzester Zeit abgeschaltet, Coming-Home wird deaktiviert, etc. Das geschieht zum Schutz der Batterie die für das Steuergerät nicht mehr dieselbe sein muss und damit einen unbekannten Ladezustand hat. Es beginnt ein ‚Kennenlernprozess‘ der neuen Batterie.
Wenn Du solche ‚undefinierte‘ Ladesituationen provozierst indem Du regelmäßig für ein paar Sekunden den Batteriepol abklemmst, weißt Du was Du Dir zu Weihnachten wünschen kannst.

@ Wenn AGM-Batterien das nicht abkönnen, dann ist das nicht mein Problem, sondern das der Batteriehersteller.

Nein, ein Laden mit ungeregelten Ladegeräten wird von ALLEN Herstellern explizit verboten, z.B. Zitat Banner:
************
AGM:
Unbedingt mit spannungsgeregeltem Ladegerät laden (max. 14,8 V)! Die Verwendung herkömmlicher, nicht spannungsgeregelter, Ladegeräte zerstört die Batterie durch Überladung und verursacht ein Entweichen des Elektrolytes! Achtung: Hinweise des Fahrzeugherstellers beim Abklemmen beachten.
************

Uli,

speziell am Land in ‚zersiedelten‘ Umgebungen kämpft man mit langen Versorgungsleitungen und kann aus finanziellen Gründen nicht jeden Haushalt mit eigenem Trafo versehen. Habe in einem Lagerraum als einer der ersten nach dem Trafo meist um die 245V, hier im Büro sind es 235V, in meiner Garage im Ende des Tales sind es meist knapp unter 220V, wenn ich Kompressor und Schweißgerät, etc. gleichzeitig anwerfe geht’s auf 200V runter. Mit einem ungeregelten Gerät, noch dazu aus den 70ern für 220V ausgelegt …

Ist für die CTEK/Aldi-Dinger ohne Belang hier wird natürlich mit Schaltregler stabilisiert. Geräte für ‚Internationale Netze‘ laufen bereits mit 90V zufriedenstellend an.

Abschließend:

Klar kann man mit halb vollen Batterien rumfahren, man muss aber nicht ;-)

Im Normalfall klemmt man im Herbst einen Pol ab, steckt ihn im Frühjahr wieder an und fährt los. Wenn das wie offensichtlich bei Klemens nicht funktioniert, möge man über ‚meine‘ Hinweise nachdenken ;-)

L.G.
Dietmar
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Re: Batterie

Beitrag von 1956-1969 »

@medi

-Tatsächlich messe ich gern mal im Tagesverlauf den Effektivwert der Wechselspannung und „sehe“, wann die Leute kochen oder wann wenig Strom entnommen wird, aber so große Schwankungen wie du sie anführst, habe ich nie beobachtet. Gut, ich messe ja auch in einer Kleinstadt. Dass die Schwankungen so enorm sein können, hätte ich wirklich nicht angenommen.
- Dachte mir natürlich schon, dass die Alditeile intern elektronisch bestens stabilisiert sind.
- „Klar kann man mit halb vollen Batterien rumfahren, man muss aber nicht“.
Wenn es in der Praxis keine Rolle spielt, akzeptiere ich das. Beispielsweise habe ich in einer 6V-Ente aus den 50ern eine 84AH Batterie aus einem DS drin. Die Lima hat mickrige 150W.
Das passt sicher nicht zusammen, funktioniert aber unauffällig. Und solange das so ist, muss ich gar nicht wissen, ob die Batterie nun halbvoll ist oder vielleicht ¾.
-„Im Normalfall klemmt man im Herbst einen Pol ab, steckt ihn im Frühjahr wieder an und fährt los“.
Genau, den Eindruck habe ich die letzten Jahre auch. Deshalb habe ich die von früher gewohnte Dauernachladerei zuletzt ziemlich vernachlässigt und meine „Aldis“ hängen nur manchmal an einem Wagen dran. Die Akkus halten erstaunlich lang ihre Ladung. Liegt doch wohl daran, dass die neueren Batterien (Ca/Ca oder AGM) nicht so ausdampfen wie die früher gewohnten Hybrids gekoppelt mit mangelnder Kontrolle.
Ist ja erfreulich, dass es so ist.
Uli
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rsa404
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Re: Batterie

Beitrag von rsa404 »

Hallo Medi,

ich wohne zwar nicht ganz so auf dem platten Land, kann die von Dir gemessenen Spannungsschwankungen aber bestätigen. Insbesondere die Höchstwerte sind teilweise erschreckend.

Wir sind hier auch häufig von Stromausfällen betroffen, manchmal für mehrere Stunden.

Man darf durchaus die Frage stellen, wofür die Einnahmen aus den zwischenzeitlich unverschämt hohen Strompreisen Verwendung finden.

Gruß, Ralf
DS 19, 29. Jan. 1958 - http://rsa-rgs.blogspot.de / AMI 8 Break Okt. 1976 / Renault Megane Grandtour TCe 140 EDC, 06.25, Titanium-Grau /BMW 2er Active Tourer 218i, 03.2025, Alpinweiß, adaptives Fahrwerk / Mini Cooper Cabrio, 03.2022 Chili Red, 7-Gang DKG
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Re: Batterie

Beitrag von Langhuber Verified »

Hallo Dietmar,
[quote=Medi]
...
aber löse Dich bitte von linearen Unterstufen-U/I-Rechnungsmodellen, und schau Dir mal ein (vergleichsweise) komplexes BEM/BMS resp. eine LIMA in aktuellen Fahrzeugen an. Wenn Du da eine Batterie wechselst und der Ladeschaltung nicht exakt die Kapazität, den Ladezustand, etc. angibst kommst Du erst mal in die Anlernfunktion wobei bei vielen Fahrzeug unwichtige Funktionen (z.B. Klima, etc.) erst gar nicht zur Verfügung gestellt werden.
[/quote]
ich bin hier in einem Oldtimerforum.
Und da will ich eigentlich nicht über so modernen Kram diskutieren, und ich will meinen Oldtimer nach allen Möglichkeiten so original wie möglich halten. Es ist schon erstaunlich, daß hier ewig über gelb chromatierte versus verzinkte versus Edelstahlschrauben, oder über den korrekten Farbton in dem der Motor lackiert wird. Was in meinen Augen auch ok ist.
Aber sowie es an die Elektrik geht reflexartig kommt: Schmeiß das alte Glump doch raus, elektronische Zündung, neuer Kabelbaum, Drehstrom-LiMa, AGM-Batterie. Das tut mir, der sich viel mit der Erhaltung alter und ältester Elektrik und Elektronik beschäftigt, einfach weh.
Ich freue mich über mein elektronische Zündungsmessgerät, dass es mir erlaubt, einfach mal zwischendurch Zündzeitpunkt und Schliesswinkel zu messen und sogar zu korrigieren. So puristisch bin ich nicht, aber damit ist keine Veränderung an meiner Langhuberin verbunden.

Mein Schlüsselerlebnis neulich war der Renault Stilo meiner Bekannten: Ich dachte, ich könne mal eben die Batterie rausnehmen und an meinem Kaiser-Wilhelmgedächtnisladegerät wieder etwas anladen um vom Fleck zu kommen. Aber unter der sowieso nur briefkastenschlitzbreiten "Motorhaube" saß nochmal eine zweite Abdeckung die halb über die Batterie ging, so daß ich beim besten Willen nicht sehen konnte, wie ich die Batterie rausbekomme.
Ich habe auch nicht den Ehrgeiz an modernen Autos rumzuschrauben, weil ich da vür mich keine Chance sehe. Im allgemeinen funktionieren die Dinger ja auch so reibungslos, dass ich bei meinem Panda nach zwei Jahren Fahrtzeit die Motorhaube zum ersten mal aufgemacht habe, als das Scheibenwaschwasser zwischen zwei Wartungsintervallen leer war.

Also nix für ungut
Klemens
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Re: Batterie

Beitrag von hgk Verified »

[quote=rsa404]
Hallo Medi,

ich wohne zwar nicht ganz so auf dem platten Land, kann die von Dir gemessenen Spannungsschwankungen aber bestätigen. Insbesondere die Höchstwerte sind teilweise erschreckend.

Wir sind hier auch häufig von Stromausfällen betroffen, manchmal für mehrere Stunden.

Man darf durchaus die Frage stellen, wofür die Einnahmen aus den zwischenzeitlich unverschämt hohen Strompreisen Verwendung finden.

Gruß, Ralf[/quote]

Hallo Ralf,

na klar darf man fragen und es gibt auch Antworten:

read.php?32,90864,90867#msg-90867

Mit sonnigen Grüßen
Hans
MsG
Hans

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