hallo ingo - hallo an alle...
...hier mein ganz märkwürdiger reisebericht bezüglich der märkwürdigsten ausfahrt eigenart weltweit.
"am sonntag morgen war die welt noch in ordnung"
um 9:00 uhr hatte ich bei schönstem schalker herbstwetter die koordinaten in den nazigator getippt:
51.243161 - 7.997671.
dies sollte - laut recherche - der startpunkt unserer märkwürdigen ausfahrt sein.
märkwürdig wurde sie dann auch, ganz schön märkwürdig sogar.
wir hatten unsere strecke über lüdenscheid, werdohl, enninghausen, siesel, rönkhausen und dann richtung waldwiese gefunden.
dann kam das, was kommen musste: umleitung! in enninghausen also ab die berge hinauf, zahllose schleifen, immer weiter weg vom ziel!
irgendwann sind wir in einem dorf namens hagen angekommen und der pfeil vom nazigator zeigte nach links.
ok, wir wussten, dass es durch wald und flur gehen sollte, aber nach 3-5 kilometern waren wir mitten im wald, auf waldwegen!
männer fahren ja dann einfach weiter, während die liebste zur umkehr gemahnt.
der nazigator war allerdings auch überzeugt, dass es weitergehen solle.
hier nochmal links, dort nochmal rechts.
gut dass es bei der göttin die höhenverstellung gibt - und zack 51.243161 - 7.997671!!!
"sie haben ihr ziel erreicht" - stockduster, bindfadenregen, mitten im wald.
es folgte eine ebenso kurze, wie nicht weiterverbreitbare diskussion mit der liebsten.
und? nein, es wurde nicht gedreht.
also weiter, immer weiter.
plötzlich zwei herren, mitten im wald, mit regenschirmen, direkt vor unseren scheinwerfern.
die liebste:
"willst du die was fragen?"
ich:
"jau"
also frug ich:
"habt ihr hier so ähnliche autos wie das unsrige gesehen?"
einer der herren:
"nein, das wäre allerdings auch ungewöhnlich, so mitten im wald."
ich:
"kommen wir hier denn wieder raus?"
beide herren:
"immer weiter fahren, dann kommt irgendwann eine strasse."
oh du schönes deutschland, irgendwann kommt immer eine strasse.
man darf nur nicht umkehren.
jedenfalls und schwups waren wir in endorf und es war 11:30 uhr.
der nazigator hatte sich dann auch verabschiedet und in endorf (sollte eigentlich end-dorf heissen) gibt es glücklicherweise kein "netz".
also erst rechts abgebogen, die folgenden ortsnamen gefielen uns nicht.
also ausnahmsweise ne drehung und in gegenrichtung.
irgendwann kam ein schild richtung sorpesee.
hurra, der sorpesee!
bei diesem schönen wetter, da wollten wir doch immer mal hin.
vielleicht kommen die märkwürdigen ausfahrer da ja zufällig vorbei.
den sorpesee gesehen und gedacht: nee, da kommen die bestimmt nicht vorbei.
nach ner fiesen kaffetasse im sorpeseecafe ab zurück richtung ruhrrevier.
nach jedem kilometer besseres wetter, ab soest richtig schönes wetter.
immer die B1 entlang und einen kleinen abstecher vor den toren der unaussprechlichen stadt gemacht.
dort haben wir ein tolles wasserschlösschen in applerbeck gefunden und ganz passabel gespeist;
espresso, brandy und kuchen auf der terasse genossen.
naja, es war dann irgendwie auch so eine ebenso schöne, wie märkwürdige ausfahrt.
machen wir nächstes jahr auf jeden fall wieder
ps
die liebste hat mich dann zwischenzeitlich noch gefragt, warum ich alles so perfekt vorbereitet habe.
zb. nichtmal deine, oder irgendeine mobilnummer mitführe...
...da habe ich dann auch mal ne weile geschwiegen.
pss
hier die kartografischen auswertungen zum märkwürdigen!
wir waren sooo nah drannnn

))
blau - google daheim
rot - google maps für unterwegs