[quote=Langhuber]
[quote=Hardy]
Aber hinter den Dioden ist Drehstrom auch Gleichstrom.
[/quote]Auch vor den Dioden ist der Drehstrom bereits Gleichstrom. (1. Kirchhoffsche Regel).
Lediglich im Spulendraht fliesst Wechselstrom. (Auch 1. Kirchoffsche Regel).
Allerdings: Vor den Dioden gibts Wechselspannung, dahinter (wellige) Gleichspannung, wenn die Wellen nicht durch die Kapazität der Batterie geglättet werden.
Klemens[/quote]
Die Kirchhoffschen Regeln und Formeln werden in der Praxis eher nicht angewendet. Sie basieren hauptsächlich auf theoretischen Überlegungen. Stattdessen wird zur Berechnung von Strömen und Spannungen das Ohmsche Gesetz verwendet.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
[quote=Langhuber]
Ich habe mich beim Einbau vom Batterierahmen, an dem ja auch der Regler hängt, wohl etwas "verschraubt". Deshalb will ich auf jeden Fall nochmal vorne ran.
Kann es sein, dass die vordere Gewindestange länger sein muß als die Hintere?
Wenn ja, dann hat allerdings schon der Vorschrauber die beiden Stangen vertauscht.
[/quote]
Ich lehne mich mit meinem fast ausschliesslichen Kurzhuberwissen jetzt vielleicht etwas weit aus dem Fenster, aber wenn der Batteriehaltemechanismus schon damals genauso war wie spaeter, dann sind die beiden Stangen gleich lang, koennen zur optimalen Hoeheneinstellung aber an unterschiedlichen Positionen arretiert werden. Das ist besonders vorne zum LHx-Behaelter hin fummelig...
Gruss,
Tom hat geschrieben:
dann sind die beiden Stangen gleich lang, koennen zur optimalen Hoeheneinstellung aber an unterschiedlichen Positionen arretiert werden. Das ist besonders vorne zum LHx-Behaelter hin fummelig...
fummelig! Das habe ich bemerkt, nachdem sich die vordere Stange in die Tiefen des Schachts hinter dem LHS-Behälter verabschiedet hatte.
Ich habe etliche Anläufe mit spitzesten Zangen und spitzesten Fingern gebraucht, bis ich sie da wieder raushatte. Ein paar Mal hatte sie sich auch so verklemmt, dass ich sie mit lautem Zähneknirschen vorsätzlich wieder in ihren Orcus zurückstossen musste.
Hinten kann man ja sehen, wo die Löcher zum Einhaken sind. Aber vorne muss man auf gut Glück rumhangeln, bis sie irgendwo fasst.
(Das nächste Mal liegt der flexible Dreispitzgreifer neben dem Operationsfeld...)
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
wie einige von Euch sicher aus der Erinnerung wissen, habe ich mich vor Jahren mit dem Regler-Thema ausgiebigst beschäftigt und bin im Rahmen meiner Messungen an elektromechanischen (Drehstrom-)Reglern eben auf das oben gepostete Ergebnis gestoßen. Der Unterschied belief sich zwar auf weniger als ein Volt, war aber durchaus bemerkbar.
Im Werk wurden die Regler eben auf einen anderen Wert justiert, der bei geschlossener Kappe zum gewünschten Ergebnis (14 +/- 0,4 Volt bei 20°C) führte.
[quote=Uwe]
Im Werk wurden die Regler eben auf einen anderen Wert justiert, der bei geschlossener Kappe zum gewünschten Ergebnis (14 +/- 0,4 Volt bei 20°C) führte.[/quote]Jau, is klar.
Solche Argumente nehme ich ernst und werde versuchen, analoge Messungen mit meinem Gleichstromregler durchzuführen.
Das Dumme ist halt, dass man wohl nicht an die Originaleinstellanweisungen rankommt, und dass die Regler, die man heute so in die Hand bekommt, schon einige Jahre auf dem Buckel haben.
Da die Battterie in meiner Gnädigsten inzwischen mindestens 7 Jahre alt ist, habe ich natürlich keinen Anlass gesehen an der Einstellung des Reglers irgendwas zu ändern, sondern ich habe gemessen, wie der sich mit geöffnetem Deckel verhält.
D. h., wenn irgendwann einer mit einem verbrutzelten Ducellier 20A- Regler kommt, kann ich dem meine Meßergebnisse mitteilen, inklusive der Randbedingungen....
Was ich nicht so mag, ist Autoelektrik der Form: "Klemme 15 mit Klemme 49a verbinden". Erstens gibt es diese Nummern bei unserern Damen nicht und zweitens versteht derjenige, der mit solchen Anleitungen vielleicht seine Warnblinkanlage einbaut oder eine neue Lichtmaschine, nicht was er da tut und bei der geringsten Abweichung vom Pfad steht er auf dem Schlauch.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
Ich habe gestern vor dem Stammtisch meinen Regler nochmal ausgebaut und die Einschaltspannung des Batterieschalters gemessen.
Dabei bin ich folgendermassen vorgegangen: Spannung am Netzteil in 0,1V-Schritten von 12,5V an erhöht. Und dann mit dem Kabel an dem diese Spannung anliegt an die Spannungsspule getippt. D. h. die Spannung wurde hart und sprunghaft angelegt.
Ergebnis: Mit Deckel schaltet der Batterieschalter bei 12,8V ohne Deckel bei 13V. Ich habe es schon geschrieben, ich habe einen Ducellier-Regler. Bei Paris-Rhone ist der Effekt vielleicht etwas anders, ich weiss nicht ob es noch andere Regler gibt. Eventuell Cibie?
Erkenntnisgewinn: Der Deckel beeinflusst tatsächlich die Relais und Schalter messbar. Angesichts des Alters und des Zustandes der Regler und mangels exakter Abgleich- und Einstellanweisung sehe ich das allerdings eher als etwas Theoretisches an. Und der Aufwand, den Deckel zur Messung tatsächlich aufzusetzen ist gering, also mache ich das eben in Zukunft.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
die Einschaltspannung des Rückstromschalters ist nicht allzu kritisch. Er hat zusätzlich eine Stromwicklung, die den Kontakt noch kräftiger anzieht, wenn er erst mal geschlossen ist und Strom von der LiMa zur Batterie fließt. Diese Wicklung sorgt auch für den Abwurf des Kontakts bei stehender oder niedrig drehender Maschine zur Vermeidung der Entladung des Akkus.
Wiederhole Deine Messungen doch mal beim Spannungsregelelement und berichte!
[quote=Uwe]
Er hat zusätzlich eine Stromwicklung, die den Kontakt noch kräftiger anzieht, wenn er erst mal geschlossen ist und Strom von der LiMa zur Batterie fließt.
[/quote]Hallo Uwe,
diese Stromwicklung hatte ich in meinem Schaltplan ja auch eingezeichnet. Die bewirkt eine positive Rückkopplung, in dem Moment, wenn der Batterieschalter zum ersten Mal berührt. Mich hat aber in dem Moment nur die Spannung interessiert, die notwendig ist, um den Erstkontakt überhaupt herzustellen.
Auf der anderen Seite hat das Spannungsregelement ja auch eine Stromwicklung, durch die zusätzlich der Erregerstrom fliesst. Und da gibt es, wie ich ebenfalls schon geschrieben habe, einen negative Rückkopplung: D. h. Erregerstrom fliesst, Spannung steigt. Dann öffnet der Kontakt, unterbricht den Strom in der Stromspule, der die Spannungsspule unterstützt. Dadurch schliesst der Kontakt wieder, die Spule zieht wieder an, der Kontakt öffnet usw. Also der Effekt des Wagner'schen Hammers. Mit einem willkürlich eingespeistem Erregerstrom von 3A fängt der Kontakt bei ca 14V an zu "singen", ohne nicht, da schaltet der einfach ab.
Es ging mir ja nur darum, zu prüfen, ob der aufgesetzte Deckel einen messbaren Einfluss auf die Kontakte im Regler hat. Ich hatte das bezweifelt, habe mich aber durch das Experiment vom Gegenteil überzeugen lassen. Danach gehe ich natürlich davon aus, dass das bei allen drei Kontakten der Fall ist. Wie groß das nun im Einzelfall ist, interessiert mich jetzt nicht weiter, weil ich wie auch schon geschrieben, weder die Spezifikationen zum Abgleich des Reglers habe, noch auf einen neuen Regler zum Vergleich zurückgreifen kann.
Meine Batterie ist 6 Jahre alt, und ich muß nicht zwischendurch nachladen und habe einmal aqua dest nachgefüllt. Also gehe ich davon aus, dass Lichtmaschine und Regler in einem passablen Zustand sind.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
in Deinem Regler-Schaltbild sind von links nach rechts der Spannungsregler, der Strombegrenzer und der Rückstromschalter gezeichnet. Korrekt?
Das Besondere daran ist die vom Erregerstrom durchflossene Stromwicklung auf dem Spannungsregler, die, falls sie im selben Sinn arbeitet wie die Spannungswicklung, eine gewisse Nachgiebigkeit der Regelkennlinie bewirkt. Denn bei hohem Erregerstrom, also niedriger Drehzahl und/oder hoher Last, wird auf eine kleinere Ladespannung geregelt und umgekehrt.
Prinzipiell ist dies bei einem Dreielementregler unnötig, da der Überlastschutz bereits im Stromregler erreicht wird, und dies ohne jede Nachgiebigkeit des Spannungsregelkennlinie.
Bosch z.B. führt(e) Dreielementregler so aus, dass der Spannungsregler eine Spannungsspule, der Stromregler eine vom Laststrom durchflossene Stromspule und der Rückstromschalter sowohl eine Spannungs- als auch eine Stromspule hatte. Ergebnis: Eine harte Reglerkennlinie mit deutlichem Knick beim Erreichen des Maximalstroms.
finde ich super dass du dir die Mühe gemacht hast das alles mal so für uns auszuleuchten. Ich habe zwar keinen Gleichstromregler, lese mir sowas aber trotzdem gerne durch.
@Klemens
@Uwe
Vielleicht können wir das hier mal schaffen sowas wie Einstellungen und Kontrollen von Gleich- und Drehstromregler zu machen - und jetzt die Schwierigkeit dabei, so dass ich das auch verstehe und dazu noch übersichtlich.
Einfach für die Nachwelt als roten Faden wenn mal jemand ein Problem hat damit man sich selbst helfen kann.