Ducellier Gleichstromregler
Re: Ducellier Gleichstromregler
[quote=Bernhard(Süd)]
und, welche Kur hast Du dem mittleren Kontakt angedeihen lassen?
[/quote]Ich habe ein Stück Zeitungspapier mit Spiritus getränkt, den Öffner vorsichtig aufgedrückt und das Papier zwischen rein geschoben. Beim Loslassen wurde durch den Kegel ein winziges Loch ins Papier gepiekst. Dann habe ich das feuchte Papier um diese Achse gedreht.
Zunächst hatte ich überlegt, den Kegel abzufeilen. Aber das Risiko, dabei die Edelmetallschicht des Kontaktes abzuschmirgeln war mir zu gross.
In meinem "Kümmet, Reparaturenbuch für Kraftfahrzeug-Elektriker" steht drin, wie man Anker neu wickelt und Kontakte neu vernietet. Leider kommen darin nur die Boschteile und nicht die Franzosen vor.
Zur Zeit gibt es beim ZVAB keine neuere Auflage, aber wenn ich eine aus den 50ern oder 60ern finde, werde ich mir die besorgen.
Klemens
und, welche Kur hast Du dem mittleren Kontakt angedeihen lassen?
[/quote]Ich habe ein Stück Zeitungspapier mit Spiritus getränkt, den Öffner vorsichtig aufgedrückt und das Papier zwischen rein geschoben. Beim Loslassen wurde durch den Kegel ein winziges Loch ins Papier gepiekst. Dann habe ich das feuchte Papier um diese Achse gedreht.
Zunächst hatte ich überlegt, den Kegel abzufeilen. Aber das Risiko, dabei die Edelmetallschicht des Kontaktes abzuschmirgeln war mir zu gross.
In meinem "Kümmet, Reparaturenbuch für Kraftfahrzeug-Elektriker" steht drin, wie man Anker neu wickelt und Kontakte neu vernietet. Leider kommen darin nur die Boschteile und nicht die Franzosen vor.
Zur Zeit gibt es beim ZVAB keine neuere Auflage, aber wenn ich eine aus den 50ern oder 60ern finde, werde ich mir die besorgen.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Ducellier Gleichstromregler
Hallo Klemens,
noch mal zur Nummer:
8243 ist die Nummer des kleinen (22A) Ducellier Reglers. Sagt nichts über das Baudatum aus. Das entsprechende 22A Äquivalent von Paris-Rhone trägt die Nummer YT 2113. Die sind untereinander austauschbar, auch wenn das Handbuch was anderes sagt.
Gruß
Jürgen
noch mal zur Nummer:
8243 ist die Nummer des kleinen (22A) Ducellier Reglers. Sagt nichts über das Baudatum aus. Das entsprechende 22A Äquivalent von Paris-Rhone trägt die Nummer YT 2113. Die sind untereinander austauschbar, auch wenn das Handbuch was anderes sagt.
Gruß
Jürgen
Re: Ducellier Gleichstromregler
noch ein Nachtrag
Die Nummern der großen Regler (33A) sind:
Paris-Rhone: YT 2116
Ducellier: 8346
Gruß
Jürgen
Die Nummern der großen Regler (33A) sind:
Paris-Rhone: YT 2116
Ducellier: 8346
Gruß
Jürgen
Re: Ducellier Gleichstromregler
[quote=Jürgen]
8243 ist die Nummer des kleinen (22A) Ducellier Reglers. Sagt nichts über das Baudatum aus.
[/quote]Danke für die Info. Bei meinem Regler steht 20A drauf. Eventuell ein Tipfehler bei Dir?
Dass das nicht das Datum ist, hatte ich schon befürchtet. Der Regler sieht so gut aus, dass er wohl keine 30 Jahre alt ist.
Klemens,
[sup](der seine Gleichstrom-LiMa plus zugehörigem elektromechanischen Regler hegen und pflegen wird, auch wenn alle anderen Gallier schon längst auf Drehstrom und elektronische Regler umgestiegen sind.)[/sup]
8243 ist die Nummer des kleinen (22A) Ducellier Reglers. Sagt nichts über das Baudatum aus.
[/quote]Danke für die Info. Bei meinem Regler steht 20A drauf. Eventuell ein Tipfehler bei Dir?
Dass das nicht das Datum ist, hatte ich schon befürchtet. Der Regler sieht so gut aus, dass er wohl keine 30 Jahre alt ist.
Klemens,
[sup](der seine Gleichstrom-LiMa plus zugehörigem elektromechanischen Regler hegen und pflegen wird, auch wenn alle anderen Gallier schon längst auf Drehstrom und elektronische Regler umgestiegen sind.)[/sup]
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(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Ducellier Gleichstromregler
Hallo,
es ist tatsächlich so, dass die Ladespannung bei einem originalen elektromechanischen Regler abhängig ist davon, ob die Stahlkappe montiert ist oder nicht. Offenbar wird der magnetische Kreis in den Relais sehr wohl hiervon beeinflusst. Ein Drehstrom-Lima-Regler verhält sich hier auch nicht anders.
es ist tatsächlich so, dass die Ladespannung bei einem originalen elektromechanischen Regler abhängig ist davon, ob die Stahlkappe montiert ist oder nicht. Offenbar wird der magnetische Kreis in den Relais sehr wohl hiervon beeinflusst. Ein Drehstrom-Lima-Regler verhält sich hier auch nicht anders.
Beste Grüße, Uwe
-
Bernhard(Süd) Verified
- Beiträge: 1294
- Registriert: Mo 16. Okt 2006, 17:00
Re: Ducellier Gleichstromregler
Hallo Uwe,
Danke. ABER jetz` weiss ich nichtmehr sooo sicher, ob da bei "mir" nicht eine Alukäppchen sitzt?? Muss mal nachsehen...
Grüsse: Be
Danke. ABER jetz` weiss ich nichtmehr sooo sicher, ob da bei "mir" nicht eine Alukäppchen sitzt?? Muss mal nachsehen...
Grüsse: Be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
Re: Ducellier Gleichstromregler
Jetzt muß ich aber doch mal wider den Stachel löcken:
In meinem "Kümmet von 1941" steht tatsächlich drin: "Bosch-Regler J bis H" bei geschlossenem Deckel prüfen. Es steht aber nicht drin, was passiert, wenn der Deckel offen ist.
Vielleicht war das beim A-Regler aus dem Jahr 1912 wichtig und man hat die Anweisung schlicht von einer Reglergeneration zur nächsten übernommen?
Vielleicht ist es regelmässig vorgekommen, dass der Mechaniker den Regler geprüft hat und vergessen hat, den Deckel draufzuschrauben und nach ein paar 100km später landete der Wagen wieder in der Werkstatt?
In der Autoreparaturanleitung zur DS 19 aus dem Bucheli-Verlag (Ausgabe 53d) steht z. B. drin:
Einschaltspannung 12-13,5V (kalt und warm).
Wie immer man das interpretieren will, wenn hier mit Schaltspannungsdifferenzen von 1,5V jongliert wird, dann müsste man doch erwarten, dass kalt (Raumtemperatur oder -10° am Wintermorgen) sowie warm (Sommer auf dem Lande oder 300 km hochsommerliche Autobahnfahrt) spezifiert werden?
Abgesehen davon, dass es gar nicht so einfach ist, eine irgendwie geartete Einschaltspannung zu messen: Man kann die Spannung seeeehr langsam hochdrehen: Dann sieht man, wie sich der bewegliche Kontakt sehr allmählich an den festen Kontakt annähert und den schliesslich leicht touchiert. Andere Meßwerte erhält man, wenn man die Spannung vorher einstellt und dann sprungartig anlegt. Das sind ja andere Verhältnisse wie bei einem Standardrelais, wo eine Spannung schlagartig angelegt wird, die den Kontakt mit Sicherheit mit Schmackes schliesst.
Bei der Abschaltspannung sieht es ähnlich aus, zumal da ja noch der durch die zweite Spule fliessende Erregerstrom eine Rolle mitspielt.
Wenn das Gehäuse wirklich einen derartigen Einfluss auf die Arbeit des Reglers hat, dann hätte man es wohl gemacht wie in der Radiotechnik: Löcher im Abschirmbecher und Abgleich von aussen.
p.s.: @Be Ich habe mein Gnädigste vorhin in die Garage gebracht und kann deshalb auch nicht auf die Schnelle nachsehen: Ich meine aber schon, dass das ein Stahldeckel ist.
Klemens
Dass das prinzipiell so ist, bezweifle ich nicht. Die Frage ist aber, ob das einen für die Praxis relevanten Effekt hat:MenrathU hat geschrieben: es ist tatsächlich so, dass die Ladespannung bei einem originalen elektromechanischen Regler abhängig ist davon, ob die Stahlkappe montiert ist oder nicht. Offenbar wird der magnetische Kreis in den Relais sehr wohl hiervon beeinflusst.
In meinem "Kümmet von 1941" steht tatsächlich drin: "Bosch-Regler J bis H" bei geschlossenem Deckel prüfen. Es steht aber nicht drin, was passiert, wenn der Deckel offen ist.
Vielleicht war das beim A-Regler aus dem Jahr 1912 wichtig und man hat die Anweisung schlicht von einer Reglergeneration zur nächsten übernommen?
Vielleicht ist es regelmässig vorgekommen, dass der Mechaniker den Regler geprüft hat und vergessen hat, den Deckel draufzuschrauben und nach ein paar 100km später landete der Wagen wieder in der Werkstatt?
In der Autoreparaturanleitung zur DS 19 aus dem Bucheli-Verlag (Ausgabe 53d) steht z. B. drin:
Einschaltspannung 12-13,5V (kalt und warm).
Wie immer man das interpretieren will, wenn hier mit Schaltspannungsdifferenzen von 1,5V jongliert wird, dann müsste man doch erwarten, dass kalt (Raumtemperatur oder -10° am Wintermorgen) sowie warm (Sommer auf dem Lande oder 300 km hochsommerliche Autobahnfahrt) spezifiert werden?
Abgesehen davon, dass es gar nicht so einfach ist, eine irgendwie geartete Einschaltspannung zu messen: Man kann die Spannung seeeehr langsam hochdrehen: Dann sieht man, wie sich der bewegliche Kontakt sehr allmählich an den festen Kontakt annähert und den schliesslich leicht touchiert. Andere Meßwerte erhält man, wenn man die Spannung vorher einstellt und dann sprungartig anlegt. Das sind ja andere Verhältnisse wie bei einem Standardrelais, wo eine Spannung schlagartig angelegt wird, die den Kontakt mit Sicherheit mit Schmackes schliesst.
Bei der Abschaltspannung sieht es ähnlich aus, zumal da ja noch der durch die zweite Spule fliessende Erregerstrom eine Rolle mitspielt.
Wenn das Gehäuse wirklich einen derartigen Einfluss auf die Arbeit des Reglers hat, dann hätte man es wohl gemacht wie in der Radiotechnik: Löcher im Abschirmbecher und Abgleich von aussen.
p.s.: @Be Ich habe mein Gnädigste vorhin in die Garage gebracht und kann deshalb auch nicht auf die Schnelle nachsehen: Ich meine aber schon, dass das ein Stahldeckel ist.
Klemens
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(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Ducellier Gleichstromregler
[quote=MenrathU]
Hallo,
[quote=MenrathU]
es ist tatsächlich so, dass die Ladespannung bei einem originalen elektromechanischen Regler abhängig ist davon, ob die Stahlkappe montiert ist oder nicht. Offenbar wird der magnetische Kreis in den Relais sehr wohl hiervon beeinflusst. Ein Drehstrom-Lima-Regler verhält sich hier auch nicht anders.[/quote]
[/quote]
Mein Ducellier 33A (Drehstromlima) hat eine Stahlkappe. Aber hinter den Dioden ist Drehstrom auch Gleichstrom.
Hallo,
[quote=MenrathU]
es ist tatsächlich so, dass die Ladespannung bei einem originalen elektromechanischen Regler abhängig ist davon, ob die Stahlkappe montiert ist oder nicht. Offenbar wird der magnetische Kreis in den Relais sehr wohl hiervon beeinflusst. Ein Drehstrom-Lima-Regler verhält sich hier auch nicht anders.[/quote]
[/quote]
Mein Ducellier 33A (Drehstromlima) hat eine Stahlkappe. Aber hinter den Dioden ist Drehstrom auch Gleichstrom.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
erdgebundene Grüße,
Hardy
Re: Ducellier Gleichstromregler
Da mich das Thema interessiert, werde ich am Donnerstag vor dem DS-Stammtisch meinen Regler nochmal ausbauen und sowohl mit auf[sub]em[/sub] als auch mit zu[sub]em[/sub] Deckel wenigstens die beiden Spannungsspulen testen.Wenn das Gehäuse wirklich einen derartigen Einfluss auf die Arbeit des Reglers hat, dann hätte man es wohl gemacht wie in der Radiotechnik: Löcher im Abschirmbecher und Abgleich von aussen.
Ich habe mich beim Einbau vom Batterierahmen, an dem ja auch der Regler hängt, wohl etwas "verschraubt". Deshalb will ich auf jeden Fall nochmal vorne ran.
Kann es sein, dass die vordere Gewindestange länger sein muß als die Hintere?
Wenn ja, dann hat allerdings schon der Vorschrauber die beiden Stangen vertauscht.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
(DS 19M, Ez 7/1963 in Stuttgart)
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Re: Ducellier Gleichstromregler
[quote=Hardy]
Aber hinter den Dioden ist Drehstrom auch Gleichstrom.
[/quote]Auch vor den Dioden ist der Drehstrom bereits Gleichstrom. (1. Kirchhoffsche Regel).
Lediglich im Spulendraht fliesst Wechselstrom. (Auch 1. Kirchoffsche Regel).
Allerdings: Vor den Dioden gibts Wechselspannung, dahinter (wellige) Gleichspannung, wenn die Wellen nicht durch die Kapazität der Batterie geglättet werden.

Klemens
Aber hinter den Dioden ist Drehstrom auch Gleichstrom.
[/quote]Auch vor den Dioden ist der Drehstrom bereits Gleichstrom. (1. Kirchhoffsche Regel).
Lediglich im Spulendraht fliesst Wechselstrom. (Auch 1. Kirchoffsche Regel).
Allerdings: Vor den Dioden gibts Wechselspannung, dahinter (wellige) Gleichspannung, wenn die Wellen nicht durch die Kapazität der Batterie geglättet werden.
Klemens
[i]"Wer in meinen Beiträgen Schreibfehler findet, darf sie gerne behalten"[/i]
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