Hallo erstmal, liebe DS Fahrer,
Um es gleich kurz zu machen, auch meine DS hatte das Problem, daß irgendwann der Druckregler alle 6 Sekunden geklackert hat.
Normalerweise sollte das ein viel größeres Intervall sein, oder?
Mit neuen Federkugeln, neuem Druckspeicher, neuer Lenkung und funktionierender HD Pumpe ist der Intervall jetzt ca. 10-20s. Das hängt aber davon ab, welche Temperatur der Motor hat, bzw. ob die Hydraulik in Höchststellung ist oder Normalstellung (= Intervall kürzer).
Hat jemand ne Idee, woran das Liegen könnte, bzw. was für ein Intervall ist denn ok?
Klackern Druckregler
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Die Veteranenscheune
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- Registriert: Do 7. Aug 2008, 19:18
Re: Klackern Druckregler
ZITAT:.....ob die Hydraulik in Höchststellung ist oder Normalstellung (= Intervall kürzer)
Ich würde in Richtung Verschleiss der Federzylinder schauen.
Zwei weitere Kandidaten dind die Höhenkorrektoren.
Ich würde in Richtung Verschleiss der Federzylinder schauen.
Zwei weitere Kandidaten dind die Höhenkorrektoren.
Grüße von
Torsten
http://www.veteranenscheune.de
Torsten
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M. Ferchaud
- Beiträge: 2152
- Registriert: Mi 13. Jan 2010, 21:45
Re: Klackern Druckregler
20 Sekunden sind noch OK, 30 Sekunden gut, 40 ideal - es gibt aber auch Fahrzeuge, die unter bestimmten Umständen erst nach 2 Minuten oder noch später regeln.
Je wärmer die Hydraulik, desto kürzer die Schaltzeiten und desto höher der innere Druckverlust.
10 Sekunden sind zu kurz, das könnte schon auf Verschleiß von Aggregaten hindeuten.
Dass der Regler in Höchststellung seltener schaltet, ist normal - das Federungssystem ist dann unter maximalem Regeldruck ( = Korrekturventile komplett auf Zufuhr), und diese wirkt der Druckabfallgeschwindigkeit quasi entgegen. Dieser Phänomen habe ich bisher bei allen Hydropneumaten beobachtet, also liegt hiet vermutlich kein erhöhter Federzylinderverschleiß vor.
Grüße
M.
Je wärmer die Hydraulik, desto kürzer die Schaltzeiten und desto höher der innere Druckverlust.
10 Sekunden sind zu kurz, das könnte schon auf Verschleiß von Aggregaten hindeuten.
Dass der Regler in Höchststellung seltener schaltet, ist normal - das Federungssystem ist dann unter maximalem Regeldruck ( = Korrekturventile komplett auf Zufuhr), und diese wirkt der Druckabfallgeschwindigkeit quasi entgegen. Dieser Phänomen habe ich bisher bei allen Hydropneumaten beobachtet, also liegt hiet vermutlich kein erhöhter Federzylinderverschleiß vor.
Grüße
M.
Re: Klackern Druckregler
Hallo M.,
durch deinen Beitrag ging mir ein Licht auf.
Die Speicherkugel am Druckregler ist hydraulisch mit dem Abgang verbunden.
In Höchststellung sind die Höhenkorrektoren immer auf "heben" und der Systemdruck wirkt auch auf die Federkugeln. Diese wirken dann auch als Speicher.
Damit ist das wirksame Speichervolumen in Höchststellung mehr als 5* so groß wie normal!
Und damit werden die Schaltintervalle deutlich länger.
In Tiefstellung haben die Federzylinder keinen Druck und damit auch keinen Ölverbrauch, dann gibt es auch das normale Schaltintervall.
durch deinen Beitrag ging mir ein Licht auf.
Die Speicherkugel am Druckregler ist hydraulisch mit dem Abgang verbunden.
In Höchststellung sind die Höhenkorrektoren immer auf "heben" und der Systemdruck wirkt auch auf die Federkugeln. Diese wirken dann auch als Speicher.
Damit ist das wirksame Speichervolumen in Höchststellung mehr als 5* so groß wie normal!
Und damit werden die Schaltintervalle deutlich länger.
In Tiefstellung haben die Federzylinder keinen Druck und damit auch keinen Ölverbrauch, dann gibt es auch das normale Schaltintervall.
Gruß Jürgen
Re: Klackern Druckregler
Eine pauschale Zeitangabe kann man vergessen. Kleine und einfach rechenbare Zeitunterschiede ergeben sich bereits aus dem Umstand ob die Speicherkugel (je nach Modell) 40, 62 oder 65bar Tarierdruck hat und ob die Kugel geschraubt oder gezogen ist (Volumenunterschied).
Die pro Intervall verfügbare Ölmenge wird zudem von den Aus- und Einschaltdrücken bestimmt, hier gibt es mitunter starke Abweichungen.
Die Leck-Ströme vergrößern sich exponentiell mit dem Druck, je nach Fertigungstoleranz und Verschleiß können diese bei 175bar bereits recht hoch sein. Ich erinnere nur an das Bremsventil von ID bis BX.
[sup]Wie hier schon einmal ausgeführt, habe ich versucht den Druck im System zu erhöhen … Fazit: mit den gegebenen Komponenten (besonders bei heißem und älterem Öl) nicht möglich, die Leck-Ströme werden zu groß, der Druck fällt sofort nach Abschalten des ‚Reglers‘ stark exponentiell ab.[/sup]
Speziell bei höheren Drücken (175bar) kommt dann tatsächlich auch noch die Öl-Temperatur und -Qualität (Alter und Verschmutzung) zum Tragen.
Ich habe einige meiner Fahrzeuge und speziell die Werkstatt-Prüf-Bank mit Druck- und Temperatursensoren ausgestattet und kann die Kurven mit dem Laptop aufnehmen, damit lassen sich die Einflüsse jeder einzelnen Komponente schön abbilden.
Wie Jürgen ausführt, bei geöffneten Höhenkorrektoren werden die Federkugeln zu zusätzlichen Druckspeichern, die Schaltzeiten werden länger, die Änderung kann man bei bekanntem Kugelvolumen und Tarierdruck recht einfach auf die Sekunde genau ausrechnen…
Die pro Intervall verfügbare Ölmenge wird zudem von den Aus- und Einschaltdrücken bestimmt, hier gibt es mitunter starke Abweichungen.
Die Leck-Ströme vergrößern sich exponentiell mit dem Druck, je nach Fertigungstoleranz und Verschleiß können diese bei 175bar bereits recht hoch sein. Ich erinnere nur an das Bremsventil von ID bis BX.
[sup]Wie hier schon einmal ausgeführt, habe ich versucht den Druck im System zu erhöhen … Fazit: mit den gegebenen Komponenten (besonders bei heißem und älterem Öl) nicht möglich, die Leck-Ströme werden zu groß, der Druck fällt sofort nach Abschalten des ‚Reglers‘ stark exponentiell ab.[/sup]
Speziell bei höheren Drücken (175bar) kommt dann tatsächlich auch noch die Öl-Temperatur und -Qualität (Alter und Verschmutzung) zum Tragen.
Ich habe einige meiner Fahrzeuge und speziell die Werkstatt-Prüf-Bank mit Druck- und Temperatursensoren ausgestattet und kann die Kurven mit dem Laptop aufnehmen, damit lassen sich die Einflüsse jeder einzelnen Komponente schön abbilden.
Wie Jürgen ausführt, bei geöffneten Höhenkorrektoren werden die Federkugeln zu zusätzlichen Druckspeichern, die Schaltzeiten werden länger, die Änderung kann man bei bekanntem Kugelvolumen und Tarierdruck recht einfach auf die Sekunde genau ausrechnen…