TÜV-Probleme mit D-Super

Diskussionen rund um's Thema...
Stefan R.

TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Stefan R. »

Hallo,

leider gab es heute für meine D-Super noch keine TÜV-Plakette. Die mechanischen Mängel halten sich in Grenzen. Was mir Sorgen macht sind die formellen Probleme und da brauche ich jetzt Rat:

1. Ich habe an der Spritzwand da Blechschild mit Fahrgestellnummer etc, das aber reicht dem Prüfer nicht, da es veränderbar ist. Er meint, die Fahrgestellnummer müsste noch irgendwo eingeschlagen sein. Stimt das, und wenn ja, wo finde ich sie ? Was ist, wenn sie nicht irgendwo eingeschlagen ist?

2. Das Auto wurde 1993 aus der Schweiz importiert. Im Fahrzeugbrief steht als Typ (zu 3) JD20. Das scheint wohl ein Tippfehler zu sein. Eigentlich müsste da doch ID20 stehen, oder? Jedenfalls hat der Prüfer damit ein Problem. Was tun ?

3. Mir ist nicht bekannt, daß der Motor mal getauscht worden wäre. Der Prüfer hat auch keinen Hinweis darauf gefunden, aber er hat für das Auto 2 mögliche Motortypen im Rechner und weiß nun nicht, um welchen es sich handelt. Das ist wohl auch ein Mangel, der eine Plakette verhindert. Wie identifiziert man den Motor eindeutig ?

Im großen und ganzen war der Prüfer eigentlich sehr angetan von dem Auto und den bisher ausgeführten Arbeiten. Er steht dem Wagen auch recht wohlwollend gegenüber. Trotzdem klingt gerade diese formelle Geschichte für mich recht beunruhigend. Fehlende Daten und Nachweise lassen sich wahrscheinlich schwerer erbringen als mechanische Probleme zu beseitigen. Daher wäre ich für Tips sehr dankbar.

Viele Grüße

Stefan R.
RJ

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von RJ »

HAllöchen Stefan,

habe bei meiner D Super 5 die Fahrgestellnummer oberhalb der Spritzwand, unterhalb der Scheibe ziemlich Mittig in die Pfalz angeschlagen.

Für den Rest, ID 20 wird wohl stimmen, glaube ich, hört sich zumindestens am Bekanntesten an.

Bei mir stehr DS21.

Motor kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen. :-(

Schwebende Grüße

RJ
Joe
Beiträge: 1011
Registriert: Do 16. Okt 2003, 13:29

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Joe »

Hallo!
1.Hebe mal die Dichtung an, die oberhalb der Spritzwand parallel zur Scheibe verläuft. Dort müsstest du die Nummer auf der Beifahrerseite finden.

2. Garantiert ein Tipfehler.

3.Auf der Motorplakette steht so was wie Motortyp oder so. Ich habe eine Bj.72 ID20 und einen DY3-Motor.

Viele Grüße
Joe
Stefan R.

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Stefan R. »

Hallo,

vielen Dank für die Hinweise. Unter der Dichtung hätte ich nie gesucht.

*seufz* die Sache mit dem Tippfehler bedeutet wohl, daß ich einen neuen Fahrzeugbrief benötige, stimmts?
Lustigerweise ist das Auto mit diesem Brief mehrmals durch den TÜV gekommen und keiner hats gemerkt.

Viele Grüße

Stefan R.
Martin K.

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Martin K. »

Hallo Stephan,

Dein TÜV-Prüfer scheint zwar sehr freundlich zu sein, aber auch ein arger Bürokrat. Wenn das Auto schon mehrmals durch den TÜV gekommen ist, warum hat er dann auf einmal Probleme damit?
Dass er die FIN sehen will, ist ja ganz korrekt (sie ist, wie schon gesagt, auf dem Spritzblech unter der Gummidichtung), aber der Motor ist doch für eine HU ziemlich wurscht, wenn er nicht deutliche Hinweise auf einen Motorwechsel hat. Zudem ist der Typ des Motors auf dem Motor-Typenschild angegeben und die KW stehen im Brief. Somit sollte es ja ganz leicht sein, festszustellen, welcher Motor drin ist.
Wenn man es jetzt wirklich genau genau nimmt, müsste der Brief korrigiert werden. Aber "DS" ist ja kaum mit "ID" zu verwechseln - also, was solls ... Bisherige Prüfer waren da scheinbar einfach des logischen Denkens mächtig, deswegen ist das Auto auch immer durchgekommen.
Verantwortlich ist - und jetzt nehme ich es zu Deinen Gunsten mal genau - derjenige, der den Brief ausgefüllt hat. So gesehen, dürften Dir keine Kosten entstehen.

Um die Kuh vom Eis zu kriegen:
Du zeigst dem Prüfer als erstes die FIN (Fahrgestellnummer). Damit sollte er ja schon mal zufrieden sein.
Dann zeigst Du ihm das Motor-Typenschild: Darauf findest du entweder DY 3 (98 PS = 72 kw) oder DY 2 (90 PS = 66kw) - wüsste ich das Baujahr, könnte ich es Dir noch genauer sagen. Damit kann er auch den Motor zuordnen und hoffentlich wieder ruhig schlafen.

Wenn er das kontrolliert hat, steht der Erteilung der Plakette ja nichts mehr im Wege.

Jetzt liegt es in Deinem Ermessen, ob Du den Brief korrigieren lässt. Ist Deine Zulassungsstelle diejenige, die den Brief ausgestellt hat, würde ich es machen lassen. Die sind verantwortlich.
Ist es eine andere Zulassungsstelle gewesen, fragts Du bei deiner nur mal nach, was Du nun machen sollst - oder lässt einfach alles wie es ist ...

Du kannst natürlich auch ganz pragmatisch alles abkürzen, indem Du z.B. zur KÜS, Dekra oder GTÜ gehst und einfach eine neue Abnahme machen lässt - vermutlich wirst Du all diese vom derzeitigen Prüfer hausgemachten Probleme dann auf einen Schlag nicht mehr haben ...

Viel Erfolg!
Martin
Stefan R.

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Stefan R. »

Hallo Martin,

leider muß ich explizit zum TÜV, da hier in NRW nur dieser sowohl die Vollabnahme nach §21 als auch die Begutachtung als historisches Fahrzeug durchführen darf.
Leider war ich bei der Prüfung nicht selber dabei. Das war mein Schrauber, der die Blecharbeiten gemacht hat. Er ist kein Experte für D-Modelle, daher war er auch überfragt als es um die Nummern ging. Der Prüfer wollte auch nicht suchen.
Naja, es waren auch noch so ein paar Mängel da. Die Plakette hätte das Auto also eh nicht erhalten.
Die sonstigen Mängel waren: Beläge der Feststellbremme verschlissen, zu langer Pedalweg, Feststellbremse blockiert nicht. Abblendlicht vorne rechts verstellt und falsches Leuchtmittel, Fernlicht rechts defekt. Ölverlust Lenkung und Motor, leichte Korrosion am Rahmen (nicht erheblich, da nur oberflächlich, war nur ein Hinweis für die Zukunft).
Der Prüfer ist dafür bekannt, daß er Oldtimern (auch Citroën) gegenüber recht aufgeschlossen ist und nicht mit der Brechstange nach Fehlern sucht, aber auch dafür, daß er wirklich nichtmal ein halbes Auge zudrückt. Wenn er Mängel findet trägt er sie ein und verweigert die Plakette. Gleichtzeitig sagt er aber, was er als die kostengünstigste Möglichkeit ansieht, um den Mangel zu beheben. Bei den Undichtigkeiten reicht es ihm z.B., wenn der Ölverlust nur mit einer Dichtpaste, die äußerlich aufgetragen wird, eingedämmt wird. Er forderte also kein neues Lenkgetriebe, da das eh nicht so lange dicht ist. Er weiß auch, daß der einzige Oldtimer, der nicht ölt, der ist, wo kein Öl mehr drin ist. ;-)
Also sind die Sachen, die er aufgezählt hat gar nicht so schwierig. Wenn ich ihm dann bei der Wiedervorführung noch alle Nummern zeigen kann, dann versprach er sowohl die Plakette, als auch das H-Kennzeichen.

Viele Grüße

Stefan
Benutzeravatar
ID 20
Beiträge: 721
Registriert: Mi 25. Sep 2002, 14:02
Wohnort: Sauerland
Kontaktdaten:

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von ID 20 »

Hallo Stefen,

die Fahrgestellnr. ist auf dem "Scheibenrahmen" auf der Beifahrerseite eingeschlagen, wie oben schon mehrfach erklärt.

Solltes Du einen Muster-Fahrzeugschein od. -Brief brauchen, sag Bescheid. Würde Dir meinen Schein einscannen und rübermailen. Allerdings erst zum WE.

Ich fahre eine D Super, EZ 03/1972 mit DY3 Motor (98PS)...

Wenn DU es genau wissen möchtest, schau unter www.id20.de nach. Dort gibt's eine Liste mit den Fahrgestellnummern...

Gruß,
Christian
Gruß,
Christian
dietmar
Beiträge: 468
Registriert: Mo 10. Nov 2003, 21:07

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von dietmar »

apropos "falsches Leuchtmittel":

Ist es richtig, dass das Abblendlicht in unserem Lande weiss sein muss, nicht aber das Fernlicht?

Kann man daraus schliessen, dass der Hauptscheinwerfer weiss strahlen muss, nicht aber die inneren (Fern - Gelb - Gut) und zusaetzliche (die ja keine Abblendlichtfunktion haben durefen)?

/D
;-)
Martin K.

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Martin K. »

Hallo Dietmar,
wie schon öfters hier im Forum erwähnt (wie war das mit dem "lesen können"?) muss nach deutschem und EU-Gesetz Abblend- und Fernlicht weiß sein. Lediglich bei Nebelscheinwerfern gibt es Ausnahmen.
Auf in Frankreich sind gelbe Scheinwerfer nicht mehr zulässig.
M.
Dani

Re: TÜV-Probleme mit D-Super

Beitrag von Dani »

Hallo Martin,

kann es sein, dass die Franzosen das aber nicht so ernst nehmen? Dort sieht man ja noch häufig Gelblicht. Und Fabrikate wie BMW haben dort ja keine gelben Birnen sondern gelbe Reflektoren oder Scheinwerfergläser. Eine Umrüstung wäre also aufwendig.

Gruß,
Daniel
Antworten