na, na, Mages und Medi in einer Zeile und so dicht nebeneinander
I.
Ich bin bei den frühen Modellen nicht ganz so firm, aber:
IMHO gab es (ausgenommen für die ‚letzten Modelle‘) immer ‚nur‘ einen Meter-Ware-Schlauch mit gleichbleibendem Innendurchmesser. Je nach Modell (da, dna, ...) gab es unterschiedliche 3-/4-Wegeverbinder mit unterschiedlichen Anschlussdurchmesser, für den Alu-Regler einen mit 8mm und den Stahlregler einen mit 11mm. Erst mit dem letzten Evolutionsschritt kam mit dem Wegfall des Mehrwegeverbinders der modifizierte Schlauch.
II.
Ich denke der 11mm-Anschluss des Stahlreglers liegt ganz profan in der Fertigungstechnik begründet.
Der Deckel der Federkammer mit dem Anschluss wurde aus Aluminium gegossen. (Das Anschlussstück ist dabei mitunter recht abenteuerlich ausgeführt, teils oval, teils passen Ober- und Unterteil der Gussform nur mäßig zueinander. Die Qualität der üblicherweise manuell entfernten Grate ist auch nicht beindruckend.)
Wie so oft kommt es auch hier auf die inneren Werte an. Der Innendurchmesser des Anschlusses entspricht in etwa der des Alu-Reglers. Der Alu-Regler hat einen Stahlanschluss, der Stahlregler einen Alu-Anschluss. Für die nötige Festigkeit wurde die Wandstärke des Alu-Anschlusses beim Stahlregler entsprechend stärker ausgeführt, und der Anschlussdurchmesser des Mehrwegeverbinders dem des Reglers entsprechend angepasst (siehe Punkt I).
III.
Das Beispiel mit der Aorta und der Querschnittsverjüngung hätte schon was. Ich denke die meisten kennen die Bilder und Videos der PR-Abteilung in denen die Ähnlichkeit zum Blutkreislauf dargestellt und das Auto ‚vermenschlicht‘ wurde. Beim Lebewesen haben verschiedene Querschnitte und Strömungswiderstände tatsächlich eine ‚Funktion‘. Über den Blut- und speziell den Lymphkreislauf weiß man übrigens erstaunlich wenig Bescheid. Auch ohne Venenklappen (!) kommt man mit den ‚richtigen‘ Muskelkontraktionen oder auch Kontraktionen von außen erstaunlich lange ohne Herzaktivität aus. Habe mich vor langer Zeit auf der Med-Uni-Graz damit beruflich auseinandergesetzt und war beim Schlachthof Dauerkunde, google mal nach ‚Liebau-Effekt‘. Wenn Physiker über zig Seiten Wirbel-Berechnungen durchführen steig‘ ich allerdings meist bei der ersten Seite schon aus.
Schaut man sich den Schlauch der letzten D-Modelle, MA, XB, X1/2, Y3/4, … an, stellt man fest dass der Schlauch nur im Bereich des Anschluss-Stutzens die entsprechende äußere Verstärkung und den größeren Innendurchmesser besitzt. Somit: Leider, aber ein netter Gedanke!
IV.
Bei Umbauproblemen mit dem Winkel des Anschluss-Stücks:
Es gab im Laufe der Zentralhydrauliker-Evolution verschiedene Deckel, aus Alu oder auch Kunststoff, bei denen der Anschluss in unterschiedlichen Winkel angebracht war, je nachdem in welcher Lage der Regler verbaut wurde oder irgendwelche Aggregate im Weg waren. Könnte sein dass man hier fündig wird. Tauscht man den Deckel muss man aber zwingend die Federtiefe nachmessen und gegebenenfalls entsprechende Passscheiben einlegen. Den Anschluss mit WIG an eine andere Stelle zu schweißen wäre auch kein Hexenwerk.
V.
OT, aber auch recht nett:
Die auf der Werkbank eingestellte Ein-und Abschaltdrücke sind im Fahrzeug geringfügig anders, je nach Einbaulage und Befestigungsort (Getriebe, Motor, Benzin oder Diesel, senkrecht, waagrecht, über Kopf, direkt am Getriebe oder mittels schwingfähigem Halteblech, …)
Liebe Grüße
Dietmar
PS.: Sehen wir uns am Wochenende beim Depotdrom-Fest in Sandelzhausen? Ev. lässt sich auch Hardy überreden und gleich ‚miteinpacken‘?