Bei der Leerlaufeinstellung des Zenith 24/30 für den 75 PS Langhuber, steht im offiziellen Werkstatthandbuch nur lapidar, daß er über die Anreicherungsschraube
und die Leerlaufschraube eingestellt wird. Das ist irgendwie ein bisschen wenig Information.
Da ich jetzt keine Zeichnung hier habe: Also die Leerlaufschraube ist einfach der Anschlag der Drosselklappe, wie bei jedem anderen Vergaser auch. Die "Anreicherungsschraube" heißt beim Käfer z.B. Umgemischschraube und stellt ein wie fett das Gemiach im Leerlauf ist (denke ich mal, daß es beim Zenith auch so ist)
Beim Käfer und allen anderen "Bauernvergasern" von SOLEX ist die Arbeitsanweisung, die "Umgemischschraube solange reinzudrehen bis der Motor stottert und dann wieder eine viertel Umdrehung aufmachen.
Ist das beim Zenith der DS genauso?
Langhuber Zenith 24/30 Leerlauf
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Sensenmann
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Re: Langhuber Zenith 24/30 Leerlauf
Hallo René,
den Weber-Vergaser stellt man genauso ein, wie von Dir beschrieben. Würde ich beim Zenith auch so machen. Was hat die Sache mit dem Anlasser ergeben?
Viele Grüsse
Robert
den Weber-Vergaser stellt man genauso ein, wie von Dir beschrieben. Würde ich beim Zenith auch so machen. Was hat die Sache mit dem Anlasser ergeben?
Viele Grüsse
Robert
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Bernhard(Süd) Verified
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Re: Langhuber Zenith 24/30 Leerlauf
Hallo René,
...Du hast aber doch beim Halbautomaten 2 Leerlaufdrehzahlen, einmal mit gedrücktem bremspilz und einmal ohne ("ralenti accellerée").
Ich kenne die Einstellerei aber nur vom Weber-Zweistufenvergaser,- hierfür könnte ich Dir ggf. eine Anleitung raussuchen (habe aber keine Möglichkeit zum Einscannen).
Grüsse!:
be
...Du hast aber doch beim Halbautomaten 2 Leerlaufdrehzahlen, einmal mit gedrücktem bremspilz und einmal ohne ("ralenti accellerée").
Ich kenne die Einstellerei aber nur vom Weber-Zweistufenvergaser,- hierfür könnte ich Dir ggf. eine Anleitung raussuchen (habe aber keine Möglichkeit zum Einscannen).
Grüsse!:
be
(Citroenfahrer seit 1980, wie schön :-) )
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Sensenmann
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Re: Langhuber Zenith 24/30 Leerlauf
Also die Grundeinstellung des Leerlaufgemisches ist ja unabhängig vom erhöhten Leerlauf. Die Anreicherungsschraube war jedenfalls viel zu weit draußen und die Kerzen auch stark verrußt
Re: Langhuber Zenith 24/30 Leerlauf
Frühe 2CV (A, AU, und AZ) hatten ebenfalls Zenith und dann Solex-Einfachstvergaser, deren Grundeinstellung in 2CV- Handbüchern in etwa so beschrieben wird:
Erst nachdem verifiziert ist, dass Ventilspiel und Zündung vorschriftsgemäß eingestellt sind, wird die Vergasereinstellung bei ordentlich warmgefahrenem Motor vorgenommen. Leerlaufschraube erst einmal bis zum Anschlag eindrehen (Achtung, mit Gefühl, damit sich die Nadel nicht verbiegt oder gar bricht). Anschließend wieder eineinhalb Umdrehungen rausdrehen. Dann mit der Drosselklappenschraube auf etwa 600 Upm Standgas runterregeln. Sollte der Motor dann unrund laufen bzw. sich schütteln, wird jetzt wieder mit der Leerlaufschraube nachkorrigiert, diese also noch etwas rausgedreht, bis der Motor rund läuft.
Was nicht im Manual steht aber dennoch zu wissen nützlich ist: Bekommst du einfach keinen vernünftigen Leerlauf zusammen, wird mit größter Wahrscheinlichkeit die Leerlaufluftdüse verlegt sein. Diese ist eine Messingschraube mit 6-Kant und Schlitz, die auf der Vergaseraußenseite ohne Feder bis zu ihrem Anschlag eingeschraubt ist und an ihrem eingeschraubten Ende eine ganz feine axiale und eine radiale Bohrung besitzt. Diese keinesfalls mit einer Nadel o.Ä. bestochern sondern mit Bremsreiniger einsprühen und mit Pressluft ausblasen.
Ein andermal rätselte ich an einem Vergaser, der immer noch zu fett lief, obwohl die Leerlaufschraube bereits auf Anschlag reingedreht war. Der Nadel fehlte auch nichts. Nur war es eine Leerlaufschraube, die zu einem anderen Vergaser gehörte. Findet man auch nicht gleich auf Anhieb raus
Liebe Grüße und gutes Gelingen!
...hannes
Erst nachdem verifiziert ist, dass Ventilspiel und Zündung vorschriftsgemäß eingestellt sind, wird die Vergasereinstellung bei ordentlich warmgefahrenem Motor vorgenommen. Leerlaufschraube erst einmal bis zum Anschlag eindrehen (Achtung, mit Gefühl, damit sich die Nadel nicht verbiegt oder gar bricht). Anschließend wieder eineinhalb Umdrehungen rausdrehen. Dann mit der Drosselklappenschraube auf etwa 600 Upm Standgas runterregeln. Sollte der Motor dann unrund laufen bzw. sich schütteln, wird jetzt wieder mit der Leerlaufschraube nachkorrigiert, diese also noch etwas rausgedreht, bis der Motor rund läuft.
Was nicht im Manual steht aber dennoch zu wissen nützlich ist: Bekommst du einfach keinen vernünftigen Leerlauf zusammen, wird mit größter Wahrscheinlichkeit die Leerlaufluftdüse verlegt sein. Diese ist eine Messingschraube mit 6-Kant und Schlitz, die auf der Vergaseraußenseite ohne Feder bis zu ihrem Anschlag eingeschraubt ist und an ihrem eingeschraubten Ende eine ganz feine axiale und eine radiale Bohrung besitzt. Diese keinesfalls mit einer Nadel o.Ä. bestochern sondern mit Bremsreiniger einsprühen und mit Pressluft ausblasen.
Ein andermal rätselte ich an einem Vergaser, der immer noch zu fett lief, obwohl die Leerlaufschraube bereits auf Anschlag reingedreht war. Der Nadel fehlte auch nichts. Nur war es eine Leerlaufschraube, die zu einem anderen Vergaser gehörte. Findet man auch nicht gleich auf Anhieb raus
Liebe Grüße und gutes Gelingen!
...hannes