Moin,
aus meiner Sicht gibt es hier viele schlüssige und fundierte Erklärungen. Das macht das Forum hier ja auch aus

Es können durchaus mehrere Fehlerquellen die Ursache sein. Und wenn mehrere kleine Ursachen sich zeitgleich addieren, fällt erst ein störender Fehler auf. Während im Einzelfall keine Störung "fühlbar" ist.
Da das Fahrzeug nach dem Beschleunigen einwandfrei funktionier, würde ich systematisch die Komponenten untersuchen, die ein Beschleunigen ermöglichen. Und das ist in erster Linie der Drosselklappenschalter. Der ist u.a. das, was bei einem Vergaser die Beschleunigerpumpe ist. Beschleunige ich, öffne ich schlagartig die Drosselklappe. D.h. es wird plötzlich eine grosse Luftmenge dem Ansaugtrakt zugeführt. Da ein zündfähiges und effektives Gemisch ca. 1:15 sein sollte, wird zwangsläufig aber das Gemisch extrem verarmt. Der Motor würgt und ruckelt sich so langsam auf seine Drehzahl hoch.
Gibt man aber dieser "Überluft" sofort eine "Zusatzspritmenge" mit, verläuft der Drehzahlanstieg störungsfrei.
Beim Einspritzer wird einfach die Öffnungszeit der Einspritzventile verlängert. Und zwar solange, wie sich das Gaspedal und damit die Drosselklappe verändert. NUR in Richtung ÖFFNEN. Die elektronische Steuerbox erkennt das an Taktimpulsen die von dem Drosselklappenschalter kommen.
Hier schleift ein Kontakt in zwei ineinander liegende kammförmige Leiterbahnen. Eine Kammseite hat 0 Volt, die andere 12 Volt. Dieser +/- Impuls gelangt in der Steuerbox auf ein retriggerbares Monoflop uns schaltet über Leistungstreiber die Einspritzventile zusätzlich EIN.
Der Schleifer des Drosselklappenschalters reibt aber über die Zeit die Leiterbahnen durch. Besonders am Anfang der Kammbahnen. Also bei niedrigen Drehzahlen.
Jetzt braucht man nur den Schleifer etwas aus seiner alten Bahn biegen und das Ganze hält wieder für 300.000 Kilometer.
HUF
( Meine Beschreibung ist äussert grob gehalten und dient NUR der Erklärung. Man könnte sich jetzt tagelang über das Flipflop, Monoflop usw. usw. streiten. Bitte nicht. )