Kurbelwelle feinwuchten
Kurbelwelle feinwuchten
Hallo,
so langsam gehts wieder an den Zusammenbau.
möchte gerne die Kurbelwelle wuchten lassen.
Habe einen Betrieb in Rhein-Ruhr gefunden, der erst die Welle und Schwungscheibe und dann beides zusammen wuchtet.
Ist das sinnvoll?
Kennt jemand einen Betrieb in Rhein-Main, der das auch kann?
Mit sonnigen Grüßen
Hans
so langsam gehts wieder an den Zusammenbau.
möchte gerne die Kurbelwelle wuchten lassen.
Habe einen Betrieb in Rhein-Ruhr gefunden, der erst die Welle und Schwungscheibe und dann beides zusammen wuchtet.
Ist das sinnvoll?
Kennt jemand einen Betrieb in Rhein-Main, der das auch kann?
Mit sonnigen Grüßen
Hans
MsG
Hans

Hans
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Sehr sinnvoll sogar!
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Hallo Hans,
einen Betrieb kann ich Dir nicht in Rhein-Main nennen, aber wie Cardano kann ich Dir dazu nur raten. Ich habe bei meiner Maschine genau das machen lassen, was Du beschreibst, dazu noch die Kolben und Pleuel auf gleiches Gewicht gebracht. Die Maschine läuft damit sehr viel ruhiger, was nicht nur mein subjektiver Eindruck ist, sondern erst kürzlich noch von einem DS-Kenner bestätigt wurde, der nicht wusste, was ich mit dem Wagen gemacht hatte.
Grüsse
Robert
einen Betrieb kann ich Dir nicht in Rhein-Main nennen, aber wie Cardano kann ich Dir dazu nur raten. Ich habe bei meiner Maschine genau das machen lassen, was Du beschreibst, dazu noch die Kolben und Pleuel auf gleiches Gewicht gebracht. Die Maschine läuft damit sehr viel ruhiger, was nicht nur mein subjektiver Eindruck ist, sondern erst kürzlich noch von einem DS-Kenner bestätigt wurde, der nicht wusste, was ich mit dem Wagen gemacht hatte.
Grüsse
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Kurbelwelle feinwuchten
..der erst die Welle und Schwungscheibe und dann beides zusammen wuchtet.
Wenn die Welle und Schwungrad dann zusammengewuchtet werden muß die Position des Schwungrades definiert werden:
1. Position Schwungrad zur Welle jeweils mit Farbklecks
2. und jetzt kommts: die Position des Rades an den Schrauben. Da das Schwungrad etwas Spiel auf der Welle hat kommt es zu einer geringen Exzentrizität. Deswegen: z.B. Schwungrad und Welle zeigen mit Farbmakierung beide nach oben, Schrauben lose eingesetzt, Schwungrad rutscht auf den Schrauben nach unten durch, dann festziehen und zusammen wuchten.
Beim späteren getrennten Einbau wieder genau diese Position einnehmen und erst dann festziehen.
Kolben und oberen Pleuelteil horizontal auf gemeinsames Gewicht bringen:
1. Kolben markieren und wiegen, erstmal nicht korrigiren
2.Pleuel horizontal hängen im großen Auge, kleines Auge mit Waage wiegen.
3.Großes addieren bringt die richtige Kombination, jetzt erst falls nötig korrigieren.
4.Pleuel als ganzes wiegen. Durch subtrahieren des Ergebnisses aus 2. erhält man das Gewicht der dicken KW Seite. Bei Bedarf dort korrigieren auf gleiche Masse.
Wenn die Welle und Schwungrad dann zusammengewuchtet werden muß die Position des Schwungrades definiert werden:
1. Position Schwungrad zur Welle jeweils mit Farbklecks
2. und jetzt kommts: die Position des Rades an den Schrauben. Da das Schwungrad etwas Spiel auf der Welle hat kommt es zu einer geringen Exzentrizität. Deswegen: z.B. Schwungrad und Welle zeigen mit Farbmakierung beide nach oben, Schrauben lose eingesetzt, Schwungrad rutscht auf den Schrauben nach unten durch, dann festziehen und zusammen wuchten.
Beim späteren getrennten Einbau wieder genau diese Position einnehmen und erst dann festziehen.
Kolben und oberen Pleuelteil horizontal auf gemeinsames Gewicht bringen:
1. Kolben markieren und wiegen, erstmal nicht korrigiren
2.Pleuel horizontal hängen im großen Auge, kleines Auge mit Waage wiegen.
3.Großes addieren bringt die richtige Kombination, jetzt erst falls nötig korrigieren.
4.Pleuel als ganzes wiegen. Durch subtrahieren des Ergebnisses aus 2. erhält man das Gewicht der dicken KW Seite. Bei Bedarf dort korrigieren auf gleiche Masse.
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Hallo Hans,
wer ist es denn im Raum Rhein/Ruhr ??
Runde Grüße
Uli
wer ist es denn im Raum Rhein/Ruhr ??
Runde Grüße
Uli
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Super Tips. Herzlichen Dank.
Wenn jetzt noch jemand wüßte, ob es auch einen Betrieb in Rhein-Main, Ko, WW gibt, der das kann.
(... dann mach ich das nächste Thema auf: temper-flon für Kolben, DLC für Kipphebel, Stößeltassen evtl. Nockenwelle, was habt Ihr schon probiert?)
Mit sonnigen Grüßen
Hans
Wenn jetzt noch jemand wüßte, ob es auch einen Betrieb in Rhein-Main, Ko, WW gibt, der das kann.
(... dann mach ich das nächste Thema auf: temper-flon für Kolben, DLC für Kipphebel, Stößeltassen evtl. Nockenwelle, was habt Ihr schon probiert?)
Mit sonnigen Grüßen
Hans
MsG
Hans

Hans
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Hallo Uli,
hatte an Davidpower gedacht.
Mit sonnigen Grüßen
Hans
hatte an Davidpower gedacht.
Mit sonnigen Grüßen
Hans
MsG
Hans

Hans
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Hallo,
die Position der Schwungscheibe ist definiert!
Radial wird sie über den äußeren Flanschdurchmesser der KW zentriert.
Die Drehlage ist über einen Passstift auch spielfrei definiert.
Sonst würde die Kerbe außen für den Fühltift zum OT-finden auch keinen Sinn machen.
die Position der Schwungscheibe ist definiert!
Radial wird sie über den äußeren Flanschdurchmesser der KW zentriert.
Die Drehlage ist über einen Passstift auch spielfrei definiert.
Sonst würde die Kerbe außen für den Fühltift zum OT-finden auch keinen Sinn machen.
Gruß Jürgen
-
Louis de Funes
- Beiträge: 219
- Registriert: Sa 10. Nov 2007, 18:45
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Jürgen schrieb:
> die Position der Schwungscheibe ist definiert!
> Radial wird sie über den äußeren
> Flanschdurchmesser der KW zentriert.
In der Theorie ist das Spielfrei, in der Praxis ist selbst das vorhandene 0-1-0,2mm Spiel bei DEM Gewicht eine gewaltige Exzentrizität
> Die Drehlage ist über einen Passstift auch
> spielfrei definiert.
Das ist zwar richtig, aber leider nicht so spielfrei wie gewünscht.
Der Zündung sind 2° egal, der unwuchtigen Welle aber nicht.
Meine -erfolgreich durchgeführte- Methode war ja eben, die in der Praxis real existierenden großzügigen Passungen durch systematisches Arbeiten bedeutungslos werden zu lassen.
> die Position der Schwungscheibe ist definiert!
> Radial wird sie über den äußeren
> Flanschdurchmesser der KW zentriert.
In der Theorie ist das Spielfrei, in der Praxis ist selbst das vorhandene 0-1-0,2mm Spiel bei DEM Gewicht eine gewaltige Exzentrizität
> Die Drehlage ist über einen Passstift auch
> spielfrei definiert.
Das ist zwar richtig, aber leider nicht so spielfrei wie gewünscht.
Der Zündung sind 2° egal, der unwuchtigen Welle aber nicht.
Meine -erfolgreich durchgeführte- Methode war ja eben, die in der Praxis real existierenden großzügigen Passungen durch systematisches Arbeiten bedeutungslos werden zu lassen.
Re: Kurbelwelle feinwuchten
Louis de Funes:
>>
Deshalb fand ich den Tip auch super.
Habe auch mal gemessen und festgestellt, dass das Hoehenspiel fast 4/100 ausmacht, wenn der Passstift mal oben oder unten liegt. Das gleiche gibts dann nochmal auf der Druckplatte, wobei die ja leichter ist.
Wenns dumm laeuft kann durch Addition beider Montagen das Feinwuchten schon wieder kaputt sein.
War Dienstag in der Oldtimer Ferrari/Maserati Werkstatt und hab mal gefragt, wo die Ihre Wellen wuchten lassen. Die haben mir Schenk empfohlen, die stellen auch die Wuchtmaschinen her.
Mit sonnigen Gruessen
Hans
>>
Deshalb fand ich den Tip auch super.

Habe auch mal gemessen und festgestellt, dass das Hoehenspiel fast 4/100 ausmacht, wenn der Passstift mal oben oder unten liegt. Das gleiche gibts dann nochmal auf der Druckplatte, wobei die ja leichter ist.
Wenns dumm laeuft kann durch Addition beider Montagen das Feinwuchten schon wieder kaputt sein.
War Dienstag in der Oldtimer Ferrari/Maserati Werkstatt und hab mal gefragt, wo die Ihre Wellen wuchten lassen. Die haben mir Schenk empfohlen, die stellen auch die Wuchtmaschinen her.
Mit sonnigen Gruessen
Hans
MsG
Hans

Hans