Gehört in meinem Städtchen (knapp 9.000 Einwohner) fast schon zum gewohnten Straßenbild, und wenn sich jemand noch danach umdreht, war´s wahrscheinlich ein Tourist.
Den eindeutig größeren Sympathie- und Aufmerksamkeitswert genießt allerdings die Wellblechente, vor allem bei Kindern.
Unterwegs sehe ich öfter einmal einen nach oben gestreckten Daumen hinter einer Windschutzscheibe oder treffe an der Tankstelle auf einen Zapfsäulennachbarn, der sich freut, "dass es heute noch so was gibt".
interessanter Thread. Habe auch so die einen oder anderen Erfahrungen gemacht, wobei grundsätzlich alle positiv waren. Die persönliche Hölle ist es allerdings immerdings immer, wenn man mit offener Haube auf der Straße steht und schnell etwas nachchecken oder reparieren muss, weil dann kommt sicher der Hyundai- oder Golf-fahrende Nachbar x oder y und gibt unverlangterweise schlaue Reparaturhinweise aus seiner Do-it-yourself-Zeit in den 70ern. Das würde ich mir am liebsten gerne ersparen, vor allem, wenn man in Zeitnot mit schwarzen Armen bis zum Ellenbogen im einsetzenden Nieselregen und Herbststurm auf der Straße steht...
Ich vermisse wirklich die 70er/ 80er, als am WE immer die Autos der Nachbarschaft mit offenen Hauben und Türen auf Vordermann gebracht wurden. Das habe ich leider nur als Kind erlebt.
Die auf automobilem Halbwissen basierenden Kommentare von Passanten sind manchmal auch haarsträubend aber nie negativ, außer so etwas wie etwa "da gibt's keine Teile mehr" oder, "die haben doch immer so Hydraulikprobleme".
Am letzten Wochenende habe ich beim Einkaufen zwei Kommentare aufgeschnappt: 1. drei 12 - 13-jährige, von denen einer beim Vorbeilaufen meinte "das ist ein alter Renault". Naja, immerhin das Land getroffen. Die Kinder heute sind halt doch zu sehr von Mamis SUV oder Papis Vertreter-Mondeo...
Später kam ein Pärchen so zwischen 30 und 40 vorbei (Zafira) wobei er mit seinem Halbwissen vor seiner Freundin etwas angeben wollte und sagte "Ein alter Citroën, den nennt man Schneewittchensarg." Worauf seine Freundin/ Frau nachbohrte. Dann er: "Naja, die Form sieht ja aus wie ein Sarg". Wieder was gelernt...
Jau, immer wieder so erlebt:
- Rechte Spur, ich naehere mich zuegig einem LKW.
- Auf der linken Spur kommt von hinten jemand angekachelt, den ich nicht ausbremsen moechte.
- Also gehe ich leicht vom Gas (sollte reichen um direkt hinter ihm ausscheren zu koennen).
- Der Linksfahrer bremst sich selbst in den toten Winkel und mich komplett vor dem LKW aus...
Ist wahrscheinlich nie boese gemeint, nervt aber maechtig.
Ich nehme zwei verschiedene Reaktionen wahr.
Beim Fahren grüßt man sich unter Oldtimern, wenns eine ID/DS ist halte ich an, wenns der "Kollege" auch tut. Artfremde vergessen vor Staunen mitunter dass sie Vorfahrt hätten und lassen mich dann vor und freuen sich. Wenn ich Pech hab, gehts mir wie Torsten und Mathias, mußte ich mich erst dran gewöhnen, der Preis für die "Prominenz". Und das Leute schauen, stört weder meine Frau noch mich, wir strahlen meist zurück.
Beim Parken, wenn ich z.B.beim Einkaufen bin, werd ich oft angesprochen - von Leuten deren Eltern/Verwandte selber mal eine Göttin hatten und sich riesig freuen, mal wieder eine zu sehen. Oder die jüngere Generation "Oh schau mal, ein Spaceshuttle". Ich bin auch gerne auf Oldtimertreffen und fotografiere alte Autos. Dann stell ich mich gern in zweiter Reihe auf und hör mir an, was "Mann" so alles über unsere Göttin weiß - bessere Witze sind nur erfunden.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy
Aus meinem "ersten Leben" mit meiner Dame eine kleine Episode:
In Schleswig rollte ich (knapp über 20) mit meiner DS (damals schwarz) einen kleinen Parkplatz zur Straße. Um auf die zu kommen, mußte ich über den Bürgersteig, auf dem gerade eine ziemlich schöne Gleichaltrige mit ihrer Oma meinen Weg kreuzte. Denen gab ich natürlich Vorrang ...
Kaum sieht die Schönheit mein Auto, zeigt sie drauf und sagt aufgeregt und laut zu ihrer Oma:
"Mensch Oma! Guck mal! Das schöne Auto da! Den in weiß!
Bin über´s lange WE mit Madame in Frankreich gewesen. Mein Vater wollte nochmal alte Freunde besuchen, da fand ich die DS gerade passend.
Ganz nebenbei waren es 1440 pannenfreie Kilometer im Norden bzw. der Champagne...
Die Blicke in Frankreich gehen von freundlich bis erfurchtsvoll. Das Image ist aber nur noch positiv, im Laufe der Zeit wird der Ärger, den zweifelsohne jeder schon mit seiner Göttin erlebt hat, verdrängt.
Das man sich unter Oldiefahrern grüßt, gibt es auch in Frankreich. Ob es 404, A 110, Simca Aronde oder eine von drei Enten war, man ist auch in Frankreich nett zueinander.
Der Smalltalk auf dem Parkplatz oder der Tankstelle geht je nach Qualität oft nur links rein- rechts raus, ist leider so!
Eigentlich fahre ich das Auto nur aus Spass und wahrscheinlich sieht man mir das auch an. Mit einem Grinsen im Gesicht fällt es dem Gegenüber leichter zurückzulächeln.
Upps,
das hatte ich ja ganz vergessen zu erwähnen - natürlich habe ich auch immer ein Lächeln im Gesicht, wenn ich mit madame unterwegs bin. Deswegen fahre ich sie ja.
"Mach Dir keine Gedanken, wenn sie nicht auf Realität beruhen!"
erdgebundene Grüße,
Hardy