Tripodesstern abziehen
- Thomas Held Verified
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- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Tripodesstern abziehen
Hallo,
hat schon mal jemand den Tripodesstern der Antriebswellen von September 1965 bis Maerz 1970 (Alugehaeuse) mit etwas anderem als dem dafuer vorgesehen Spezialwerkzeug 1931-T beschaedigungsfrei de- und wieder montiert?
Wie fest sitzt das Teil ueblicherweise auf der Achse? Die Demontage mit einem ordentlichen Zweiarmabzieher und 'Zugstueck' stelle ich mir relativ einfach vor, aber die Montage...!?
Gruss,
Tom
hat schon mal jemand den Tripodesstern der Antriebswellen von September 1965 bis Maerz 1970 (Alugehaeuse) mit etwas anderem als dem dafuer vorgesehen Spezialwerkzeug 1931-T beschaedigungsfrei de- und wieder montiert?
Wie fest sitzt das Teil ueblicherweise auf der Achse? Die Demontage mit einem ordentlichen Zweiarmabzieher und 'Zugstueck' stelle ich mir relativ einfach vor, aber die Montage...!?
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Tripodesstern abziehen
Hallo Tom,
ich benutze dafür einen Lagerabzieher Hazet 1775, in Verbindung mit einer Nuss kann man damit den Stern auch wieder draufpressen. Das Werkzeug ist nicht ganz billig, aber hat mir an vielen Stellen schon geholfen.
Gruss
Robert
ich benutze dafür einen Lagerabzieher Hazet 1775, in Verbindung mit einer Nuss kann man damit den Stern auch wieder draufpressen. Das Werkzeug ist nicht ganz billig, aber hat mir an vielen Stellen schon geholfen.
Gruss
Robert
'59 DS 19/'66 ID 19/'68 DS 21 Pallas/'71 SM /'71 SM in Arbeit/'84 Renault R4F6 in Arbeit/'96 Saab 900 CV/'98 BMW 1100 GS
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Gerhard Trosien
- Beiträge: 1055
- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: Tripodesstern abziehen
Thomas Held schrieb:
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> Wie fest sitzt das Teil ueblicherweise auf der
> Achse? ...
Das ist unterschiedlich. Bei der einen könnten gut geführte Schläge mit dem Gummihammer reichen, bei der nächsten merkt man, dass sogar der Abzieher sich schwer tut.
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> Wie fest sitzt das Teil ueblicherweise auf der
> Achse? ...
Das ist unterschiedlich. Bei der einen könnten gut geführte Schläge mit dem Gummihammer reichen, bei der nächsten merkt man, dass sogar der Abzieher sich schwer tut.
- Thomas Held Verified
- Beiträge: 5070
- Registriert: Do 22. Jul 2004, 12:11
Re: Tripodesstern abziehen
Hallo,
ich sehe gerade, 1931-T ist im Club-Verleih verfuegbar. Dann mache ich es "original"...
Gruss,
Tom
ich sehe gerade, 1931-T ist im Club-Verleih verfuegbar. Dann mache ich es "original"...
Gruss,
Tom
Gruß
Tom
Tom
Re: Tripodesstern abziehen
Hallo,
also ich habs mit Universalabzieher und Messinghammer geschafft, war aber extrem stramm drauf, ich hatte richtig Bauchschmerzen bei der Aktion.
Gruß
Stefan
also ich habs mit Universalabzieher und Messinghammer geschafft, war aber extrem stramm drauf, ich hatte richtig Bauchschmerzen bei der Aktion.
Gruß
Stefan
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sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Tripodesstern abziehen
Hallo Thomas,
ich habe das schon oft gemacht:
das geht zwar zuweilen ein bisschen schwer, aber ein starker Zwei-oder Dreiarmabzieher schafft das problemlos.
Montage ist denkbar einfach:
Stern im Ölbad warm machen und drauf stecken.
Viel Erfolg
Viele Grüße
Sebastian
ich habe das schon oft gemacht:
das geht zwar zuweilen ein bisschen schwer, aber ein starker Zwei-oder Dreiarmabzieher schafft das problemlos.
Montage ist denkbar einfach:
Stern im Ölbad warm machen und drauf stecken.
Viel Erfolg
Viele Grüße
Sebastian
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Gerhard Trosien
- Beiträge: 1055
- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: Tripodesstern abziehen
Besser: warm machen und statt Öl oder Fett RINDERTALG nehmen
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sebastianklaus
- Beiträge: 1288
- Registriert: Sa 28. Okt 2006, 09:41
Re: Tripodesstern abziehen
Hallo Gerhard,
das ist interessant. Warum sollte man kein Öl nehmen ?
(Ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich in meiner Schrauberhalle eher Altöl als Rindertalg vorrätig habe)
Viele Grüße
Sebastian
das ist interessant. Warum sollte man kein Öl nehmen ?
(Ich muss zu meiner Schande zugeben, dass ich in meiner Schrauberhalle eher Altöl als Rindertalg vorrätig habe)
Viele Grüße
Sebastian
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Gerhard Trosien
- Beiträge: 1055
- Registriert: Mi 5. Dez 2007, 07:04
Re: Tripodesstern abziehen
Lass Dir vom Metzger 'ne kleine Handvoll Rinderfett schenken und lass es aus.
Ich habe ein kleines Meerettichglas zu ein drittel gefüllt seit Jahren in der Werkstatt. Man brauch nur ganz wenig.
Bei der Montage von Passungen ist Talg das mit Riesenabstand beste Schmiermittel. Beispiel: Achsschenkelbolzen beim 2CV. Mit Öl oder Fett verlangt die Montage nach dem großen Hammer; gefährlich, weil Stücke vom Bolzen absplittern können, wenn man keinen Dorn aus weichem Eisen zwischen Bolzen und Hammer verwendet.
Mit Talg reichen sanfte Schläge mit dem kleinen Hammer.
Aber auch neue, störrische Manschetten oder Kühlwasserschläuche flutschen grad so auf die Stutzen. Oder die vermaledeite Rilsanleitung am Leckleitungsanschluss der Federmanschetten: wenn man den Aufwand ohne gutes Schmiermittel kennt und eines Tages Talg als Schmierstoff verwendet, muss aufpassen, dass er die Leitung nicht durch das Anschlussstück durchschiebt.
Kabellegerfirmen verwenden massenhaft Rindertalg, wenn Kabel durch lange Leerrohre gezogen werden müssen (die im Volksmund "Fernkabel" genannte Kabelfirma in Rastatt war, als es sie noch gab, der größte Kunde meines Haus- und Hofmetzgers. Seit die Firma anderswo ist, kommt das Fett zum Entsorger).
Kleine Anekdote zum Theme:
Ettore Bugatti stellte die Arbeiter für seine Autofabrik in Molsheim höchst persönlich ein. Als Bewerber ließ er nur ausgebildete Fachkräfte zu. Beim Bewerbungsgespräch gab er die Aufgabe, 2 exakt passende Teile von Hand zu montieren. So exakt passende Teile, dass es ohne Schmiermittel gar nicht geht (Passungen). Er bot 3 Schmiermittel an: Öl, Fett und Talg.
Den Job bekam nur, wer Talg wählte.
Ich habe ein kleines Meerettichglas zu ein drittel gefüllt seit Jahren in der Werkstatt. Man brauch nur ganz wenig.
Bei der Montage von Passungen ist Talg das mit Riesenabstand beste Schmiermittel. Beispiel: Achsschenkelbolzen beim 2CV. Mit Öl oder Fett verlangt die Montage nach dem großen Hammer; gefährlich, weil Stücke vom Bolzen absplittern können, wenn man keinen Dorn aus weichem Eisen zwischen Bolzen und Hammer verwendet.
Mit Talg reichen sanfte Schläge mit dem kleinen Hammer.
Aber auch neue, störrische Manschetten oder Kühlwasserschläuche flutschen grad so auf die Stutzen. Oder die vermaledeite Rilsanleitung am Leckleitungsanschluss der Federmanschetten: wenn man den Aufwand ohne gutes Schmiermittel kennt und eines Tages Talg als Schmierstoff verwendet, muss aufpassen, dass er die Leitung nicht durch das Anschlussstück durchschiebt.
Kabellegerfirmen verwenden massenhaft Rindertalg, wenn Kabel durch lange Leerrohre gezogen werden müssen (die im Volksmund "Fernkabel" genannte Kabelfirma in Rastatt war, als es sie noch gab, der größte Kunde meines Haus- und Hofmetzgers. Seit die Firma anderswo ist, kommt das Fett zum Entsorger).
Kleine Anekdote zum Theme:
Ettore Bugatti stellte die Arbeiter für seine Autofabrik in Molsheim höchst persönlich ein. Als Bewerber ließ er nur ausgebildete Fachkräfte zu. Beim Bewerbungsgespräch gab er die Aufgabe, 2 exakt passende Teile von Hand zu montieren. So exakt passende Teile, dass es ohne Schmiermittel gar nicht geht (Passungen). Er bot 3 Schmiermittel an: Öl, Fett und Talg.
Den Job bekam nur, wer Talg wählte.
Re: Tripodesstern abziehen
Hallo,
und Danke für diese Info, diese kleinen Beiträge mit umso größerem Aussagewert liebe ich gerade zu.
Heute morgen musste mein Dienst T4 zwecks Belagswechsel in die Werkstatt, der junge Mechaniker (Lehrling?) klopfte bestimmt eine halbe Stunde auf den Haltestiften rum, keinen interessierte es. Ich hab es mir verkniffen darauf hinzuweisen dass man den Hammer nicht unbedingt direkt am Hammerkopf festhalten muss (man hätte sich ja auch den halben Stiel sparen können) und bin statt dessen einen Kaffee trinken gegangen. Die Reparatur dauerte knapp 2 Std. (nur Belagwechsel vorne !). Früher hätte das ein Lehrling nur einmal gemacht, stattdessen hätte er was gelernt und vermutlich auch noch gewusst was Talg ist.
Gruß
Stefan
und Danke für diese Info, diese kleinen Beiträge mit umso größerem Aussagewert liebe ich gerade zu.
Heute morgen musste mein Dienst T4 zwecks Belagswechsel in die Werkstatt, der junge Mechaniker (Lehrling?) klopfte bestimmt eine halbe Stunde auf den Haltestiften rum, keinen interessierte es. Ich hab es mir verkniffen darauf hinzuweisen dass man den Hammer nicht unbedingt direkt am Hammerkopf festhalten muss (man hätte sich ja auch den halben Stiel sparen können) und bin statt dessen einen Kaffee trinken gegangen. Die Reparatur dauerte knapp 2 Std. (nur Belagwechsel vorne !). Früher hätte das ein Lehrling nur einmal gemacht, stattdessen hätte er was gelernt und vermutlich auch noch gewusst was Talg ist.
Gruß
Stefan