laut Handbuch werden die Hydraulikdichtungen trocken auf die Leitungen geschoben, 2-3mm Abstand vom Leitungsende, dann rein damit in die Verschraubung und festziehen (mäsig). Bei den originalen Bördel geht das meistens auch, an den neu gefertigten Leitungen/Bördel leider nicht, vermutlich ist der Bördel geringfügig dicker. Wird die Leitung mit Dichtung eingeführt so schiebt sich die Dichtung zurück. Gibt es Probleme wenn ich die Dichtung erst in die Verschraubung schiebe und dann die Leiung hinterher?
Gruß
Stefan Sikeler
PS: anbei noch drei Bilder, nicht dass ihr noch denkt bei mir geht garnichts mehr !
> Gibt es Probleme wenn
> ich die Dichtung erst in die Verschraubung schiebe
> und dann die Leiung hinterher?
Hallo Stefan,
in aller Regel nicht. Die von Citroën geforderte Methode ist bei Reparaturen auch gar nicht an allen Teilen realisierbar und auch bei originalen Leitungen rutschen die (zugegebenermassen nicht originalen) Gummis teilweise ueber die Boerdel.
Bei gebrauchten Dichtgummis (die man ja eigentlich sowieso nicht verwenden sollte) muss man dringend darauf achten keine Gummiausfransungen in den LHM-Kreislauf zu bringen.
Gruss,
wenn man erst das Dichtgummi in das Schraubloch steckt und dann die Leitung hinterherschiebt, besteht die Gefahr, daß man mit der Leitungsspitze ein kleines Gummistück abschert und in den Hydraulikkreis schiebt.
Wie Tom schon schrieb, ist die von Citroën vorgesehene Montagefolge kaum durchführbar.
Habe es nie laut Handbuch schaffen koennen und mache es mit Vorsicht genau wie Tom und Juergen beschreiben. Habe seit 30 Jahren keine Probleme damit erlebt.
Das wichtigste ist, dass peinlichst genau daraf geachtet wird, dass das Ende der Leitung auch wirklich seinen Weg in die geringfügig dünnere Bohrung findet und nicht gestaucht wird. Wenn die Verschraubung von Hand bis zum Kontakt mit der Gummitülle eingedreht werden kann, sitzt die Leitung i.d.R. perfekt.
Hilfreich ist, wenn das Teil, in das die Leitung kommt, bei der Leitungsmontage lose ist und wenigstens ein wenig hin und bewegt und gedreht werden kann. Das erleichtert das sichere Einführen der Leitung enorm.
Ich habe mir seit vielen Jahren angewöhnt, erst die Tülle in die Bohrung zu schieben und dann die Leitung zu montieren. Wenn die Leitung im Bereich der noch losen Mutter nicht perfekt axial zur Bohrung liegt, was bei allen Leitungen der Fall ist, die gleich oberhalb der fertigen Verschaubung mit einem Bogen beginnen, kann die nach Anleitung montierte und zurückgeschobene Dichtung nur schwer wieder an ihren Platz geschoben werden.
Das Ausstanzen eines Teils der Dichtung bei abweichender Montagereihenfolge ist wohl eher ein akademisches als ein praktisches Problem.
Hallo,
Danke für dsie Infos. Eine Frage noch: Müssten eigentlich die Verschraubungen alle gleich weit eingeschraubt werden können? Oder andersrum gefragt, muss von der Verschraubung immer gleich viel zu sehen sein? Gerade an der Gelenkleitung habe ich gestern die Leitung zweimal montiert, bin mir sicher dass die Leitung ganz eingeführt ist, dennoch sind noch fast 2/3 der Verschraubung zu sehen.
Gruß
Stefan
(der heute auf dem Oldtimermarkt in Soultzmatt war)
scardale schrieb:
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> Hallo,
> Danke für dsie Infos. Eine Frage noch: Müssten
> eigentlich die Verschraubungen alle gleich weit
> eingeschraubt werden können? Oder andersrum
> gefragt, muss von der Verschraubung immer gleich
> viel zu sehen sein? Gerade an der Gelenkleitung
> habe ich gestern die Leitung zweimal montiert, bin
> mir sicher dass die Leitung ganz eingeführt ist,
> dennoch sind noch fast 2/3 der Verschraubung zu
> sehen.
Hallo Stefan,
nein, von der Verschraubung ist nicht immer gleich viel zu sehen. Offensichtlich sind die Bohrungen an den Hydraulikorganen nicht alle gleich tief ausgefuehrt. Die Laenge der Gummis spielt natuerlich auch eine Rolle (gebrauchte sind bei Wiederverwendung natuerlich deutlich zusammengeschoben, neue, nachgefertigte vielleicht auch nicht immer gleich lang?), ausserdem die Position des Boerdels...
"2/3 der Verschraubung sichtbar" ist ein uebliches Szenario, seltener gehen die Schrauben auch tiefer rein.
Gruss,