Liebe Experten,
ich habe ein Einstellungsproblem bei meiner DS21ie. Der CO-Anteil im Abgas ist viel zu hoch - auch nachdem Kerzen, Kontakte und Zündkabel erneuert und die Zündung eingestellt wurden. Der CO-Anteil liegt bei etwa 5 Prozent, und nicht nur das: Ohne das irgendeine Ursache erkennbar gewesen wäre, ging er auf 0,5 Prozent zurück um kurz danach ebenso rätselhaft wieder auf 5 Prozent zu steigen. Scheint, als wäre irgendwo der Wurm in der Einspritzanlage.
Aber wo anfangen zu suchen? Für Vorschläge aller Art immer dankbar,
schöne Grüße
Jörg
Zuviel Kolhlenmonoxid
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Frank
Re: Zuviel Kolhlenmonoxid
Benzindruck messen.Die Temperaturfühler vor und mit dem Kabelbaum, bei abgezogenem Stecker des Rechners messen, wg. Kabelbruch.Alle Schläuche kontrollieren wg. Nebenluft.Massekontakt am Regler kontrollieren, ob da wirklich gute Masse ist.Schlimmstenfalls das komplette Massekabel erneuern.Gibts auch neu.
Drosselklappeneinstellung messen.Wenn er so schwankt, stimmt die Einstellung haarscharf nicht und der Rechner kann sich zwischen Beschleunigungsanreichern und Leerlauf nur unzureichend entscheiden.Soll ich jetzt anreichern oder was, ach Leerlauf, nee doch Gas geben.Hast Du ein Trimmpoti am Rechner?Oder ist das eine frühe i.e.?
Zuletzt, wenn das alles wirklich stimmt, könnte die Barometersonde defekt sein.Falls da kein Poti ist, der Benzindruck stimmt, und der Dks gut justiert ist.
Netter Fehler, einfach zu kalt gemessen.Eine Kundschaft mit älterem Thermostat fährt bei kühler Witterung so 10km, um zum Tüv zu kommen.
5%CO.Durchgefallen.Das Telefon geht dann bei mir.
Der Kunde kommt, die Kiste ist warm, 2,5% am Tester, alles klar.
Du brauchts das Buch mit dem Schaltplan, ein Multimeter und ein Monometer bis 5bar, den Druck kann man schön am Kaltstarventilschlauch messen.Aber vorsicht mit Benzin und der Popelei im Kabelbaum.Und nicht mit den Haaren in die Keilriemen kommen.
Drosselklappeneinstellung messen.Wenn er so schwankt, stimmt die Einstellung haarscharf nicht und der Rechner kann sich zwischen Beschleunigungsanreichern und Leerlauf nur unzureichend entscheiden.Soll ich jetzt anreichern oder was, ach Leerlauf, nee doch Gas geben.Hast Du ein Trimmpoti am Rechner?Oder ist das eine frühe i.e.?
Zuletzt, wenn das alles wirklich stimmt, könnte die Barometersonde defekt sein.Falls da kein Poti ist, der Benzindruck stimmt, und der Dks gut justiert ist.
Netter Fehler, einfach zu kalt gemessen.Eine Kundschaft mit älterem Thermostat fährt bei kühler Witterung so 10km, um zum Tüv zu kommen.
5%CO.Durchgefallen.Das Telefon geht dann bei mir.
Der Kunde kommt, die Kiste ist warm, 2,5% am Tester, alles klar.
Du brauchts das Buch mit dem Schaltplan, ein Multimeter und ein Monometer bis 5bar, den Druck kann man schön am Kaltstarventilschlauch messen.Aber vorsicht mit Benzin und der Popelei im Kabelbaum.Und nicht mit den Haaren in die Keilriemen kommen.
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H-U Fischer
Re: Zuviel Kolhlenmonoxid
Hallo,
wie oben schon erwähnt, kann es mehrere Ursachen haben. Grundsätzlich wird der CO-Gehalt am Poti eingestellt. Dieses Poti ist aber nur aktiv bzw. elektrisch verbunden, wenn der Leerlaufschalter im Drosselklappen-Schalter mit GND (Minus; Masse, Minus-Pol) verbunden ist. Wie oben schon erwähnt, muß der Leerlaufschalter im Drosselklappen-Schalter-Gehäuse richtig eingestellt sein. Beim Verändern/Justage des Drosselklappenanschlages (rot: EIN) muß unbedingt (!!!!!!!!!!) (rot: AUS)der Drosselklappenschalter neu justiert werden. Zudem kann es dann auch noch passieren, daß durch falsche Einstellung des Dr.-Kl.-Schalters dieser selber zum Dr.-Kl.-Anschlag wird. Dann wird die "Innerei" des Drosselklappenschalters zerstört. Und damit auch der Leerlaufschalter.
Wie gesagt: Bekommt die Steuerelektronik nicht oder nur zeitweise (Wackelkontakt) das Leerlaufsignal (gegen GND), dann ist die gesamte elektronische Leerlaufeinrichtung, nebst POTI, in der Steuerelektronik unwirksam.
Der Drosselklappen-Schalter läßt sich übrigens gut reparieren. Versetzt man etwas den Beschleuniger-Kontaktschleifer aus seiner ausgeschliffenen Kontaktbahn, dann ist das Ding fast wieder neuwertig.
Ein temporär hängendes Einspritzventil kann auch noch eine Ursache für eine zeitweilige CO-Erhöhung sein.
Viel Erfolg
Hans-Uwe Fischer
wie oben schon erwähnt, kann es mehrere Ursachen haben. Grundsätzlich wird der CO-Gehalt am Poti eingestellt. Dieses Poti ist aber nur aktiv bzw. elektrisch verbunden, wenn der Leerlaufschalter im Drosselklappen-Schalter mit GND (Minus; Masse, Minus-Pol) verbunden ist. Wie oben schon erwähnt, muß der Leerlaufschalter im Drosselklappen-Schalter-Gehäuse richtig eingestellt sein. Beim Verändern/Justage des Drosselklappenanschlages (rot: EIN) muß unbedingt (!!!!!!!!!!) (rot: AUS)der Drosselklappenschalter neu justiert werden. Zudem kann es dann auch noch passieren, daß durch falsche Einstellung des Dr.-Kl.-Schalters dieser selber zum Dr.-Kl.-Anschlag wird. Dann wird die "Innerei" des Drosselklappenschalters zerstört. Und damit auch der Leerlaufschalter.
Wie gesagt: Bekommt die Steuerelektronik nicht oder nur zeitweise (Wackelkontakt) das Leerlaufsignal (gegen GND), dann ist die gesamte elektronische Leerlaufeinrichtung, nebst POTI, in der Steuerelektronik unwirksam.
Der Drosselklappen-Schalter läßt sich übrigens gut reparieren. Versetzt man etwas den Beschleuniger-Kontaktschleifer aus seiner ausgeschliffenen Kontaktbahn, dann ist das Ding fast wieder neuwertig.
Ein temporär hängendes Einspritzventil kann auch noch eine Ursache für eine zeitweilige CO-Erhöhung sein.
Viel Erfolg
Hans-Uwe Fischer
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Jörg Rowohlt
Re: Zuviel Kolhlenmonoxid
Danke für die Tipps! Nein, Poti gibts keins, auch nur einen Temperaturfühler (Bj. 70). Zunächst ist wohl Überprüfung des Benzindrucks sowie Kontrolle der Schläuche und Kabel angesagt. Dann folgt weiteres.
Mal ganz dumm gefragt: Was und wo ist die Barometersonde?
Schöne Grüße
Jörg
Mal ganz dumm gefragt: Was und wo ist die Barometersonde?
Schöne Grüße
Jörg
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H-U Fischer
Re: Zuviel Kolhlenmonoxid
... auch ohne POTI hat die Einspritzelektronik eine Leerlauf-Steuerung. Eben diese arbeitet nur, wenn besagter Leerlaufschalter zuverlässig arbeitet.
"Barometersonde" ist nur ein schöneres Wort für Druckfühler. Dieses Ding mißt sogar zwei Drücke: 1. den Unterdruck im Ansaugbereich (Spinne) und den tatsächlichen Umgebungsdruck. Die Differenz dieser Drücke braucht die IE-Steuerung für die Einspritzzeiten. Ohne die Außendruck-Kompensation kommt man wohl nicht über den Brenner-Paß
Grüße
Hans-Uwe Fischer
"Barometersonde" ist nur ein schöneres Wort für Druckfühler. Dieses Ding mißt sogar zwei Drücke: 1. den Unterdruck im Ansaugbereich (Spinne) und den tatsächlichen Umgebungsdruck. Die Differenz dieser Drücke braucht die IE-Steuerung für die Einspritzzeiten. Ohne die Außendruck-Kompensation kommt man wohl nicht über den Brenner-Paß
Grüße
Hans-Uwe Fischer
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Jörg Rowohlt
Re: Zuviel Kolhlenmonoxid
Nochmals Dank für die Tipps! Das Problem lag tatsächlich nicht in der Einspritzanlage, sondern ganz banal bei einem defekten Thermostat - der Motor brauchte Ewigkeiten, um wirklich warm zu werden. Bis dahin war das Gemisch korrekterweise zu fett und der CO-Anteil zu hoch.
Grüße Jörg
Grüße Jörg